Alle Beiträge von de Utkieker

Sport-Notizen aus den verschiedenen Sparten des TSV Langeoog

TSV Silvesterlauf 
2020 musste er ausfallen, 2021 erfolgte er „weltweit digital“, nun findet er wieder „live und in Farbe“ statt: der Silvesterlauf des TSV Langeoog. Am Samstag, 31. Dezember ist es soweit: Nach kurzem Aufwärmtraining ab 13 Uhr am TSV-Vereinsheim, dem Start- und Zielpunkt, fällt um 13.30 Uhr dort auch der Startschuss. Zur Auswahl stehen zwei Strecken über 5,6 und 10,4 Kilometer. Sie verlaufen zunächst über Süderdünenring und Störtebekerstraße zum Hafen, wo sie sich teilen. Die kurze Route führt über die Hafenstraße zurück zum Sportheim. Die Teilnehmer der langen Distanz folgen dem Seedeich, durchqueren das Pirolatal und treffen über Gerk-sin-Spoor und ­Polderweg im Ziel ein. Bewältigt werden können die Strecken in den Disziplinen Laufen, Nordic Walking und Wandern.
Teilnahmekarten gibt es ab sofort an der Tourist-Info im „Haus der Insel“, das Startgeld beträgt 8,– Euro. Die Organisatoren ­bitten darum, diese Anmeldemöglichkeit unbedingt zu nutzen. Im Ziel mündet der Silvesterlauf für gewöhnlich in ein geselliges Beisammensein, wobei die Absolventen heißen Tee und eine vitaminreiche Stärkung genießen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Medaille, ihre Urkunden laden sie später aus dem Internet herunter. Ausrichter des Silvesterlaufs ist ein erprobtes Team, gebildet aus Tourismus-Service und TSV Langeoog.
TSV-Jahreshauptversammlung
Nach Verlegung auf den Pfingstsonntag in diesem Jahr soll die Jahreshauptversammlung des TSV wieder im bewährten Modus zu Jahresbeginn stattfinden. Als Termin nennt der Vorstand den Samstag, 21. Januar 2023. Beginn ist um 14.30 Uhr im Haus Meedland an der Gartenstraße.
Tagesordnungspunkte sind neben den Berichten des Vorstands und der Spartenleiter über das Geschäftsjahr 2022 auch die Vorstandswahlen (1.Vorsitzende/r, Kassenwart/in, Kassenprüfer/innen). Anträge zur Tagesordnung können bis zum 7. Januar 2023 eingereicht werden.
Achtung: Der Vorstand bittet die Mitglieder um eine Bestätigung der Teilnahme bis zum 15. Januar 2023, möglichst per Mail an kontakt@tsv-langeoog.com. Die Versammlung findet gemäß der niedersächsischen Corona-Verordnung statt, kurzfristige Anpassungen sind daher möglich.
Dank des Vorstands
Nach fast drei Jahren Pandemie scheint eine Rückkehr in ein normales Leben demnächst möglich. In dieser Zeit hatten viele Vereine, am Festland wie auf den Ostfriesischen Inseln, zu kämpfen. „Gleichzeitig konnten sie, so wie der TSV, ihren Mitgliedern Halt geben in unsicheren Zeiten“, berichtet der TSV-Vorsitzende Heiko „Paddy“ Recker. „Wir vom Vorstand sind zuversichtlich, die pandemie- und krisenbedingten Probleme zu bewältigen.“
Die Gemeinschaft tue in diesen Zeiten gut: „Unser Verein ­demonstriert sogar ein internationales Miteinander.“ Der ­besondere Dank des Vorstands gehe daher an alle Übungs­leiterinnen und Übungsleiter sowie ehrenamtlichen Helfer, die die Vereinssparten am Laufen halten. -köp-

