Archiv der Kategorie: Kirche

Frischer Wind aus unterschiedlichen Richtungen

Konzert mit dem Duo Manfred Fränkel & Gert Lueken am 12. Juni in der Inselkirche
Manfred Fränkel (Akkordeon) und Gert Lueken (Klarinette, Saxophon) waren viele Jahre Kollegen an der Kreismusikschule Rotenburg und haben immer wieder bei verschiedenen Gelegenheiten zusammen Musik gemacht. Nun haben sie daraus ein abendfüllendes Programm zusammenge-stellt.
Der Großteil des Repertoires gilt ihrer gemeinsamen Liebe für die traditionelle jüdische Klezmermusik, die oftmals schwankt zwischen überschäumender Lebensfreude und sehnsüchtiger Melancholie. In den letzten 40 Jahren hat die Klezmermusik, vor allem durch den argentinisch-israelischen Klarinettisten Giora Feidman, große Popularität erlangt.
Darüber hinaus gibt es einige wunderschöne Tango-Kompositionen, folkloristische Balkan-Tänze sowie ein bisschen französische Musette. Manfred Fränkel hat die Stücke in vielfältiger Weise für diese Besetzung arrangiert. Der Bogen ist weit gespannt und gibt Raum für Improvisationen und vielerlei Emotionen.
Gert Lueken studierte Klarinette und Klavier und Musikpädagogik an der Hochschule für Musik in Bremen und ist Schulleiter der Kreismusikschule Rotenburg. Seit vielen Jahren ist er als Kammermusiker mit Klarinette und als Saxophonist mit Orgel musikalisch unterwegs.
Manfred Fränkel erhielt seine Akkordeon-Ausbildung in Süddeutschland unter starkem Einfluss der dortigen traditionellen Musik. Er spielt und spielte in den unterschiedlichsten Besetzungen, auch mit klassischem Repertoire, Tango, Jazz bis hin zur freien Improvisation.
Beginn des Konzertes am Sonntag, 12. Juni ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zugunsten der Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. -ut-

„Das große Tor von Kiew“

Orgelimprovisationskonzert mit Joachim Thoms am 26. Juni in der Inselkirche 
Konzertorganist Joachim Thoms hat sein neues Programm  unter dem Eindruck der erschütternden Ereignisse in der Ukraine entwickelt. „Namentlich der der völkerrechtswidrigen Invasion russischer Truppen in die Ukraine vom 24. Februar, die bis heute andauert. Dieser Krieg hat uns und die ganze freie Welt in eine Ohnmacht gestürzt, die sie hilflos zusehen lässt, wie ein Land vernichtet wird und unsagbares Leid, Tod und Schmerz über dessen Bewohner gebracht wird. Ein Trauma das wir so leicht nicht wieder los werden. Dennoch. Wir dürfen wir uns nicht dazu hinreißen lassen, nun alles Russische abzulehnen. Das Programm macht es sich zur Aufgabe, russische Komponisten gemeinsam mit Komponisten anderer Nationen für den Frieden musizieren zu lassen”, so Joachim Thoms.
Als Eröffnung erklingt ein sinfonischer Satz, der das Thema                                                                                 des „Großen Tor‘s von Kiew“ von Modest Mussorgsky mit der ukrainischen Nationalhymne verbindet. Im weiteren Verlauf   erklingt eine Fantasie über das Thema des „ Klavierkonzerts  Nr. 3” von Sergej Rachmaninow mit dem langsamen Satz aus Mozarts Klarinettenkonzert. Auch ein Rondo alla „Säbeltanz“ wird in einem Atemzug mit der „Höhle des Bergkönigs“ und „ Peter und der Wolf“ verwoben – Musik verbindet oft Gegensätzliches zu einem großen Ganzen. Das Konzert wird von Joachim Thoms an der Orgel improvisiert und moderiert. Der im Havelland aufgewachsene Organist absolvierte ein Kirchenmusikstudium in Görlitz und ein Orgelimprovisationsstudium in Greifswald.
„Das große Tor von Kiew“ wird am Sonntag, 26. Juni um 20 Uhr in der Inselkirche zu hören sein. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ ist erbeten.   -ut-

„Zwischen Folk, Klassik und Filmmusik”

