Neues von Anselm und Carmen

Inselmaler engagiert sich weiterhin in Mosambik –
Enkelin Carmen erfolgreich im Atelier auf Langeoog –
Malkurs mit Anselm am Tegernsee

Aus Kindern werden Leute … Das hat auch Anselm erlebt. Der Inselmaler engagiert sich seit Jahren im ostafrikanischen Mosambik. Mit zielgerichteten Projekten versucht er, die Not in der Provinz Inhambane im Distrikt Jangamo zu lindern, etwa durch den Bau einfacher Strohhütten, das Anlegen von Zisternen und die Beschaffung von Saatgut zur Selbstversorgung.
2011 begann Anselms Arbeit mit „Plan International Deutschland e.V.“: Über diese Hilfsorganisation hat er fünf Patenkinder in Inhambane betreut und überdies seine persönliche „Afrika-Hilfe Samira“ ins Leben gerufen. Finanziert wurde diese auch über Anselms jährliche Adventskalender-Aktion (der „Utkieker“ berichtete wiederholt). Auch in Mosambik hat Anselm ein kleines Atelier eingerichtet. Foto: privat
Sechs Mal ist der Inselmaler nach Mosambik geflogen, hat die Kinder und deren Familien besucht und dabei ihren Werdegang verfolgen können. „Inzwischen sind meine Patenkinder erwachsen. Sie sind auf die höhere Schule gegangen, einige studieren jetzt sogar“, berichtet er stolz. „Mein großer Dank geht an alle, die durch ihre Unterstützung an diesem Erfolg mitgewirkt haben.“ Mit dem Erwachsenenalter seien nun die alten Patenschaften erloschen; und neue möchte Anselm, der im Juli seinen 80. Geburtstag feiern konnte, verständlicherweise nicht mehr eingehen.
Aber Mosambik wurde, nach seinem Geburtsort am Tegernsee und Langeoog, zu einer weiteren Heimat für Anselm: „Und so wird auch meine Unterstützung weitergehen.“ Und zwar durch private Initiativen, mit denen er Familien und Projekte vor Ort hilft. „Die Unterstützung erfolgt nicht finanziell, sondern sachbezogen, etwa in Form von Schulkleidung oder von Lehrmaterialien wie Landkarten und Sportgeräten.“
Ein Schwerpunkt liegt in der Kleinstadt Maxixe; in deren Nähe hat Anselm inzwischen auch ein eigenes Domizil. In Maxixe konnte er dank seiner vielen Unterstützer etwa den maroden Kindergarten wieder neu aufbauen lassen. Des Weiteren gibt es eine Grundschule, Mittelschule und höhere Schule: „Die Armut ist nach wie vor groß. Viele Familien haben kein Geld für die Schuluniformen ihrer Kinder.“ Und: „Die Schulgebäude sind in einem desolaten Zustand.“ Es bleibt also viel zu tun.
Wer Anselms Einsatz in Mosambik unterstützen will: Das Spendenkonto bei der Volksbank Esens eG lautet: IBAN DE97 2829 1551 0019 2430 00; Stichwort: „Anselms Afrika-Hilfe“. Weitere Informationen auch auf der Website www.inselmaler.de.

„Pendler zwischen den schönsten Orten“
Nachdem Anselm 2022 sein „Atelier am Meer“ samt Malschule und Verlag an seine Enkelin Carmen Prester übergab, genießt er eine neue Freiheit: „Ich pendle zwischen den zwei schönsten Orten Deutschlands, nämlich Tegernsee und Langeoog.“
In seiner alten Heimat am Fuß der Alpen fühle er sich sehr wohl, betont er. Aber im Rhythmus von vier bis fünf Wochen freue er sich wieder auf die Insel: „Langeoog hat etwas Besonderes, das die Berge nicht wirklich toppen können“, lächelt er verschmitzt. „In meinem ‚Utkiek‘ habe ich ein paradiesisches Fleckchen, das mir ein Gefühl von Weite und Unendlichkeit gibt.“ In Anselms pyramidenförmigem Atelier unterm Dach entstehen immer noch Ölgemälde und Pastellbilder, die Tina Fourmont im darunterliegenden „BilderBuch“ verkauft. Der Erlös fließt auch in Anselms Afrika-Projekte mit ein.
Von seinem Langeooger „Utkiek“ aus kann Inselmaler Anselm auf die Weite der Nordsee blicken. Foto: privatAußerdem gibt es im „BilderBuch“ an der Höhenpromenade jetzt Anselms beliebte Bildbände „Inselmaler“ und „Insel und Meer“ zum Aktionspreis von nur 19,90 Euro. Der Sonderpreis gilt auch im Online-Shop auf www.inselmaler.de (zuzüglich Versandkosten).

„Atelier bei Carmen in guten Händen“
Im Sommer erhielt das „Atelier am Meer“ Besuch vom NDR: Ein Team um Redakteur Volker Ide drehte Szenen für die Reihe „Landpartie“ mit Moderatorin Heike Götz. Heraus kam ein kleines Porträt über Inselmaler Anselm und Carmen Prester. Ein Sendetermin für diese Folge der „Landpartie“ stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Nicht nur vor der Kamera freut sich Anselm über seine Nachfolgerin: „Carmens Malkurse laufen sehr gut, sie ist bei ihren Schülern sehr beliebt“, lobt er. „Die Zusammenarbeit mit meiner Enkelin hat sich sehr positiv entwickelt. Ich weiß das ‚Atelier am Meer‘ in guten Händen.“

Intensivwoche am Tegernsee
So wundert es nicht, dass Anselm auf Langeoog keine Malkurse mehr gibt. Doch einen gibt es noch – am Tegernsee. „Es handelt sich um eine Intensivwoche, die ich jetzt zum dritten Mal anbiete, und zwar vom 1. bis 4. Mai 2024“, erläutert Anselm. In der Regel nehmen ältere Schüler von ihm teil, die ihn schon lange kennen: „Wir malen keine Dünen, sondern widmen uns der Voralpen-Landschaft mit ihren ruhigen Seen.“ Interessierte können sich bei Anselm telefonisch unter 0171-531-8672 anmelden.

-köp-