Archiv der Kategorie: Inselgemeinde

Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Neujahrsempfang am 8. Januar
Zum Neujahrsempfang am Sonntag, 8. Januar 2023 lädt die ­Inselgemeinde um 15 Uhr ins „Haus der Insel“ ein. Bei Brezeln und Sekt erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Neujahrsansprache von Heike Horn. Darin gibt die Bürgermeisterin eine Rückschau auf das abgelaufene Jahr und blickt auf die ­anstehenden Projekte für 2023. Musikalisch begleitet der Langeooger Shantychor „de Flinthörners“ den Empfang, erwartet werden zudem die Sternsinger der katholischen Kirche. Auf dem Programm steht zudem die Ehrung verdienter Ratsmitglieder. Die Inselgemeinde bittet um zahlreiches Erscheinen zur Würdigung der ehemaligen Ratsmitglieder.
Delegation aus Südkorea
Besuch aus Südkorea, wenn auch nur für einen Tag: Am Montag, 7. November war auf Langeoog eine elfköpfige Delegation aus Suncheon zu Gast. Die Stadt an der Südküste des asiatischen Staates ist bekannt für ihre Wattenmeer-Bucht, die ­Suncheon-Bay. Deren riesige, oft kreisrunde Schilffelder sind einzigartig auf der Welt. Grund des Besuchs sind Bestrebungen, in Suncheon ein Schutzgebiet einzurichten. Und da das UNESCO-Weltnaturerbe Niedersächsisches Wattenmeer international Vorbildcharakter besitzt, lag es nahe, sich hier zu informieren.
So unternahm Insel- und Wattführer Uwe Garrels mit den Gästen eine Exkursion durch den Ort und ins Weltnaturerbe. ­Anschließend bestand für die Delegation im Rathaus noch ­Gelegenheit, Fragen an die Inselgemeinde zu stellen. Rede und Antwort standen Bürgermeisterin Heike Horn, Ratsvorsitzender Gerrit Agena und Tourismusmanager Nils Jenssen.
„Es ging darum, was zu beachten ist, um einen Nationalpark einzurichten“, berichtet Heike Horn. Grundlegend sei es, die ­Bevölkerung mitzunehmen und etwaige Skepsis auszuräumen, gerade wenn mit Einschnitten zu rechnen sei. Zu beachten sei auch die Verbindung von Tourismus und Naturerleben und die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Das angestrebte Ziel, die Natur zu schützen, sei in der Regel nicht freiwillig, sondern als staatliche Aufgabe zu erreichen.
Schon vor gut zehn Jahren, im Juli 2012, weilte eine südkoreanische Delegation im Weltnaturerbe Wattenmeer von Dänemark bis in die Niederlande. Sie lotete die Möglichkeiten aus, ein Gebiet an der Südspitze Südkoreas als Schutzgebiet zu ­nominieren. Dort galt es, Hafenprojekte in Einklang mit dem Naturschutzgedanken zu bringen.
„Dorfentwickler*in gesucht“
Diese Stellenausschreibung stand unlängst auf der Website der Inselgemeinde. Was hat es damit auf sich? „Wir suchen jemand in Vollzeit, der als Insellotse oder -lotsin die Entwicklung des Gemeinwesens begleitet“, erklärt Bürgermeisterin Horn. Aufgabenfelder seien unter anderem die Koordination von Projekten, die Förderung des Ehrenamtes und der Aufbau von Kommunikationsstätten. Die gesuchte Person solle die Kommune unterstützen, wenn es um insulare Belange gehe, etwa das Schaffen von Räumen für Insulaner. „Der Schwerpunkt liegt auf der insularen Identität.“ Auf die Ausschreibung seien mehrere Bewerbungen eingegangen: „Wir sind in der Endabstimmung“, teilt Heike Horn mit.
Zukunftskonzept: Zwischenbericht im Januar
„Zukunftskonzept Langeoog“ – das ist die Richtschnur, unter der die Insel seit diesem Jahr an der Ausgestaltung ihrer touristischen ­Zukunft arbeitet. „Langeoog muss sein Profil als ­Urlaubsdestination schärfen und ein touristisches Gesamtkonzept entwickeln“, erklären Bürgermeisterin Heike Horn und Nils Jenssen, Leitung Tourismusmanagement. So fanden im Sommer zwei Zukunfts-Workshops unter Einbeziehung der Bevölkerung statt (der „Utkieker“ berichtete). Begleitet wird die Entwicklung des Zukunftskonzepts durch das Hamburger ­Beratungsunternehmen Project M GmbH.
Derzeit stellt Project M einen Zwischenbericht zusammen, der voraussichtlich am 16. Januar 2023 im Rahmen eines Bürger-Infoabends vorgestellt werden soll. „Da Rat und Verwaltung ­anwesend sein werden, hat jede Bürgerin und jeder Bürger    Gelegenheit zum Fragenstellen und zur Diskussion“, so die Bürgermeisterin. Einzelheiten zum Termin gibt die Inselgemeinde zeitig bekannt.
l Anbau am Erlebnisbad
Der Anbau am Freizeit- und Erlebnisbad geht in großen Schritten voran. Bauherrin des Projekts ist die Inselgemeinde, ­Auftraggeber der Tourismus-Service Langeoog. In den bogenförmigen zweigeschossigen Vorbau wird demnächst der Anwendungsbereich des Kur- und Wellness-Centers (KWC) verlegt. Neben einer Kur- und Anwendungsabteilung ist auch ein Wellnessbereich vorgehen, der eine Verbindung zum Sauna- und Badebereich erhält. „Das ermöglicht uns neue ­Angebote – aus einer Hand, in einem Haus“, erklären Bürgermeisterin Heike Horn und Tourismusmanager Nils Jenssen. ­Angedacht ist zudem ein separater Fitnessbereich für Gäste und Insulaner. Geplant ist ferner, die Tourist-Information dauerhaft in dem Neubau unterzubringen.
Fähranleger
Erleichterung im Fährverkehr: Derzeit erfolgt der Passagiereinstieg zügig über die Frachtbrücke, über die auch das Gepäck geladen wird. So kann auf den Einsatz einer zusätzlichen Frachtfähre verzichtet werden. Bei hohem Aufkommen, etwa zu den anstehenden Feiertagen, wird das Gepäck wieder mit einer separaten Frachtfähre befördert. In den Weihnachtsferien ist das Fährwesen für die Passagiere gesichert, auch durch entsprechende Zusatzfahrten. „Niemand wird zurückgelassen“, betont die Inselgemeinde. Ihr besonderer Dank geht an die Besatzungen für deren Einsatz und an die Passagiere für deren Geduld. Ein regulärer Betrieb der neuen Brückenanlagen in den Häfen von Langeoog und Bensersiel sei in Sicht, hofft die ­Inselgemeinde. – Ursprünglich war die Inbetriebnahme der Brückenanlagen für 2020 geplant (der „Utkieker“ berichtete mehrfach). Gravierende Planungsfehler des Ingenieurbüros hatten dies bislang verhindert.
Neuer Podcast zur Weihnachtszeit
In ihrem Podcast „Moin Langeoog – Neues aus dem Rathaus“ informiert die Bürgermeisterin „zu allen Verwaltungsangelegenheiten und Infos rund ums Rathaus“, wie es im Vorspann heißt.
Mitte Dezember erschien der nunmehr 14. Podcast mit dem Titel „Unser Wohn- und Lebensraum“: Darin zeigt Heike Horn unter anderem die Bedeutung einer Erhaltungssatzung für den Schutz des vorhandenen Dauerwohnraums auf. Als Orientierung könnten vorhandene Regelwerke benachbarter Inseln dienen. Sie erläutert die Aufgaben von Rat und Verwaltung, aber auch der Mitbürger, den Erhalt des Wohnraums und damit des Lebensraums, zu gewährleisten. – Das neue „Moin Langeoog“ ist auf der Startseite von www.gemeinde.langeoog.de über die Rubrik „Bürgerinfo“ abrufbar. Dort kann der Podcast (wie seine archivierten Vorgänger) angehört, heruntergeladen und abonniert werden.
 Insularer Erfahrungsaustausch auf Baltrum
Am Montag, 21. November trafen sich auf Baltrum die Verwaltungsspitzen aller sieben Ostfriesischen Inseln zum traditionellen Erfahrungsaustausch. Versammlungsort war der Veranstaltungsraum des Kinderspielhauses. Von Langeooger Seite nahmen Bürgermeisterin Heike Horn und Ratsvorsitzender Gerrit Agena teil.
Als Themen wurden unter anderem der Fachkräftemangel und die Wohnraumproblematik auf den Inseln ausführlich besprochen. Dabei zeigte sich wieder einmal deutlich, dass die Probleme auf allen sieben Inseln präsent sind. Besonders der Fachkräftemangel sei nicht ohne gezielte Strategien zu beheben. In diesem Zusammenhang wurden auch Möglichkeiten aufgezeigt, bestimmte Tätigkeiten auszulagern.
Weitere Themen waren die Energiekrise und die damit zusammenhängenden Folgen. Um etwa auf einen Blackout vorbereitet zu sein, ist der Katastrophenschutz gefragt, damit im Ernstfall die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden können.
Ein weiterer Diskussionspunkt war der zunehmende Müll auf den Inseln: „Gefragt ist ein Umdenken der Menschen“, erläutert Heike Horn. Das Aufstellen von Abfalltonnen reduziere keinen Müll: „Es geht um Müllvermeidung.“ Der Umgang mit wiederverwertbaren Verpackungen, die in der Gastronomie ab dem 1. Januar 2023 als Alternative zu Wegwerfverpackungen angeboten werden müssen, war ebenfalls ein viel diskutierter Punkt.
Die Teilnehmer waren froh, dass das Treffen nach den Jahren der Pandemie wieder in Präsenz stattfinden konnte. „Wir hatten einen guten Austausch“, resümiert Heike Horn. Insgesamt sei eine gemeinsame Strategie für alle sieben Inseln notwendig: „Unsere geografische Lage setzt uns enge Grenzen. Umso wichtiger ist es, diesen Lebensraum auch für Insulaner lebenswert zu gestalten.“
OFI GmbH wird fünf
Neben der Lage im UNESCO-Weltnaturerbe verbindet die Inseln auch ein gemeinsames Marketing: Im Dezember 2017 wurde die „Ostfriesische Inseln GmbH“ (OFI) gegründet. „Wir freuen uns, dass die OFI sich als gesundes Projekt entwickelt hat“, erklärt Bürgermeisterin Heike Horn. Die Marketing-Dachorganisation hat ihren Sitz auf Borkum. Gesellschafter sind die Tourismusorganisationen der Inseln, außerdem die Reedereien und weitere Einrichtungen. Zu den Aufgaben der OFI gehört es, die Bekanntheit der Inseln deutschlandweit wie international zu stärken und neue Zielgruppen zu gewinnen.
Am 20. Dezember nun wird auf Borkum das fünfjährige Bestehen der OFI begangen. Erwartet werden die Gesellschafter und zahlreiche Weggefährten. Dem Festakt voran geht ein Arbeitstreffen, auf dem auch die neu engagierte Werbeagentur Saint Elmo’s ihre Konzepte vorstellen wird.
Seniorenfeier
Am Mittwoch, 14. Dezember fand die Senioren-Weihnachtsfeier der Inselgemeinde statt. Das gemütliche Beisammensein mit Kaffee und Kuchen begann um 15 Uhr im Haus Meedland. Zahlreiche Seniorinnen und Senioren waren der Einladung gefolgt. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Langeoog-Chor „de Likedeeler“ und Sängerin Katja Agena mit Andreas Czipka. -köp/ut-

