Spiel und Spaß für den Nachwuchs

Drei ganz unterschiedliche Spielplätze sorgen für glückliche Kinder (und Eltern)
Schaukeln, Wippen, Klettergerüste und Sandkasten – das sind Spielgeräte, die auf keinem Spielplatz fehlen dürfen. Auch nicht auf Langeoog, wo es zwei gemeindeeigene Spielplätze gibt. Zusätzlich ist auch ein privater Spielplatz zu finden, der im ­Kontrollbereich der Gemeinde liegt und auch der Öffentlichkeit zugänglich ist.
Allerdings muss man offen sagen, dass mit oben genannten Spielgeräten kaum noch große Begeisterung hervorgerufen werden kann. Daher gestalten viele Kommunen ihre Spielplätze individuell und ergänzen den Standard mit besonderen Highlights.
Langeoog hat natürlich zunächst einen der größten Spielplätze überhaupt zu bieten: den Badestrand. Aber der ist zum einen nicht jedermanns Sache, zum anderen wollen die Kinder auch mal nur für kurze Zeit und ohne lange Wege toben. Dafür gibt es auf der Insel den Oskar-Kreuder-Kinderspielplatz der Inselgemeinde beim Bahndamm nahe dem Flughafen sowie den Spielplatz neben dem Sportzentrum am Kavalierpad. Beide Plätze haben so manche Besonderheit zu bieten.
Oskar-Kreuder-Platz: Bulli, Seilbahn und viel mehr
Von der Größe definitiv an erster Stelle steht der Spielplatz an der Flughafenstraße / Ecke Schniederdamm. Neben den bereits erwähnten Klassikern sind hier zahlreiche individuelle und besondere Geräte für Kinder aller Altersklassen zu finden. Auch so mancher Erwachsene schaut gleich zweimal hin, wenn er den hölzernen Nachbau eines Klassikers der Automobilgeschichte mitten auf der Freifläche entdeckt: den Bulli.
Gleich nebenan lädt unter anderem ein Piratenschiff zum Klettern und Rutschen ein. Eine Seilbahn verspricht Fahrspaß auf dem Pendelsitz. Verschiedenste Wippen und Karussells ergänzen das vielfältige Angebot für die Kinder. Und natürlich wurde bei der Gestaltung auch an die Eltern gedacht. Die können auf einer der vielen Bänke am Rand des knapp hektargroßen Geländes Platz nehmen oder sich zur Pause in die überdachte Picknickhütte setzen.
Eine weitere Besonderheit am Oskar-Kreuder-Platz sind die drei Integrationsspielgeräte. Eines der drei wird aktuell repariert, ein Kugellager des Kreisels muss getauscht werden. Daneben warten aber noch eine rollstuhlgerechte Wippe sowie ein ­Wasserspieltisch auf die Verwendung.
Doch nicht nur Größe und Ausstattung sind bei diesem Spielplatz etwas Besonderes. Auch der Namensgeber Oskar Kreuder spielt eine wesentliche Rolle. Der Langeooger war Mitarbeiter der Inselgemeinde und hat sich bis zu seinem Tod im Jahr 1994 jahrzehntelang ehrenamtlich um die Pflege dieses Spielplatzes gekümmert. Sein Vermögen hinterließ der gebürtige Kölner der Gemeinde mit der Auflage, es zweckgebunden für den Spielplatz einzusetzen. Per Ratsbeschluss wurde 1995 die Oskar-Kreuder-Stiftung gegründet; sie verfolgt einzig das Ziel, mit den erwirtschafteten Zinsen den Unterhalt des Spielplatzes zu finanzieren.
„Wir haben derzeit eine Phase der Minuszinsen, daher wirft die Stiftung aktuell nichts ab“, erklärt Hartmut Börgmann vom ­Bauhof, der diesen und die beiden anderen Spielplätze wie seine Westentasche kennt. „Als Gemeinde sind wir dankbar, ­Unterstützung vom Lions Club Langeoog, dem Inner Wheel Club Langeoog sowie weiteren Institutionen und Privatpersonen zu bekommen und so abgängige Spielgeräte ersetzen zu können.“
Bunte Spielplätze an Sportzentrum und Hafen
Neben diesem flächenmäßig größten Spielplatz ist seit 2016 ein weiterer besonderer Platz neben dem Sportzentrum am Kavalierpad zu finden. Von der Größe eher überschaubar und mit „nur“ neun Spielgeräten ausgestattet bietet er eine ganz besondere Kulisse, die das Herz jedes Langeoog-Freundes höher schlagen lässt. Denn das Wahrzeichen der Insel, der ­Wasserturm, wurde hier in Miniaturausführung als Kletterhaus mit Rutsche nachgebildet. Steht man als Besucher an der richtigen Position, kann man den kleinen und großen Wasserturm gemeinsam fotografieren.
Natürlich sind auch am Kavalierpad die Klassiker wie Schaukel und Wippe zu finden. Der Schwerpunkt aller Installationen liegt aber im Bereich Klettern. Dazu laden die verschiedenen ­Holzgeräte ein, die in Form einer Inselbahn-Lokomotive, eines Waggons und der Inselfähre „Langeoog IV“ gestaltet sind. ­Ergänzt wird das Angebot durch eine kleine Kletterwand. Die Lage dieses Spielplatzes macht ihn gleichzeitig so besonders. Es ist nicht nur der bereits erwähnte Blick auf die „zwei Wassertürme“, sondern auch die unmittelbare Nähe zum Hauptbad sowie der Gastronomie in den „bunten Buden“.
Eher klein und überschaubar ist der dritte Spielplatz im Bunde, der sich gleich neben dem Seglerheim „Kajüte am Hafen“ ­befindet. Hier wurde unlängst neues Spielgerät aufgestellt. Dieser Platz direkt am Seglerhafen ist in privater Hand. Er wird, bedingt durch die Lage, vorwiegend von Kindern der anliegenden Skipper benutzt. Generell steht er aber auch der Öffentlichkeit zur Verfügung und fällt damit unter die Kontrolle der Inselgemeinde.
Regelmäßiger Check auf Sicherheit
Die überprüft in regelmäßigen Abschnitten die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit aller Spiel- und Klettergeräte auf den drei Plätzen. „Im Sommer findet dieser visuelle Check alle 14 Tage statt“, sagt Hartmut Börgmann. Hinzu kommt einmal jährlich die große Spielplatzprüfung. Bei dieser Hauptinspektion überprüft ein Fachmann nicht nur die Standsicherheit von Pfosten, Holzteile auf innere Schäden und mögliche Fäule, Verschließteile, Verbindungsteile, Schrauben und Gelenke, sondern begutachtet auch die allgemeine Betriebssicherheit von Geräten, Fundamenten und Oberflächen. Die Geräte werden auf Korrosion und Verrottung untersucht, ebenso wie die Einfriedung des Platzes an sich.
Hartmut Börgmann kann mit der diesjährigen Hauptuntersuchung mal wieder zufrieden sein, klopft dreimal auf Holz: „Bis auf wenige Kleinigkeiten, die wir schnell beheben können, wurde nichts beanstandet, was sicherheitsrelevant ist und die Benutzung der Geräte einschränken würde.“ -Utk-