Nachhaltiges Sortiment begeistert die Kunden

Das neue Angebot der „Buddelei“ überzeugt – auch in Farbe und Formen

Das erste Jahr ist geschafft – für Olaf Hube ist die Umstellung seines Sortiments auf ausschließlich nachhaltige Mode und ­Accessoires geglückt. Der Inhaber der „Buddelei“ sagt, dass es dabei nicht nur der reine Sortimentswechsel war, der ihn und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefordert habe. „Wir haben neue Lieferanten gesucht, viel über die Hintergründe der Produktion sowie die Merkmale nachhaltiger Produkte gelernt und zahlreiche Gespräche mit unseren Kunden geführt“, lässt Olaf Hube die vergangenen Monate Revue passieren.
Blau und Weiß – maritime Farben bleiben weiterhin prägend für die aktuelle Mode der Männer. Dabei habe noch nicht einmal jede Kundin und jeder Kunde gemerkt, dass sie oder er jetzt ein nachhaltiges Produkt in den Händen halte. Wenn sie es dann aber bemerkt hätten, zeigten sie sich positiv überrascht. Ebenso positiv seien die Reaktionen der Kundschaft gewesen, die gleich beim Stöbern durch das vielfältige Angebot erfreut Kenntnis von den für sie neuen ­Labels und Zertifikaten nahm: „Unsere Kunden sind begeistert und beweisen uns damit: Nachhaltige Mode geht!“

Spannende neue Artikel im Sortiment
Vor gut einem Jahr wurde in der „Buddelei“ in der Barkhausenstraße 14 der Neustart gefeiert. Der Rest an konventionell produzierter Mode wechselte auf die andere Straßenseite ins „Buddelinchen“ zum Abverkauf. In der „Buddelei“ hingegen waren die Regale kurz vor Ostern 2023 frisch bestückt, unter anderem mit Mode der Marken Marc O’ Polo, Blutsgeschwister, Armed Angels, Ecoalf oder Recolution.
Dabei sind spannende neue Artikel ins Sortiment gekommen. Neue Stoffe, andere Schnitte und natürlich zeitgemäß moder­ne Farben zeugen von der breiten Vielfalt, in der sich nachhaltig produzierte Mode heute präsentiert. Unternehmen, die die strengen Vorgaben von Olaf Hube bei nachhaltiger ­Produktion und fairen Löhnen nicht erfüllen, flogen aus dem Sortiment raus: „Wir sind da konsequent und wollen als Beispiel in der Branche vorangehen.“ Entsprechend intensiv hat sich Olaf Hube mit der Materie beschäftigt; er bietet an, sein Fachwissen über Materialien, Produktion und Lieferketten an Kollegen weiterzugeben.

„International sind die Märkte für nachhaltige Mode gut aufgestellt“, erklärt Olaf Hube. Große Anbieter kommen beispielsweise aus den Niederlanden, Spanien, Portugal, Italien, Tschechien, Dänemark, Frankreich und Großbritannien. „Die Bandbreite ist groß“, weiß der Inhaber der „Buddelei“. Die Firmen nutzen vor Ort ihre Expertise und Kapazitäten, etwa in Italien, wo schon seit vielen Jahrzehnten sehr gute Designer am Werk sind. Oder man muss aufgrund politischen Drucks eine vollständige Kehrtwende vollziehen – Beispiel Großbritannien: Im nächsten Jahr wird es dort Pflicht, dass alle Textilien aus zertifizierter Produktion kommen. Dabei greifen die Engländer auf ihre guten wirtschaftlichen Beziehungen mit ihren ehemaligen Kolonien Indien und Pakistan zurück, wo immer noch ein Großteil der Bekleidung für den Inselstaat produziert wird. Olaf Hube präsentiert außergewöhnliche und farbenfrohe Outdoor-Produkte von „cotopaxi“. Der Hersteller verspricht Langlebigkeit, eine nachhaltige Produktion unter Einhaltung ethischer Grundsätze.
„Nicht alles ist schlecht, was beispielsweise aus diesen Ländern oder auch aus Asien kommt“, sagt Olaf Hube. Immer mehr Hersteller produzierten nachhaltiger, achteten auf gute Bezahlung ihrer Mitarbeiter und nutzten Recyclingmaterial für ihre Produkte. Als weiteres Beispiel nennt Olaf Hube die Firma Lacoste, bekannt für eher sportliche Freizeitmode mit dem Krokodil. Das Unternehmen hat eine enge Verbindung zu Ägypten, und als einer der ersten Konzerne weltweit die Lieferkette von Beginn an kontrolliert und nachvollziehbar gemacht: „Das ist ein hoher Level der Nachhaltigkeit.“ Diese neuen „Öko-Textilien“ sind daher ab sofort auch in der „Buddelei“ zu bekommen, etwa Poloshirts für Herren in vielen modischen Farben.

Frische Mode: Frauen farbenfroh, Männer „mit Möwe“
Doch es ist nicht nur die nachhaltige Oberbekleidung, für welche die „Buddelei“ heute Anlaufstelle Nummer eins ist. Zum Sortiment gehören auch Accessoires wie Sonnenbrillen, Mützen, Handschuhe und Rucksäcke. Nicht vergessen werden dürfen die Socken. Die haben es Olaf Hube im vergangenen Jahr nicht leicht gemacht, denn es war besonders schwierig, hier entsprechend passende Produkte zu finden. Doch erfreulicherweise hat sich auch hier das Angebot spürbar weiterentwickelt. In diesem Jahr steht eine große Bandbreite an Produkten zur Verfügung, mit und ohne Motiv und in vielfältigen Farben.
Nicht nur Mode kann nachhaltig sein. Kleine Taschen und große Rucksäcke gehören ebenso zum Sortiment der „Buddelei“ wie bunte Socken mit oder ohne Motiv.Farbenfroh präsentiert sich auch die aktuelle Frühjahrsmode für Damen und Herren. Die Männer sind noch etwas zurückhaltender und eher urbaner unterwegs, greifen dabei aber auf T-Shirts mit frechen Sprüchen oder klaren Statements zurück. Urlaubsmode mit der Möwe auf der Brust oder einer frechen Comiczeichnung will augenzwinkernd etwas ausdrücken. Oft werden entsprechende Shirts mit einem etwas strengeren Gesamtbild kombiniert.
Bei den Damen spielen dagegen die Farben eine deutliche Rolle. Während Grün und Gelb spürbar auf dem Rückzug sind, zeigt sich die Frau von heute gern in einem hellen Blau, Prints beziehungsweise Aufdrucken, einem frischen Rosé oder sogar mit All-Over-Prints. Generell liegen Pastellfarben im Trend, die sich mit einer Vielzahl an Accessoires kombinieren lassen. „Olaf Hube: „Frauen sind ganz klar mutiger bei der Farbauswahl.“
Gleichzeitig werden auch die Hosen in der Damenwelt wieder bequemer. Der Trend hin zum locker-luftigen Beinkleid ist nicht nur am Strand und im Urlaub zu spüren. Insgesamt wählen die Damen ihre Kleidung etwas oversized aus. „Figurbetonte Textilien kommen aus der Mode“, sagt Olaf Hube, der mit seiner „Buddelei“ den Spagat zwischen lockerer und legerer Kleidung versus strengen Schnitten mit klaren Farben macht – und das ganz souverän.

-Utk-