Activities  der Langeooger Serviceclubs 

Inner Wheel Club – Lions Club – LC Gräfin Anna – Rotary Club 
„3, 2, 1 Langeoog – good duck!“ 
Die Fähre ist ein Muss, die Inselbahn gehört dazu, Wasserturm, Melkhorndüne, Strand und Bake sowieso – bei der Rennstrecke für das fünfte Entenrennen haben die vier Langeooger Serviceclubs sich in diesem Jahr von den Wahrzeichen Langeoogs inspirieren lassen. Gemeinsam haben der Inner Wheel Club, Lions Club, Lions Club Gräfin Anna und der Rotary Club am Sonntag, 21. August 2022 auf dem TSV-Gelände am Flugplatz von 13 bis 17 Uhr die Veranstaltung für den guten Zweck organisiert: Der gesamte Erlös soll für das Projekt „Hillies Utkiek“ verwendet werden – die Plattform der früheren Seenotbeobachtungsstation beim Pirolatal soll wieder hergerichtet werden, um den Ausblick aufs Meer zu genießen und um an die lange Geschichte der Langeooger Seenotrettung zu erinnern.
Gemeinsam für Langeoog 
Die Rennlizenzen für die insgesamt 1.500 gelben Badeentchen kosteten 5 Euro pro Stück. „Wir starten nur, wenn alle Lizenzen verkauft sind“, so die Mitglieder der Clubs. Die letzten 50 Karten wurden noch am selben Tag verkauft. „Die Menschen standen für sie an“, freut sich Antje Julius. Allein durch den Kartenverkauf kamen 7.500 Euro für „Hillies Utkiek“ zusammen. Der Gewinn durch den Getränke-, Bratwurst- und Kuchenverkauf kommt hinzu. Die Idee des Entenrennens sei es, dass die Serviceclubs etwas gemeinsam machen. So verkauften die Frauen des Lion Clubs Gräfin Anna Kuchen, Quiche und Kaffee; die Männer des Lions Club Bratwürste. Den Ausschank der Getränke übernahmen die Mitglieder des Inner Wheel Clubs und die Rotarier-Männer bauten die Rennbahn auf: Über dem zum „Entenwirbler“ umfunktionierten Betonmischer ging die Strecke an verschiedenen Hindernissen vorbei. Ein Paternoster mit kleinen Körbchen gehörte dazu und in diesem Jahr ganz neu ein zur Wasserbahn umfunktioniertes Rohr. „Es hätte verschrottet werden sollen“, sagt Antje Julius, deren Ehemann Meik Julius gemeinsam mit Michael Hinse den Umbau vornahm. „Durch die eingesetzten Fenster können die Gäste von unten erspähen, ob ihre Nummer dabei ist. Früher standen die Moderatoren im Wasser und die Entchen schwammen vorbei.“ Um die acht Wochen hätten sie in ihrer Freizeit an dem neuen Highlight gearbeitet, erzählt Antje Julius. Michael Hinse, der kein Rotarier sei, habe zudem den Materialeinsatz gespendet. Die Dekoration für die Melkhorndüne und den Strand bekamen sie aus der Schmuggelkiste von Eva und Heiko Recker, der Wasserturm wurde von Familie Willenberg zur Verfügung gestellt. Schiff, Inselbahn und Bake wurden eigens hergestellt und auch die Sandsäcke zur Befestigung der Rennstrecke gefüllt.
Moderiert wurde das Entenrennen von Christian Neumann, Rotarier und Pastor der Inselkirche, und von Raimund Buss aus dem Lions Club. Zehn Vorläufe mit jeweils 150 Badeentchen, von denen die ersten 15 in jedem Lauf für den Endlauf herausgefischt wurden, kommentierten sie. Von Rennen zu Rennen fielen ihnen neue Kommentare ein. Etwa, dass es die ersten Enten besonders schwer hätten, da sie noch nicht von den Erfahrungen der anderen profitieren könnten. Oder: „Man merkt, dass einige Entchen erschöpft aus dem Winterlager der Bäckerei Remmers gekommen sind, wo sie mit Brot gefüttert wurden, das ihr nicht gekauft habt.“ Mit Witz und Pfiff moderierten sie auch den Endlauf, bei dem die ersten 20 Badeentchen gewannen, und die anschließende Preisverleihung. Jeder fünfte Preis war ein Hauptpreis: So gab es ein Essen auf dem Wasserturm, eine Watt- und/oder Ortsführung mit anschließendem Dinner, ein Rundflug über Langeoog und ein Fahrrad neben vielen weiteren inseltypischen Preisen zu gewinnen.
TSV-Chef Heiko Recker, zugleich Mitglied bei den Lions, erzählt, dass sie für das Entenrennen den Platz vorbereitet hatten, um für den Gast alles ansehnlich zu gestalten. Der Rasen wurde gemäht, die Kuchen- und Bratwurststände hergerichtet, Teller und Tassen wurden besorgt, Kaffeemaschinen organisiert. Beim Entenrennen handle es sich um eine „Gemeinschaftsaufgabe der Serviceclubs zum Wohle der Insel, für die Gemeinschaft. Wir wollen es für die Insel. Der Erlös soll auf Langeoog bleiben“, beschreibt er ihre Aufgabe. Am Entenrennen sei zu sehen, dass, wenn sich alle einig seien, etwas Großes dabei herauskommen könne. „Es ist eine einzigartige Geschichte“, freut er sich.
Für die Veranstaltung könnten die sanitären Anlagen des TSV genutzt werden, der Aufbau sei unkompliziert und das Wasser für die Rennstrecke sei in einem geschlossenen Kreislaufsystem, so dass es nicht vergeudet werde, freut sich Antje Julius. „Es ist schön, dass wir das Gelände vom TSV Langeoog für das Entenrennen nutzen können“, ist sie dankbar. Bereits im vergangenen Jahr konnten sie, nachdem die Veranstaltung 2020 nur online stattfinden konnte, auf dem Platz das Entenrennen veranstalten – jedoch war die Teilnehmerzahl coronabedingt begrenzt. In diesem Jahr war es ein Fest für die ganze Familie: „Die Inselschüler haben Kinderschminken angeboten und von ihren Einnahmen 50 Euro für ,Hillies Utkiek’ gespendet; die Hüpfburg bekamen wir vom Tourismus-Service und die Bälle vom TSV. Es war ein friedliches Event, bei dem auch die Kinder ihren Spaß hatten und wir unseren Gästen nach zwei Jahren wieder ein fröhliches Entenrennen bieten konnten.“ -jeg-