Archiv der Kategorie: Kirche

„Mit Blick aufs Meer“

Virtuose Gitarrenmusik mit Markus Segschneider
am 30. April oder 1. Mai in der Inselkirche

„Die Zuhörer werden die absolut virtuos-geniale Musik des Gitarristen nicht so schnell aus den Ohren verlieren“, schreibt die Wülf­rather Rundschau. Und in der Tat, jedes dieser zahlreichen Konzerte von Markus Segschneider wird zu einem Klang­erlebnis der besonderen Art: Ein Mann, sechs Stahlsaiten und nicht einen Augenblick kommt das Gefühl auf, dass etwas fehlt. Markus Segschneider verfügt als Gitarrist über ein ungeheuer großes Repertoire an Stilmitteln, die sich in seinen Kompositionen nahtlos miteinander verbinden. „Umwerfendes Gitarrenspiel“ (Bride guitar reviews) und seine „überbordende Ideenvielfalt“ (Akustik Gitarre) brachten ihm einen Vertrag beim renommierten Label „Acoustic Music“ ein, bei dem Ende 2008 die akustische Solo­gitarren-CD „Woodcraft“ erschien, die hervorragende Kritiken in der Fachpresse erhielt. Die Fortsetzung erschien im Jahr 2010 unter dem Titel „Snapshots“, gefolgt von der dritten CD „Hands at work“. 2014 erschien „Sketchbook“, begleitet von der bereits zweiten Tour mit der „Acoustic Guitar Night“.
121In Erscheinung getreten ist der Kölner bislang im Rahmen vielfältiger musikalischer Projekte, etwa als Mitglied diverser Bandformationen, als gefragter Studiomusiker, Arrangeur und Komponist. Neben mehr als 100 CDs produzierte Segschneider Musik für Fernsehen und Rundfunk und ist Workshop-Autor für das DVD-Magazin „Acoustic Player“.
Es scheint überhaupt keine Grenzen zu geben für das, was Markus Segschneider mit und auf seiner Gitarre anstellt: Jazz, Folk, Pop, Funk – alles wird gelassen verwoben zu einer Musik, die die lebensfrohe Stimmung eines sonnigen Morgens vermittelt. Am Sonntag, 30. April bzw. am 1. Mai konzertiert der Gitarrist unter dem Titel „Mit Blick aufs Meer“ in der Inselkirche, Beginn 20 Uhr (siehe Plakataushang). Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende zur Unterstützung der Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten.

„Guitar Ladies“

Gitarrenkonzert mit Heike Matthiesen
am 23. April in der Inselkirche

Heike Matthiesen gehört zu den führenden deutschen Gitar­-     r­isten. Mit viel Gefühl und Seele und den ausdrucksstarken Interpretationen verzaubert sie ihr Publikum. Am Sonntag, 23. April ist die Künstlerin zu Gast auf Langeoog und präsentiert unter dem Titel „Guitar Ladies“ ein Gitarrenkonzert der Extraklasse. Dabei geht Heike Matthiesen auf Entdeckungsreise durch ein unbekanntes Gebiet der Gitarrengeschichte und stellt sich der Frage: Komponieren Frauen anders als Männer? Klingt weibliche Musik anders als männliche? „Bewusst habe ich auf vordergründige Virtuosität verzichtet und pure Musik gewählt. Allen Kompositionen ist eine extreme Klanglichkeit gemeinsam“, heißt es im Vorwort ihrer 2016 erschienenen gleichnamigen CD.
122Wussten Sie, dass die Töchter von Kaiserin Victoria Unterricht bei einer deutschen Gitarrenkomponistin hatten? Oder kennen Sie Tangokomponistinnen? Lyrische, romantische und noch komplett unbekannte, aber wunderschöne Musik von Frauen als musikalische Wundertüte – gespielt von Heike Matthiesen, die nach vorangegangenen Konzerten immer wieder gern nach Langeoog zurückkehrt.
Die renommierte Künstlerin konzertiert weltweit. Die Presse lobt immer wieder ihre Virtuosität, ihre immense Technik und ihre charismatische Bühnenpräsenz. Sie studierte bei Pepe Romero, der sie über mehrere Jahre als Meisterschülerin unterrichtete. Neben ihrer solistischen Karriere spielt Heike Matthiesen immer wieder gern Kammermusik und ist in Rheinland-Pfalz häufig in Konzerten der Villa Musica Mainz zu hören.
In der Inselkirche erwartet die Konzertbesucher ein klangintensives Programm voller Romantik und Temperament. Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr, der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende zur Unterstützung der Stiftung „Musik auf Langeoog gebeten.