Ein Arbeitsleben für die Gemeinde 

Verabschiedungen und Dienstjubiläen: Im Rathaus wurden mehrere Mitarbeiter geehrt 
Die Tische im Ratssaal des Langeooger Rathauses sind festlich mit belegten Brötchen, Kaffeestückchen und Getränken eingedeckt, mehrere Blumensträuße stehen in Vasen auf einem Beistelltisch. Es ist Freitagvormittag, der 2. September 2022. Die Inselgemeinde ehrt an diesem Tag mehrere Mitarbeiter für ihre jahrzehntelange Gemeindearbeit: So feiern Hartmut Börgmann und Thomas Pree ihr 40-jähriges Dienstjubiläum. Karl-Heinz Jung, Michael Thannberger und Jens Guder werden in den Ruhestand verabschiedet. Antje Bünting und Detlev Schrage, die ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiern, wurden in Abwesenheit geehrt, genauso wie Ralf Zimmermann und Jonni Kamke, die zu ihrer Verabschiedung verhindert waren.
Bürgermeisterin Heike Horn konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht die Ehrung vornehmen. Dies übernahm ihre Stellvertreterin Ines Mühlinghaus. In ihrer Rede zeigt sie sich beeindruckt: „Es ist schon etwas Besonderes, was ihr vollbracht habt.“ Hinter dem zu stehen, was man mache und sich auch immer wieder dafür einzusetzen, sei nicht selbstverständlich. Der „Utkieker“-Redaktion haben die fünf anwesenden Geehrten ein wenig aus ihrem Leben erzählt.
„Urlaubsmodus – nicht Rentnermodus“ 
Immer wenn ein Kind geweint habe, habe es eine Badeente bekommen, erzählt Michael Thannberger. Der 65-Jährige hat 39 Jahre und sechs Monate für die Inselgemeinde gearbeitet und selbst die fröhlichen Gummitiere gesammelt. Die Sammlung löste er zum Ende seiner Dienstzeit als therapeutischer Leiter des Kur- und Wellness-Centers (KWC) gegen eine Spende für den guten Zweck auf („de Utkieker“ berichtete in Ausgabe 6/2022).
Eingestellt wurde der heute 65-Jährige als Masseur für die Saison 1981 und 1982. Am 1. April 1984 dann unbefristet als Masseur und medizinischer Bademeister. 1995 übernahm er die Funktion des stellvertretenden Leiters. Viele Fortbildungen gehörten für Michael Thannberger, der in Harlingerode im Harz geboren wurde, zu seinem Beruf, etwa die Fußreflexzonentherapie, manuelle Lymphdrainage und die Sporttherapie. Kurzum: Michael Thannberger hat das KWC vom klassischen Kurmittelhaus zum modernen Wellness-Zentrum aktiv mitgestaltet. Begeistert nennt er die Zertifizierung zum Thalasso-Standort, 2014 einem der ersten. Er erzählt von den zahlreichen Aqua-Kursen, die immer schnell ausgebucht seien, von den Rennfahrern, die seit Jahren zu ihm zum Training kämen. Fröhlich sagt er: „Ich habe alle im Kopf. Ich bin wie ein Elefant.“
Sport hat im Leben Michael Thannbergers einen hohen Stellenwert: Seit seiner Kindheit ist er im Ski-Club, genießt er ausgedehnte Skilanglauftouren. Im Langeooger Seglerverein ist er seit 50 Jahren. Wandern. Radfahren. Golfen. Gerne mit seiner Ehefrau zusammen. Seinen neuen Lebensabschnitt, den er, mit Abstechern nach Langeoog, in der alten Heimat im Harz verbringen wird, möchte er auf eine ganz bestimmte Art genießen: „Im Urlaubsmodus bleiben und nicht in den Rentnermodus kommen.“
„Urlaub mit Unterbrechung“ 
Für seine letzte Fahrt wurde die Inselbahn geschmückt: Jens Guder war 34 Jahre bei der Schiffahrt Langeoog als Lokführer beschäftigt – und so ganz aufhören kann er nicht, obwohl er seit August im Ruhestand ist. Der 63-Jährige wird weiterhin Insulaner und Gäste vom Hafen zum Bahnhof und zurückbringen, auch wenn es nur noch einige Stunden im Monat sind.
Als er 1988 als Lokführer und Rangierer anfing, fuhr er noch die alte Inselbahn. 1995 kam der Wechsel. Das sei wie der Umstieg vom Trabi auf einen Rolls-Royce gewesen, erzählt er beeindruckt. Seit 1996 war er ausschließlich als Triebwagenführer im Einsatz. Eine Fortbildung zum Brandschutz- und Evakuierungshelfer schloss der gelernte Fliesenleger vor vier Jahren noch zusätzlich ab. Blickt er auf die vergangenen Jahrzehnte zurück, sei das wie „Urlaub mit Unterbrechung“ gewesen. Gerne erinnert er sich an Erlebnisse mit Kindern, die früher vorne bei ihm mitfahren durften, und erzählt von einem besonders schönen Erlebnis: Eins der Kinder von damals sei inzwischen selbst Vater und mit seinen eigenen Kindern auf der Insel gewesen.
Nicht verschwiegen werden darf das sportliche Engagement von Jens Guder: Viele Jahre war er beim TSV Langeoog in den Sparten Badminton und Volleyball aktiv, und zwar sowohl als Spieler wie auch als Spartenleiter.
Im Ruhestand habe er nun eine „neue Firma“, sagt er schmunzelnd über seine Ehefrau. Sie haben einen großen Garten und zwei Häuser, die auch als Ferienunterkünfte angeboten werden. An Arbeit werde es nicht mangeln, meint er lachend.
„Die schönste Melodie ist die Melodie der Stille“ 
Mit einer Saisonbeschäftigung von 2010 bis 2016 begann Karl-Heinz Jungs Tätigkeit bei der Gemeinde. In den letzten sieben Jahren war der gelernte Maler und Lackierer, der einen eigenen Betrieb auf der Insel hatte, in der Strandkorbwerkstatt angestellt.
Seit Juni ist der 64-Jährige nun im Ruhestand. In den ersten Tagen des neuen Lebensabschnitts hatte er den Stecker vom Wecker gezogen, um runterzukommen, abzuschalten. Augenzwinkernd sagt er über seinen Ruhestand: „Man gewöhnt sich schnell ans Angenehme.“ Nun hat er Zeit, seinen Hobbys nachzugehen. Ausgedehnte Strandläufe von vier bis sechs Stunden gehören für den Insulaner dazu, denn „die schönste Melodie ist die Melodie der Stille.“ Am Strand war er schon immer gerne unterwegs: In den vergangenen 14 Jahren habe er Bernstein gesammelt – 40 Kilo habe er in einem Gefäß als Dekoration bei sich zuhause. Die Steine seien unbearbeitet, da Natur Handwerk sei. „Da mag ich nicht reinpfuschen“, sagt er.
Im Ruhestand dürfe man nicht anfangen zu dröseln. Man müsse sich Ziele setzen, sich für etwas interessieren. Für ihn gehört dazu auch der Modellbau: Eine Galeriemühle ist bereits entstanden; aktuell baut er das Greifswalder Leuchtfeuer und danach plant er, den Langeooger Wasserturm nachzubilden. Im Winter wird er weiterhin für einige Stunden in der Woche Strandkörbe reparieren. Ansonsten freut sich der Vater von drei Kindern sehr über die gemeinsame Zeit, die er nun mit seinen sechs Enkelkindern hat. Zwei von ihnen leben auf der Insel, vier in Wittmund. Fernweh kenne er nicht: „Alles, was ich brauche, ist hier.“
„Immer draußen unterwegs“ 
Sein 40. Dienstjubiläum feiert in diesem Jahr Hartmut Börgmann. Der gelernte Schmied fing 1982 als Saisonkraft in der Gärtnerkolonne der Inselgemeinde an. Nach drei Monaten wechselte der Insulaner zum Bauhof. Eine berufsbegleitende mehrjährige Umschulung zum Ver- und Entsorger folgte Anfang der 1990er Jahre.
Als Bereichsleiter des Bauhofs ist der 59-Jährige seit 1997 tätig.  In seinen Verantwortungsbereich gehören die Straßenreinigung und -unterhaltung, die Müllentsorgung, zu der auch der Sperrmüll zählt, die Betreuung der Grünanlagen, die Vorbereitung für Beerdigungen auf dem Dünenfriedhof, Baumpflegearbeiten und die Kontrolle der gemeindeeigenen Spielplätze samt kleinerer Reparaturen.
Der Arbeitsalltag von Hartmut Börgmann und seinem Team ist abwechslungsreich. Diese Vielfältigkeit sei es, die ihm gefalle: „Ich mache jeden Tag etwas anderes und ich bin zu 95 Prozent immer draußen unterwegs. Ich mach die Arbeit gern.“ In den kommenden Jahren, noch bevor er in Rente gehe, hoffe er, die Umsetzung des neuen Bauhofs noch begleiten zu können. Die Planungsphase laufe gerade.
„Viele Gäste für Langeoog gewonnen“
Er hat Langeoogs touristische Entwicklung mit geprägt: Thomas Pree blickt auf 40 Jahre in Gemeindediensten zurück. Gleich nach der Inselschule begann der damals 16-Jährige im Sommer 1982 seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten im Langeooger Rathaus. Dass er so lange „bei einer Firma bleiben“ würde, hätte er sich anfangs nicht träumen lassen. Eher per Zufall sei er im Werbe- und Veranstaltungsbüro „gelandet“ und dann mit den touristischen Aufgaben gewachsen.
Als Veranstaltungsleiter koordiniert der gebürtige Insulaner nicht nur zahllose Events auf Langeoog, sondern war und ist als Teil des Marketing-Teams auch in touristischen Gremien der Region aktiv. Mit der „OFI“ und der „Nordsee“ hat er zudem federführend erfolgreiche Kampagnen im deutschsprachigen Raum gestartet, wie den Nordseelauf und die Stammgastmesse. „Auch auf unzähligen Messen wie der ITB und Events wie dem Essener Weihnachtsmarkt konnten wir viele Gäste für Langeoog werben“, berichtet Thomas Pree, der vielen Urlaubern als Moderator der beliebten Gästebegrüßung bekannt ist. Und der sich für die Zukunft wünscht, dass alle am Tourismus Beteiligten die Insel fürs Leben gemeinschaftlich auf einem guten Weg halten. -jeg/köp-