Cello und Piano mit dem Hübner-Schönfelder-Duo am 19. Juni in der Inselkirche
Komponist und Pianist Falk Schönfelder und Cellist Matthias Hübner verbinden ihren jeweiligen musikalischen Background zu einem klangintensiven Dialog, der zwischen freudiger Leichtigkeit und verträumtem Tiefsinn hin- und herpendelt. Das Duo nutzt Cello und Klavier auf moderne und vielfältige Weise. Trotz ihrer klassischen Ausbildung sind beide Musiker absolute Grenzgänger auf ihrem jeweiligen Instrument. So wandert ihr aus Eigenkompositionen bestehendes Programm von großen Klangsphären zu transzendentalen Momenten und bleibt dabei rhythmisch mitreißend, verspielt und sehr experimentierfreudig.
Beide Musiker sind seit vielen Jahren in verschiedenen Formationen und Stilrichtungen unterwegs, veröffentlichten CDs und sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe.
Falk Schönfelder machte sich als Filmmusikkomponist diverser Dokumentationsfilme (z.B. „Weit“) und als Musikproduzent verschiedener Theaterstücke und Filmmusiken einen Namen. Als Pianist ist er seit Jahren zwischen größeren Rockbands und kleinen kammermusikalischen Besetzungen aktiv.
Matthias Hübner ist mehrfacher Gewinner internationaler Songwriting-Contests und spielt bis zu 100 Konzerte im Jahr. Der Künstler erschuf über die Jahre intensiver Konzerttätigkeit eine eigene Klangsprache. Das Spezielle seiner Musik ist der besondere Einsatz des Cellos, das mit seinem fesselnden Sound an die menschliche Stimme erinnert.
Das Konzert am Sonntag, 19. Juni in der Inselkirche beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“  gebeten. -ut

Mit Volldampf in die Katastrophe?

Karikaturen-Ausstellung aus Ost- und Westeuropa zu Umweltkrise und Klimawandel vom 5. bis 18. Mai

Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind wesentliche Bereiche ökumenischen Handelns. Mit spitzer Feder haben Künstlerinnen und Künstler aus Osteuropa und aus Westeuropa anschaulich zu Papier gebracht, wo Gottes guter Erde durch Menschen Gewalt angetan wird. In der Ausstellung „Mit Volldampf in die Katastrophe?“ zeigt beispielhaft der Blick auf hohen Schadstoffausstoß der Kohlekraftwerke im bulgarischen Ostmariza, auf illegale Abholzung in der Ukraine oder Rumänien und auf wilde Müllkippen in Albanien, welcher gravierenden Schädigung die Umwelt allenthalben ausgesetzt ist. Die Bilder der ost- und westeuropäischen Karikaturisten belegen, wie unterschiedlich die wirtschaftlichen Realitäten und gesellschaftlichen Prägungen sind und wie verschieden ihre Wahrnehmungen und Ausdrucksformen. Dennoch eint alle die Sorge um das „gemeinsame Haus“, wie Papst Franziskus unsere Erde in seiner Enzyklika „Laudato sí“ nennt. So trägt diese Ausstellung dazu bei, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Aufgrund der großen Anzahl der Bilder wird die Ausstellung je zur Hälfte in der evangelischen Inselkirche und in der katholischen Kirche St. Nikolaus zu den täglichen Öffnungszeiten gezeigt. Die Karikaturen-Ausstellung ist vom 5. zum 18. Mai in St. Nikolaus und in der Inselkirche zu sehen. Die Vernissage findet am Donnerstag, 5. Mai um 16 Uhr in St. Nikolaus und anschließend in der Inselkirche statt. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten beider Kirchen zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.

Ausstellungskatalog
Zur Ausstellung gibt es auch einen Katalog, der alle Zeichnungen enthält sowie kurze Beschreibungen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Einige, Thomas Plaßmann etwa oder Vladimir Kazanevsky aus der Ukraine, stellen sich jeweils 7 Fragen zu ihrem Engagement für die Ausstellung, ihrem persönlichen Umweltverhalten oder ihren Zukunftsgedanken. Der Katalog ist in der Ausstellung zu erhalten.