„Das ist der Tag, den Gott gemacht“

16. April Inselkirche: Geistliche Abendmusik zu Ostern mit dem Spontan Projektchor „Ostern 2017“

Wie in jedem Jahr, findet auch am diesjährigen Ostersonntag, 16. April, eine österliche geistliche Abendmusik in der Insel­kirche statt. Ein Projektchor aus Gästen und Einheimischen wird ein freudiges und vielseitiges Osterprogramm präsentieren, welches er drei Tage vorher, Im Laufe der Karwoche, erarbeitet hat.
Die Osterfreude wird durch Chor- und Orgelmusik dargestellt und bietet jedem die Möglichkeit, durch Zuhören oder Mitsingen dem Auferstandenen zu begegnen. Unter anderem werden österliche Chorstücke mit und ohne Begleitung, wie der im Motto erschienene Osterpsalm (Ps. 118) in zwei Bearbeitungen, von Jacobus Gallus und Robert Jones, erklingen.

Der Spontan Projektchor „Ostern 2017“ singt unter der Leitung von Inselkantorin Noémi Rohloff, an der Orgel begleitet von Kurkantor Gisbert Wüst. Jeder Urlauber mit etwas Chorerfahrung ist herzlich eingeladen, bei der Abendmusik mitzuwirken. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Probentermine für die Geistliche Abendmusik:
Gründonnerstag, 13. April um 20.15 Uhr – 1. Probe im „Beiboot“. Karfreitag, 14. April um 20.00 Uhr – 2. Probe im „Beiboot“.
Karsamstag, 15. April um 17.00 Uhr – Generalprobe Inselkirche.

Das Konzert findet am Ostersonntag, 16. April, um 20.00 Uhr in der Inselkirche statt. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende zur Unterstützung der Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten.

Der Weg nach Golgatha

Musik für Querflöte und Orgel zur Karwoche mit Ulrike und Gisbert Wüst am 9. April in der Inselkirche

Die Akzente der Karwoche verdichten die Ereignisse um die Kreuzigung Jesu zielgerichtet auf das Fest der Auferstehung. Musiker aller Generationen haben in unzähligen Werken, allen voran die großen Bach-Passionen, dieser liturgischen Tradition Rechnung getragen.
147Am Palmsonntag, 9. April, findet in der Inselkirche ein Konzert unter dem Motto „Musik für Querflöte und Orgel zur Karwoche“ statt. Ausführende sind Ulrike Wüst (Querflöte) und Gisbert Wüst (Orgel). Der Gymnasiallehrer legte 1976 das A-Examen für katholische Kirchenmusik ab. Die Auswahl der Stücke orientiert sich an den wichtigen Tagen der Karwoche: Palmsonntag – Gründonnerstag – Karfreitag! Drei Blöcke mit jeweils drei Stücken symbolisieren zugleich die göttliche Dreizahl. Bachs Präludium und Fuge C-Dur sowie die beiden Sätze der e-Moll Flötensonate und Langlais „Dominica in Palmis“ eröffnen den Palmsonntag und kündigen den Einzug Jesu in Jerusalem an. Am Gründonnerstag geht es mit Werken wie „Schmücke dich, o liebe Seele“ oder „Getsemane“ um das Geschehen am Ölberg. Der Karfreitag ist die Konsequenz des Vorausgegangenen. Die Chorvariationen über das Lied „Da Jesus an dem Kreuze stund“ (Samuel Scheid 1587–1654) ist eine Paraphrase auf die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz. Eine herausragende Rolle spielt im Zyklus der sogenannten Leip­ziger Orgelchoräle Bachs die Bearbeitung über „O Lamm Gottes unschuldig“. In drei Versen entwickelte Bach ein kunstvolles Satzgewebe, das u. a. in der 3. Strophe die Hinwendung zur „Seligkeit“ (Gunter Hoffmann) demonstriert.
Der Konzertabend in der Inselkirche beginnt um 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende zur Unterstützung der Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten.

