Alle Beiträge von Jennifer Gliemann

Liebe Leser, verehrte Gäste! 

Mit dem Juni startet Langeoog wieder in die Hauptsaison, Ende des Monats beginnen die Sommerferien in Niedersachsen, Anfang Juli in Nordrhein-Westfalen. Die Insel hat sich herausgeputzt und freut sich auf alle Gäste! Der Strand ist mit bequemen Zugängen und Wegen gut erreichbar, die Strandkörbe warten auf ihre Benutzer und am gesamten, verfügbaren Strand stehen verschiedene Spielgeräte für die Kinder.

Die Natur bietet im Juni eine farbenfrohe Mischung vieler Pflanzen, die Sie auf naturkundlichen Führungen entdecken können. Zu buchen sind diese Touren mit zertifizierten Nationalparkführern auf www.langeoog.de, wo Sie sämtliche Veranstaltungen, Sportangebote und Ausflüge finden, die über den Tourismus-Service angeboten werden.

Am 9. Juni begrüßen wir die vielen Teilnehmer der 68. Sportärzte-Fortbildungswochen, die bis zum 21. Juni auf Langeoog stattfinden, und wünschen viel Erfolg.

Zwei besondere Veranstaltungen mit historischem Hintergrund finden Anfang Juni statt: Am Samstag, 8. Juni werden zur Erinnerung an die Familie de Heer unterhalb des Wasserturms „Stolpersteine“ verlegt. Die Familie betrieb seit 1929 ein Milchgeschäft, später auch eine Konditorei mit Café sowie eine Pension (Café Dünenschlößchen und Haus Dünenlust). Margarethe de Heer stammte aus einer jüdischen Familie und war zum Christentum konvertiert. Von Nationalsozialisten als ­jüdisch stigmatisiert, wurden sie und ihre Familie Opfer antisemitischer Demütigung und Ausgrenzung und mussten schließlich 1938/39 die Insel verlassen. Rechtzeitig vor der Verlegung der Stolpersteine findet bereits am Mittwoch, 5. Juni ein Vortrag von Prof. Dr. Echternkamp mit dem Titel „Insel der Volksgemeinschaft – Tourismus und Nationalsozialismus auf Langeoog“ im Haus der Insel statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Veranstalters www.heimatverein-langeoog.de/stolpersteine.

Sportlich zu geht es am Strand und im Sportzentrum mit einem wie gewohnt abwechslungsreichen Programm. Am 11. Juni kommen vor allem Läuferinnen und Läufer auf ihre Kosten, wenn es wieder heißt „Mach‘ nicht halt – lauf‘ gegen Gewalt!“ bei der Langeoog-Etappe vom diesjährigen EWE-Nordseelauf. Anmeldungen sind noch möglich auf www.nordseelauf.de. Ein weiteres Sporthighlight ist das 39. Strandvolleyball-Turnier am zweiten Juni-Wochenende mit knapp 50 Hobby-Mannschaften aus ganz Deutschland. Und auch ganz Langeoog ist ab dem 14. Juni im Fußball-Fieber zum Eröffnungsspiel der Europameisterschaft gegen Schottland, das – wie auch alle weiteren Spiele mit deutscher Beteiligung – live und open-air auf LED-Großbildleinwand im Jonny-Vestering-Stadion an der Flughafenstraße gezeigt wird. Für eine Stärkung der Fußball-Fans ist natürlich auch gesorgt und der Eintritt ist frei!

Am 26. Juni feiern wir das 15-jährige Bestehen der Ernennung des Wattenmeeres zum UNESCO-Weltnaturerbe. Unser Nationalpark-Ranger Florian Lemke wird an diesem Tag zwischen 10 und 12 Uhr im Rahmen einer Sprechstunde im Vogelwärterhaus für Fragen zur Verfügung stehen. Er ist übrigens bis Ende September jeden Mittwoch vor Ort.

Am letzten Samstag im Juni lädt der Landessportbund ins Zeltlager am Melkhörn zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Neben einem bunten Programm ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Nun wünschen wir Ihnen gute Unterhaltung mit dem neuen Utkieker und einen erlebnisreichen Aufenthalt auf der Insel fürs Leben.

Heike Horn (Bürgermeisterin) und Thomas Pree (Tourismus-Service)

Gospelkonzert in der Inselkirche

Neues Programm des Gospelchors Langeoog – Premiere am 29. Juni

Foto: Dominique SeifertEinmal die Woche treffen sie sich, die Mitglieder des Gospelchors Langeoog. Immer mittwochs um 20 Uhr ist Probe im „Beiboot“, dem Gemeindehaus der ev.-luth. Inselkirche. Kantorin Olga Persits leitet den Chor. Zusammen musizieren, Stimmen und Musikalität entwickeln, darum geht es ihnen. Auftritte bei Gottesdiensten und eigene Konzerte gehören auch dazu.

„God gave me a song“ heißt ihr aktuelles Programm, bei dem sie Gospel- und Pop-Lieder in der Inselkirche singen werden. Karten sind für 12,– Euro (Kinder bis 14 Jahren frei) in der Tourist-Info im Haus der Insel (HDI) oder unter www.langeoog.de erhältlich; Restkarten an der Abendkasse. Am Samstag, 29. Juni 2024 beginnt um 20 Uhr die Premiere. Weitere Termine sind der 1. August, 25. August, 11. September und 5. Oktober, Beginn jeweils um 20 Uhr.

15 Jahre Weltnaturerbe

Am 26. Juni 2009 wurde Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe – Veranstaltungen auf Langeoog

Gehört seit 15 Jahren zum UNESCO-Weltnaturerbe: Salzwiese mit Priel auf Langeoog. Foto: Nationalparkverwaltung / Jan BarkowskiDamals herrschte Jubel an der Küste: Am Freitag, 26. Juni 2009 verkündete die Welterbe-Kommission der UNESCO in Sevilla, das deutsch-niederländische Wattenmeer als Weltnaturerbe anzuerkennen. Das gemeldete Gebiet umfasst die Flächen der Wattenmeer-Nationalparks in Schleswig-Holstein (seit 1985) und Niedersachsen (seit 1986) sowie eines Schutzgebiets in den Niederlanden mit einer Gesamtfläche von fast 10.000 Quadratkilometern.

