Gemeinde-Rat und Tat 

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Winterfahrplan 2022/23
Achtung Fahrplanwechsel: Noch bis Sonntagabend, 30. Oktober gilt der aktuelle Sommerfahrplan. Am Montag, 31. Oktober tritt bis zum 24. März 2023 der Winterfahrplan in Kraft. Der aktuelle Plan steht ganz hinten im „Utkieker“. Handliche Fahrpläne, etwa zur Auslage in Urlaubsunterkünften, sind zudem am Schalter im Bahnhofsgebäude und an der Tourist-Information im „Haus der Insel“ erhältlich. Zudem steht der vollständige Fahrplan auf der Website www.langeoog.de, dort ist er auch als pdf-Datei herunterladbar. Tagesaktuelles, wie Fahrplanänderungen, stellt die LangeoogApp zur Verfügung (Info zur App siehe Website).
Sauberes Ortsbild dank Bauhof
Über ein sauberes Ortsbild freuen sich alle. Und dass Straßen und Grünflächen frei von Abfall sind, wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Doch wer sorgt letzten Endes dafür, dass gebrauchte Masken, leere Chipstüten und anderes achtlos Weggeworfenes schon morgens aus dem Blickfeld verschwinden? Die Bauhof-Män- ner um Hartmut Börgmann. Andreas Puls ist einer von ihnen.
Der 53-jährige Esenser pendelt jeden Tag zur Insel. Und das seit 36 Jahren. Montags und dienstags erledigt das Bauhof-Team die wöchentliche Müllabfuhr. Mittwochs bis freitags sorgt es – inklusive Grünanlagen – für ein angenehmes Ortsbild. Dann macht Andreas Puls seine tägliche Tour im Dorfkern. Rund um Hauptstraße und Barkhausenstraße, zwischen Kurviertel und Wasserturm, ist er morgens mit „Skippy“ unterwegs: Der grau-grüne Abfallsammelwagen hat von Besen und Greifzange bis Müllsack und Schaufel alles Nötige an Bord. Und wenn später die Gäste und Tagesbesucher zum Strand strömen, sind die Wege dorthin bereits von Unrat befreit.
Frachtschiff „Onkel Otto“
Am 5. September legte das Frachtschiff „Onkel Otto“ der Inselgemeinde Langeoog eine Werftzeit ein. In der renommierten Oldersumer Schiffswerft Diedrich wurden angefallene Konservierungsarbeiten am Unterwasserschiff und eine Bodenbesichtigung ausgeführt. Zudem vermerkte die Werftarbeitsliste die Besichtigung des DNV*, die Kontrollarbeiten der Propeller, Wellenanlagen, Bugstrahlanlage und beider Ruder sowie der Einbau einer neuen Bugklappe. Ursprünglich sollte die „Onkel Otto“ am 21. September „auschecken“, doch technische Probleme verlängerten die Werftzeit. Nun wird mit der Rückkehr zum Oktober gerechnet. Wie die Schiffahrt Langeoog mitteilt, kann es zwischenzeitlich im Fährverkehr zu Verzögerungen beim Gepäcktransport kommen.
Mit den Baujahren 1960 („Onkel Otto“) und 1954 („Pionier“) sind die beiden Langeooger Frachtschiffe schon etwas betagt. Daher plant die Inselgemeinde, den Bau eines neuen Frachters in Auftrag zu geben. Ein konkreter Zeitrahmen steht – auch aufgrund europaweit erforderlicher Ausschreibungen – noch nicht fest.
* Zur Erläuterung: Was für Autos der TÜV, ist für die Schiffe der DNV (Det Norske Veritas). Die internationale Klassifikationsgesellschaft überprüft regelmäßig alle Fähr- und Frachtschiffe der Inselschiffahrt. Weitere Schiffsmeldungen und Werft-Informationen sind auf www.schiffswerft-diedrich.de zu finden.
Fähranleger
Es geht voran beim Bau der neuen Brückenanlagen in den Häfen von Langeoog und Bensersiel (der „Utkieker“ berichtete mehrfach): Im September ist die Dalbenanlage in Bensersiel in Probebetrieb genommen worden. „Dabei wurde festgestellt, dass die Sensoren für das Anlegemanöver eine technische     Herausforderung bedeuten. Ein Fehler, der beseitigt werden muss“, stellt Bürgermeisterin Heike Horn klar.