Zwischen Poesie, Islam und Kirchenräumen

Heinz Behrends und seine Frau Birgit bieten vielfältiges Vortragsprogramm

Als Kurpastor auf Langeoog hat Heinz Behrends beinahe ein „Heimspiel“ – auch wenn er dieses Amt erst zum zweiten Mal bekleidet. Denn der ehemalige Superintendent im Kirchenkreis Leine-Solling entstammt einer Bauernfamilie vom ostfriesischen Festland. Auf Langeoog hat er sich daher nahezu zuhause gefühlt, als er im vergangenen Jahr erstmals die Urlaubsseelsorge übernahm. „Es gab frischen Fisch und ostfriesisches Schwarzbrot wie früher bei mir in Loga. Die Gottesdienste waren sehr gut besucht und ich habe viele Rückmeldungen erhalten. Nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind mir die Abend-Andachten mit 30 Leuten vor dem Buss-Altar, ebenso ein Traugespräch im Café. Meine Frau und ich haben die Gastfreundschaft der Gemeindemitarbeiter erfahren dürfen. Und unsere gemeinsamen abendliche Wege bei untergehender Sonne am Strand sind uns unvergesslich geblieben“, schwärmt der 68-Jährige. „Kurzum: wir haben die Zeit auf Langeoog sehr genossen.“
608So ist es nicht verwunderlich, dass Behrends zum „Wiederholungstäter“ wurde und sich vom 22. September bis 9. Oktober erneut als Kurpastor engagiert. Im Predigt-Gottesdienst kann man den evangelischen Theologen, der Vielen aus seinen Rundfunk-Andachten und politischen Sonntagsgesprächen im NDR bekannt ist, am 25. September ab 10 Uhr erleben. Besonders freut er sich darauf, den Gottesdienst mit Abendmahl zum Erntedankfest am 2. Oktober auf der Nordseeinsel feiern zu dürfen. „Das ist klasse für mich als ostfriesischer Bauernsohn“, verrät er. Auch zur ökumenischen Vortragsreihe im „Beiboot“ wird Heinz Behrends wieder Beiträge leisten: Am Dienstag, 27. September, spricht er ab 20 Uhr über „Die Poesie Bonhoeffers und ihre Wirkung“. „Das Gedicht ,Von guten Mächten wunderbar geborgen“ ist Vielen bekannt. Aber er hat auch noch andere Gedichte geschrieben. Ich werde seine Texte auslegen und freue mich auf einen Austausch mit den Zuhörern“, hält Behrends einen Ausblick auf den Abend im Gemeindehaus. Am Dienstag, 4. Oktober, will er die Besucher des „Beiboots“ über Gruppen im Islam aufklären. „Der Islam beschäftigt uns immer mehr. Ich bin seit Juni 2016 im Sonderauftrag des Landesbischofs Meister unterwegs, die Diskussion der Flüchtlingsfrage in 14 Kirchenkreisen zu koordinieren. Wir werden urteilsfähiger, wenn wir mehr wissen über diesen Glauben“, so Behrends. In seinem Vortrag „Schiiten, Sunniten, Aleviten und Alaviten, Dschihadisten und Islamisten – wer ist das und was glauben sie?“ will er für Aufschluss sorgen.
Seine Ehefrau Birgit Hecke-Behrends möchte den Insel-Aufenthalt dagegen nutzen, um Urlaubern und Langeoogern die Inselkirche näher zu bringen. Seit 1998 leistet sie Pionierarbeit in der Kirchenpädagogik in Deutschland. „Darin wird allen Altersgruppen ermöglicht, sich einen Kirchenraum mit allen Sinnen zu erschließen. Was sieht, riecht, hört und ertastet man in dem Raum der Inselkirche“, umschreibt die 60-jährige Diakonin die Erkundungen, zu denen sie Erwachsene am Donnerstag, 29. September und am Mittwoch, 5. Oktober, sowie Kinder und deren Begleitung am Freitag, 30. September und Montag, 3. Oktober, jeweils ab 16.30 Uhr einlädt.