„Sailing Home“ zum Jahresausklang

Jahresabschlusskonzert „de Flinthörners“ am 29. Dezember im HDI – Premiere am 27. März 2020
Sie singen Bass, sie singen besser – am besten aber hört man sie live: „de Flinthörners“. Die nächste Gelegenheit, den Langeooger Shantychor zu erleben, besteht am Donnerstag, 29. Dezember im „Haus der Insel“ (HDI). Beim traditionellen Jahresabschlusskonzert um 20.15 Uhr gibt der sing- und sinkfeste Chor um Leiterin Elisabeth „Puppa“ Peters im alten Jahr noch einmal alles. Vor der Kulisse des Langeooger Hafens verbreitet er mit Stücken wie „The Wild Rover“, „Sailing Home“ und „Five o’clock in the morning“ feinste Shanty-Stimmung im Saal. Tickets sind für 10,– Euro in der Tourist-Info/Haus der Insel und an der Abendkasse sowie online auf www.langeoog.de erhältlich.
Nebenher proben „de Flinthörners“ bereits emsig für ihre Premiere 2023. Die geht am Montag, 27. März um 20.15 Uhr über die Bühne des HDI. Mit frischem Schwung präsentieren Solis-ten und Chor neue Songs wie „Ireland’s Call“, aber auch bewährte – und lang vermisste – Klassiker wie „Der raue Boreas“ oder den „Pump Shanty“. Gute Gründe also für „Flinthörners“-Fans, sich den Termin schon mal vorzumerken. -ut-

Die große Weihnachtsflut 

Vortrag mit Geograph Peter Kremer am 28. Dezember im  „Haus der Insel“ 
1717, ausgerechnet zu Weihnachten, wurde die ostfriesische Küste von einer fürchterlichen Sturmflut heimgesucht, der kein einziger Deich standhalten konnte. Die gesamte Marsch war überflutet, Häuser wurden fortgespült, Opferzahlen und Schäden waren immens. Auch für die Ostfriesischen Inseln hatte die Sturmflut katastrophale Folgen.
Geograph Peter Kremer schildert in seinem Vortrag, welche Auswirkungen die Weihnachtsflut auf Langeoog und seine Bewohnerinnen und Bewohner gehabt hatte und was wir für heute daraus lernen können.
Peter Kremer, gebürtig aus Essen, Jahrgang 1966 hat an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg Geographie und Philosophie studiert. Er ist ein Kenner der ostfriesischen Küste mit ihren Marschen, Watten und Düneninseln sowie des vielschichtigen Verhältnisses zwischen Mensch und Natur. Er hat bereits verschiedene Publikationen über Langeoog herausgebracht. Weitere Infos finden sich auf seiner Website www.melkhoernduene.de.
Die vom Heimatverein Langeoog e. V. organisierte Veranstaltung findet am Mittwoch, 28. Dezember 2022 um 17 Uhr im Haus der Insel statt. Dauer: 90 Minuten. Karten sind für 10 Euro in der Tourist-Information/Haus der Insel erhältlich sowie online auf www.langeoog.de. -ut-

„Kreuz & Meer“

Gesprächsrunde zu Lebens- und Glaubensthemen im Pfarrheim St. Nikolaus 
Einmal im Monat findet die Gesprächsrunde „Kreuz & Meer. Glaubende und Zweifelnde im Gespräch“ für entdeckerfreudige, wissbegierige und aufgeschlossene Langeooger*innen im Pfarrheim der katholischen Kirche St. Nikolaus statt.
„Lebensthemen, Glaubensthemen, persönliche Fragestellungen oder kirchliche Themen, die obenauf liegen, können besprochen werden“, erzählt Susanne Wübker, Pastoralreferentin der Kirche. „Meistens hat jemand ein Thema mitgebracht, und das Gespräch entwickelt sich einfachhin“, so die Pastoralreferentin. Vorsichtshalber habe sie einen biblischen oder liturgischen Impuls dabei, der aber nur selten gebraucht werde.
Die Gesprächsrunde ist für alle Langeooger*innen offen. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 7. März 2023 um 17 Uhr im Pfarrheim St. Nikolaus statt. -ut-