„Das neue Prädikat Weltnaturerbe unterstreicht die Ausrichtung unserer Insel als Lebensstandort und Urlaubsdestination in einer nachhaltigen Umgebung“, hob 2009 der damalige Bürgermeister Hans Janssen hervor. Und so ist der äußere Jubel von einst inzwischen verinnerlicht worden – und einer Selbstverständlichkeit gewichen, mit der das Weltnaturerbe auf ­Langeoog gelebt wird. Das zeigen auch die Angebote der zertifizierten Watt- und Ortsführer, deren zahlreiche Aktionen rund ums Jahr stattfinden – und nicht nur pflichtschuldig am ­Geburtstag. Was nicht heißt, dass der Anlass nicht gebührend gewürdigt wird: Allein in der „Jubelwoche“ laufen rund 15 Veranstaltungen zum Thema.

Am Geburtstag selbst (er fällt diesmal auf den Mittwoch) gibt es eine Sprechstunde mit dem Nationalpark-Ranger am Vogelwärterhaus, die Schiffahrt Langeoog lädt zu einer Fahrt zu den Seehundsbänken ein und Ortsführungen stellen den Zusammenhang von Natur und Kultur her. An den übrigen Tagen der Woche machen Wattführungen für Jung und Alt mit dem Weltnaturerbe vertraut, eine Radtour erkundet die Insel und die ­Naturräume von Salzwiese, Pirolatal und Flinthörn wollen ebenfalls entdeckt werden. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen unter www.langeoog.de.

-köp-

Naturschönheiten der Nordsee

Film: „Die Nordsee – unser Meer“ am 20. Juni im HDI

Steilküste, Sanddünen, Fjorde – die Nordsee und ihre vielgestaltige Küstenlandschaft erstreckt sich von den nordfriesischen Halligen über Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland bis nach Schottland und Norwegen. Die See bietet zahlreichen Tierarten über und unter Wasser Lebensraum und überrascht durch ihre Artenvielfalt und bemerkenswerten Naturschönheiten.

An mehr als 2.000 Drehtagen waren die Filmemacher für die Dokumentation „Die Nordsee – unser Meer“ unterwegs. Sie haben Kegelrobben auf Helgoland, gigantische Riesenhaie an der Kreideküste von Dover, große Tintenfische in der niederländischen Oosterschelde, spaßige Papageitaucher und fliegende Basstölpel beobachtet. Flora und Fauna ­fangen sie durch Helikopter- und Unterwasserkameras aus allen möglichen Perspektiven ein und lassen den Zuschauer das Meer regelrecht erspüren.

Das Verhältnis des Menschen zur See bleibt nicht außen vor, ist aber keinesfalls zentrales Thema des Films. Vielmehr geht es um die Natur selbst und um deren Bewohner, die – wie etwa der Moschusochse und der Walhai – der Zeit entrückt scheinen. Der trockene Humor des Nordens spiegelt sich in dem von Schauspieler Axel Prahl gesprochenen Kommentar wider. Und weckt das Interesse und die Faszination an der atemberaubenden Schönheit des Weltnaturerbes Wattenmeer.

Der Naturfilm läuft am Donnerstag, 20. Juni 2024 um 20 Uhr im Haus der Insel (HDI). Karten (Erwachsene 8,– Euro/Kinder 5,– Euro) sind bei der Tourist-Info im HDI und unter www.langeoog.de erhältlich.

Gemeinde-Rat und Tat: Neues von der Inselgemeinde Langeoog

• Tourismusmanagement
Bewegung an der Tourismus-Spitze: Gemäß Ratsbeschluss vom Donnerstag, 25. April hat Thomas Döbber-Rüther von der GLC Glücksburg Consulting AG aus Hamburg seine Tätigkeit als ­Interimsmanager des Tourismus-Service Langeoog begonnen. „Wir freuen uns, mit Thomas Döbber-Rüther einen Interimsmanager mit ausgewiesener Kompetenz gewonnen zu haben“, sagt Bürgermeisterin Heike Horn im Namen der Inselge­meinde. „Das Besondere ist das Gesamtgefüge: Nicht nur ein hochkarätiger Interimsmanager wird tätig, sondern etliche Mitarbeiter von GLC leisten Unterstützung im Backoffice.“

Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg unterstützt auf vielgestaltige Weise etliche kommunale Tourismusbetriebe zwischen Spreewald und Harz. Thomas Döbber-Rüther nahm mit seinem Team die Arbeit Mitte Mai auf. In den ersten Wochen steht eine grundlegende Analyse des Vorgefundenen auf der Agenda. Die Ergebnisse werden im Anschluss dem TSL-Team und dem Rat präsentiert.

• Neuer Termin für Infoabend: 17. Juni im HDI
Wie steht es langfristig um das „Haus der Insel“ (HDI)? Klärung wird von einem Interessenbekundungsverfahren (IBV) erwartet. Den aktuellen Stand zum IBV wollte die Inselgemeinde Langeoog auf einem Info-Abend am 3. Juni im HDI präsentieren. Die Veranstaltung musste jedoch aufgrund einer kurzfristigen Absage des Hauptreferenten verschoben werden.

Neuer Termin ist nun am Montag, 17. Juni 2024; Beginn ist um 19.30 Uhr in Saal 1 des HDI. Als Referenten berichten Detlef ­Jarosch vom Hamburger Beratungsunternehmen Project M GmbH und Dr. Christian Teuber von der Kanzlei Baker Tilly. Project M hat schon die Entwicklung eines Tourismuskonzeptes für Langeoog begleitet und bereitet mit Baker Tilly nun auch die europaweit erfolgende Leistungsbeschreibung für die Ausschreibung vor.

• Fußgängerzone: Fahrradverbot
In der Fußgängerzone bleiben Fahrräder günstigenfalls einfach stehen.Bis zum Ende der Herbstferien gilt täglich in der Zeit von 10 bis 20 Uhr ein Fahrradfahrverbot in der Fußgängerzone. Grundlage ist ein Beschluss des Verwaltungsausschusses. Betroffen sind die Bereiche Hauptstraße westlich der Einmündung des Vormann-Otten-Weges und östlich der Einmündung des ­Rudolf-Eucken-Weges und Am Wasserturm sowie der Barkhausenstraße vom Beginn Hauptstraße bis südlich der Einmündung der Gartenstraße.

