Einmal Zeltlager – immer Zeltlager

25 Jahre Langeoog-Fahrt: Oldie-Gruppe besuchte wieder Zeltlager der Sportjugend
Seit 25 Jahren fahren wir als Oldie-Gruppe nach Langeoog. Das Besondere dieser Gruppe ist, dass nur mitfahren darf, wer als Kind das Zeltlager der Sportjugend Niedersachsen (SJN)  an der Melkhörndüne besucht hat. Die meisten von uns waren in den Sechziger- und Siebzigerjahren auf der Insel. Die Erinnerung an diese Aufenthalte ist auch nach Jahrzehnten so positiv, dass sich ehemalige 1997er-Teilnehmer aus Scheeßel, Rotenburg und Sottrum (alles Landkreis Rotenburg/Wüm­me) in diesem Jahr wieder auf den Weg ins SJN-Zeltlager machten. Ihr Eindruck: Manches hat sich verändert, doch vieles ist noch so wie in der Erinnerung.
In diesem Jahr fand die Fahrt vom 13. bis 15. Mai statt. Nachdem der ehemalige Organisator Albert Eggert verstorben war, hatte sich das alte Organisationsteam aufgelöst; ein neues wurde gebildet. Im vorigen Jahr unterbreitete der Lagerverantwortliche Karsten Pümpel die Möglichkeit, wieder im Zeltlager zu wohnen. Sofort war die Begeisterung groß und es wurde beschlossen, gleich 2022 zu fahren.
Angereist sind wir mit 18 Personen im Alter von 55 bis 78 Jahren, die aus allen Teilen Deutschlands kamen. Denn wenn es ins Zeltlager Langeoog geht, dann ist uns kein Weg zu weit. Und obwohl viele schon im Rentenalter sind, blieben wir dem Sport treu. Jeder übt eine Sportart aus und die meisten sind in irgendeiner Funktion im Sport tätig. Das trägt uns.
Freundlicher Empfang und freies Programm
Nach 25 Jahren hat die Fahrt einen festen Ablauf: Angereist wird immer mit dem Bus nach Bensersiel. Sobald wir das Schiff betreten, ist die Stimmung ausgelassen und entschleunigt. Am Hafen Langeoog angekommen, wurden wir mit einem Pferdefuhrwerk zu einer Inselrundfahrt abgeholt. Danach wurden die Räder gemietet, denn ohne geht auf der Insel nichts.
Im Zeltlager wurden wir sehr freundlich aufgenommen. Karsten Pümpel und sein Team sind auf viele unserer Wünsche eingegangen und haben uns einen unvergesslichen Aufenthalt ermöglicht. Schon dadurch und natürlich auch durch das wunderbare Wetter hat sich jeder wohlgefühlt.
Die Tage sind dadurch gekennzeichnet, dass wir ein freies Programm haben. Es finden sich immer einzelne Gruppen zusammen, die für jeden offen sind. Dazu gehört der Aufenthalt am Abend auf der Melkhörndüne, der Strandspaziergang in den Ort oder zur Meierei, Shoppen im Ort, Radrundfahrt über die Insel zum Hafen (mit Stopp bei der „Kajüte“) oder Aufenthalt im Zeltlager und in Erinnerung schwelgen.
Die Zeit geht für uns immer viel zu schnell zu Ende. Vor der ­Abreise aus dem Zeltlager haben wir den nächsten Aufenthalt bereits gebucht. Wir kommen 2023 wieder auf die Insel.
-Solveigh Schröder-