Zwischenzeitlich haben Mitarbeiter der Schiffahrt Langeoog eine Übergangslösung geschaffen: Es ist eine Stahlkonstruktion mit verschiedenen Stellmöglichkeiten. Als Aufsatz auf der vorhandenen Verriegelung kann sie beim Anlegen die durch Messfehler entstandenen Ungenauigkeiten ausgleichen. Derzeit läuft noch der Probebetrieb. „Ein großer Dank geht an die sehr engagierten Mitarbeiter der Schiffahrt“, erklärt Heike Horn. „Ihr Einsatz war und ist unverändert hoch.“ – Ursprünglich sollten die Brückenanlagen schon 2020 in Betrieb genommen werden. Gravierende Planungsfehler des Ingenieurbüros hatten dies bis jetzt verzögert.
Arztwechsel
Er gehörte zu den am längsten auf Langeoog praktizierenden Ärzten: Nach 18 Jahren Tätigkeit verlässt Dr. Joachim Koller zum 30. September die Praxis an der Hauptstraße. Der 70-jährige Mediziner zieht mit seiner Frau ans Festland, um dort den verdienten Ruhestand zu genießen. Die Beliebtheit des „Inselkoller“, wie er selbst sich scherzhaft nannte, zeigte auch eine große Zeitungsannonce, in der zahlreiche Langeooger Familien und Einrichtungen dem Arzt für sein Wirken Lob und Dank zollten. „Der Einsatz von Dr. Koller all die Jahre war unglaublich, das werden wir ihm immer danken“, so auch Bürgermeisterin Heike Horn.
Die ärztliche Versorgung wird ab 1. Oktober über die Ärzte der Nachbarinseln Baltrum und Spiekeroog gewährleistet. Hierzu veröffentlicht die Inselgemeinde folgende Pressemitteilung:
Begrüßung der neuen Inselärzte und der Inselärztin
Am Freitag, 23. September konnten die neuen Inselärzte und die Inselärztin von Bürgermeisterin Heike Horn, den stellvertretenden Bürgermeisterinnen Ines Mühlinghaus und Gerda Spies, dem allgemeinen Vertreter Ralf Heimes und dem Ratsvorsitzenden Gerrit Agena im Rathaus begrüßt werden, auch wenn sie ihre Tätigkeit erst ab dem 1.10.2022 aufnehmen. Rat und Verwaltung der Inselgemeinde freuen sich stellvertretend für alle Bürger*innen und Gäste sehr, dass die kassenärztliche und notfallärztliche Versorgung auf Langeoog weiterhin auf hohem Niveau gegeben ist.
Dr. Stefan Bressel von der Inselpraxis auf Baltrum, Martin Schwarzwälder von der Inselpraxis auf Spiekeroog und Dr. Gabriele Schmidt (derzeit noch Ärztin in der Mutter-Kind-Klinik auf Spiekeroog) bekamen als Willkommensgruß eine Fahrradklingel mit Langeoogmotiv überreicht. Das Geschenk wurde mit Freude angenommen: Wenn die Ärzte per Fahrrad zum Notfall müssen, wird „die Lautstärke der Klingel für einen freien Weg sorgen“, so das Feedback der Ärzte und der Ärztin.
Dr. Gabriele Schmidt strebt die Übernahme des Sitzes von Dr.     Koller zum 1. Januar 2023 an. Sie wird hauptsächlich vor Ort sein, aber tatkräftig von Dr. Stefan Bressel und Martin Schwarzwälder unterstützt. Für die Insulaner*innen sind alle Ärzte und die Ärztin ­bekannte Gesichter, da sie seit vielen Jahren schon als Vertretungsärzte von Dr. Koller auf der Insel sind.
Rat und Verwaltung der Inselgemeinde
Energie sparen
Die Zeichen der Zeit stehen auf Energiesparen: „Was im öffentlichen Sektor möglich ist, wird auch getan“, so Bürgermeisterin Heike Horn. Daher sollen der Wasserturm und das Museumsboot abends nicht mehr beleuchtet werden, die Raumtemperaturen in den Liegenschaften der Inselgemeinde werden gesenkt, und auch der Warmwasserverbrauch wird gedrosselt. Darüber hinaus sei privat jeder Einzelne gefordert,  seinen Beitrag zu leisten, „nicht nur aufgrund eines Appells der Bundesregierung, sondern im eigenen Interesse.“ Insgesamt, so die Bürgermeisterin, bereite ihr die ­Situation in der Tat große Sorgen: „Wie und von wem sollen die Gas- und Stromerhöhungen aufgefangen werden?“ -köp/ut-