Aus „Klang~Wellen~Spiel“ wird „8 nach 8 – Musikandacht“

Musikreihe der katholischen Kirche St. Nikolaus 2023 unter neuem Namen

Noch einmal findet in diesem Jahr das „Klang~Wellen~Spiel unweit des Meeres“ in der katholischen Kirche St. Nikolaus auf Langeoog statt. Am Donnerstag, 22. Dezember um 20.22 Uhr wird es ein andächtig-musikalisches Vergnügen im Hohen Advent mit Musikerin Friedel Schröder am Akkordeon, der Gitarre und Flöte geben. In Verbindung mit ausgewählten geistlichen Texten geht dieses stimmungsvolle, aufhorchen lassende, andächtig-musikalische Vergnügen nunmehr schon in die dritte Runde. Ein Jahr zuvor wurde noch unter dem Namen „Orgel 21“ musiziert. 2023 wird die Musikreihe dann unter einem anderen Namen, einem anderen Datum und einer anderen Uhrzeit fortgesetzt: Jeden 8. eines Monats um 20.08 Uhr gibt es die „8 nach 8 – Musikandacht“. Beginn ist am 8. Januar 2023. Organisten und Organistinnen und auch andere Instrumentalisten, die sich gerne an der Musikandacht beteiligen möchten, können sich an Susanne Wübker, Pastoralreferentin der katholischen Kirche St. Nikolaus, wenden (Telefon: 04972 430 | E-Mail: susanne.wuebker@bistum-osnabrueck.de).

Sternsinger 20*C+M+B+2023

„Kinder stärken, Kinder schützen“ – unter diesem Leitwort bringen die Sternsinger 
am 7. Januar 2023 den Segen 
Als Heilige Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar gekleidet, sammeln bundesweit Kinder und Jugendliche Spenden, mit denen Hilfsprojekte des Kindermissionswerks unterstützt werden sollen. 2023 lautet das Motto der Aktion Dreikönigssingen „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“.
Die Sternsingeraktion der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus beginnt am Samstag, 7. Januar 2023 mit einem Aussendungsgottesdienst der Sternsinger um 9.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Nikolaus. Ab 10 Uhr bringen die Sternsinger den Segen für das neue Jahr. Auf Wunsch schreiben sie nach altem Brauch den Segensspruch an die Tür: 20*C+M+B+23 (Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus). Bei ihrem Besuch bitten sie um Ihre Unterstützung für Kinderhilfsprojekte in Afrika, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa. Auch für Passanten und Spaziergänger werden die Sternsinger abermals einen Segen zum Mitnehmen bereithalten. Zusätzlich ist geplant, dass die Sternsinger auch wieder beim Neujahrsempfang der Inselgemeinde am 8. Januar 2023 teilnehmen.
Wer den Besuch der Sternsinger bei sich zu Hause wünscht, kann sich bis Dienstag, 3. Januar 2023 im katholischen Pfarramt St. Nikolaus bei Susanne Wübker unter der Telefonnummer 04972 – 430 bis 18 Uhr anmelden. Bitte auch auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen. -ut-
Sternsinger und Begleitpersonen gesucht
Für die Aktion Dreikönigssingen am Samstag, den 7. Januar 2023, sucht die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus wieder Kinder ab acht Jahren, die sich gleich doppelt für eine gute Sache engagieren: Als Heilige Drei Könige gewandet, bringen sie den Segen Gottes für das neue Jahr in die Häuser der Insel. Zugleich bitten sie um eine Spende für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt.
Bei der kommenden Sternsingeraktion werden in allen 27 deutschen Bistümern insgesamt mehr als 300.000 Kinder von Tür zu Tür ziehen. Auf Langeoog werden die Kinder durch ein Team um Seelsorgerin Susanne Wübker vorbereitet. Für die Begleitung der Sternsingergruppen werden auch Jugendliche und Erwachsene gesucht.
Wer sich aktiv beteiligen möchte, kann sich bis zum 22. Dezember 2022 im Pfarramt der katholischen Kirche melden (Telefon: 04972 430, E-Mail: susanne.wuebker@bistum-osnabrueck.de). -ut-

