Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Kasper und der Streit im Wald

Kasper übt sich in der „Spöölstuuv“ im Streitschlichten

KasperEs heißt wieder „Vorhang auf“ in der „Spöölstuv“, denn Kasper, Seppel, Gretel und Co. kehren zurück auf ihre Bühne. Nachdem ihr Stück 2020 nicht aufgeführt werden konnte, mussten sie ganze fünf Jahre auf ihren erneuten Auftritt warten. Doch jetzt ist es endlich wieder regelmäßig soweit: Theaterdirektorin Dr. Gabriele Hübener und Alex Pritz haben zusammen mit Langeooger Kindern ein niegelnagelneues Stück erarbeitet. Die originalen Hohnsteiner Handspielpuppen, die schon seit 2009 auf Langeoog zusammen spielen, haben fleißig geübt und „Kaspar und der Streit im Wald“ einstudiert. Gespannt warten sie nun auf fröhliche Kinder, denen sie ihr Stück präsentieren wollen: Hexe Wackelzahn und Zauberer Zip Zap streiten sich, wer von beiden besser zaubern kann. Da gibt es bald ein paar sonderliche Gestalten im Zauberwald. Wäre da nicht der Kasper mit seinen Freunden – es gäbe kein gutes Ende…
Die Puppen treten am 6. Juni um 15 Uhr in der „Spööl­stuv“ auf. Weitere Auftritte sind am 13., 20. und 27. Juni 2025. Karten gibt es für 5 Euro. -ut-

„Lila liest“ aus Ostfrieslandbuch vor
Im Anschluss an die Puppenkiste geht es jeden Freitag am selben Ort um 16 Uhr für Erwachsene weiter. Eine kurzweilige halbe Stunde lang stellt Dr. Gabriele Hübener alias „Lila“ ­Geschichte(n) aus Petra Wochniks Buch „Ostfriesland – Ein schneller Ritt durch Raum und Zeit“ vor. Darin geht es um das Besondere im Vergangenen. Um Geschichten, die erstaunen, manchmal verwundern und gelegentlich bis in unsere Tage weisen. Die Termine (Änderungen vorbehalten): 6., 13., 20. und 27. Juni 2025, jeweils von 16 bis 16.30 Uhr in der „Spööl­stuv“. Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende willkommen. -ut-

 

Riesen-Labyrinth im Sand

Strandlabyrinth am 30. Mai – Mitbauen und Entdecken

Labyrinth
Ein Labyrinth an Langeoogs Strand. Natürlich wird das Labyrinth am 30. Mai viel größer. (Foto: S. Wübker)

Natürlich und vergänglich. Barfuß begehbar. Meditativ und verspielt. Am 30. Mai lädt Seelsorgerin Angela Gessner dazu ein, an Langeoogs Strand zur (eigenen) Mitte zu finden. Nachdem sie früh am Morgen die Grundstruktur eines Labyrinths in den Sand gezeichnet hat, dürfen danach Groß und Klein an den Begrenzungen mitmodellieren. Dabei haben sie freie Hand und können die Sandwälle so gestalten, wie sie möchten: Muscheln, Krebspanzer oder Steine sind nur ein paar Optionen, die die Natur von Langeoog zu bieten hat. Die Mainzerin, die schon zum fünften Mal auf der Insel ist, hat schon oft solche Labyrinthe gebaut, wenn auch meist in geschlossenen Räumen. Hier greift sie dann auf Gegenstände zurück, um die Mauern zu bauen, wie beispielsweise Kerzen oder Kuscheltiere. Wer weiß, vielleicht findet sich also auch die eine oder andere Sandschaufel im Langeooger Strandlabyrinth wieder?
Ist das Labyrinth fertig, darf es in aller Ruhe betreten werden. Dabei gibt es keine falschen Wege, denn an diesem Tag soll kein Irrgarten gebaut werden. Alle Wege führen in die Mitte. Unterwegs gibt es schriftliche Impulse, die die eigenen Gedanken anregen. Was in der Mitte des Labyrinths wartet, bleibt aber vorerst ein Geheimnis.
Das Strandlabyrinth „Geh-Zeiten“ kann am 30. Mai 2025 gebaut und anschließend entdeckt werden. Zwischen 10 und 15 Uhr am Strandabschnitt A dürfen Besucher mit Händen und Füßen anfassen und für kurz oder lang dabei sein. Fällt bei Starkregen aus. -rsc-

Vogelfrühling auf Langeoog

Erkundungstouren im Mai mit Birte Weinbecker

Vogel
Vogelschwärme und Windkraft – ein Thema für all diejenigen, „Die mit dem Wind reisen“. (Fotos: Jan Weinbecker)
Vogel
Zählt zu Langeoogs seltenen Singvögeln: das Schwarzkehlchen.
Vogel
„Einmal Wattwurm und zurück“ mit Birte Weinbecker (re.).