In der übrigen Zeit gilt weiterhin Schritttempo sowie der Vorrang der Fußgänger vor anderen Verkehrsteilnehmern. Der Grund: Die Unfallgefahr durch Radfahrer und Elektrokarren ist größer, weil Fußgänger sich darauf verlassen, dass sie in der Zone sicher unterwegs sind. „Es geht hier auch um einen Vertrauensschutz für Fußgänger“, so die Inselgemeinde.

Alle Verkehrsteilnehmer werden um gegenseitige Rücksichtnahme gebeten. Sicherheit geht vor Schnelligkeit, das gilt besonders in Bereichen, wo sich Kinder aufhalten. Kinder schätzen die Verkehrslage noch nicht richtig ein und haben noch keinen Überblick über die Gefahren im Straßenverkehr.

• ÄKN: Freude der Inselgemeinde über Jubiläum
70 Jahre Fortbildung Praktische Medizin auf Langeoog – solche Jubiläen feiert man gerne. „Gerade in unruhigen Zeiten ist gut, verlässliche Partnerschaften auf Augenhöhe zu haben“, weiß Bürgermeisterin Heike Horn. „Der Mai ist der Ärztemonat, auf den sich alle Insulaner immer freuen.“ „Es war auch eine hohe Wertschätzung für die Tagung der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), dass der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi sie besucht hat.“ Die Ärzte gehörten mittlerweile zur Inselfamilie, langjährige Freundschaften seien entstanden und die besondere Atmosphäre auf Langeoog biete Raum für Lernen und Erholung.

• Dauerwohnraum
Eine wichtige Hürde wurde jetzt genommen, um das Thema Mietwohnraum auf Langeoog voranzubringen: „Da ist nicht nur ein Stein, sondern ein Felsbrocken von der Seele gefallen. So wie von der Inselgemeinde Langeoog beantragt, wurden die Fördergelder schriftlich zugesichert“, teilt Bürgermeisterin Heike Horn mit. „Dies ist existenziell für die Zukunft unserer Insel und wirklich ein Meilenstein.“Auf dem Gelände gegenüber der Inselschule sollen über 40 Wohneinheiten entstehen.

Der Wohnraum soll auf dem ehemaligen Internatsgelände gegenüber der Inselschule entstehen (der „Utkieker“ berichtete wiederholt über das ambitionierte Projekt). Zehn Millionen Euro erhält die Inselgemeinde für den Bau von etwa 34 geförderten Wohnungen. Weitere zehn Wohnungen werden errichtet, die ohne Wohnberechtigungsschein bezogen werden können. „Das Besondere ist, dass 30 Prozent der Summe tilgungsfrei zur Verfügung gestellt werden“, erläutert die Bürgermeisterin. Auf diesen Betrag werde kein Zinssatz erhoben, sondern lediglich eine jährliche Bearbeitungsgebühr von 0,5 Prozent fällig, was den Handlungsspielraum für die Inselgemeinde erhöhe.

• Außentermine der Bürgermeisterin
Zum Amt von Bürgermeisterin Heike Horn gehören auch wichtige Außentermine. Denn die Inselgemeinde Langeoog steht nicht isoliert für sich, sondern sieht sich im Verbund mit Landkreis, Land und Bund. Und wenn die Kommune etwa Fördermittel benötigt, ist es kein Nachteil, vernetzt zu sein und etwaige Ansprechpartner zu kennen.

An manchen Wochen „knubbelt“ es sich geradezu: Ein solches Treffen, mit Ansprechpartnern aus Politik und Wirtschaft auf allen Ebenen, war am 16. Mai in Hannover der „parlamentarischer Abend der Weser-Ems-Achse“ mit Landtags-Vizepräsidentin Meta Janssen-Kucz und Abgeordneten, wie der für Langeoog zuständigen Karin Emken. „Schwerpunktthema war die geplante Offshore-Trassenlegung“, berichtet Heike Horn. Darüber hinaus konnten zusammen mit den anderen Inselbürgermeistern weitere Themen wie der Fachkräftemangel platziert werden.

Kurz darauf folgte auf Spiekeroog die Gesellschafterversammlung der Ostfriesischen Inseln (OFI). Als deren stellvertretende Vorsitzende gehört es auch Heike Horns Aufgaben, die Versammlung zu gestalten. Tage zuvor fand das turnusmäßige ­Behördenleitertreffen des Landkreises Wittmund statt. Eingeladen hatte Landrat Holger Heymann. Die Sitzung dient den ­Beteiligten zum Informations- und Erfahrungsaustausch auf Kreisebene.

-ut/köp-

Kurz und bündig: Neues vom Tourismus-Service Langeoog (TSL)

• Gästebegrüßung
„Willkommen auf Langeoog!“, heißt es bis Saisonende im „Haus der Insel“ (HDI) zur Gästebegrüßung. Üblicherweise beginnt sie jeden Dienstag um 10.30 Uhr, im Juni ändern sich die Zeiten, abgesehen vom 4. und 25. Juni, wie folgt: Mittwoch, 11. Juni um 11 Uhr und Dienstag, 18. Juni um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei gegen Vorlage der LangeoogCard.

Veranstaltungsleiter Thomas Pree moderiert die kurzweilige ­Infostunde, die Wissenswertes von Ankunft über Aktuelles bis Abreise bietet – die Themen sind so bunt wie die Insel. Aufgeblättert wird auch der Veranstaltungskalender mit Ausflugsfahrten und Führungen, Konzerten, Kreativ- und Sportkursen, Watterkundungen und vielem mehr. Eingestreut sind ferner informative Filme über Langeoog. Und selbstverständlich finden alle Fragen der Gäste gleichfalls eine kundige Antwort.

• „EWE Nordseelauf“ am 11. Juni
EWE-Nordseelauf auf Langeoog: 2024 gibt es eine geänderte Streckenführung. Foto: Utkieker-ArchivNoch sind Plätze frei: Am Dienstag, 11. Juni macht der „EWE Nordseelauf 2024“ Station auf Langeoog. Die von der Agentur iventos organisierte Laufserie erfolgt vom 8. bis 15. Juni über sieben Etappen zwischen Greetsiel und Cuxhaven. Bislang sind über 400 Läuferinnen und Läufer „an Bord“, bis zu 600 können auf der Insel mitmachen, wenn um 12.30 Uhr der Startschuss fällt.

Start und Ziel liegen am Aufgang zum Kurzentrum. Der Verlauf der 10,2 Kilometer langen Strecke ist diesmal verändert: Vom Start geht es über die Barkhausenstraße durch das Dorf, vorbei am Wasserturm und am Übergang Westerpad auf den Strand in Richtung Osten. Vom Übergang Gerk-sin-Spoor führt die Route durchs Pirolatal zum Schloppsee und über Willrath-Dreesen-Straße und Polderweg zurück in den Ort.

Alle Etappen können einzeln oder im Paket gebucht werden, Organisator ist die Agentur iventos. Einzelheiten zum Laufereignis und Anmeldung auf https://nordseelauf.com. Spontane Nachmeldungen für den Langeooger Tageslauf sind im Kur- und Wellness-Center möglich, aber Achtung: Teilnehmerbegrenzung.

Übrigens: Gesucht werden noch Streckenhelfer und Streckenposten. Wer Interesse hat, meldet sich gerne bei Wilko Hinrichs (Tel.: 04972 / 693-156, E-Mail: w.hinrichs@langeoog.de) oder Thomas Pree (693-114; t.pree@langeoog.de).

• Sportteam im Juni
Mit dem einsetzenden Sommer zeigt im Juni auch das Fitness-Barometer wieder nach oben. Zur Hebung der Kondition durch bewusste Bewegung lädt daher das Sportprogramm des Tourismus-Service ein. Teamerin Maria Persicke, seit März am Start, wird von zwei weiteren Kräften unterstützt: Bis Saisonende ist Nadine Stalter dabei, die vielen noch vom Vorjahr bekannt ist. Im Juni stößt noch eine weitere Kraft hinzu.

Jeweils von Montag bis Samstag besteht Gelegenheit, sich fit zu halten (oder fit zu machen): Vom Klassiker „Fit in den Tag“ über Mutter-Kind-Bauchtanz und Rückenschule bis Sandburgenbau, von Pilates und Yoga HIIT bis Waldbaden und Zirkeltraining reicht das Angebot. Die Sportkurse finden draußen oder im Sportzentrum statt. Die meisten Kurse sind kostenfrei bei Vorlage der LangeoogCard, für die kostenpflichtigen Extra-Kurse ist zudem eine Anmeldung erforderlich.

• Eine Legende …
ist zurück, und zwar in neuer Gestalt: der „Sportpalast“. Noch voriges Jahr wurde in Hamburg ein ausgemusterter 20-Fuß-Seecontainer zum „Palast“ veredelt. Mit Dämmung, frischem Farbanstrich und elektrischem Anschluss versehen, kann er nach dem Umbau auch als Verkaufscontainer für Getränke genutzt werden.Petrolblau statt Weiß: der neue „Sportpalast“. Foto: TSL
Am 23. Mai wurde der gut sechs Meter lange „Sportpalast“ an seiner neuen Wirkungsstätte aufgebaut. Der traditionelle „Anlaufpunkt am Sportstrand“ soll vornehmlich als Lagerfläche für das Equipment dienen – und als Ausleihe für Sportgerät von Fußball über Sandburg-Schippe bis Wikingerschach.

• Sportärztliche Weiterbildung im Juni
Seinem Ruf als attraktiver Tagungsort gerade für medizinische Fortbildungen wird Langeoog auch im Juni gerecht. Vom 10. bis 21. Juni findet ein Klassiker statt: die „68. Sportmedizinische Weiterbildung Langeoog“, ausgerichtet in Kooperation von DGSP (Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention) und SÄBN (Sportärztebund Niedersachsen).

Seit 1957 wird diese Weiterbildung regelmäßig auf Langeoog durchgeführt. Jährlich nehmen über 300 Ärztinnen und Ärzte an dem reichhaltigen Programm teil. Ein breites Angebot in Theorie und Praxis, verteilt auf zwei Wochenkurse und einen Wochenendkurs, bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich für die Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“ weiterzubilden.

• Familien-Tagesticket auch 2024
Nach den beiden Vorjahren gibt es auch 2024 wieder ein Familienticket für Tagesgäste. Neu: Das Angebot läuft nicht mehr saisonal begrenzt, sondern ganzjährig. Mit dem Familienticket für 79,– Euro können zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern (6 bis 15 Jahre) eine Tagesfahrt auf die „Insel fürs Leben“ unternehmen. Erhältlich ist es am Anleger in Bensersiel unter auf https://tagesgast.langeoog.de.

Neu: Tagesstrandkörbe online
Tagesstrandkörbe sind seit Mitte Mai auch bequem online buchbar.Die ersten Tagesstrandkörbe sind ab sofort für 13 Euro unter https://tagesgast.langeoog.de buchbar, sogar gemeinsam mit dem eben genannten Familienticket. Das geht ganz fix mit ein paar Klicks: Erst das gewünschte Ausflugsdatum und die Fährzeit auswählen, dann das Familienticket und bei Bedarf den Strandkorb buchen. Für Inselgäste interessant: Selbstverständlich ist auch ausschließlich der Strandkorb buchbar – was auch weiträumig im Voraus geschehen kann.

Die „Online-Körbe“ stehen im neu angelegten Strandabschnitt T am Dünenübergang Westerpad, Nähe Wasserturm. Dort sind zunächst 50 Körbe eingepflegt. Nach erfolgtem Bezahlvorgang wird die Nummer des Strandkorbs per Mail zugesandt. Das Strandkorb-Ticket kommt als QR-Code aufs Smartphone, lästiges Schlangestehen entfällt also. Pro Gast und Buchung ist ein Strandkorb möglich.

An den Start gingen die „Online-Körbe“ Mitte Mai: „Eine tolle Sache: Von Beginn an haben wir – und die Gäste – positive ­Erfahrungen mit dem System gemacht. Gleich in den ersten Tagen gab es über 50 Buchungen“, berichtet Wilko Hinrichs vom Tourismus-Service. Noch bis Ende Oktober können die Strandkörbe online gebucht werden: „Dann werten wir die Erfahrungen aus – für die Saison 2025.“

• Fußball-EM mit Stadionatmosphäre
Wenn vom 14. Juni bis 14. Juli die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland ausgetragen wird, ist auch Langeoog bereit: Alle Partien mit deutscher Beteiligung lassen sich gleichsam in Stadion-Atmosphäre genießen. Denn die Begegnungen werden live im Jonny-Vestering-Stadion auf dem TSV-Sportplatz übertragen. Den Panorama-Blick stellt der Tourismus-Service Langeoog durch seine 5,60 Meter mal 3,15 Meter große, mobile LED-Wand sicher. Für das leibliche Wohl wird mit Grillwurst und Kaltgetränken gesorgt. Der Eintritt ist frei gegen eine kleine Spende für die Vereinsarbeit. – Und darüber hinaus zeigen auf Langeoog auch viele gastronomische Betriebe in ihren Räumlichkeiten wichtige EM-Spiele.

De Termine der Vorrunden: Das deutsche Team um Trainer ­Julian Nagelsmann spielt in Gruppe A am Freitag, 14. Juni um 21 Uhr gegen Schottland, am Mittwoch, 19. Juni um 18 Uhr gegen Ungarn und am Sonntag, 23. Juni um 21 Uhr gegen die Schweiz. Und danach? „Schau’n mer mal, dann sehn mer scho“, hätte „Kaiser Franz“ (Europameister 1972) wohl gesagt – und vermutlich recht gehabt.

• Strandvolleyball-Mixed-Turnier
Fußballtraining neu mit der „Fußballfabrik“: Die nächsten Camps laufen in den Sommer- und Herbstferien. Foto: TSL Pritschen, Baggern, Schmettern: Am 15. und 16. Juni findet das 39. Strandvolleyball-Mixed-Turnier statt. Schauplatz an diesem Wochenende ist diesmal der Hauptstrand unterhalb der „Bunten Buden“ Der Vorteil: „Hier haben wir eine zentrale Lage mit guter Logistik“, erklären die Organisatoren. Ausrichter des Traditionswettkampfes am Langeooger Strand ist der Tourismus-Service Langeoog gemeinsam mit dem TSV.

Los geht‘s am Samstag, 15. Juni um 11 Uhr mit Begrüßung der Teams und Erläuterung der Regularien. „Wir spielen mit 48 Mannschaften drei Runden aus und dann noch die Platzierungsspiele von 1 bis 48“, teilt Turnierleiter Klaus Kremer mit. Weitere Infos auf volleyball.langeoognews.de.

Am Samstagabend steigt an der Tischtennishalle die große Volleyball-Party, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Ausrichter der Fete ist das „Düne13“-Team um Ron Piekarski. – Nächstes Jahr wird es in jeder Hinsicht rundgehen: Am 21. und 22. Juni 2025 findet das beliebte Turnier zum 40. Mal statt.

• Fußball-Camps im Sommer
Außer EM und Olympia sorgen auch sie für „Fußballfieber“: die beliebten Langeooger Fußballcamps. Nach dem erfolgreichen Auftakt zu Ostern finden die nächsten Camps in den Sommerferien statt, und zwar vom 8. bis 12. Juli, 15. bis 19. Juli, 22. bis 26. Juli und 29. Juli bis 2. August. Den Abschluss bildet ein Herbstcamp vom 7. bis 11. Oktober 2024.

Neu ist der Anbieter „Fußballfabrik“, 1997 gegründet vom ehemaligen Bundesliga-Profi Ingo Anderbrügge (Borussia Dortmund, Schalke 04). Zum Mitmachen eingeladen sind alle Jungen und Mädchen von fünf bis 15 Jahren. Mit ihrem Leitmotiv „Training. Lernen. Leben.“ verfolgt die „Fußballfabrik“ ein nachhaltiges Ausbildungskonzept. Trainiert wird wie immer auf dem gepflegten Naturrasenplatz des TSV an der Flughafenstraße.

Ein Team um Trainer Uli Turowski bietet unter anderem fünf Trainingseinheiten an fünf Tagen, inklusive Insel-Rallye und Fußballgolf am Strand. Für die Versorgung mit Getränken ist gesorgt. Jeder Teilnehmer erhält Trinkflasche und Medaille sowie ein Trikot, das optional mit dem eigenen Namen beflockt werden kann.

Nähere Informationen auf www.fussballfabrik.com, wo man sich auch für die Camps anmelden kann. Frühbucher können sich übrigens Sonderpreise sichern.

• „Tag der offenen Tür“ am 29. Juni im Zeltlager
Das Zeltlager der Sportjugend Niedersachsen an der Melkhörndüne lädt alle Gäste zu einem „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 29. Juni ein. Beginn ist um 13 Uhr: „Unsere Kinder haben sich so einiges für Jung und Alt ausgedacht, das mitgemacht und ausprobiert werden kann – etwa kleine Sportspiele, Basteln, Kreatives und vieles mehr“, freut sich Karsten Pümpel, der seitens des Landessportbundes für das Zeltlager verantwortlich ist, auf viele Besucher. Diese bekommen einen Einblick in das Zeltlagerleben, die Einrichtungen und die Aufgaben des Zeltlagers. Für das leibliche Wohl ist durch das ­Küchenteam gesorgt, der Zeltlager-Kiosk hält ebenfalls einige Naschereien bereit.

• Bitte zur Brut- und Setzzeit: Hunde anleinen
In vollem Gang ist im Juni auf Langeoog die Brut- und Setzzeit – die Zeit, in der Feder- und Haarwild ihren Nachwuchs aufziehen. Da viele Vögel ihr Nest auf dem Boden gebaut haben, ist es wichtig, Hunde anzuleinen. Denn wenn Vogeleltern gestört werden und auffliegen, bleiben die Küken ungeschützt am Boden. Aber auch Rehkitze sind gefährdet, wenn sie in ihren Verstecken aufgestöbert werden.

Zur Brut- und Setzzeit gibt es deshalb deutschlandweit eine Anleinpflicht. Auf den im UNESCO-Weltnaturerbe liegenden Ostfriesischen Inseln gilt sie sogar ganzjährig. Was für Hundehalter bedeutet: Auf den Wegen bleiben und die Hunde an kurzer Leine führen. Und das nicht nur in der Ruhezone, sondern überall auf der Insel.

Ein Rehkitz säugt bei seiner Mutter – nur einer von vielen Gründen, Hunde auf der Insel angeleint zu halten. Foto: Thorsten KraftEin anrührendes Foto von einer Ricke und ihrem Kitz gelang Thorsten Kraft dieser Tage auf einer seiner Führungen. Der ­Nationalpark-Führer bietet Exkursionen auf der Insel an und unterstützt ehrenamtlich die Arbeit des Langeooger Nationalpark-Rangers Florian Lemke. Die Sichtung der Tiere erfolgte ­übrigens in Dorfnähe. Sollte jemand daher ein scheinbar einsames Kitz entdecken, lautet der Appell von Thorsten Kraft und Florian Lemke: nicht hingehen und schon gar nicht anfassen. Denn bei Fremdgeruch wird das Kitz meist verlassen …

• Dünensingen am Dienstag
Auch im Juni lädt das „Langeooger Dünensingen“ jeden Dienstagabend mit beschwingten Liedern zum Mitmachen ein. Wie gewohnt begleitet die „Dünensänger“ um Herbert Burmester und Eva Funke die beliebte Veranstaltung auf dem Akkordeon. Beginn ist, bis einschließlich 6. August, um jeweils 20 Uhr im Dünental zwischen Wasserturm und Hauptbad. Danach passen sich die Anfangszeiten dem jeweiligen Sonnenstand an. Der Eintritt ist frei, gesungen wird aus dem Langeooger Liederbuch (erhältlich für 3,– Euro in der Tourist-Info/Haus der Insel). Bei Regen wechselt das Dünensingen unter das Dach vor der Insel-Apotheke.

-köp/ut-

„Das ist mein Leben hier“

Am Ortsrand der Insel betreibt Familie Matzies ihre Frühstückspension

Familie Matzies – Vater Heinrich, Mutter Tilly, die Töchter Mareikje und Wiebke (v.l.) – betreibt das „Landhaus am Schniederdamm“. Ostfriesentee, Kaffee und Hafermilch lässt sich auswählen, Käse und Salami und, neben vielen anderen Möglichkeiten, auch gekochte Eier, Roggenbrötchen und Schwarzbrot.

Es ist ihr „Frühstückswunschzettel“, sagt Heinrich Matzies. Mit seiner Ehefrau Tilly und den Töchtern Wiebke und Mareikje führt er das „Landhaus am Schniederdamm“. Indem sie ihre Gäste im Vorfeld ­fragen, was sie gerne hätten, könnten sie viel nachhaltiger wirtschaften, da kaum noch Lebensmittel weggeschmissen werden müssten, erzählt der gelernte Koch, der auch ausbildet.

„Nachhaltigkeit wird hier sehr groß geschrieben“, sagt Heinrich Matzies. Auch bei der Energieversorgung. Sie haben eine Luftwärmepumpe, Photovoltaik und Solarthermie. Es habe auch schon Tage gegeben, da seien sie ganz autark gewesen, freut sich der Familienvater.

Ihr Landhaus liegt ruhig am Ortsrand, mit freiem Blick über die Wiesen im Süden bis zum Seedeich. „Es ist unser Leben“, sagt Heinrich Matzies über ihren Familienbetrieb. Sie machen es zu viert. 15 Zimmer, Frühstück, auf Wunsch auch Halbpension. Ihren Gästen bieten sie Brettspiele, Strandmatten und Bücher zum Leihen an. Außerdem gibt es einen Gäste-Kühlschrank, dessen Fächer in die Zimmernummern unterteilt sind.

Alle vier sind sie vom Fach: Wiebke Matzies ist in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und Köchin geworden, ihre Mutter ist Hauswirtschafterin und Mareikje Restaurantfachfrau. Der Landhaus-Charme der Frühstückspension ist Heinrich Matzies‘ Idee gewesen. „Ich bin ein Holztyp“, sagt er, der ursprünglich aus Westfalen kommt. „Dort ist viel Fachwerk, das gefällt mir.“ Bevor das Landhaus zur Pension wurde, erzählt Heinrich Matzies, war es ein Teppichladen. Er baute ihn zur Kneipe und Kegelbahn um, dann zum Restaurant. Nach einem Schlaganfall 2012 beschloss Heinrich Matzies das Restaurant aufzugeben und das Haus zur Pension umzubauen.Die Frühstückspension hat 15 Zimmer und befindet sich am Ortsrand von Langeoog.

Die Pension ist eine von mehreren Leidenschaften im Leben der Familie, die sie gemeinsam haben. Sie alle machen auch Musik. Ein Klavier steht im Gästeraum, mehrere Gitarren hängen an der Wand. Die Frauen der Familie spielen Trompete, Wiebke und ihre Mutter auch Klavier, der Vater Gitarre und ­Posaune. Judo ist eine weitere Gemeinsamkeit: Heinrich Matzies hat den braunen, seine Ehefrau und die Töchter haben den grünen Gürtel. Sie alle trainieren immer montags zusammen, plus rund 20 Kinder, die Heinrich Matzies als Leiter der Judosparte des TSV Langeoog betreut. Seine Töchter wollen demnächst den ­Assistenz-Trainerschein machen und ihren Vater unterstützen.

Heinrich Matzies wird dieses Jahr 74, ans Kürzertreten denkt er nicht – weder im Sport noch bei der Arbeit. „Wenn ich in der Küche bin, ist das für mich Therapie. Dann bin ich der King und es geht mir saumäßig gut. Das ist mein Leben hier.“

-jeg-

Mangos für Schulprojekt

Inselkirchengemeinde verkauft Früchte für den guten Zweck

Regina Willenberg gehört zum ehrenamtlichen Mango-Verkaufsteam der Inselkirche. Wie Steckrüben würden sie aussehen, noch brauche es Geduld. „Die Mangos reifen nach. In drei, vier Tagen sind sie soweit. Wenn sie an der Blüte anfangen zu duften, sie auf Druck leicht nachgeben, dann kann man sie essen“, erklärt Regina Willenberg vom Kirchenvorstand der ev.-luth. Inselkirche.

Sie gehört seit Jahren zum ehrenamtlichen Mango-Verkaufsteam der Kirchengemeinde, die 1991 mit der Aktion begonnen hat. Vom 8. bis zum 12. Mai 2024 hat das Team die Früchte im Zelt vor dem „Beiboot“, dem Gemeindehaus der Inselkirche, und im Eine-Welt-Laden angeboten. So lange der Vorrat reichte. Das war bereits am Freitagnachmittag der Fall. 800 biologisch nachhaltig erzeugte Früchte aus Burkina Faso, Westafrika konnten für den guten Zweck verkauft werden.

Viele Jahre hat die Kirchengemeinde den Verkauf mit „Tikato“ aus Wetzlar organisiert, einer Basisgruppe, die mehrere Projekte in Burkina Faso betreibt. Seit sechs Jahren macht sie es in Eigenregie, wodurch die Früchte auf dem Seeweg nach Europa und nicht mehr per Luftfracht bezogen werden können. Über den Bio-Großhändler der Kirchengemeinde gelangen sie dann nach Langeoog. Bereits am dritten Tag waren fast alle der 800 Früchte für den guten Zweck verkauft.