„Die Biene Maja“– Der Kinofilm

Animationsfilm für Kinder am 20. April im HDI
Arbeit, Fleiß und Honig – eigentlich ist das Leben einer Biene geregelt, aber nicht mit dem Wirbelwind „Die Biene Maja“. (Stimme: Nina Schatton). Neugierig und stets auf der Suche nach Abenteuern bringt sie die Ordnung des Bienenstocks ganz schön durcheinander. Doch plötzlich ist die Aufregung noch größer: Das Gelee Royale ist gestohlen – das Lebenselixier der Bienenkönigin (Eva-Maria Hagen)! Die königliche Ratgeberin Gunilla (Nina Hagen) verdächtigt die Hornissen und hält Maja zudem für deren Verbündete. Gemeinsam mit ihrem bes-ten Freund Willi (Jan Delay) begibt sich die mutige Biene auf eine gefährliche Reise um herauszufinden, wer das verschwundene Gelee Royale gestohlen hat. Die alten Rivalen Bienen und Hornissen wollen nun keinen Spaß mehr verstehen und rüsten sich währenddessen für ein ernstes Kräftemessen. Was das unschlagbare Bienenkinder-Duo inmitten der bunten Klatschmohnwiese erwartet, sind nicht nur jede Menge spannender Erlebnisse, sondern auch viele neue Freunde und sie erkennen, dass es eine Welt außerhalb der Wabe gibt, für die andere Regeln gelten.
Beginn des 90-minütigen Animationsfilms am Mittwoch, 20. April ist um 15 Uhr. Der Eintritt kostet für Kinder (3–15 J.) 7,– Euro, Begleitpersonen (ab 16 J.) zahlen 5,– Euro. Karten erhalten Sie in der Tourist-Info im „Haus der Insel“ oder online. -ut-

„Das Tor der 7 Inseln“

Autorin Kristina Beyer liest aus ihrem neuen Kinderbuch – am 13. April im HDI

Jule hadert mit der Trennung ihrer Eltern. Und nun soll sie auch noch die Herbstferien mit ihrem Papa und seiner neuen Freundin auf Baltrum verbringen. Der kleinsten und – wie Jule vermutet – langweiligsten Insel der Welt! Doch dann lernt Jule Edda kennen, die auf Baltrum lebt. Gemeinsam erkunden sie die Insel und stoßen am Abend, an dem angeblich ein Geisterschiff auf die Insel zurückkehrt, auf einen rätselhaften Schatz. Als Edda plötzlich spurlos verschwindet, ist sich Jule nicht mehr sicher, ob es ihre neue Freundin wirklich gibt. Niemand scheint Edda zu kennen. Und wer sind die Leute in den rot-weißen Overalls, die immer wieder überall auftauchen? Auf der Suche nach Edda stößt Jule auf Unglaubliches … „Das Tor der 7 Inseln – Das Mädchen in Gelb“ ist der 1. Band einer Reihe, in der sich Wahrheit, Mythe und Fiktion zu einer spannenden Story rund um die ostfriesischen Inseln verweben. Kristina Beyer lebt und arbeitet als Lehrerin, Musikerin und Autorin in Oldenburg. Sie stand über 30 Jahre lang als Sängerin, Moderatorin und schauspielernd auf der Bühne. Neben ihren eigenen Produktionen für das erwachsene Publikum entstanden unter ihrer Regie auch Theaterstücke und kleine Filmprojekte für Kinder und Jugendliche. Das „Tor der 7 Inseln“ für Kinder ab zehn Jahren ist ihr Debütroman. Die Lesung am Mittwoch, 13. April im „Haus der Insel“ (HDI) beginnt um 15 Uhr. Tickets sind für 7,– (Kinder 6–15 Jahre)/ 5,– Euro in der Tourist-Info im HDI erhältlich oder an der Tageskasse.

„Washhouse Company“ in concert

Premiere am 12. April im „Neei Bauhoff“

Endlich, nach langer musikalischer Durststrecke kann es wieder losgehen. Die Langeooger „Washhouse Company“ hat neue Konzerttermine für dieses Jahr geplant. Die Freude ist riesengroß: „Wir haben die konzertfreie Zeit genutzt, um neben bestehenden Shanties und Seasongs, neue Stücke zu erarbeiten.“ Die bekommen ihre Besucher zur Premiere am Dienstag, 12. April zu hören. Seit 2009 geben die Jungs öffentliche Konzerte, zunächst in kleinen Kneipen, später jedoch reichte der Platz nicht aus und so gab es häufig Gigs im Foyer des „Haus der Insel“ oder Open Air mitten im Dorf. Nun haben sie einen festen Auftrittsort im Veranstaltungshaus „Neei Bauhoff“ gefunden und spielen meist vor ausverkauftem Saal. Für die Saison 2022 hoffen die Bandmitglieder Gerrit Agena, Torsten Meyer, Harro Schreiber, Ralf Preuß und Ralph Weidanz viele langjährige Fans bei ihren Konzerten wieder zu sehen. Das Konzert am Dienstag, 12. April beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es für 10,– Euro im Vorverkauf bei der Tourist-Info/Haus der Insel, Restkarten an der Abendkasse. Weitere Auftritte der „Washhouse Company“ im „Neei Bauhoff“ sind am 25. Mai und 23. Juni um 20 Uhr sowie am 3. August um 19.30 Uhr. Am 7. September um 20 Uhr gibt es ein „Open Air“ im Park an der Hauptstraße/Barkhausenstraße.