Im Frühjahr bilden Watt und Salzwiesen, Dünen und Wäldchen die Langeooger Kinderstube der Tiere. Was es dann vor allem in der Vogelwelt zu entdecken gibt, zeigt Birte Weinbecker auf ihren Erkundungstouren Ende Mai. Seit über 15 Jahren bietet die diplomierte Umweltwissenschaftlerin und staatlich geprüfte Wattführerin ihre Ausflüge und Vorträge auf Langeoog an.
Den Auftakt macht am Mittwoch, 28. Mai 2025 die „Soli-Vogelbeobachtung für Sea Watch“ von 14 bis 16.15 Uhr. „Sie überqueren Wüsten, Meere und Gebirge, lassen von Menschen gezogene Grenzen hinter sich. Sie werden in manchen Ländern gnadenlos verfolgt und schaffen es in sagenhafter Kraftanstrengung doch“, sagt Birte Weinbecker. „Über diejenigen, die Federn tragen, freuen wir uns. Jenen ohne Federn versagen europäische Regierungen nicht nur den Schutz, sondern finanzieren ihr Zurückschleppen in Folter, Hunger und Tod.“ Als unterstützende Geste für die Seenotrettung gehen die Einnahmen an Sea Watch.org. Startpunkt ist der Anlegeplatz des Seenotrettungsbootes am Langeooger Hafen. Bitte Fahrrad mitbringen!
Aktuelle Aspekte beleuchtet die Umweltwissenschaftlerin auch in ihrem barrierefrei zugänglichen Lichtbild-Vortrag „Die mit dem Wind reisen: unsere Zugvögel“ am Mittwoch, 28. Mai um 19.30 Uhr im Haus Meedland. Ob Rohrweihe oder Rauchschwalbe, Knutt oder Kiebitz: Die Meister der Lüfte erbringen zwischen Arktis und Antarktis Extremleistungen. Sie alle wissen souverän mit den mächtigen Strömungen der Luft umzugehen, vermeiden geschickt unnötige Kraftanstrengungen. Wenn aber unsere Zugvögel solche Profis sind, warum haben sie dann Probleme im Umgang mit der Windkraft? Diesen und anderen Fragen geht Birte Weinbecker auf den Grund.
Ein abendliches Highlight ist am Donnerstag, 29. Mai die etwa 90-minütige „Wattwanderung zum Sonnenuntergang“. Sie startet um 19.45 Uhr am Wattwandertreff beim Deichschart am Seedeich. „Unser UNESCO-Weltnaturerbe birgt viele erstaunliche Überlebenskünstler, von Wattschnecke bis Bäumchenröhrenwurm“, bringt Birte Weinbecker eine „geheime Welt“ nahe. „Aber vor allem ist es eins der wichtigsten Gebiete für Zugvögel weltweit. Im Licht der untergehenden Sonne können wir sie mit dem großen Fernrohr gut beobachten.“
Der frühe Vogel fängt den Wurm – und wer zeitig aufsteht, kann ihm dabei zugucken. Und zwar auf der morgendlichen Exkursion „Langeoogs seltene Singvögel“. Wem das Morgengrauen kein Grauen einflößt, den belohnt ein besonderes Erlebnis: „Zahlreiche Vögel singen in Langeoogs wilden Schilf- und Buschgebieten“, weiß Birte Weinbecker. „Mit etwas Glück entdecken wir auch das Schwarzkehlchen, die Nachtigall und den Feldschwirl.“ Termin: Samstag, 31. Mai um 6 Uhr früh. Der Treff zur etwa zweistündigen Tour ist am Deichschart am Seedeich, dem Sammelpunkt für Wattwanderer; bitte ein Fahrrad mitbringen.
Dass nicht nur am, sondern auch im Watt etwas los ist, erfahren die Teilnehmer von „Einmal Wattwurm und zurück“: Der etwa 90-minütige, erlebnisreiche Spaziergang für Jung und Alt zu den kleinen Wundern des Wattenmeeres steckt voller Überraschungen. Einblicke in die „schlickige Unterwelt“ ermöglicht eine Grabegabel, die Wattwurm und Co. behutsam ans Tageslicht befördert . Termin: Samstag, 31. Mai um 10.30 Uhr; Startpunkt ist ebenfalls das Deichschart am Seedeich.
Kartenvorverkauf für alle genannten Angebote in der Tourist-Info im „Haus der Insel“ sowie auf www.langeoog.de. Familien nutzen die zwei Ermäßigungsstufen für Kinder. – Unterhaltsam und sachkundig vorgestellt werden die gefiederten Inselgäste darüber hinaus in Jan und Birte Weinbeckers Buch „Von Weltreisenden, Flugkünstlern und Rolling Stones – Langeooger Vögel im Portrait“ (ISBN 978-3-941163-20-1; Preis 18,– Euro). Erhältlich ist der Bildband im örtlichen Buchhandel. -köp-

Romantik pur

Kammermusikabend am 25. Mai 2025 mit Kantorin der Inselkark

Kammermusik
Auch ihre Werke werden zu hören sein: Clara Schumann (1819–1896) war deutsche Pianistin und Komponistin.