Gemeinde-Rat und Tat 

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Winterfahrplan 2022/23
Achtung Fahrplanwechsel: Noch bis Sonntagabend, 30. Oktober gilt der aktuelle Sommerfahrplan. Am Montag, 31. Oktober tritt bis zum 24. März 2023 der Winterfahrplan in Kraft. Der aktuelle Plan steht ganz hinten im „Utkieker“. Handliche Fahrpläne, etwa zur Auslage in Urlaubsunterkünften, sind zudem am Schalter im Bahnhofsgebäude und an der Tourist-Information im „Haus der Insel“ erhältlich. Zudem steht der vollständige Fahrplan auf der Website www.langeoog.de, dort ist er auch als pdf-Datei herunterladbar. Tagesaktuelles, wie Fahrplanänderungen, stellt die LangeoogApp zur Verfügung (Info zur App siehe Website).
Sauberes Ortsbild dank Bauhof
Über ein sauberes Ortsbild freuen sich alle. Und dass Straßen und Grünflächen frei von Abfall sind, wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Doch wer sorgt letzten Endes dafür, dass gebrauchte Masken, leere Chipstüten und anderes achtlos Weggeworfenes schon morgens aus dem Blickfeld verschwinden? Die Bauhof-Män- ner um Hartmut Börgmann. Andreas Puls ist einer von ihnen.
Der 53-jährige Esenser pendelt jeden Tag zur Insel. Und das seit 36 Jahren. Montags und dienstags erledigt das Bauhof-Team die wöchentliche Müllabfuhr. Mittwochs bis freitags sorgt es – inklusive Grünanlagen – für ein angenehmes Ortsbild. Dann macht Andreas Puls seine tägliche Tour im Dorfkern. Rund um Hauptstraße und Barkhausenstraße, zwischen Kurviertel und Wasserturm, ist er morgens mit „Skippy“ unterwegs: Der grau-grüne Abfallsammelwagen hat von Besen und Greifzange bis Müllsack und Schaufel alles Nötige an Bord. Und wenn später die Gäste und Tagesbesucher zum Strand strömen, sind die Wege dorthin bereits von Unrat befreit.
Frachtschiff „Onkel Otto“
Am 5. September legte das Frachtschiff „Onkel Otto“ der Inselgemeinde Langeoog eine Werftzeit ein. In der renommierten Oldersumer Schiffswerft Diedrich wurden angefallene Konservierungsarbeiten am Unterwasserschiff und eine Bodenbesichtigung ausgeführt. Zudem vermerkte die Werftarbeitsliste die Besichtigung des DNV*, die Kontrollarbeiten der Propeller, Wellenanlagen, Bugstrahlanlage und beider Ruder sowie der Einbau einer neuen Bugklappe. Ursprünglich sollte die „Onkel Otto“ am 21. September „auschecken“, doch technische Probleme verlängerten die Werftzeit. Nun wird mit der Rückkehr zum Oktober gerechnet. Wie die Schiffahrt Langeoog mitteilt, kann es zwischenzeitlich im Fährverkehr zu Verzögerungen beim Gepäcktransport kommen.
Mit den Baujahren 1960 („Onkel Otto“) und 1954 („Pionier“) sind die beiden Langeooger Frachtschiffe schon etwas betagt. Daher plant die Inselgemeinde, den Bau eines neuen Frachters in Auftrag zu geben. Ein konkreter Zeitrahmen steht – auch aufgrund europaweit erforderlicher Ausschreibungen – noch nicht fest.
* Zur Erläuterung: Was für Autos der TÜV, ist für die Schiffe der DNV (Det Norske Veritas). Die internationale Klassifikationsgesellschaft überprüft regelmäßig alle Fähr- und Frachtschiffe der Inselschiffahrt. Weitere Schiffsmeldungen und Werft-Informationen sind auf www.schiffswerft-diedrich.de zu finden.
Fähranleger
Es geht voran beim Bau der neuen Brückenanlagen in den Häfen von Langeoog und Bensersiel (der „Utkieker“ berichtete mehrfach): Im September ist die Dalbenanlage in Bensersiel in Probebetrieb genommen worden. „Dabei wurde festgestellt, dass die Sensoren für das Anlegemanöver eine technische     Herausforderung bedeuten. Ein Fehler, der beseitigt werden muss“, stellt Bürgermeisterin Heike Horn klar.
Zwischenzeitlich haben Mitarbeiter der Schiffahrt Langeoog eine Übergangslösung geschaffen: Es ist eine Stahlkonstruktion mit verschiedenen Stellmöglichkeiten. Als Aufsatz auf der vorhandenen Verriegelung kann sie beim Anlegen die durch Messfehler entstandenen Ungenauigkeiten ausgleichen. Derzeit läuft noch der Probebetrieb. „Ein großer Dank geht an die sehr engagierten Mitarbeiter der Schiffahrt“, erklärt Heike Horn. „Ihr Einsatz war und ist unverändert hoch.“ – Ursprünglich sollten die Brückenanlagen schon 2020 in Betrieb genommen werden. Gravierende Planungsfehler des Ingenieurbüros hatten dies bis jetzt verzögert.
Arztwechsel
Er gehörte zu den am längsten auf Langeoog praktizierenden Ärzten: Nach 18 Jahren Tätigkeit verlässt Dr. Joachim Koller zum 30. September die Praxis an der Hauptstraße. Der 70-jährige Mediziner zieht mit seiner Frau ans Festland, um dort den verdienten Ruhestand zu genießen. Die Beliebtheit des „Inselkoller“, wie er selbst sich scherzhaft nannte, zeigte auch eine große Zeitungsannonce, in der zahlreiche Langeooger Familien und Einrichtungen dem Arzt für sein Wirken Lob und Dank zollten. „Der Einsatz von Dr. Koller all die Jahre war unglaublich, das werden wir ihm immer danken“, so auch Bürgermeisterin Heike Horn.
Die ärztliche Versorgung wird ab 1. Oktober über die Ärzte der Nachbarinseln Baltrum und Spiekeroog gewährleistet. Hierzu veröffentlicht die Inselgemeinde folgende Pressemitteilung:
Begrüßung der neuen Inselärzte und der Inselärztin
Am Freitag, 23. September konnten die neuen Inselärzte und die Inselärztin von Bürgermeisterin Heike Horn, den stellvertretenden Bürgermeisterinnen Ines Mühlinghaus und Gerda Spies, dem allgemeinen Vertreter Ralf Heimes und dem Ratsvorsitzenden Gerrit Agena im Rathaus begrüßt werden, auch wenn sie ihre Tätigkeit erst ab dem 1.10.2022 aufnehmen. Rat und Verwaltung der Inselgemeinde freuen sich stellvertretend für alle Bürger*innen und Gäste sehr, dass die kassenärztliche und notfallärztliche Versorgung auf Langeoog weiterhin auf hohem Niveau gegeben ist.
Dr. Stefan Bressel von der Inselpraxis auf Baltrum, Martin Schwarzwälder von der Inselpraxis auf Spiekeroog und Dr. Gabriele Schmidt (derzeit noch Ärztin in der Mutter-Kind-Klinik auf Spiekeroog) bekamen als Willkommensgruß eine Fahrradklingel mit Langeoogmotiv überreicht. Das Geschenk wurde mit Freude angenommen: Wenn die Ärzte per Fahrrad zum Notfall müssen, wird „die Lautstärke der Klingel für einen freien Weg sorgen“, so das Feedback der Ärzte und der Ärztin.
Dr. Gabriele Schmidt strebt die Übernahme des Sitzes von Dr.     Koller zum 1. Januar 2023 an. Sie wird hauptsächlich vor Ort sein, aber tatkräftig von Dr. Stefan Bressel und Martin Schwarzwälder unterstützt. Für die Insulaner*innen sind alle Ärzte und die Ärztin ­bekannte Gesichter, da sie seit vielen Jahren schon als Vertretungsärzte von Dr. Koller auf der Insel sind.
Rat und Verwaltung der Inselgemeinde
Energie sparen
Die Zeichen der Zeit stehen auf Energiesparen: „Was im öffentlichen Sektor möglich ist, wird auch getan“, so Bürgermeisterin Heike Horn. Daher sollen der Wasserturm und das Museumsboot abends nicht mehr beleuchtet werden, die Raumtemperaturen in den Liegenschaften der Inselgemeinde werden gesenkt, und auch der Warmwasserverbrauch wird gedrosselt. Darüber hinaus sei privat jeder Einzelne gefordert,  seinen Beitrag zu leisten, „nicht nur aufgrund eines Appells der Bundesregierung, sondern im eigenen Interesse.“ Insgesamt, so die Bürgermeisterin, bereite ihr die ­Situation in der Tat große Sorgen: „Wie und von wem sollen die Gas- und Stromerhöhungen aufgefangen werden?“ -köp/ut-

Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Fähranleger
Fortschritt beim Bau der neuen Brückenanlagen in den Häfen von Langeoog und Bensersiel (der „Utkieker“ berichtete wiederholt): Seit Ende Mai ist die Passagierbrücke in Bensersiel in Betrieb; dies habe laut Bürgermeisterin Heike Horn beim Boarding der Fahrgäste „zu einer spürbaren Entlastung geführt, ­sowohl für die Passagiere als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Das Gepäck wird immer noch separat befördert, da die Containerbrücken auf Langeoog und in Bensersiel noch nicht einsatzbereit sind. Aber: „Das Sanierungskonzept für die Ausbesserung der Anlegedalben steht“, berichtet die Bürgermeisterin. Mit der Umsetzung werde abgewartet, bis weniger Passagieraufkommen herrsche, da für die Dauer der Maßnahme die Frachtanleger geschlossen werden müssten, was zu Beeinträchtigungen bei der Abfertigung führe. Angestrebt sei, die Arbeiten nach der Saison zu starten. – Die Inbetriebnahme der Brückenanlagen war ursprünglich für 2020 geplant. Gravierende Planungsfehler des Ingenieurbüros hatten dies bislang verhindert.
Langeoog III 
Werftzeit für die Langeoog III: Die Grundüberholung der Steuerbord-Maschine steht auf dem Plan. Grundlage ist ein Beschluss des Betriebsausschusses der Inselgemeinde. 2003 hatte die 1979 in Dienst gestellte Fähre zwei neue 610-kW-Mitsubishi-Motoren erhalten. Nach 26.000 Betriebsstunden ist für das Steuerbord-Aggregat eine Generalüberholung erforderlich; die Kosten sind mit 165.000 Euro angesetzt. Die Backbord-­Maschine benötigt noch keine Überholung, da sie jüngeren Datums ist: Sie war erst 2017 nach Motorschaden ausgetauscht worden. Die genaue Werftzeit ist noch unklar; sie soll möglichst zum Jahresbeginn 2023 stattfinden, damit die Langeoog III zum Saisonstart wieder einsatzbereit ist.
Hansa Flugplatz
Die Inselgemeinde sucht einen neuen Flughafenbetreiber: Der am südöstlichen Ortsrand gelegene Hansa-Flugplatz soll ­verpachtet werden, zusammen mit der dazugehörigen Gastronomie. Die Vergabe erfolgt über eine Anwaltskanzlei in Hamburg. „Die Ausschreibung wurde vergeben, da die Gemeinde den Betrieb – auch zeitlich – nicht mehr leisten kann“, so Heike Horn. Es gebe mehrere Bewerber. Nach Abschluss des Verfahrens, der voraussichtlich zum nächsten Jahr erfolgt, wird der Gemeinderat eine entsprechende Entscheidung fällen. Die Luftaufsicht wird ebenfalls in das Verfahren eingebunden sein.
Energiesparmaßnahmen
Klimawandel, Gaskrise – auch bei der Inselgemeinde stehen die Zeichen auf Einsparmaßnahmen. „Wir werden im Rahmen des Möglichen alles tun“, betont Bürgermeisterin Horn. Ob ­Absenken der Raumtemperatur in den Liegenschaften, das ­Einstellen der Beleuchtung des Wasserturms und Drosseln der Warmwassernutzung: In allen relevanten Bereichen soll Energie gespart werden, „nicht nur aufgrund einer Vorgabe des Bundes, sondern aus unserem ureigenen Interesse heraus.“ ­Intern wurde vor Wochen bereits ein Krisenstab gebildet, um geeignete Maßnahmen mit dem Rat zu besprechen. -köp/ut-

Langeooger Dünensingen begeistert auch 2022 wieder

Mitmachen ist die Devise, wenn Herbert Burmester zum Akkordeon greift
Zu den großen Attraktionen im Programm der Insel zählt das „Langeooger Dünensingen“, das seit Jahrzehnten Gäste wie Insulaner jeden Dienstagabend wie von magischer Hand gezogen ins Dünental unterhalb des Wasserturms treibt. Zwei Jahre war das Original wegen Corona ausgefallen, seit 15. Mai stehen sie wieder im Dünenrund, in der Hochsaison ab 20 Uhr, und genießen die besondere Atmosphäre dieser einmaligen OpenAir-Veran-staltung.
Auch am 26. Juli waren wieder Scharen herbeigeeilt, zunächst ein wenig enttäuscht, weil es wegen der unsicheren Wetterlage vom offenen Dünental ins geschützte Ausweichquartier unter den Arkaden bei der Apotheke ging. Doch das änderte sich sehr schnell, als Herbert Burmester mit dem Akkordeon loslegte. 83 Jahre alt ist er und denkt noch lange nicht ans Aufhören. Seinen Hauptwohnsitz hat er mittlerweile in Pilsum in der Krummhörn, aber im Sommer kehrt er zurück auf die Insel – für sein Dünensingen.
Seit 19 Jahren führt er die Truppe an, die an diesem Abend ohne Eva Funke angetreten ist, die sonst mit einem zweiten Akkordeon begleitet. An der Gitarre spielte Garry Walden, den Gesang unterstützten Erika Lange, Ursel Reinboth und Elke Gewert vom Langeooger Chor „de Likedeeler“. Sie treten seit Jahren zum Dünensingen alle ehrenamtlich auf, und das immer wieder gerne.
Eine, die sich ganz besonders darüber freut, dass das Langeooger Dünensingen wieder stattfinden kann, ist Inge Römer-Wienert aus Dinslaken. Die heute Achtundsiebzigjährige war als kleines Mädchen im Alter von drei Jahren das erste Mal auf der Insel, feiert jetzt also ihr 75-jähriges Gästejubiläum. Jedes Jahr war sie seitdem mir ihrer Familie auf Langeoog und immer auch beim Dünensingen. Sie hat über die Jahrzehnte jedes erlebt und auch die Generationen von Chorleitern, die das Programm gestalteten. Sie erinnert sich besonders gern an die Zeit, als viele Abendlieder gespielt wurden, da war sie noch Kind. Wie sie in den Dünen spielten und bei den Klängen die Sonne langsam hinter den Kuppen versank. Heute singt sie gemeinsam mit ihrer Tochter Claudia Siebertz (49), die als Baby von 6 Wochen schon beim Dünensingen mit dabei war, und auch deren Tochter Annabelle (13) gesellt sich zu dem besonderen Mutter-Tochter-Gespann.
Das Dünensingen war immer und ist bis heute eine Veranstaltung für die ganze Familie, für Alt und Jung, Groß und Klein.
Die Kleinen zieht es immer besonders gern zum Dünensingen. Für sie sind immer – egal ob im Dünental oder vor der Insel-Apotheke – die vordersten Plätze reserviert. Gespannt warten sie auf das nächste Lied, aber noch viel gespannter auf die Runde Gummibärchen, die traditionell verteilt werden. Da geht man doch gerne mit – und lernt ganz nebenbei das Liedgut, das bei den Eltern meistens noch ganz tief sitzt und Erinnerungen an die eigene Kindheit weckt.
Wie einst erklingt „In einem In einen Harung jung und schlank – zwo, drei, vier, sit, tata, tirallala – der auf dem Meeresgrunde schwamm…“, und schon singen alle lauthals mit. Neben Kinderliedern wie diesem oder etwa der bekannten „Vogelhochzeit“ spielen vor allen Dingen die See und das Fernweh, die Sehnsucht nach der Heimat und dem oder der Liebsten eine Hauptrolle im musikalischen Programm. Wo, wenn nicht hier so nah am Meer, könnten diese Lieder authentischer klingen? „Meine Heimat ist das Meer, meine Sehnsucht sind die Sterne“, „Wo die Nordseewellen trecken an den Strand“, „An der Nordseeküste, am plattdeutschen Strand“ – da möchte man schon gleich beim Lesen mitsingen.
Obwohl nicht im beliebten Dünenrund begeistert und überrascht dieser Abend. Denn die Enge des Ausweichplatzes ist auch zugleich sein Vorteil. Wenn auch atmosphärisch vielleicht nicht ganz so idyllisch, lässt es sich vor den Einkaufsarkaden sehr gut singen. Man hört sich besser, ist näher bei den anderen und ihrem Gesang. Auch Herbert Burmester ist ganz begeistert, wie gut sein Publikum bei dieser Vorstellung mitmacht.
Die Sonne blitzt noch kurz auf hinter dem Wasserturm, der Himmel schickt noch ein letztes Blau über die Menge, dazu Lales Andersens sehnsuchtsvolle Zeilen: „Ich schau den weißen Wolken nach und fange an zu träumen“. Mit der berühmtesten Frau der Insel und ihrem Welthit „Lili Marleen“ geht es auch an diesem Abend für den Chor aus hundert Kehlen dem Ende zu. Mit einer allerletzten Zugabe und „La Paloma“ von Hans Albers ist dann endgültig Schluss: „Auf Matrosen – ohe! Einmal muss es vorbei sein“.
Nicht auf Langeoog, denn da geht es jeden Dienstag bis zum 15. Oktober mit dem Dünensingen weiter. Zum Programm gibt es ein Liederbuch, das der Tourismus-Service Langeoog seit diesem Jahr neu herausgibt, und das für 3 Euro an der Tourist-Info im Haus der Insel zu erwerben ist. -Petra Wochnik-