Impulse für den Alltag

Gesprächsabende mit Kurpfarrer Pater Heribert Graab

„Ich komme vor allem, um Urlaub zu machen“, lässt Pater Heribert Graab wissen. Dabei will der Jesuit aber keineswegs eine „ruhige Kugel schieben“. Er übernimmt vom 12. bis 30. September als Kurpfarrer sämtliche Gottesdienste in St. Nikolaus. Damit knüpft der langjährige Pfarrer einer katholischen Kirchengemeinde in Göttingen und heutiger „Un-Ruheständler“ in der Kölner Jesuitenkirche „Sankt Peter“ an seine beruflichen Erfahrungen an. 607Auch seine Kenntnisse als Leiter von Exerzitien und Glaubens-Gesprächskreisen will der in der Jugendarbeit engagierte Geistliche auf Langeoog einbringen. An zwei Abenden lädt Heribert Graab dazu ins katholische Pfarrheim ein: Am Mittwoch, den 21. September, steht ein Vortrag mit Gespräch zum Thema „Wie beten? Worte im Schweigen“ auf dem Veranstaltungsplan. Ab 20 Uhr geht es dabei unter anderem um Jesu Rückzug in die Einsamkeit, wie er in der Bibel beschrieben wird. Am Donnerstag, 29. September möchte der Jesuitenpater aus Köln ab 20 Uhr mit seinen Zuhörern auf eine besondere „Entdeckungsreise“ gehen. Bei den Betrachtungen von Darstellungen zum Thema „Engel – Bilder von Gotteserfahrungen“ möchte der 83-Jährige den Zuhörern Impulse für den Alltag mit auf den Weg geben.
Für Pater Heribert Graab ist dies die erste Kurpfarrer-Tätigkeit auf Langeoog. Seinen Aufenthalt möchte er dazu nutzen, die Insel bei Spaziergängen und Radtouren kennen zu lernen und in der Nordsee zu baden. „Außerdem habe ich viel Lektüre im Gepäck. Da kommt bestimmt keine Langeweile auf“, ist sich der gebürtige Krefelder sicher.

„Reisefieber“

Konzert mit dem Blechbläserquintett „NordWestBlech“
am 31. Juli in der Inselkirche

Klassisch, bluesig, jazzig, rockig, verträumt, energetisch, lustig – das Blechbläserquintett „NordWestBlech“ wartet mit einem abwechslungsreichen und vielseitigen Programm von Klassik bis zur U-Musik auf. Bereits zum zweiten Mal tritt das Blechbläserquintett „NordWestBlech“ in der Inselkirche Langeoog auf und freut sich, am Sonntag, 31. Juli den Musikfreunden ein ganz neues musikalisches Programm zu präsentieren. Unter dem Titel „Reisefieber – vom barocken Italien bis nach China“ zeigt es erneut die ganze Bandbreite des NWB-Repertoires auf. „Freuen Sie sich auf einige überraschende Nummern und unerwartete neue Töne“, kündigt das Quintett an.
432Hervorgegangen aus dem Collegium Monasterium, dem Blechbläserquintett des collegium musicum instrumentale der Westfä­lischen Wilhelms-Universität Münster, ist NordWestBlech mit seinem umfangreichen Repertoire aus Barock, Klassik, Romantik, Blues, Jazz und U-Musik zu einem festen kulturellen Bestandteil der nordrheinwestfälischen und regionalen Musikszene geworden. Davon zeugen zahlreiche Konzerte und Auftritte im In- und Ausland, u. a. auch in Mailand, Riccione und auf der Zugspitze. Zudem bereichert NordWestBlech immer wieder Kinderkonzerte. Zu den fünf Musikern gehören Norbert Fabritius (Trompete), Georg Potthoff (Trompete), Roland Göhde (Horn), Thomas Brand (Posaune) und Stephan Schulze (Tuba).
Das Konzert in der Inselkirche beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende zur Unterstützung der Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten.

