Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Fähranleger
Fortschritt beim Bau der neuen Brückenanlagen in den Häfen von Langeoog und Bensersiel (der „Utkieker“ berichtete wiederholt): Seit Ende Mai ist die Passagierbrücke in Bensersiel in Betrieb; dies habe laut Bürgermeisterin Heike Horn beim Boarding der Fahrgäste „zu einer spürbaren Entlastung geführt, ­sowohl für die Passagiere als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Das Gepäck wird immer noch separat befördert, da die Containerbrücken auf Langeoog und in Bensersiel noch nicht einsatzbereit sind. Aber: „Das Sanierungskonzept für die Ausbesserung der Anlegedalben steht“, berichtet die Bürgermeisterin. Mit der Umsetzung werde abgewartet, bis weniger Passagieraufkommen herrsche, da für die Dauer der Maßnahme die Frachtanleger geschlossen werden müssten, was zu Beeinträchtigungen bei der Abfertigung führe. Angestrebt sei, die Arbeiten nach der Saison zu starten. – Die Inbetriebnahme der Brückenanlagen war ursprünglich für 2020 geplant. Gravierende Planungsfehler des Ingenieurbüros hatten dies bislang verhindert.
Langeoog III 
Werftzeit für die Langeoog III: Die Grundüberholung der Steuerbord-Maschine steht auf dem Plan. Grundlage ist ein Beschluss des Betriebsausschusses der Inselgemeinde. 2003 hatte die 1979 in Dienst gestellte Fähre zwei neue 610-kW-Mitsubishi-Motoren erhalten. Nach 26.000 Betriebsstunden ist für das Steuerbord-Aggregat eine Generalüberholung erforderlich; die Kosten sind mit 165.000 Euro angesetzt. Die Backbord-­Maschine benötigt noch keine Überholung, da sie jüngeren Datums ist: Sie war erst 2017 nach Motorschaden ausgetauscht worden. Die genaue Werftzeit ist noch unklar; sie soll möglichst zum Jahresbeginn 2023 stattfinden, damit die Langeoog III zum Saisonstart wieder einsatzbereit ist.
Hansa Flugplatz
Die Inselgemeinde sucht einen neuen Flughafenbetreiber: Der am südöstlichen Ortsrand gelegene Hansa-Flugplatz soll ­verpachtet werden, zusammen mit der dazugehörigen Gastronomie. Die Vergabe erfolgt über eine Anwaltskanzlei in Hamburg. „Die Ausschreibung wurde vergeben, da die Gemeinde den Betrieb – auch zeitlich – nicht mehr leisten kann“, so Heike Horn. Es gebe mehrere Bewerber. Nach Abschluss des Verfahrens, der voraussichtlich zum nächsten Jahr erfolgt, wird der Gemeinderat eine entsprechende Entscheidung fällen. Die Luftaufsicht wird ebenfalls in das Verfahren eingebunden sein.
Energiesparmaßnahmen
Klimawandel, Gaskrise – auch bei der Inselgemeinde stehen die Zeichen auf Einsparmaßnahmen. „Wir werden im Rahmen des Möglichen alles tun“, betont Bürgermeisterin Horn. Ob ­Absenken der Raumtemperatur in den Liegenschaften, das ­Einstellen der Beleuchtung des Wasserturms und Drosseln der Warmwassernutzung: In allen relevanten Bereichen soll Energie gespart werden, „nicht nur aufgrund einer Vorgabe des Bundes, sondern aus unserem ureigenen Interesse heraus.“ ­Intern wurde vor Wochen bereits ein Krisenstab gebildet, um geeignete Maßnahmen mit dem Rat zu besprechen. -köp/ut-