Gemeinde-Rat und Tat 

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Ausbau „neues KWC“ 
Bautätigkeit am Erlebnisbad: Der bogenförmige zweigeschossige Vorbau an der Südseite soll später den Anwendungsbereich des Kur- und Wellness-Centers (KWC) beherbergen. Bauherrin des Projekts ist die Inselgemeinde, Auftraggeber der Tourismus-Service Langeoog. Baumanagement und Baubetreuung übernahm die Projektsteuerungsgesellschaft-OL mbH. Der Ausbau des Vorhabens schreitet voran. Allerdings „wäre die Geschwindigkeit deutlich schneller, wenn wir eine Verschlankung der Verwaltungsprozesse, etwa bei den Vergabeverfahren hätten“, schränkt Bürgermeisterin Heike Horn ein. So entstünden wochenlange Verzögerungen, die aus Sicht der Verwaltung nicht nötig wären. Die Eröffnung des „neuen KWC“ ist zum Sommer 2023 angestrebt.
Neu: Business-Bike
Mit dem Dienstrad zur Arbeit: Die Inselgemeinde mit ihren Eigenbetrieben bietet ihren Mitarbeitern seit Kurzem Dienstfahrräder an. Über 50 Bedienstete nutzten bislang diese Möglichkeit. Die meisten wählten ein E-Bike, doch auch konventionelle Räder waren gefragt. Die Räder können bis zu einer Höhe von 4.000 Euro geleast werden. Insbesondere Mitarbeiter, die am Festland wohnen (und etwa in Bensersiel tätig sind), haben sich für dieses Angebot entschieden, berichtet die Inselgemeinde.
Mit der Idee war der Personalrat der Schiffahrt an die Verwaltung herangetreten, die sofort zugesagt hatte. „Die Teilnahme an diesem Modell ist für den öffentlichen Dienst eine gute ­Gelegenheit, außerhalb des Tarifregelwerks eine Leistung des Arbeitgebers anzubieten“, so Bürgermeisterin Heike Horn.
Schiffsneubau
Sie sind in die Jahre gekommen: „Onkel Otto“ und „Pionier“, die beiden Frachter der Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog. In Planung ist daher ein Frachtschiff-Neubau, der konkrete Züge annimmt. Unlängst ließen sich Rat und Verwaltung diesbezüglich auf einer Sitzung durch ein erfahrenes Hamburger Schiffsbau-Planungsbüro informieren. Ziel: „Die Beförderungskapazität der Inselschiffahrt soll mit dem Neubau erhöht werden, ebenso wird auf einen umweltfreundlichen Antrieb geachtet“, so die Inselgemeinde.
Langeoog beim Kommunalkongress des DStGB
Am 27. und 28. Juni 2022 standen in Berlin beim Deutschen Kommunalkongress des DStGB (Deutscher Städte- und Gemeindebund) die Städte und Gemeinden im Fokus. Unter dem Slogan „Stadt.Land.Nachhaltig – Zukunft vor Ort gestalten“ hatte der DStGB zum kommunalen Spitzentreffen eingeladen, um Lösungsansätze für eine nachhaltige Zukunft – Stichwort: Klimaschutz und Energieversorgung – vor Ort zu diskutieren. Mit dabei waren unter anderem Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin, sowie Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bundesfinanzminister Christian Lindner.
Zu den rund 800 TeilnehmerInnen zählte auch Heike Horn: „Deutlich wurde, dass Verwaltungsprozesse beschleunigt werden müssen, um schneller handeln zu können“, berichtete die Langeooger Bürgermeisterin. Gastgeberin Giffey habe eine Verschlankung besagter Prozesse gefordert: „Die Bürger wollen Lösungen.“ Laut Innenministerin Faeser müsse man an einer Verschlankung gemeinsam arbeiten, um auf Krisen adäquat reagieren zu können. Finanzminister Lindner habe bekräftigt, dass staatliche Subventionen in der bisherigen Größenordnung künftig nicht mehr zur Verfügung stehen würden.
Eine weitere Erkenntnis der Kommunen sei, eindeutig zu sagen, dass Bestimmungen von der Bundes- zur Kommunalebene nicht einfach „von oben heruntergebrochen“ werden: „Gesetze, die sich auf kommunaler Ebene nicht umsetzen lassen, dienen den Bürgern nicht.“ Zu prüfen sei, ob exponierte Kommunen wie die Ostfriesischen Inseln nicht andere Rechte zugestanden bekommen müssten, um überlebensfähig zu bleiben. Langeoog etwa mit 1.800 Einwohnern halte eine ­Infrastruktur für 250.000 Gäste vor, und das auf begrenztem Raum. Dauerthemen wie Wohnraummangel und Gesundheitsversorgung bedingten Umstände, die aus Sicht der Bürgermeisterin „im kommunalen Kontext dringend neu bewertet werden“ müssten.
Zukunftskonzept Langeoog
Unter dem Label „Zukunftskonzept“ arbeitet Langeoog derzeit an der Definition und Gestaltung seiner touristischen Zukunft. „Wichtig ist es, das Profil der Urlaubsdestination zu schärfen und ein touristisches Gesamtkonzept zu entwickeln“, erklären Bürgermeisterin Heike Horn und Nils Jenssen, Leitung Tourismusmanagement. Dazu gehöre dann auch der Umgang mit den Liegenschaften wie KWC und HDI hinsichtlich des Entschuldungsvertrags mit dem Land Niedersachsen: „Wir müssen hier eine Wirtschaftlichkeit erreichen.“ Begleitet wird die Entwicklung des Zukunftskonzepts durch das Hamburger Beratungsunternehmen Project M GmbH.
Am 22. Juni fanden, vormittags und abends, zwei Zukunfts-Workshops im „Haus der Insel“ statt. Zu beiden Veranstaltungen kamen insgesamt rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihren Ideen einbrachten. Nach einer Einführung durch Project M wurde jeweils in drei Gruppen gearbeitet: Wichtige Themen, wie zukünftiger Tourismus in Einklang mit der Dorfgemeinschaft, wurden lebendig erörtert; Ideen und Vorschläge wurden mittels Pinnwand gesammelt und dokumentiert. „Deutlich wurde wieder“, so Heike Horn im Rückblick, „wie verantwortungsbewusst und kreativ die Insulaner mit ihrer ‚Insel fürs Leben‘ umgehen.“ Ein wichtiges Signal war, dass „alle Ratsmitglieder, trotz persönlicher Eingebundenheit, an jeweils einem der Termine teilgenommen haben.“
Anschließend fand vom 5. bis zunächst 18. Juli eine anonymisierte Online-Bürgerbefragung „mit hoher Beteiligung“ statt, wie Heike Horn und Nils Jenssen erklären. „Um jedoch noch mehr Bürgerinnen und Bürger mit Erstwohnsitz Langeoog zu erreichen, die bislang keine Zeit zur Befragung fanden, wurde der Zeitraum bis zum 25. Juli verlängert.“
Im Vorfeld hatte es Expertengespräche und eine Vorortbegehung durch Project M gegeben. Zudem hatte die Inselgemeinde weitere Unterlagen zur Verfügung gestellt. Das gesamte Material wird nun einer Stärken-Schwächen-Analyse unterzogen, um Chancen und Risiken für den Standort Langeoog zu benennen. Die Ergebnisauswertung erfolgt zum Spätsommer.
In einer zweiten Runde mit Workshops und einer Steuerungsgruppe sollen dann Konzept und Strategie entwickelt werden. Dabei sollen im Rahmen eines Bürgerforums sowohl kurzfristige Ziele für 2023 als auch langfristige für die Folgejahre benannt werden. „Alles kommt auf den Prüfstand, auch die eigene Struktur“, so Bürgermeisterin und Tourismusmanager. Bis Jahresende soll das Projekt abgeschlossen sein, das dann in einen Ratsbeschluss münden soll. Ziel ist ein Lebensraumkonzept, das auch die Bedürfnisse der Bevölkerung einbezieht: „Die Insel kann nicht nur für Gäste da sein, auch die auf Langeoog Lebenden müssen sich wohlfühlen.“ -köp/ut-
Einzigartig: Naturerlebnispfad Wattenmeer 
Seit dem Herbst 2020 wurde auf der Insel Langeoog der „Inklusive Naturerlebnispfad Wattenmeer“ entwickelt und vor Ort durch acht Info-Stelen und digital als „Watt-APP“ umgesetzt. Die Schirmherrschaft übernahmen der Krimi-Autor Klaus-Peter Wolf und seine Ehefrau, die Kinderbuchautorin Bettina Göschl, beide bekennende Langeoog Fans.
Die Info-Stelen sind auf der Insel an markanten Weg- und Sichtpunkten positioniert, wie etwa am Hafen, dem Wäldchen und der Melkhörndüne. Jede Stele hat einen standortbezogenen Themenschwerpunkt. Besucherinnen und Besucher verbinden sich über einen QR-Code mit der „Watt-APP“ und können dort bei Bedarf über das Menü eine Darstellung und Erzählform aussuchen, die ihre Beeinträchtigung berücksichtigt. Virtuelle Hilfsmittel wie Filme, Augmented Reality sowie Gebärdensprache, leichte Sprache, Bilder, Klänge und die eigens geschaffene Erzählfigur „Ikke“ vermitteln die Inhalte zielgruppengerecht.
Menschen mit und ohne Behinderungen werden durch die gute Erreichbarkeit am Wegrand und die barrierefreie Watt-APP vielfältige Informationen etwa zum Watt, dem UNESCO-Weltnaturerbe und der Insel Langeoog vermittelt, ohne selbst das für einige Menschen beschwerliche Wattgebiet betreten zu müssen. Die Inhalte der Stelen wurden mit Unterstützung des Nationalpark-Niedersächsisches Wattenmeer ausgearbeitet. Bei der Ideenfindung half auch Nationalpark-Wattführer Joke Pouliart; auf seinem Gulfhof Friedrichsgroden hat er bereits einen Ort geschaffen, an dem Arbeit und Urlaub für Menschen mit und ohne Behinderungen möglich ist.
Weiterer Bestandteil des Projektes ist ein pädagogisches Beiprogramm mit Langeooger Kindern und Jugendlichen. Dazu gehörte die Gründung einer Theatergruppe, die durch Regisseur Wilhelm Schneck und Schauspielerin Kathrin Hildebrand vom Stuttgarter Theater Lokstoff angeleitet wurde. Die Gruppe hat das Stück in der Saison schon mehrfach aufgeführt, weitere Termine sind in Planung.
Dieses für die Ostfriesischen Inseln bisher einzigartige Projekt konnte dank der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union durch die LEADER Region Wattenmeer-Achter, einer Förderung der Deutschen Postcode-Lotterie und des Kubus e.V. umgesetzt werden. Zwar steht die offizielle Einweihung noch aus, doch sind Bürgermeisterin und Tourismus-Chef stolz, diesen Pfad allen Insulanern und Gästen bieten zu können:­ „Es lohnt sich wirklich, dieses alle Sinne ansprechende Info-­Medium auszuprobieren.“ -ut-