Kirchenmusiker mit Leib und Seele

Peter Sigmann vertritt Noémi Rohloff als Kurkantor

Mit Peter Sigmann kommt ein Kirchenmusiker mit Leib und Seele nach Langeoog. Vom 1. bis 25. Juli wird er als Kurkantor die Urlaubsvertretung von Inselkantorin Noémi Rohloff übernehmen und die Gottesdienste musikalisch gestalten. „Ich möchte den Spaß an der Musik vermitteln und brauche Menschen, mit denen ich musizieren kann“, gesteht der 75-Jährige. Schon in seiner Jugend hatte er den Traum, Musiker zu werden.
Eigentlich wollte Peter Sigmann Kirchenmusik studieren. Seine Eltern rieten ihm jedoch ab: „Lern lieber was Vernünftiges“, erinnert sich der Heidelberger an die Worte seines Vaters, für die er heute dankbar ist. Und so verbrachte Sigmann die 45 Jahre seines Berufslebens in Laboren der BASF. Von der Kirchenmusik ließ er aber dennoch nicht ab.
403Mit 16 Jahren erlernte er das Orgelspiel, wurde schon ein Jahr später nebenberuflich Organist in seiner Heimatgemeinde und leitete auch einen Posauenchor. An der Christuskirche in Heidelberg übernahm Sigmann schließlich zunächst den Posten des Chorleiters und wurde kurz darauf auch Organist. Zudem leitete er 35 Jahre lang ein Kammerorchester, mit dem er nicht nur bei Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen zu hören war, sondern auch landauf, landab Konzerte gab. Insgesamt 40 Jahre lang war Peter Sigmann nebenberuflich als Kirchenmusiker tätig.
Das nötige Know-how erlernte er bei einer entsprechenden Ausbildung. „Für über 20 Fächer musste ich damals lernen“, erinnert er sich. Nebenbei schaute er sich im Laufe der Jahre nützliches Wissen rund um den Orgelbau ab: „Wir konnten nicht immer einen Spezialisten rufen, wenn unsere Kirchenorgel repariert werden musste“, erklärt er sein Interesse.
Seit seinem Eintritt in den Ruhestand kann Peter Sigmann seinem Hobby noch mehr Zeit widmen. „Ich kümmere mich um die große Aula-Orgel der Heidelberger Universität, springe in den evangelischen und katholischen Gemeinden der Umgebung als Organist ein, übernehme Friedhofsdienste und musiziere regelmäßig mit einer Kammermusikgruppe. Zudem singe ich mit Kindern im Kindergarten und mit dementen Senioren in Seniorenheimen. Und an der Akademie für Ältere leite ich einen Seniorenchor“, zählt Sigmann auf.
Regelmäßig kann man seiner Kunst im Orgelmuseum im bayerischen Valley lauschen, wenn er dort Stücke an sechs Orgeln zu Gehör bringt. Dabei trifft er auf eine alte Bekannte: „Ich habe die Heidelberger Kino-Orgel dorthin vermittelt, als es keine Verwendung mehr für sie gab“, verrät er. Kurzum: Für Peter Sigmann vergeht kein Tag ohne Musik.
Kein Wunder, dass der begeisterte Musiker auch während seiner Langeoog-Urlaube mit seiner Frau Christiane gern im Kirchenchor aushalf und Noémi Rohloff bei Bedarf musikalisch unterstützte. Im Juli kommt er zum siebten Mal auf die Insel. Bei seinem diesjährigen Aufenthalt wird er die Vertretung der Inselkantorin vollständig übernehmen. Dennoch soll Zeit für Strandspaziergänge und Fahrradtouren ebenso wie für kulturelle Angebote bleiben. „Dafür wird meine Frau sorgen“, lacht Peter Sigmann.