Olga Persitz, Kantorin der ev.-luth. Kirchengemeinde Langeoog ist am 25. Mai ausnahmsweise nicht als Kirchenmusikerin zu hören. Gemeinsam mit der Cellistin Friederike Seeßelberg lädt sie zu einem Kammermusikabend ein. Romantische Klänge auf dem Violincello und Klavier schreiben einen „Liebesroman“, denn unter diesem Motto steht das gefühlvolle Konzert.
Der Kammermusikabend „Ein Liebesroman“ findet am Sonntag, 25. Mai um 20 Uhr in der Inselkirche statt. Karten gibt es für 12 Euro ab 19.15 Uhr an der Abendkasse. -ut-

Bunte Sachen suchen ein Zuhause

„Regenbogenmarkt“ startet am 24. Mai in die Saison

RegenbogenmarktAusrangierte Spielzeuge, ausgelesene Bücher, abgelegte Textilien – auf dem „Regenbogenmarkt“ finden viele Dinge ein neues Zuhause. Rund um das „Beiboot“ bilden die kunterbunt belegten Tische des kleinen Flohmarkts einen Regenbogen der besonderen Art. Die typische Flohmarktware wird ergänzt um Strick- und Häkelsachen, sowie fair gehandelte Produkte. Für eine Stärkung der Marktbesucher ist mit frischen Waffeln und Getränken gesorgt.
Der seit vielen Jahren beliebte Trödelmarkt findet auch diesen Sommer einmal im Monat statt. Der erste „Regenbogenmarkt“ lädt am 24. Mai 2025 ab 13 Uhr am „Beiboot“ zum Bummeln ein. Der Erlös aus Waffel- und Getränkeverkauf geht wie jedes Jahr an die Stiftung „Musik auf Langeoog“. -ut-

 

Schönste Arien in der Inselkark

Liederduo malt „Lebendige Bilder“ beim Arienabend am 18. Mai 2025
Arien
Pianistin Friederike Sieber (l.) und Sopranistin Linda Joan Berg malen mit Klavier und Stimme. (Foto: Lukas Anton)

Romantisch, melancholisch oder atemberaubend – das Liedduo um Friederike Sieber am Klavier und Linda Joan Berg als Sopranistin lädt zu einem gefühlvollen Liederabend in die Inselkirche. Die weitgereisten Musikerinnen kommen mit einem großen Repertoire aus dem Bereich Oratorium und Operette im Gepäck, lassen die Finger über die Tasten fliegen und erfüllen die Kirche mit ungeahnter Lebhaftigkeit.

Der Liederabend „Lebendige Bilder“ findet am Sonntag, 18. Mai um 20 Uhr in der Inselkirche statt. Karten gibt es für 12 Euro ab 19.15 Uhr an der Abendkasse. -ut-

Lions-Jazz-Frühschoppen

Open Air-Benefizkonzert mit Garden City Company am 25. Mai am Schniederdamm

LionsGute-Laune-Jazz mit Spielfreude, Gefühl und Drive erwartet die Besucher des Jazz-Frühschoppens, organisiert von den Langeooger Lions. Die Band „Garden City Company“ aus Aurich ist in wechselnden Besetzungen seit nunmehr 50 Jahren eine feste Größe in der ostfriesischen Musikkultur. Sie begeistert mit Dixieland, Swing, Rhythm & Blues sowie souligen Rock-Varianten, Popmusik und Evergreens. Die Gruppe tritt in variierenden Formationen von Trio bis Sextett auf; man darf sich also überraschen lassen. Und zudem noch auf einen Überraschungsgast freuen.
Starten Sie mit einem musikalischen Highlight in einzigartiger Inselatmosphäre entspannt in den Sonntag. Für das leibliche Wohl sorgt das Atelier „Brot & Gold“ bei der Backstube Remmers am Schniederdamm 14. Der Verkaufserlös kommt Kinder- und Jugendprojekten des Langeooger Lions-Clubs zugute. ­Beginn des Frühschoppens am Sonntag, 25. Mai ist um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. -ut-