Gemeinde-Rat und Tat

Fußgängerzone
Seit Beginn der Osterferien bis zum Ende der Herbstferien gilt täglich in der Zeit von 10 bis 20 Uhr gemäß Beschluss des Verwaltungsausschusses wieder ein Fahrradfahrverbot in der Fußgängerzone.
Dies umfasst die Bereiche Hauptstraße westlich der Einmündung des Vormann-Otten-Weges und östlich der Einmündung des Rudolf-Eucken-Weges und Am Wasserturm sowie der Barkhausenstraße vom Beginn Hauptstraße bis südlich der Einmündung der Gartenstraße. In der übrigen Zeit gelten weiterhin der Vorrang der Fußgänger und Schritttempo. Unabhängig von dem zeitlich begrenzten Fahrradfahrverbot gilt, dass Fußgänger in der Fußgängerzone immer Vorrang vor anderen Verkehrsteilnehmern haben. Die Regelung des fließenden Verkehrs (auch Fahrradverkehr) obliegt der Polizei, die speziell in der Saison verstärkt kontrolliert.
Lieferverkehr (nur zum Be- und Entladen von Waren im Rahmen der Geschäftsausübung), Fahrräder und Kutschen sind, soweit sie ein Einfahrtsrecht haben, als untergeordnet zu betrachten und haben auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen. ­Lieferverkehr, der nicht anliefert oder abholt, muss die Fußgängerzone umfahren. Es gilt generelles Durchfahrtverbot.
Alle Verkehrsteilnehmer werden um gegenseitige Rücksichtnahme gebeten. Verhalten Sie sich bitte immer so wie Sie es auch von anderen erwarten. Sicherheit geht vor Schnelligkeit, das gilt besonders in Bereichen, wo sich Kinder aufhalten. Kinder schätzen die Verkehrslage noch nicht richtig ein und haben noch keinen Überblick über die Gefahren im Straßenverkehr.
Neuer Podcast online 
In ihrem Podcast „Moin Langeoog – Neues aus dem Rathaus“ informiert Bürgermeisterin Heike Horn „zu allen Verwaltungsangelegenheiten und Infos rund ums Rathaus“, so der Vorspann. Nun ist das (erste) Dutzend voll: Der zwölfte Podcast mit dem Titel „Es geht voran!“ ging am 13. Juni online. Gut fünf Minuten lang, berichtet er unter anderem von der Inbetriebnahme der Passagierbrücke am Bensersieler Anleger, neuen Antriebsmöglichkeiten für die Inselbahn, den Zukunftsworkshops zum Thema Tourismus auf Langeoog und der Entwicklung des Mietwohnungsbaus.
Das aktuelle „Moin Langeoog“-Podcast ist auf der Startseite von www.gemeinde.langeoog.de über die Rubrik „Bürgerinfo“ abrufbar. Dort kann er – wie auch seine archivierten Vorgänger – angehört, heruntergeladen und abonniert werden.
Müllsäcke abdecken
Mit dem Sommer tritt auf Langeoog ein besonderes Müllsackproblem wieder gehäuft auf: Die Säcke werden leicht durch Möwen und Krähen aufgerissen, wodurch Müll und Speisereste in einem großen Umfeld verteilt werden.
Das Problem zeigt sich verstärkt im Sommerhalbjahr, da Möwen sogenannte „Teilzieher“ sind, die im Winter zahlenmäßig weniger auftreten als zur Brutsaison. Die Gemeinde Langeoog weist daher eindringlich darauf hin, Müllsäcke erst am frühen Morgen des Abfuhrtages herauszustellen und mit einer Decke abzudecken. Hierdurch wird die Gefahr aufgerissener Säcke minimiert.
Des Weiteren bittet die Inselgemeinde darum, in den öffentlichen Abfallkörben, die sie vermehrt aufgestellt hat, keinen privaten Hausmüll zu entsorgen. Darüber hinaus solle – Stichwort „Coffee to go“ – bereits bei der Müllvermeidung angesetzt werden, damit erst gar kein Abfall entstehe. Hier sei die Eigenverantwortung jedes Einzelnen gefordert.
Machbarkeitsstudie: Elektroantrieb für Inselbahn?
Sie bilden Anfang und Ende jeder Inselbahn: die roten Dieselloks. 277 PS stark, befördern die 26 Tonnen schweren Fahrzeuge in ihren bunten Waggons zahllose Passagiere und deren Gepäck. Als die fünf Loks Ende 1994 und Anfang 1995 in Betrieb genommen wurden, besaß ihr Treibstoff noch einen guten Ruf. Das hat sich grundlegend geändert. Im Zuge des Klimaschutzgedankens sucht die Inselgemeinde eine nachhaltige Alternative und gab daher bei der TU Dresden, eine Machbarkeitsstudie zum Ersatz von Dieseltriebwagen in Auftrag.
„Ziel ist es, eine Vorzugslösung unter Berücksichtigung der inselspezifischen und betrieblichen Parameter zu finden“, berichtet Bürgermeisterin Heike Horn. Das Institut für Bahnfahrzeuge und Bahntechnik der Fakultät Verkehrswissenschaften nahm sich in Dresden der Aufgabe an und untersuchte als Kriterien den laufen Betrieb, die Technik, Infrastruktur, Wirtschaftlichkeit und Ökologie. „Von den Experten, einem Team um Institutsdirektor Prof. Dr.-Ing. Arnd Stephan, werden akkubetriebene Elektro-Lokomotiven als geeignetste Technologie gesehen“, nannte die Bürgermeisterin ein erstes Ergebnis. Zu prüfen sei aber noch vieles – unter anderem, ob eine Umrüstung möglich oder ein Neubau erforderlich sei, die Ladekapazität und der Einsatz umweltfreundlicher und fair produzierter Akkumulatoren oder die Aufladung außerhalb der Betriebszeiten.
In diesem Sinne ist die Machbarkeitsstudie das Startsignal zu einer längeren Fahrt. Die roten Dieselloks werden noch eine Weile rollen.
Mietwohnungsbau auf Langeoog
Personalmangel und fehlender Wohnraum gehen oft Hand in Hand, speziell auf Langeoog. Der Mietwohnungsbau der Inselgemeinde ist daher ein Projekt, das sich in kontinuierlicher ­Bearbeitung befindet. Wichtig ist dabei, das Machbare sorgsam auszuloten. Als Baugrund zur Disposition steht das ehemalige Internatsgelände an der Kirchstraße, gegenüber der Inselschule.
In einem ersten Schritt verschafft sich die Inselgemeinde nun Klarheit über die zu erwartende Darlehensaufnahme: „Wir müssen wissen, welche Mittel zur Verfügung bereitstehen können, um eine Vorstellung zu bekommen, was und wie viel an Wohnraum gebaut werden kann“, erklärt Bürgermeisterin Horn. Mietwohnungsbau seitens der Gemeinde sei eine zeitnah umzusetzende Maßnahme, da akuter Bedarf bestehe. „Der Handlungsdruck ist immens: Viele Arbeitgeber, auch die Kommune, können ihre freien Stellen zum Teil nicht mehr besetzen.“ Rat und Verwaltung arbeiteten stringent an einer Realisation, die juristisch und planerisch von Experten eng begleitet werde.
Zukunftskonzept Langeoog 
Der Begriff „Zukunftskonzept“ klingt hochgegriffen, es geht aber auch um nichts Geringeres als die touristische Zukunft von Langeoog. „Wichtig ist es, das Profil der Urlaubsdestination zu schärfen und ein touristisches Gesamtkonzept zu entwi­ckeln“, erklären Bürgermeisterin Heike Horn und Nils Jenssen, Leitung Tourismusmanagement. Begleitet wird die Entwicklung des Zukunftskonzepts durch das Hamburger Beratungsunternehmen Project M GmbH.
Bislang ruhte Langeoogs Tourismuskonzept auf fünf touristischen Säulen: Familien-, Sport-, Gesundheits-, Natur- und Kultur-Tourismus. Das impliziert eine gewisse Beliebigkeit, die dem Gast nicht verrät, was das Besondere an einem Urlaub auf Langeoog ist. Nun gehe es darum, sich zukunftsorientiert aufzustellen, Stärken freizulegen und zu entwickeln. „Dabei muss die Insel auch für ihre Bewohner lebenswert bleiben“, betonen Heike Horn und Nils Jenssen. Daher soll die Bevölkerung in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden. Am 22. Juni fanden, vormittags und abends, zwei Zukunfts-Workshops statt. In beiden Veranstaltungen konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger sich mit ihren Ideen einbringen.
Die Ergebnisse aus der Gruppenarbeit sammelte Project M ein, um sie auszuwerten. Zudem hatte die Inselgemeinde weitere Unterlagen zur Verfügung gestellt. Das Material wird einer Stärken-Schwächen-Analyse unterzogen, um Chancen und Risiken für den Standort Langeoog zu benennen. „Wir sind gespannt auf das Ergebnis“, erklären Bürgermeisterin und Tourismus-Chef. Auf der Basis der Ergebnisse soll es dann weitere Veranstaltungen geben. Ein ausführlicher Artikel zum Thema „Zukunftskonzept“ folgt im nächsten Utkieker. -köp/ut-

Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog

Inselkonferenz im Mai auf Rügen
Zur 2. deutschen Inselkonferenz am 12. und 13. Mai 2022 kamen in Binz auf Rügen 30 Vertreter*innen von 26 Inseln und Halligen der Nord- und Ostsee zusammen. In der am 12. Mai gemeinsam unterzeichneten Deutschen Inselresolution bekennen sich die Inseln zu gemeinsamen Zielen und Forderungen für eine zukunftsfähige Entwicklung (siehe separaten Artikel zum Thema auf Seite 80). An der Versammlung nahm auch Langeoogs Bürgermeisterin Heike Horn teil. „Die Konferenz war sehr inhaltsreich. Sie machte deutlich, dass ein Umdenken nötig ist“, berichtet sie. Die Inseln machten sich auf einen Weg zu mehr Nachhaltigkeit. So sei eine beliebige Steigerung der Übernachtungszahlen nicht das Ziel: „Das können die Inseln und ihre Bewohner nicht verkraften und wird auch von den Gästen nicht gewünscht.“ Stattdessen solle mehr Wert auf Qualität gelegt werden. Mit der Verwendung regionaler Produkte wolle man ebenso zur Klimaneutralität beitragen wie durch die Nutzung umweltfreundlicher Energie. Angestrebt werde eine dekarbonisierte Mobilität zu Wasser und zu Land. Für die autofreie Insel Langeoog, so die Bürgermeisterin, stelle sich etwa die Frage eines elektrischen Antriebs für die Inselbahn, oder mit welcher Art Kraftstoff langfristig die Fähren betrieben würden. Hier stehe man im Spannungsfeld von Umweltverträglichkeit und technischer sowie finanzieller Machbarkeit. Als Essenz aus der Konferenz ergebe sich für Langeoog laut Heike Horn, „dass ein Paradigmenwechsel notwendig wird. Denn die Hauptorientierung an der quantitativen Gästezahl ist nicht zukunftsfähig.“ Unter anderen beim Thema Nachhaltigkeit, kommunaler Haushaltsführung im marktwirtschaftlichen Kontext und Berücksichtigung der Insellage sei aber auch ­Unterstützung durch Bund und EU gefordert. „Wir müssen achtsam sein und prüfen, was die Kommune leisten, aber auch, was der Einzelne privat tun kann. Hier ist jeder gefordert.“ Die vollständige Inselresolution kann als PDF-Datei auf https://gemeinde.langeoog.de heruntergeladen werden, und zwar unter Bürgerinfo / Rundschreiben.

Brückenanlagen
Gute Neuigkeit vom Bau der neuen Brückenanlagen in den Häfen von Langeoog und Bensersiel (der „Utkieker“ berichtete wiederholt): Seit Ende Mai kann die Passagierbrücke in Bensersiel genutzt werden, „als erster Schritt der noch folgenden Maßnahmen“, berichtet Bürgermeisterin Horn. Damit wird das Boarding für die Fahrgäste erheblich erleichtert: „Hier gab es schon viele positive Rückmeldungen von Gästen wie Insulanern.“ Das Gepäck wird immer noch separat transportiert, da die Frachtbrücken auf Langeoog und in Bensersiel noch nicht ­einsatzbereit sind. „Das Sanierungskonzept befindet sich im Vollzug: an den Dalben wird gearbeitet, und sobald ein Spezialschiff sie eingerammt hat, kann die Funktionsfähigkeit der Frachtbrücken geprüft werden“, so Heike Horn. Die Inselgemeinde hoffe, dass die Brücken bald zur Verfügung stünden und der Fährbetrieb dann wieder vollumfänglich laufen könne. – Gravierende Planungsfehler des Ingenieurbüros hatten die für 2020 geplante Inbetriebnahme der Brückenanlagen bislang verhindert.

Verabschiedung von „Türmer“ Jonny am 17. Juni
In diesem Frühjahr musste sich Jan-Gerd „Jonny“ Vestering von „seinem“ Wasserturm verabschieden, den er fast 28 Jahre ­betreut hat. Mit Leib und Seele hatte der „Türmer“, wie der 85-jährige Insulaner gern genannt wird, seinen Dienst versehen. Daher soll er auch nicht „einfach so“ gehen, wie die Inselgemeinde bekanntgibt: Am Freitag, 17. Juni findet um 11 Uhr die offizielle Verabschiedung von Jonny Vestering statt. Sie ­erfolgt im Rahmen einer Feierlichkeit mit kleinem Rahmen­programm am Wasserturm. Im Anschluss daran gibt es auch für Gäste noch Gelegenheit, sich persönlich von „Türmer“ Jonny zu verabschieden.