„Ave Maria“

Klassische und geistliche Musik am 26. Juli in der katholischen Kirche St. Nikolaus

Schon zu einer schönen Tradition geworden ist das Konzert „Ave Maria“, zu dem alle Urlauber und Langeooger am Dienstag, 26. Juli herzlich in die kath. Kirche St. Nikolaus eingeladen sind. Viele Stammgäste freuen sich alljährlich auf diesen Abend, der einen ruhigen und entspannten Abschluss eines schönen Urlaubstages für sie bildet. Susane Fröhlke (Sopran), Carina Andersohn (Mezzosopran), Valentina Janzen (Orgel/Klavier) und Andreas Hermann (Posaune) versprechen auch in diesem Jahr allen Besuchern einen stimmungsvollen Abend mit bekannten Werken großer Klassiker wie z.B. Händel, Bellini, Bach und Mendelssohn Bartholdy, aber auch von zeitgenössischen Komponisten wie John Rutter und Andrew Lloyd Webber.
422Durch die bunte Mischung erwartet alle Zuhörer ein abwechslungs- und kontrastreicher Abend mit einem Querschnitt der schönsten Melodien aus dem klassischen und geistlichen Bereich, der immer mal wieder mit kleinen Abstechern in den etwas moderneren Musikbereich abgerundet wird. Das Konzert in der Kirche St. Nikolaus beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Feuerwerk der Klänge

Konzert mit dem Duo „Acoustic Colours“
am 24. Juli in der Inselkirche

Für ihren eleganten Mix aus Folk, Klassik & Latin bringt das deutsch/italienische Duo „Acoustic Colours“ alle Voraussetzungen mit: klassische Ausbildung, musikalische Offenheit und vielfältige Improvisationserfahrung. Elsa Ruiba, geboren in San Remo, studierte an den Musikhochschulen von Genua und Mailand, hat lange Zeit als erste Flötistin in angesehenen Orches­tern gespielt und trat oft als Solistin hervor. Sie entlockt ihren Querflöten verschiedenste Klangfarben von warm umschmeichelnd (Altquerflöte) bis silbrig perlend (Querflöte). Gitarrist Stephan Griefingholt hat in Osnabrück studiert, gewann mehrere Nachwuchspreise, wie den „Preis der jungen Liedermacher“ und beeindruckt immer wieder durch seine unterschiedlichen Spieltechniken. „Die Musik des Duos ist ein erfrischender Cocktail“, urteilte das Kulturmagazin Scala von WDR 5 und kürte ihre CD „Acoustic Colours“ zur „CD der Woche“.
430Gitarre und Querflöte, diese Besetzung lässt auf Kammermusik schließen. Die Power und Vitalität von Griefingholt & Ruiba belehrt jedoch schnell eines Besseren. Zusammen spielen sie eine wunderschöne Mischung aus eigenen Kompositionen und süd­amerikanischer Musik. Swingend und scheinbar mühelos verbinden sie dabei Einflüsse des Jazz mit der klassischen Musik und der lateinamerikanischen Folklore. Angesichts des Lutherjahrs 2017 präsentieren die Musiker auch einige Lieder des Reformators, die sie auf ganz eigene Art und Weise arrangiert haben. „Manchmal scheinen Musiker wie füreinander geschaffen“, schreibt die Neue Westfälische Zeitung in einer Kritik.
Am Sonntag, 24. Juli ist das Duo „Acoustic Colours“ mit einem Konzert zu Gast in der Inselkirche, Beginn 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten.