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Regen kann die Spielfreude nicht trüben

„Langeooger Strandhasen“ gewinnen die 39. Auflage des Strandvolleyball-Mixed-Turniers

Hunderte Menschen, bepackt mit kleinen und großen Sporttaschen, zeugten bereits am Freitag am Fähranleger in Bensersiel von dem sportlichen Großereignis, das am Wochenende des 15. und 16. Juni 2024 auf Langeoog stattfinden sollte. Es war nichts weniger als das 39. Strandvolleyball-Mixed-Turnier des Tourismus-Service Langeoog in Kooperation mit dem TSV Langeoog. Schauplatz war diesmal (statt Sportstrand) der Hauptstrand unterhalb der „Bunten Buden“. Sein Vorteil: die zentrale Lage mit guter Logistik.

„Stürmische“ Vorbereitungen
Ursprünglich geplant war der Start des Turniers für Samstag um 11 Uhr. Doch die Wettervorhersage versprach nichts Gutes. Regenschauer, zum Teil mit Gewitter, sorgten für hektische ­Betriebsamkeit bei den Organisatoren um Turnierleiter und Moderator Klaus Kremer. Kurzerhand wurde der Turnierstart auf 10 Uhr vorverlegt. Die Teams wurden über eine Whatsapp-Gruppe entsprechend informiert.

Und so kam es, dass sich bereits ab 9 Uhr die Spieler in Richtung Strand am Hauptbad über die Insel bewegten. Dort angekommen gab es zwar anfänglich Schwierigkeiten mit der Strandkorbvergabe (der Mitarbeiter war schlichtweg nicht erschienen), doch das schien der Vorfreude auf die kommenden Stunden keinen Abbruch zu tun. Flugs waren zahlreiche Strandmuscheln und Schirme aufgebaut, bildeten optisch kleine Festungen gegen Wind und Regen.

Glücklicherweise war von Gewitter weit und breit nichts zu sehen. Doch der Regen setzte pünktlich um kurz nach 10 Uhr ein, als Klaus Kremer die über 400 Teilnehmer zur Eröffnung zu sich rief. Und genauso schnell, wie der Regen kam, war er mit Beginn der Veranstaltung auch zunächst wieder verschwunden – sehr zur Freude aller am Strand. Es brandete Jubel auf.

„Endlich geht es wieder los!“
Standesgemäß begrüßte Thomas Pree vom Tourismus-Service Langeoog die angereisten Sportfreunde und ihre Begleitungen. „Euch alle hier wiederzusehen, ist ein zauberhaftes Bild“, rief Pree unter dem Applaus der Gäste des 39. Turniers. Und er versprach, dass das 40-jährige Jubiläum im kommenden Jahr ganz besonders gefeiert wird: „Da machen wir was draus!“ Zudem übermittelte er die Grüße von Bürgermeisterin Heike Horn, die aufgrund einer parallel laufenden Veranstaltung verhindert war.

Freudige Grußworte richtete anschließend auch Heiko „Paddy“ Recker, 1. Vorsitzender des TSV Langeoog, an die wartenden Sportler. „Endlich geht es wieder los“, sagte Recker und überreichte jedem Team eine kleine Stockfahne mit dem Logo des TSV.

Nachdem Klaus Kremer die Turnierregularien vorgestellt hatte, durften die Teams gegen 10.25 Uhr endlich um die Punkte spielen. Insgesamt 48 Mannschaften hatten sich angemeldet, die wie immer lustige und fantasievolle Namen trugen, etwa die „Volleybärenbande“, die „Sauerländer Superschnecken“, „Beach Bang Theory“ oder „Schere, Stein, paar Bier“. Zwar fehlte hier und da noch eine weibliche Mitspielerin, dieses Defizit konnte aber kurzerhand durch die Verpflichtung aus anderen Mannschaften kompensiert werden.