„Man verschenkt Träume“

Seit 2016 gibt es das Langeooger Puppenspölerfest mit Stücken für Kinder und Erwachsene 
„Wir können dich hochpusten, wenn du willst“, schlägt ein Kind aus dem Publikum vor. Bei der Laterne hatte es schließlich funktioniert, da müsste es doch auch mit dem Nachtwächter klappen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Nachtwächter Träumerlein muss sich etwas anderes einfallen lassen, um seine Laterne zurückzubekommen. Die hatte er bei seinem nächtlichen Streifzug vergessen – für die Laterne die Chance, um sich zu den Sternen pusten zu lassen. Jetzt will sie nicht mehr weg. Der Nachtwächter sucht Hilfe bei der sehr betagten Hexe Besenstiel und hat Glück.
„Laterne & Sterne“ heißt das Stück, geschrieben von Norbert Böll vom Würzburger Theater Spielberg. Der Autor tritt nicht nur als Erzähler auf, sondern hat auch alle Rollen inne. Er spielt den Nachtwächter, den Sternengucker Professor Guck in die Luft, die Hexe, ihre Katze – und die Laterne. Mit seiner Guckkastenbühne, Drehorgel, den Figuren und Requisiten ist der Puppenspieler zum 5. Langeooger Puppenspölerfest gekommen. Organisiert wird das seit 2016 bestehende Fest von Dr. Gabriele Hübener vom Verein Langeooger Puppenkiste e. V.
Langeooger Puppenkiste 
Dr. Gabriele Hübener leitet auch die Spielgruppe des Vereins, die aus Kindern der Inselschule und Erwachsenen besteht. Als die Inselzahnärztin 2009 eine Hypnosefortbildung in Hamburg machte, kam sie an einem Schaufenster mit Original Hohnsteiner Puppen vorbei. Sie kam mit dem Inhaber ins Gespräch, dem Puppenspieler Gilbert d’Orano. „Er fragte, ob ich sein Theater sehen wolle.“ Das war der Beginn des Langeooger Puppentheaters. „Ein Jahr hat er geholfen, unser Theater zu bauen. Es war eine Bühne auf Rollen, im Sommer spielten wir auf der Barkhausenstraße.“ Durch die Inselgemeinde bekamen sie im einstigen Tagungszentrum einen Raum. Als dieses abgerissen wurde, zogen sie in die Spöölstuv um, in der immer freitags gespielt wurde. Derzeit ruht durch Corona noch immer alles.
Auch das Puppenspölerfest konnte zweieinhalb Jahre nicht stattfinden. Wurden zu-vor in den Osterferien Aufführungen angeboten, konnte nach der coronabedingten Pause nun an zwei Wochenenden in den Herbstferien gespielt werden. Das solle auch 2023 so sein, sagt die Veranstalterin, die mit den vergangenen Spieltagen sehr zufrieden ist.
Detlef Heinichen ist der künstlerische Leiter. Dr. Gabriele Hübener lernte ihn auf dem Hohnsteiner Puppenspielfest kennen, das er leitete. „Ich sagte ihm, dass ich auf Langeoog auch gerne ein Puppenfest hätte“, so die Zahnärztin. Der Anfang des Langeooger Puppenspölerfestes war gemacht.
Beim jüngsten Puppenspölerfest wurden insgesamt zwölf Stücke für Kinder und Erwachsene aufgeführt. Zu ihnen gehörten „Das letzte Autogramm – Hommage an Johnny Cash“, „Zwerg Nase“, „Hase und Igel“ und „Die Zauberflöte“. Die Künstlerinnen und Künstler kamen vom Theatrium Steinau, dem Figurentheater Christiane Weidringer, vom Theater Lakritz und vom Theater Spielberg.
Für die Künstlerauswahl ist Detlef Heinichen zuständig. Der gebürtige Magdeburger studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin die Puppenspielkunst. „In Bremen, im Schnoorviertel hatte ich 26 Jahre lang ein eigenes Theater. Langeoog kenne ich aus der Zeit noch“, erzählt der Puppenspieler, der inzwischen in der Nähe von Frankfurt das Theatrium Steinau betreibt. „Ich wollte immer Puppenspieler werden.“
Wenn er nicht für Kinder spielen würde, könne er auch nicht für Erwachsene spielen, sagt der 68-Jährige. „Kinder halten einen fit. Durch ihre Fragen wird man zur Improvisation angeregt. Sie sind ein gutes Regulativ.“ Er freut sich, dass er Kinder durch die Puppenspielkunst begeistern kann. „Man verschenkt Träume.“ So sieht das auch Dr. Gabriele Hübener: „Durch das Puppenspiel öffnet sich eine Welt der Fantasie – wir erreichen immer noch die Kinder.“ -jeg-

Langeoog – Glückliche Erinnerungen  

Fotowettbewerb zum 40. Geburtstag der Inselbroschur „de Utkieker“ 
40 Jahre „de Utkieker”, 40 Jahre Langeooger Glücksmomente! Viele schöne Fotografien sind unserer Redaktion geschickt worden, seit wir im Sommer zum Fotowettbewerb aufgerufen haben. Bis Mitte November konnten Sie Ihre Lieblingsfotos einreichen. Leicht ist uns die Auswahl bei all den schönen Inselaufnahmen und Geschichten nicht gefallen, aber wie es mit Entscheidungen so ist: Irgendwann müssen sie getroffen werden.
Die drei Überraschungspakete gehen an Marina Hafer, Klaus-Michael Müller und Lorenz Wodzinski. Ihre Aufnahmen und ihre Erinnerungen dazu können Sie auf den folgenden Seiten sehen und nachlesen. Wir wünschen eine gute Unterhaltung. Und wer weiß, vielleicht wird auch bei Ihnen eine schöne Erinnerung wieder ganz lebendig.
Herzliche Grüße von Ihrer „Utkieker”-Redaktion
Zwei Wochen Familienzeit 
Marina Hafer verbrachte mit ihrer Familie im August 2022 die Ferien auf Langeoog. Die Fotografie erinnert sie an zwei unbeschwerte Wochen auf der Insel:  „Ich verbinde mit dem Foto unvergesslich schöne Abende am Strand, in denen meine Tochter, mein Sohn und auch mein Mann völlig versunken sind im Spiel. Das Bild ist entstanden kurz hinter der Aufspülung (Aufgang ehemalige Seenotbeobachtungsstelle). Wir haben einen riesigen Staudamm gebaut und dann mit Staunen die Kraft des Wassers beobachtet. Um uns herum haben wir die wunderschönen Strukturen genossen, die das Wasser in den Sand zaubert. Ich verbinde mit diesem Foto Leichtigkeit und Dankbarkeit für so viel Schönheit um uns herum.“
Besondere Strandbesucher
An „besondere Strandbesucher“ erinnert sich Klaus-Michael Müller:  „Im Sommer 1982 traf ich drei Ordensschwestern bei strahlender Sonne in Ordensgewändern am Badestrand bei vollem Betrieb zum ,Fußbad‘. Wir kamen ins Gespräch und die Damen haben mir Fotos erlaubt. Die Bilder habe ich dann nach Osnabrück in die Krankenpflegeschule geschickt. Postwendend  bekam ich von den Schwestern Claudia, Beutilia und Edelita  eine Antwort. Die Damen berichteten von der Begeisterung der Mitschwestern bei der Kenntnisgabe der Bilder. Für mich als ehemaligem langjährigen Messdiener an einer Klosterschule in Essen war der Gedankenaustausch am Strand  ein besonders schönes Langeoog-Erlebnis.”
Die Milchstraße über Langeoog 
Lorenz Wodzinski hat sich während seiner Urlaubswoche im September 2020 auf Langeoog intensiv mit Sternenfotografie beschäftigt. Er sei jede Nacht am Strand gewesen oder an einem dunklen Ort auf der Insel, um Sterne zu fotografieren: „Am letzten Urlaubstag, dem Freitag, ist mir dann die erhoffte Milchstraße über dem Wasserturm gelungen. Ein unvergessenes Ereignis. Ich bin den Sternen treu geblieben und feile noch immer an der Qualität der Ergebnisse.“ -jeg-