Mit „Kluntje“ und „Wulkje“

Der Heimatverein e.V. lädt regelmäßig zur ostfriesischen Teezeremonie ein

Teetied
Im „Seemannshus“ wird mit der „Teetied“ Tradition zelebriert. (Foto: Archiv Utkieker)

Die „Teetied“ wird seit etwa 300 Jahren in Ostfriesland zelebriert und darf also bei einem Besuch auf der Insel wahrlich nicht fehlen. Langeooger Teezeremonieexpertinnen des Heimatvereins Langeoog e.V. zeigen Gästen, wie die Kultur entstand, erzählen Geschichten rund um das Teetrinken und machen vor, wie es richtig geht.
Denn aufgepasst: Bei so einer langen Tradition haben sich natürlich Praktiken entwickelt, die den Neuling vom Experten unter­scheiden. Zuerst kommt der Kandiszucker – im Platt­deutschen „Kluntje“ – in die flache Tasse, dann der mit losen Blättern aufgegossene Tee. Dabei seien die Ohren gespitzt, denn das Knistern, das entsteht, wenn das heiße Gebräu den Zucker trifft, verheißt ein magisches Erlebnis. Gleich darauf wird Sahne auf dem Teespiegel abgelegt, die zunächst nach unten sinkt und dann wieder nach oben steigt. Achtung: Nur wer nicht umrührt, bekommt in seiner Tasse das sogenannte „Wulkje“, eine sahnige Wolke direkt unter der Teeoberfläche.
Serviert wird der Tee im typischen Teeservice im „Heimatmuseum Seemannshus“, Casper-Döring-Pad 3, am 12. und 26. Mai 2025, fortlaufend montags im zweiwöchigen Rhythmus, immer um 15.30 Uhr. Karten gibt es im Haus der Insel. Der Eintritt ist frei, eine Spende erwünscht. Maximal 14 Teilnehmer.
-ut-

Wasser, Wasser, Wasser!

12. Mai: Uwe Garrels lädt zur „Langeooger Wassertour“

Wasser
Uwe Garrels am Langeooger Wahrzeichen: der Wasserturm. (Foto: Archiv Utkieker)

Meerwasser, Süßwasser, Trinkwasser, Wasserlinse, Wasserwerk, Wasserturm – auf Uwe Garrels‘ „Wassertour“ dreht sich alles um das nasse Element. Mit dem Fahrrad ziehen die Wass- – pardon – Wissbegierigen vom Infohaus „Altes Wasserwerk“ über das Wasserwerk Ost zur Abwasserreinigungsanlage über die Insel. Dabei erzählt Gästeführer Uwe Garrels, warum das Thema Wasser so wichtig für die Insel ist. Denn ohne Trinkwasser wäre Langeoog unbewohnbar.
Die kleine Zeitreise durch die Geschichte der insularen Wasserversorgung beginnt 1909 mit dem Bau des heutigen Wahrzeichens der Insel, dem Wasserturm, und der Etablierung einer geschlossenen Kanalisation, deren unterirdische Wege noch heute die Route des Abwassers vorgeben. Uwe Garrels erzählt, wie sich damals alles so „abspülte“ und besichtigt Überbleibsel von alten Brunnen, die renaturierte frühere Deponie und natürliche Feuchtzonen der Insel.
Die Wassertour findet am Montag, 12. Mai 2025 um 15 Uhr statt, Treffpunkt „Altes Wasserwerk“, Mittelstraße 37. Fahrräder und warme Kleidung bitte mitbringen. Tickets gibt es im Haus der Insel für 18 Euro, für Kinder bis 15 Jahre ist die Teilnahme kostenlos. -ut-

 

Flinke Finger an der Gitarre

Markus Segschneider spielt am 11. Mai 2025 Solo-Gitarre in der Inselkirche

Gitarre
Virtuos an der Gitarre: Markus Segschneider. (Foto: Roger Hanschel)

Ein Mann, sechs Stahlsaiten und ein großes Repertoire an Stilmitteln, die sich nahtlos in Kompositionen miteinander verbinden. In seinem Konzert „Hands at Work“ präsentiert Markus Segschneider Fingerstyle-Stücke, die vor Kraft, Fantasie und Eleganz strotzen. Mit großer Ideenvielfalt spielt der Kölner virtuose Musik auf der Konzertgitarre. Egal ob Jazz, Pop, Funk oder Folk – alles wird gelassen verwoben zu einer Musik, die die ­lebensfrohe Stimmung eines Bilderbuchmorgens auffängt.
Die Akustikgitarre kommt am Sonntag, 11. Mai um 20 Uhr in der Inselkirche zum Einsatz. Eintrittskarten gibt es für 12 Euro ab 19.15 Uhr an der Abendkasse. -ut-