„Wi sünd Piraten“

Anneus Buisman liest seine plattdeutschen Geschichten am 29. April im „Beiboot“
Plattdeutsche Geschichten in der Muttersprache Ostfrieslands erwartet die Besucher der Lesung von Anneus Buisman im „Beiboot“ der ev.-lutherischen Kirche. Ein Abend für Plattversteher –  aber auch für alle, die sich in den besonderen Klang der heimischen Sprache hineinhören möchten.
Lesen wird er zum Beispiel seine Vertellsels „Störmfloot“, „Is dat een Leven?“, „Korona is nich glieks Corona“, „Wi sünd Piraten“, „Krieg tüschen Süderwall un Jücherstraat“, „So olt as de Free“ und „Een Steek, de Leven redden kann“, die alle von seiner Heimat Ostfriesland erzählen.
So weckt „Krieg tüschen Süderwall un Jücherstraat“ eine Esenser Kindheitserinnerung mit aktuellem Nachhall und schildert „Wi sind Piraten“ feucht-fröhliche Segelabenteuer zwischen Bensersiel und Langeoog, während das zeitnahe „Korona is nich glieks Corona“ auf Missverständnisse durch sprachliche Feinheiten eingeht. Lebendig vorgetragen – hörenswert!
Anneus Buisman, gebürtig aus Esens, war 37 Jahre Pastor in zwei ostfriesischen Gemeinden. Im Ruhestand in Esens hat er zahlreiche eigene plattdeutsche Geschichten im Harlingerländer Platt geschrieben, veröffentlicht und auf Lesungen vorgestellt. Er ist zudem Mitglied im Arbeitskreis „Plattsnackers“. Die Gruppe hat sich zur Aufgabe gemacht, das niederdeutsche oder besser das plattdeutsche Sprachtum zu fördern und zu erhalten. Denn Plattdeutsch ist eine Sprache und kein Dialekt.
Die Lesung am Freitag, 29. April im „Beiboot“ beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei – eine Spende ist willkommen. -ut-