„Langeoog Glückliche Erinnerungen“

Fotowettbewerb zum 40. Geburtstag der Inselbroschur „de Utkieker“ 
Eine verschneite Insel – das ist in den vergangenen Jahren immer seltener geworden. Anlässlich unseres Fotowettbewerbs zum 40. Geburtstag des Utkiekers hat uns Andreas Wolff eine kleine Auswahl seiner liebsten Langeoog-Fotos geschickt. Viele Jahre hat er seinen Urlaub im Winter auf Langeoog verbracht. Seine Fotografien erinnern an einen besonders schneereichen Inselaufenthalt im Januar 1980. Hier seine Geschichte dazu:
Seit Silvester/Neujahr 1975/76 sind meine Frau und ich über 20 Jahre regelmäßig Ende Dezember oder Anfang Januar, je nach beruflichen Möglichkeiten, zum Winterurlaub nach Langeoog gefahren. Nachdem es meiner Frau so langsam im Winter doch zu kalt wurde, sind wir auf den Sommer „umgestiegen“, und das weiterhin alljährlich bis heute. Und wohl auch noch länger, sofern das sich spürbar nähernde Alter und die für meinen Geschmack zunehmend Sylter Verhältnisse auf Langeoog dies zulassen!
„Feinkost Eckart“ im Schnee steht sinnbildlich für urgemütliche, rustikal-stille, schneegedämpfte Wintertage. Ich höre heute noch das Stampfen beim Eintritt mancher Gäste, mehr noch der alteingesessenen Langeooger, zum Schnee-Abschütteln in den dicktuchigen, dunkelroten Windfang etwa im „Lütje Hörn“. Wie urig-gemütlich war es dann immer, das auf- und abschwellende Heulen des Windes und das erleichterte, fröhlich-erwartungsvolle „Mooiiin“ zu genießen, vor allem abends! Beim morgendlichen Aufwachen hörte man nichts, außer dem Knirschen eines Fahrrades, das sich mühsam den Weg durch gefrorenen Schnee bahnte, und ein gelegentliches leises „Mooiiin“! Oder die gedämpften, gleichmäßigen Schritte eines Pferdes vor einem leise vor sich hin klappernden Fuhrwerk. Anschließend wieder Stille – nichts, einfach erholsame Stille. Auch auf dem Weg zu Eckart, lecker-knusprige Brötchen holen – und einen Flachmann Rum, für später, am saukalten, schneeverwehten Strand. Das war Erholung pur – traumhafte Erinnerungen!
Ähnliches gilt für das Ablegen im Hafen mit wehmütig-erinnerungsschwerem Blick auf die winterliche Hafen-Atmosphäre mit der 1979 gerade erst in den Dienst gestellten, neuen „Langeoog IV“, die auf ihren großen Einsatz im Sommerbetrieb wartete. Herrlich die alte Inselbahn, die auf den Anleger fuhr und ihre Gäste fast direkt in die jeweilige Fähre (damals im Winter „Langeoog I und Langeoog II“) entließ. Damals (vor allem damals!) mischte sich zu dem Abschiedsschmerz schon die große Vorfreude auf den nächsten Winter auf Langeoog, mit all‘ seiner Kälte, seinen urgemütlichen kleinen Kneipen mit den vielen netten Insulanern und dem oftmals sturmgepeitschen Meer oder mit teils meterhohen Eisschollen und Schneeverwehungen am Strand und in den Dünen. Die Langeoog-Winter vor 40 bis 45 Jahren, das waren immer erlebnisreiche und nachhaltige Urlaube – unwiederbringlich!
-Andreas Wolff-

Baden für Wohltätigkeit 

Seit 18 Jahren wird am 1. November beim Allerheiligenschwimmen auf Langeoog 
im Meer gebadet und für den guten Zweck gespendet 
Sie trugen nicht nur gelbe Mützen, auch ein Thermometer hatten sie für ihr Bad in der Nordsee dabei: Wassertemperatur 13 Grad. Deike Neumann vom Eine-Welt-Laden Langeoog und Urlauberin Katja Recht gehörten zu den letzten Badenden, die am 1. November sichtlich entspannt aus dem Meer kamen. Die beiden Frauen nahmen am 18. Allerheiligenschwimmen teil, das vom Verein Langeooger Allerheiligen-Schwimmer e. V. organisiert wird. Mit ihnen waren an diesem sonnigen Tag rund 100 weitere Menschen im Wasser.
Das Schwimm-Event ist aus einem Spaß im Freundeskreis entstanden. Bernd Spies ist 1. Vorsitzender des Vereins und erzählt, dass im Oktober 2005 die Idee dazu aufkam, als ihm ein Gast an der Bar im Hotel Flörke sagte, dass er noch Ende des Monats in der Nordsee schwimme. Im Oktober könne das jeder, war Bernd Spies‘ Antwort, aber am 1. November nicht. So kam es, dass sie damals zu viert an Allerheiligen ins Meer gingen. Der Anfang des jährlichen Schwimm-Events war gemacht und auch das Ziel war klar: Projekte auf Langeoog zu fördern, die das Gesundheitswesen und die Freiwillige Feuerwehr auf der Insel unterstützen.
Seit es den Verein gibt, konnten die Mitglieder mehr als 130.000 Euro für wohltätige Zwecke auf Langeoog spenden. Der Betrag ist durch das Schwimm-Event und die Mitgliedsbeiträge zusammengekommen. So konnten zum Beispiel Strand– rollstühle, eine barrierefreie Umkleidekabine und Panzermatten, die Rollstuhlfahrenden den Weg zu den Strandkörben erleichtern, einige Übungsgeräte für die Ausbildung der DLRG-Ortsgruppe Langeoog und ein Atemluftkompressor für die Freiwillige Feuerwehr der Insel finanziert werden. In diesem Jahr sei etwas für den Strand geplant und auch die Freiwillige Feuerwehr werde mit 5.000 Euro unterstützt, damit sie eine Werkstatt für den Kompressor einrichten könne, so Bernd Spies.
Aus Tradition gemeinsam 
Es gehört zur Tradition der Veranstaltung, dass sich zu Beginn an der Lale-Andersen-Skulptur unterhalb des Wasserturms getroffen wird und die Anwesenden durch die Gemeinde begrüßt werden. In diesem Jahr übernahm dies Thomas Pree vom Tourismus-Service Langeoog. Ebenfalls nicht wegzudenken: Gemeinsam Lale Andersens Klassiker „Lili Marleen“ singen, begleitet durch Lothar Voigt an der Gitarre. Danach gingen Teilnehmende und Zuschauende die Barkhausenstraße entlang zum Strandübergang Seekrug hinab ans Meer.
Sei es im Bikini, Badeanzug, in der Badehose oder in historischer Schwimmkleidung, im leuchtend grünen Anzug mit Hut oder als Fußballfan verkleidet – kostümiert ins Meer zu gehen, gehört zum Allerheiligenschwimmen dazu. Ein Piff aus der Trillerpfeife durch Bernd Spies war der Start für den Sprint in die Nordsee, in der einige für wenige Sekunden, andere mehrere Minuten verweilten. Vor Ort dabei waren auch die DLRG-Ortsgruppe, die vom Strand aus und im Wasser auf die Badenden achtgab, sowie der Rettungsdienst – für alle Fälle.
Nach dem Bad im Meer noch einmal zusammenkommen ist auch Teil der Veranstaltung. Vor der Tischtennishalle ging es bei heißen Getränken und Würstchen gesellig zu. Diese wurden von zwei Deutschen Meistern gespendet: Peter Burkhardt wurde in diesem Jahr Deutscher Bratwurstmeister und sein Sohn Philipp Deutscher Weißwurstmeister. Gemeinsam betreiben sie in Mannheim ihre Metzgerei und haben eine besondere Verbindung zu Langeoog: Philipp Burkhardt kommt seit seiner Geburt vor 30 Jahren immer wieder nach Langeoog und hat die Insel so sehr ins Herz geschlossen, dass er in diesem Jahr auf ihr geheiratet hat. Sein Vater Peter Burkhardt ist seit 60 Jahren Stammgast und einer der vier Mitbegründer des Allerheiligenschwimmens. -jeg-