Der Erlös geht seit jeher an die private christliche Berufsschule CPET in Koudougou/Burkina Faso. Die Schule wurde 1985 von der evangelischen Kirchenförderation „Federation des Eglises et Missions Evangelique (FEME) gegründet, um dem Bedarf an gut ausgebildeten Handwerkern gerecht zu werden. An der afrikanischen Schule unterrichten 60 Lehrende um die 100 Schülerinnen und 800 Schüler. „Das Land leidet seit neun Jahren unter dschihadistischem Terror, man spricht von zwei Millionen Vertriebenen und 20.000 Getöteten. Regiert wird Burkina Faso von einer Militärjunta, die sich vor eineinhalb Jahren an die Macht putschte. Unsere Unterstützung wird dringend gebraucht“, betont Frank Niemeier vom Kirchenvorstand.

In den vergangenen Jahren konnte mit dem Erlös der Langeooger Mango-Aktion die Bohrung eines Brunnens auf dem ­Gelände der Berufsschule ermöglicht und der Bau eines Gebäudes für den Ausbildungszweig Solartechnik unterstützt werden.

Regina Willenberg freut sich, dass die Unterstützung der Kirchengemeinde in der Schule gut ankommt. Am neugebauten Brunnen sei sogar ein Schild angebracht, das auf die Unterstützung von Langeoog hinweise, erzählt sie. Wofür der Erlös in diesem Jahr eingesetzt werde, sei noch nicht sicher. „Unsere Spende kommt dort zum Einsatz, wo es kneift. Sei es für Material oder um Räume herzurichten. Je nachdem, wo der Schuh drückt.“

-jeg-

Von bitter bis süß

Wein- und Schokoladenverkostung im Eine-Welt-Laden

Geselliges Probieren bei der Wein- und Schokoladenverköstigungen im EWL. Foto: Norda Westerkamp Es ist das erste Mal in diesem Jahr gewesen und auch das erste Mal in den neuen Räumlichkeiten: Anfang Mai 2024 hatte das ehrenamtliche Team des Eine-Welt-Ladens (EWL) Langeoog zur Wein- und Schokoladenverkostung ins „Beiboot“, dem Gemeindehaus der Inselkirche, eingeladen. „Das machen wir schon seit vielen Jahren“, sagt Norda Westerkamp vom EWL. „Das hat Tradition.“

Verschiedene Rotweine und Schokoladen sind bei der ersten Verkostung im Mai angeboten worden. Foto: Norda WesterkampDrei verschiedene trockene Rotweine und drei unterschiedliche Schokoladen – von bitter bis süß – konnten probiert werden. Biologisch und fair sind alle Produkte erzeugt worden. Je nach Wein hat das Team auch Empfehlungen ausgesprochen, welche Schokolade am besten dazu passt. „Unsere Veranstaltung wird sehr gut angenommen. Es ist immer nett, gesellig und die Leute sind interessiert“, freut sich Norda Westerkamp. Leitgedanke des EWLs ist der faire Handel, der ein menschenwürdiges Leben ermöglichen soll. Mit seinem Verkaufsangebot unterstützt das Team Projekte in den jeweiligen Herstellungsländern, die Menschen helfen, eine eigenverantwortliche wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Der Erlös aus der Mango- Aktion kommt der Berufsschule CPET in Koudougou/Burkina Faso zugute.

Die nächsten Wein- und Schokoladenverköstigungen sind in diesem Jahr am 21. Juni und voraussichtlich am 26. Juli jeweils von 18 bis 21 Uhr.

-jeg-

Activities der Langeooger Serviceclubs

Inner Wheel Club – Lions Club – LC Gräfin Anna – Rotary Club

• Entspanntes Wochenende über Himmelfahrt

Vom 8. bis 11. Mai 2024 kam der „Elternverein für krebskranke Kinder Wilhelmshaven-Friesland-Harlingerland e.V.“ mit 60 Kindern und Eltern zu seiner alljährlichen Auszeit nach Langeoog ins „Haus Lemgo“. Mit dabei waren auch verwaiste Eltern, die ein Kind durch die Krankheit verloren haben.

Die IWC-Frauen mit dem Vereinsvorstand um den 1. Vorsitzenden Christian Gutzeit (3.v.r.). Foto: LangeoognewsFinanziert wird der Aufenthalt durch den Adventskalenderverkauf des Inner Wheel Clubs Langeoog (IWC). Wer die Aktion unterstützen will, kann unter dem Stichwort „Langeoog“ auf folgendes Konto spenden: Sparkasse LeerWittmund, IBAN: DE87 2855 0000 0130 9056 31, BIC: BRLADE21LER.

Der IWC lud die Gruppe zusätzlich zu einem Kinobesuch ein. Diesen Termin nutzten die Damen des Clubs, um den 1. Vorsitzenden Christian Gutzeit und seine Frau Jasika sowie alle Kinder und Eltern zu begrüßen. „Für die Familien ist dieser Aufenthalt eine kleine Auszeit, um vielleicht für kurze Zeit die vielen schweren Probleme in den Hintergrund zu schieben“, weiß der IWC um die Bedeutung dieses Kurzurlaubs für schwer geprüfte Kinder und Eltern.

Der 2007 gegründete „Elternverein für krebskranke Kinder Wilhelmshaven-Friesland-Harlingerland e.V.“ betreut Familien in einem Einzugsbereich von Wilhelmshaven bis Esens und Wiesmoor. Neben Erfahrungsaustausch in Gesprächen bietet der in Jever ansässige Verein auch Elternabende, Ausflüge, Hilfe bei Anträgen und vieles mehr. Ausführliche Informationen unter https://elternverein-krebskranker-kinder.de.

-ut/köp-

• Die Gemeinschaft macht es aus

Martina Runge und Inken Peters erzählen von ihrem Clubleben beim LC Gräfin Anna

Inken Peters (l.) und Martina Runge engagieren sich ehrenamtlich mit 19 weiteren Insulanerinnen im LC Gräfin Anna.Sie sind 21 Frauen, die sich für die Gemeinschaft auf Langeoog einsetzen und Projekte für den guten Zweck unterstützen. Seit bald 20 Jahren gibt es den Lions Club (LC) Gräfin Anna auf der Insel. Martina Runge lebt seit sieben Jahren auf Langeoog und ist vor vier Jahren Clubmitglied geworden. Im Juni 2023 hatte sie das Amt der Club-Präsidentin übernommen. „Präsidentin wird man nach Absprache“, erklärt sie. Gewechselt wird jedes Jahr zum Juli, es ist immer ein anderes Mitglied dran. Dann sei man Ansprechpartnerin für alle Angelegenheiten.