Turnier bei Wind und Wetter
Besonders herausfordernd war an diesem Wochenende von Beginn an der Wind mit zum Teil starken Böen. So kam es nicht selten vor, dass der aufgeschlagene Ball erst gar nicht über das Netz ging, oder aber bei einem abgewehrten Angriff das Nachbarfeld getroffen wurde. Doch diese „Ausrutscher“ nahmen die Teilnehmer von Beginn an mit viel Humor, schließlich sind den meisten von ihnen die Wind- und Wetterverhältnisse am Strand der Insel seit langem bekannt. Auch die im Tagesverlauf immer wieder durchziehenden Regenschauer konnten daran nichts ändern.

Wetterfestigkeit zeigten auch am Samstagabend die zahlreichen Besucher der großen Volleyball-Party, zu der alle Interessierten eingeladen waren. Durchziehende Schauer trübten die Stimmung nicht im Geringsten. Ausrichter der Fete an der Tischtennishalle war das „Düne13“-Team um Ron Piekarski.

Am Sonntag zeigte sich das Wetter etwas freundlicher. Und im spannenden Final-Duell setzten sich die „Langeooger Strandhasen“ gegen das „Team halb voll“ durch. Nach 2022 und 2023 gewannen die „Strandhasen“ erneut – insgesamt zum siebten Mal – und zählen damit zu den Allzeit-Favoriten. Auf die Ränge drei bis sechs kamen „Spike-Stars“, „Volleybärenbande“, „Quallenquetscher“ und „Die geilen Gallier“. Die Siegerehrung erfolgte am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr am Inselbahnhof, sodass die Teilnehmer ihre Heimreise bei Bedarf zur 16-Uhr-­Abfahrt antreten konnten.

Schon mal vormerken: Das besagte 40. Strandvolleyball-Mixed-Turnier findet am 21. und 22. Juni 2025 statt. Vermutlich bei jedem Wetter.

-utk-

Mit einem SUP kann man nicht nur paddeln

DLRG trainiert mit Stand-up-Paddle-Board im
Meerwasser-Erlebnisbad

Zum Start in die Sommersaison gehört Training dazu. Unter anderem auch ein SUP, ein Stand-up-Paddle-Board. Burkhard Kaiser, Abschnittsleiter der Strandrettung der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) auf Langeoog, hat solch ein Board mit ins Meerwasser-Erlebnisbad gebracht. An der Übung beteiligten sich auch drei Jugendliche der DLRG Ortsgruppe Langeoog e.V.: Antonia, Edda und Martha.

„Bei der Übung wird davon ausgegangen, dass die Person verletzt, entkräftet oder ohnmächtig ist“, sagt Martin Willenberg von der DLRG Ortsgruppe. Dann sei Eile geboten und die Person müsse auf das Board gebracht werden. „Ein oder zwei Arme der Person werden über das SUP gelegt. Dann wird unter Einsatz des Körpergewichts des Retters das SUP gedreht. Die Person wird so positioniert, dass sie nicht ertrinken kann. Das SUP wird mit der Person an Land transportiert und weitere Rettungsmaßnahmen werden eingeleitet“, erklärt er. Beim Transport durch die Rettungsschwimmer seien außerdem Flossen hilfreich.Wie rettet man mit dem SUP einen Menschen? Im Meerwasser-Erlebnis-Bad wurde es geübt. Fotos: DLRG Ortsgruppe Langeoog e. V.

Um das Rettungsmanöver zu beherrschen, müsse viel geübt werden, erklärt Regina Willenberg, die wie ihr Ehemann ebenfalls in der Ortsgruppe ehrenamtlich aktiv ist. „Das Gleichgewicht muss man gut halten können und auch bestimmte Handgriffe können. Man muss wissen, wo man ansetzen muss. Dann ist das mit einem Kniff getan. Genauso wie mit den Rettungsgriffen, die wir üben. Ein paarmal geübt, dann läuft das und man kann alles in schwierigen Situationen abrufen.“

Martin Willenberg erzählt, dass Antonia bereits mit der Übung vertraut war. „Sie hat einen Surfkurs auf der Insel gemacht. Dort wurde es ihr gezeigt. Und dann hat sie die perfekte Übung vorgeführt“, ist er begeistert.

-ut/jeg-