Auf Langeoog werden die evangelisch-lutherische Inselkirche und die katholische Kirchengemeinde St.-Nikolaus von Kurpastorinnen und Kurpastoren unterstützt. Sie bleiben für einige Wochen und übernehmen die Gestaltung von Gottesdiensten, halten Vorträge und führen Seelsorgegespräche.

Luitgardis Parasie ist vom 5. bis 19. September 2025 Kurpastorin in der ev.-luth. Inselkirche
Mit Luitgardis Parasie kommt ein wahres Multitalent auf die Insel: Sie ist Pastorin im Ruhestand, Familientherapeutin, schreibt sowohl für Zeitschriften als auch ihre eigenen Bücher und wirkt im Radio mit. Schaut man sich ihr Lebenswerk an, könnte man fragen: „Was kann diese Frau eigentlich nicht?“ „Kochen“ ist da die klare Antwort der 71-Jährigen aus Northeim: „Das mache ich nur, weil man ja irgendwas essen muss.“ Und seit ein paar Jahren ist sie also auch noch Kurpastorin.
Ihr Vorname steht für „Leute“ (Luit-) und „Beschützerin“ (-gardis) und genau das hat sich die Theologin auf die Fahne geschrieben, auch wenn sie nach Langeoog kommt. „Ich bin leidenschaftlich gerne Pastorin“, erzählt sie. „Ich möchte die Menschen ermutigen, und sie miteinander in Kontakt bringen.“ Und so freut sie sich auf ihre Zeit als Kurpastorin auf Langeoog, darauf, mit neuen Menschen Bande zu knüpfen und sie auch in ihrem Urlaub zu begleiten.
Harald Fischer dient vom 15. September bis 5. Oktober 2025 als Kurpastor in der kath. St.-Nikolaus-Kirche

Ganz frisch im Ruhestand befindet sich Pfarrer Harald Fischer: Im Mai 2025 hielt er seinen letzten Gottesdienst in der St. Familia in Kassel. Doch das hält ihn nicht davon ab, sich weiterhin zu engagieren und neben vielen Hilfsprojekten in seiner Heimat, aber auch im Ausland, gehören drei Wochen auf Langeoog als Kurpastor mit dazu. „Ich freue mich auf das Meer, den Strand. Hier in der Natur wird der Blick frei für das, was ist.“ Auch die Kirche begreift der 70-Jährige als Ort der Freiheit und Weite. Das passe mit der Nordseeinsel gut zusammen.
Der Kasseler lädt dazu ein, das Meer als Symbol für das Leben zu sehen: Es sei das Gleichbleibende der Weite mit der darunterliegenden ständigen Bewegung durch Ebbe und Flut, die man gut auf das eigene Leben übertragen könne. „Ich will Menschen dabei helfen, dafür offen zu bleiben und danach zu handeln“, lädt Harald Fischer ein. -ut/rsc-