„Es ist schön, dass es den Wechsel gibt“, findet Martina Runge. Dadurch sei die Arbeit des Clubs nicht an nur eine Person gebunden. Und Inken Peters, die zukünftige Präsidentin, fügt hinzu: „Durch den regelmäßigen Wechsel ist man nicht so festgefahren. Jede bringt ihren eigenen Input mit.“ Sie lebt seit zehn Jahren auf Langeoog, kam vor zwei Jahren zum Lions Club.

Auf Vorschlag anderer Mitglieder, durch Engagement oder weil man durch sein Wesen auffalle und den Club dadurch bereichere, könne man Mitglied werden, erklärt Martina Runge. „Man wird eingeladen. Es ist wichtig, dass es passt. Wir sind ein kleiner Club“, sagt Inken Peters. Menschlich müsse es passen, die Wellenlänge stimmen, ergänzt Martina Runge.

Gemeinsam für die gute Sache
Auf Langeoog gibt es einen Lions Club für Frauen und einen für Männer. Auf dem Festland seien Männer in den gemischten Clubs oft in der Überzahl, sagt Inken Peters. Sie schätzt die „kleine Art dieser Inselgemeinschaft nur für Frauen.“ Außerdem, so Martina Runge, sprechen Frauen, wenn sie unter sich sind, anders miteinander; der Club sei auch so etwas wie ein „privater Schutzraum“. Ihre Mitglieder haben Familie, sind alleinstehend, verwitwet, selbständig oder angestellt, zwischen 30 und 70 Jahren alt und kommen aus den unterschiedlichsten Berufszweigen. „Jede gibt, was sie kann“, so Inken Peters über das Ehrenamt.

Für die Inselgemeinschaft organisieren und helfen sie bei verschiedenen Veranstaltungen. Die Erlöse kommen gemeinnützigen Projekten zugute, zum Beispiel der Kita, Inselschule oder dem Jugendhaus auf Langeoog oder auch dem „ISA Childrens Home“, einem Waisenhaus für junge Mädchen in Indien. Das Entenrennen planen sie mit den anderen Service-Clubs der Insel – dem Lions Club der Männer, dem Inner Wheel Club und dem Rotary Club. 2023 ging der Erlös des Rennens an das Projekt „Tjard sien Utkiek“ – eine Neugestaltung der ehemaligen Seenotbeobachtungsstation. Welches Projekt sie dieses Jahr unterstützen werden, ist noch offen, inselgebunden wird es jedoch sein.

Beim jährlichen „Tag der Seenotretter“ Ende Juli verkaufen sie selbstgebackene Kuchen zu Gunsten der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger). Im Winter organisieren sie eine Tombola mit hochwertigen Preisen von der Insel. Und seit einigen Jahren verkaufen sie Weihnachtskugeln mit wechselnden Langeoog-Motiven. 2023 war das Heimatmuseum „Seemannshus“ abgebildet. Der Verkaufserlös, den sie auf 2.000 Euro aufrundeten, wurde an das Museum gespendet. Die Einrichtung wird vom Heimatverein Langeoog e. V. betrieben, der die Spende des Clubs für die Finanzierung der Stolpersteinverlegung nutzt. Im vergangenen Jahr hatten sie ein „White Dinner“ organisiert. Den Erlös in Höhe von 4.000 Euro übergaben sie dem Verein Esenser Tafel e. V. Das „White Dinner“ im Sommer 2023 organisierten beide Lions Clubs der Insel. Foto: Lions Clubs Langeoog

„Wir machen es auch für Insulaner“, sagt Inken Peters über ihre Veranstaltungen. „Alles, was wir von der Insel nicht machen, findet nicht statt“, stellt sie über ihren Club und andere, die ehrenamtlich auf Langeoog aktiv sind, fest. Für kommenden September planen sie ein Bingo im Haus der Insel. Inken Peters kommt ursprünglich aus Schleswig-Holstein, dort werde es oft gespielt. So kam sie auf die Idee, es auch auf Langeoog anzubieten. Der Erlös soll dann an ein Umweltprojekt gehen. Ihre eigenen Ausgaben halten sich in Grenzen, „weil wir so viel machen“, sagt Martina Runge. „Jedes Mitglied hat eine hohe Bereitschaft, Input in jeglicher Form zu geben.“

Weltweite Vernetzung
Lions Clubs gibt es weltweit. Der LC Gräfin Anna ist als Zone im Distrikt Niedersachsen-West eingebunden. Unkompliziert könnten sie als Gemeinschaft mit Spenden unterstützen. „Gelder sind schnell dort, wo sie gebraucht werden“, sagt Martina Runge und erinnert dabei an das Erdbeben in der Türkei 2023 und an die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal vor drei Jahren. „Die Spenden sind sofort vor Ort gewesen.“ Was ihnen ebenfalls wichtig ist: „Lions sind nicht politisch organisiert. Aber wir beziehen ganz klar gegen rechts Stellung“, so Inken Peters.

Distriktversammlungen gibt es zweimal im Jahr. Sie selbst treffen sich auf Langeoog alle zwei Wochen. Und auch sonst unternehmen sie viel miteinander. Im Präsidentinnenjahr von Martina Runge, haben sie in der Werkstatt der Goldschmiedin zusammen Schmuck gemacht, sie haben Adventskränze gebunden und Kekse gebacken. Auch mit den Frauen vom Inner Wheel Club treffen sie sich, wie etwa zum Spargelessen.

Am 11. Juni ist der Präsidentinnenwechsel. „Wir machen das immer so schön wie möglich“, sagt Martina Runge. „Denn“, so Inken Peters, „es ist eine Würdigung für diejenige, die kommt, und diejenige, die geht.“ Sie freue sich auf ihr Amt. Sie möchte die Tradition fortsetzen, gleichzeitig etwas Neues wagen. „Was Spontanes, Nettes“, sagt sie. „Ich bin für alles offen.“ Das Schöne sei, findet Martina Runge, dass „alle wissen, keine muss alleine durch.“

-jeg-