Bio-Mangos für den guten Zweck

Verkaufsaktion der Inselkirche startet am 28. April 
Die frischen Bio-Mangos würden einem die Socken ausziehen, so lecker seien sie, schwärmt Christian Neumann, Pastor der Inselkirche auf Langeoog. Die Gemeinde verkauft seit mehr als 30 Jahren Mangos aus Burkina Faso auf der Insel, um christliche Schulen im westafrikanischen Land zu unterstützen. Die Inselgemeinde hatte sich mit Tikato aus Wetzlar, einer Basisgruppe, die mehrere Projekte in Burkina Faso betreibt, und dem Evangelischen Kirchenbezirk Böblingen, die die Mangotage organisieren, vernetzt, um die Mangoaktion auch auf die Insel zu bringen.
Als vor einigen Jahren die Kooperation ausgelaufen sei – Transport und europäische Lebensmittelrichtlinien hätten für die Langeooger Kirchengemeinde zusätzliche Kosten in Höhe von 2.000 Euro bedeutet – habe die Gemeinde begonnen, die Mangoaktion in kompletter Eigenregie zu organisieren, erklärt der Pastor. Inzwischen machen sie es seit fünf Jahren und verkaufen seitdem ausschließlich Bio-Mangos, die sie von einem Großhändler für Bioware beziehen. Das sei der neue Vorteil, denn vorher sei dem nicht so gewesen, erklärt der Pastor.
Reinerlös für Berufsschule in Koudougou 
„Per Schiff werden die in der Regel aus Burkina Faso stammenden Mangos nach Rotterdam gebracht. Vier Wochen sind sie unterwegs, anschließend reifen sie in einer speziell dafür vorgesehenen Anlage nach“, erklärt Christian Neumann. Der Kirchenvorstand und Ehrenamtliche sorgen für den Verkauf auf der Insel. Zwischen 1.500 und 2.000 Mangos werden für 3,50 Euro pro Stück verkauft. Der Reinerlös wird direkt an die Technikschule CPET (Collège Privé d’Enseignement Technique), eine Berufsschule in Koudougou/Burkina Faso, weitergegeben, die die Gemeinde seit vielen Jahren unterstützt. „Der Erlös ist immer höher, als durch den eigentlichen Verkauf zusammenkommt, weil viele zusätzlich spenden“, so der Pastor. Neben dem vertraglich zugesicherten Anteil sei dadurch eine Aufstockung von 25 Prozent möglich geworden.
Zurzeit sei die Lage im westafrikanischen Land „ganz dramatisch“, sagt Christian Neumann. „In Burkina Faso gibt es terroristische Anschläge von Islamisten aus dem Nachbarland Mali.“ Auch Corona habe die Menschen des Landes in große Not gebracht. „Die medizinische Versorgung war schlecht. Es gab zu Beginn der Pandemie ein einziges Beatmungsgerät in der Hauptstadt Burkina Faso.“ Zusätzlich hätten Familien das Schulgeld nicht mehr aufbringen können. „Es gibt wieder Kinderarbeit. Mitarbeiter von ‚Brot für die Welt‘ sagen, dass Corona die Entwicklungsarbeit in Afrika um 30 Jahre zurückgeworfen habe“, ist der Pastor erschüttert.
In ihrer Schule in Koudougou sei durch die Klimakrise ein Brunnen trockengefallen. „Es kommt eins zum anderen. Menschen, die es wirklich nötig haben, geraten aus dem Blick. Als Kirche müssen wir den Blick darauf werfen, dass sie gesehen werden“, betont er.
Drei Projekte in Koudougou 
Die Kirchengemeinde unterstützt die Berufsschule mit einem Grundbeitrag für den allgemeinen Haushalt. Der Erlös der Mangoaktion könnte in diesem Jahr drei Projekten zugutekommen. Das erste Projekt sind Tische und Stühle für zwei neue Schulräume. Die Finanzierung des Brunnens, die sich auf bis zu 10.000 Euro belaufe, ist das zweite Projekt, das zusammen mit Tikato finanziert werden könnte. Das dritte Projekt liege der Schule besonders am Herzen, erzählt Christian Neumann: „Sie haben angefangen, eine Kapelle zu bauen und möchten ihren Andachtsraum neu einrichten. Spiritualität, Lehre und Schule, das gehört zusammen. Das Geistliche ist so wichtig wie Brot.“ -jeg-
Verkauf der frischen Bio-Mangos Donnerstag, 28.04.2022 von 15:00 – 17:00 Uhr Freitag, 29.04.2022 von 11:00 – 17:00 Uhr Samstag, 30.04.2022 von 11:00 – 15:00 Uhr Solange der Vorrat reicht. Ort: Verkaufszelt vor der Sparkasse Langeoog und im Eine-Welt-Laden zu dessen Öffnungszeiten (Donnerstag und Sonntag von 10.30 – 12.30 Uhr) Die Einnahmen kommen der Berufsschule in Koudougou/Burkina Faso zugute.

Krippenspiel wieder online

Aufführung ab Heiligabend auf YouTube zu sehen 
„Die guten Hirtinnen von Bethlehem“ – so heißt das Stück für das Krippenspiel 2021. „Hirtinnen, im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, sorgen dafür, dass der Esel zur Heiligen Familie kommt und schließlich Mann und Frau, Arm und Reich, Groß und Klein zur Krippe finden“, erzählt Christian Neumann, Pastor der evangelischen Kirchengemeinde. 14 Kinder zwischen vier und 13 Jahren proben – unter den bekannten Hygieneregeln – seit Anfang November wöchentlich mit ihm.
Die Christvesper mit Krippenspiel wird es dieses Jahr nicht geben, stattdessen wird das Krippenspiel aufgezeichnet – wie im vergangenen Jahr auch. Anders als 2020 werde dieses Mal ­allerdings keine öffentliche „Uraufführung“ zu sehen sein, so Christian Neumann. Ab dem 24. Dezember kann das Krippenspiel über den YouTube-Kanal von langeoognews.de sowie auf der Homepage der Kirchengemeinde www.inselkark.de online angeschaut werden. -jeg/ut-