Ausgezeichnet: Langeooger Jugendliche wurden Wettbewerbssieger

Langeooger „Watt-Theater“ gewann Tassilo-Tröscher-­Jugendpreis 2023 und ist für Deutschen Engagementpreis 2024 nominiert

Tassilo-Tröscher-Preis für das Watt-Theater: Laudator Oliver Kamlage (re.) freute sich in Göttingen mit der Delegation aus Langeoog. Stolz und voller Freude durfte eine Abordnung des „Watt-Theaters“ am 8. November 2023 in Göttingen den ersten Platz des Tassilo-Tröscher-Preises entgegennehmen. Und nicht nur das: Als weitere Überraschung wurde das Theaterprojekt auch für den Deutschen Engagementpreis 2024 nominiert.
Die Laudatio für Langeoog hielt Oliver Kamlage. Der Geschäftsführer des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, zugleich Beiratsmitglied der Stiftung, entpuppte sich dabei als guter Langeoog-Kenner. Er lobte die Gruppe und ihre Initiative, die den „Besucherinnen und Besuchern der Insel Infor­mationen über das Watt, die Natur und das Leben auf der Insel in früheren Zeiten“ vermittle. So schafften die jungen Langeooger ein Bewusstsein dafür, wie wichtig es sei, den Naturraum Wattenmeer zu schützen.
Mit der Auszeichnung würdigt die Tassilo-Tröscher-Stiftung das Engagement der jungen Theatergruppe und ihrer Unterstützerinnen und Unterstützer: Sie würden „das Stück in Eigenregie über mittlerweile zwei Jahre und weit über die ursprünglich geplante Zahl von Aufführungen hinaus immer wieder zeigen, um möglichst viele Menschen zu erreichen.“ So ist es auch auf der Urkunde zu lesen, die Oliver Kamlage neben einer Tafel der Stiftung und einem Scheck über das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro überreichte.
Gefragt, ob die Gruppe schon Ideen habe, wie sie das Geld verwenden werde, antwortete Berenike Baller für das Watt-Theater, dass auf jeden Fall geplant sei, selbst einmal mit allen zusammen ein Theaterstück zu besuchen. Außerdem solle in neue Technik und gegebenenfalls auch neue Kostüme investiert werden, denn die Planungen für ein neues Stück seien schon in vollem Gange. Auch hierbei werden die Zuschauer wieder – ausgestattet mit Kopfhörern – selbst von Szene zu Szene mit der Hauptfigur Ikke laufen und an deren Erlebnissen teilhaben.

Für Engagementpreis vorgeschlagen
Nach der Verleihung aller Preise (insgesamt acht, drei davon im Jugendbereich) gab es noch mehr Grund zum Jubeln. Anke ­Lisicki vom Deutschen Engagementpreis überreichte eine ­Nominierungsurkunde für die Preisverleihung 2024. Der Deutsche Engagementpreis sei „der Preis der Preise“, erläuterte sie dabei. Man könne sich nicht selbst bewerben, sondern müsse vorgeschlagen werden. Damit bleibt es auch für das nächste Jahr spannend. Selbst wenn die Jury sich nicht für die Initiative der Langeooger entscheiden sollte, bleibt die Chance auf den Zuschauerpreis, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Stolz präsentierte das junge Ensemble des „Watt-Theaters“ in der Inselschule seine Auszeichnungen. Fotos: Watt-Theater
Verliehen wird der Tassilo-Tröscher-Preis von der gemeinnützigen gleichnamigen Stiftung. Mit dem Preis werden in zweijährigem Turnus beispielhafte wissenschaftliche, publizistische, organisatorische, administrative oder sonstige Initiativen ausgezeichnet, mit denen die Lage der Menschen verbessert werden kann, die in ländlichen Regionen leben und arbeiten. Mehr Informationen zur Stiftung auf www.asg-goe.de.
Der Deutsche Engagementpreis zeichnet jährlich freiwillig engagierte Menschen und Organisationen aus und würdigt den Einsatz für eine lebenswerte Gesellschaft. Er wird verliehen vom Bündnis für Gemeinnützigkeit. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Fernsehlotterie, die Deutsche Bahn Stiftung und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

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