Anbau am Erlebnisbad
Nach über dreijährigem Stillstand nahm der Anbau am Freizeit- und Erlebnisbad in diesem Winter wieder Fahrt auf. In den bogenförmigen zweigeschossigen Vorbau wird zukünftig der Anwendungsbereich des Kur- und Wellness-Centers (KWC) verlegt. Bauherrin des Projekts ist die Inselgemeinde, Auftraggeber der Tourismus-Service Langeoog. Baumanagement und Baubetreuung übernahm die Projektsteuerungsgesellschaft-OL mbH. „Der Ausbau ist auf einem guten Weg“, teilt Bürgermeisterin Horn mit. „Der Innenausbau samt Elektroinstallationen und Lüftungstechnik läuft, die Gewerke stehen zur Verfügung.“ Eine Herausforderung indes seien die Materialengpässe und die damit verbundenen Wartezeiten, die zu zeitlichen Verzögerungen führten. Angestrebt sei eine Eröffnung des „neuen KWC“ zum Sommer 2023.

Bauarbeiten bis Mitte Juni möglich
Das Problem der zeitlichen Verzögerungen betrifft alle Bau­vorhaben auf der Insel. Um Ungerechtigkeiten zu vermeiden, hat der Langeooger Verwaltungsausschuss entschieden, dass Bauarbeiten bis einschließlich Mittwoch, 15. Juni 2022 möglich sind (statt wie sonst bis 31. Mai). Der diesjährige „Baustopp“ gemäß LanLVO beginnt, aufgrund der weiter anhaltenden Auswirkungen der Coronapandemie und verzögerten Material- lieferungen, am Donnerstag, 16. Juni 2022. Bis dahin sind störende Bau- und Baunebenarbeiten außerhalb der Ruhezeiten möglich. Hierfür bittet die Inselgemeinde um Verständnis.

Vorsicht vor der Goldafter-Raupe
Auf den Ostfriesischen Inseln treten zurzeit, wie auch in weiten Teilen Europas, wieder Goldafter-Raupen auf. Diese sollten nicht berührt werden, da sie Brennhaare besitzen, die bei Kontakt zu allergischen Reaktionen führen können. Die Raupen des Nachtfalters kommen hauptsächlich in Sanddornbüschen und im Dünen- gras vor. Die Inselgemeinde erinnert daran, dass die Dünen ohnehin aus Gründen des Küstenschutzes und des Schutzes der darin lebenden Vögel nicht betreten werden dürfen. Die Haare der Schmetterlingsraupe sind an der Spitze in eine drei- bis fünfstrahlige Krone aufgespalten, am unteren Teil zeigt der Haarschaft eine spaltförmige Öffnung.
Das Gift wird beim Abbrechen der Brennhaare frei. Die Brennhaare führen auf der Haut zu stärkerem Juckreiz, der mehrere Tage anhalten kann. Die Haare sind nicht nur auf die Raupen beschränkt, sondern finden sich auch in den Gespinstnestern und auf den Gelegen der Eier. -köp/ut-

Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Öffnungszeiten Rathaus
Seit Montag, 21. März 2022 ist das Rathaus wieder für Publikumsbetrieb geöffnet, und zwar zu folgenden Zeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. Auch außerhalb dieser Öffnungszeiten können Termine jederzeit telefonisch vorab vereinbart werden: „Das hat sich sehr bewährt“, so die Inselgemeinde. Im Rathaus herrscht unverändert Maskenpflicht für alle Besucher: „Wir bitten um Ihr Verständnis.“

Bürgersprechstunde und Neubürgerbegrüßung
Bürgernähe zeigt die Inselgemeinde auch durch die Sprechstunden, zu denen Heike Horn regelmäßig einlädt. Langeoogerinnen und Langeooger können ihre Anliegen vertraulich mit der Bürgermeisterin besprechen. Die Sprechzeiten sind unterschiedlich gelegt, so dass sie sowohl vormittags als auch nachmittags vereinbart werden können. Die nächsten Termine: Donnerstag, 21. April von 15 bis 16 Uhr sowie am 26. Mai von 10 bis 11 Uhr und 16 bis 17 Uhr.
Dreimal im Jahr findet darüber hinaus eine Begrüßung neuer Bürger*innen statt. „In gemütlicher Runde bei einem Getränk erfahren die Teilnehmer alles Wissenswerte für ihr Leben auf Langeoog“, erklärt die Bürgermeisterin. „Außerdem haben sie die Möglichkeit, erste Kontakte untereinander zu knüpfen.“ Die nächste Begrüßung findet am Dienstag, 3. Mai von 11 bis 12.30 Uhr im Rathaus statt.
Alle Termine für die genannten Angebote für 2022 stehen auf gemeinde.langeoog.de/buergerservice, der Website der Inselgemeinde. Um vorherige Anmeldung wird gebeten (Tel. 04972/693-220, E-Mail: gemeinde@langeoog.de).

Brückenanlagen
Die neuen Brückenanlagen in den Häfen von Langeoog und Bensersiel sind noch immer nicht einsatzbereit. Messfehler mit ungeahnter Tragweite in der Planung verzögerten die für 2020 erhoffte Inbetriebnahme (der „Utkieker“ berichtete wiederholt). Problem ist aktuell die Materialbeschaffung: Die zur Ausbesserung benötigten Anlegedalben aus Spezialstahl fehlen. „Die ausführende Firma wartet auf die Dalben, doch es existiert noch kein Liefertermin“, bedauert Bürgermeisterin Heike Horn; die Inselgemeinde ist Bauherrin des Projektes. Passagiere müssen sich noch auf unbestimmte Zeit in Geduld üben: „Wir bitten um Nachsicht und danken allen Fahrgästen und unserem ­Personal für das bislang erwiesene Verständnis.“

Straßenbau: Erneuerung an der Hafenstraße
Voll im Zeitplan liegt der Straßenbau: Auf rund 300 Metern Länge erhält die Hafenstraße zwischen Süderdünenring und Um Süd eine Fahrbahnerneuerung. Die Arbeiten begannen Anfang Februar und sollen Anfang April vollendet sein. Während der Bauzeit ist eine Umleitung ausgeschildert. Neben einer fünf Meter breiten Fahrbahn bekommt die Straße einen Bürgersteig und neue Laternen. Die Straßendecke wird mit grauem, der Gehweg mit rotem Betonstein gepflastert; auf Bordsteinkanten wird aus Gründen der Barrierefreiheit verzichtet. Die Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro; gemäß der Straßenausbaubeitragssatzung tragen auch die Anlieger einen Anteil. – Terminlich gehalten werden laut Auskunft der Gemeinde auch die Arbeiten an der Kirchstraße zwischen Mittelstraße und Rathaus. -köp/ut-

Küstenschutzaufgaben werden erfüllt
Ministerpräsident Stephan Weil und Umweltminister Olaf Lies informierten sich auf Langeoog 
Hochrangiger Besuch aus Hannover schwebte am Mittwochmittag, 16. März mit dem Flugzeug auf Langeoog ein: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Umweltminister Olaf Lies wollten sich vor Ort über die im Winter 2021/22 entstandenen Sturmflutschäden informieren.
Begleitet wurden sie von Staatssekretärin Anke Pörksen, Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN (Nieder- sächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz), Nationalpark-Chef Peter Südbeck, Prof. Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden und Karsten Specht, Geschäftsführer des Wasserverbandes OOWV. Am Vormittag hatte sich die Delegation über die Situation auf der östlichsten Insel Wangerooge unterrichten lassen.
Bürgermeisterin Horn, Ratsvorsitzender Gerrit Agena und der Langeooger NLWKN-Betriebshofleiter Meik Julius begrüßten die Ankömmlinge auf dem Langeooger Flugplatz. Die E-Bikes für die Fahrt zum Strand, dessen Schäden begutachtet werden sollten, standen schon bereit.
An den Dünen vor dem Pirolatal erläuterte Frank Thorenz den Gästen das System von Maßnahmen, das sich, von Sandfangzaun bis Strandaufspülung, zum Erhalt der Insel bewährt hat. Für diesen Sommer sei eine Strandvorspülung bereits in Planung. Eine Dünenbepflanzung mit Strandhafer nahmen Stephan Weil und Olaf Lies nicht nur in Augenschein: Sie ließen sich die anstrengende Handarbeit erklären und pflanzten tatkräftig mit. Weiter ging es dann zum Großen Schloppsee und dessen Siel.
Zur Sprache kam auch das Thema Trinkwasser und der damit verbundene Schutz der Süßwasserlinse im Pirolatal. Hier arbeiten NLWKN, Nationalpark und Wasserverband OOWV zusammen, um gemeinsam mit der Inselgemeinde die Chancen langfristiger Trinkwasserversorgung auszuloten, etwa durch die Erschließung neuer Süßwasserlinsen. Zurück im Rathaus rundete ein Gespräch mit Ratsvertretern den Nachmittag ab, ehe die Gäste mit der Fähre abreisten.
Fazit für Langeoog: „Es war ein intensiver, erkenntnisreicher Tag“, berichtet Heike Horn. „Er brachte die Gewissheit, dass alle gemeinsam an dem Ziel arbeiten, eine langfristige Versorgung Langeoogs mit eigenem Trinkwasser zu gewährleisten.“ Stephan Weil und Olaf Lies hätten bekräftigt, an der Seite der Ostfriesischen Inseln zu stehen und diese nicht hängen zu lassen. So habe der Umweltminister gleich nach den Sturmfluten im Rathaus angerufen und sich nach dem Zustand der Insel erkundigt. Und dabei betont, dass man selbstverständlich die Aufgaben für den Küstenschutz erfüllen werde. – Ein ausführlicher Artikel zum Sturmflutwinter 2021/22 steht (ab Seite 38) in diesem Heft. -ut/köp-