Gemeinde-Rat und Tat

Fußgängerzone
Seit Beginn der Osterferien bis zum Ende der Herbstferien gilt täglich in der Zeit von 10 bis 20 Uhr gemäß Beschluss des Verwaltungsausschusses wieder ein Fahrradfahrverbot in der Fußgängerzone.
Dies umfasst die Bereiche Hauptstraße westlich der Einmündung des Vormann-Otten-Weges und östlich der Einmündung des Rudolf-Eucken-Weges und Am Wasserturm sowie der Barkhausenstraße vom Beginn Hauptstraße bis südlich der Einmündung der Gartenstraße. In der übrigen Zeit gelten weiterhin der Vorrang der Fußgänger und Schritttempo. Unabhängig von dem zeitlich begrenzten Fahrradfahrverbot gilt, dass Fußgänger in der Fußgängerzone immer Vorrang vor anderen Verkehrsteilnehmern haben. Die Regelung des fließenden Verkehrs (auch Fahrradverkehr) obliegt der Polizei, die speziell in der Saison verstärkt kontrolliert.
Lieferverkehr (nur zum Be- und Entladen von Waren im Rahmen der Geschäftsausübung), Fahrräder und Kutschen sind, soweit sie ein Einfahrtsrecht haben, als untergeordnet zu betrachten und haben auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen. ­Lieferverkehr, der nicht anliefert oder abholt, muss die Fußgängerzone umfahren. Es gilt generelles Durchfahrtverbot.
Alle Verkehrsteilnehmer werden um gegenseitige Rücksichtnahme gebeten. Verhalten Sie sich bitte immer so wie Sie es auch von anderen erwarten. Sicherheit geht vor Schnelligkeit, das gilt besonders in Bereichen, wo sich Kinder aufhalten. Kinder schätzen die Verkehrslage noch nicht richtig ein und haben noch keinen Überblick über die Gefahren im Straßenverkehr.
Neuer Podcast online 
In ihrem Podcast „Moin Langeoog – Neues aus dem Rathaus“ informiert Bürgermeisterin Heike Horn „zu allen Verwaltungsangelegenheiten und Infos rund ums Rathaus“, so der Vorspann. Nun ist das (erste) Dutzend voll: Der zwölfte Podcast mit dem Titel „Es geht voran!“ ging am 13. Juni online. Gut fünf Minuten lang, berichtet er unter anderem von der Inbetriebnahme der Passagierbrücke am Bensersieler Anleger, neuen Antriebsmöglichkeiten für die Inselbahn, den Zukunftsworkshops zum Thema Tourismus auf Langeoog und der Entwicklung des Mietwohnungsbaus.
Das aktuelle „Moin Langeoog“-Podcast ist auf der Startseite von www.gemeinde.langeoog.de über die Rubrik „Bürgerinfo“ abrufbar. Dort kann er – wie auch seine archivierten Vorgänger – angehört, heruntergeladen und abonniert werden.
Müllsäcke abdecken
Mit dem Sommer tritt auf Langeoog ein besonderes Müllsackproblem wieder gehäuft auf: Die Säcke werden leicht durch Möwen und Krähen aufgerissen, wodurch Müll und Speisereste in einem großen Umfeld verteilt werden.
Das Problem zeigt sich verstärkt im Sommerhalbjahr, da Möwen sogenannte „Teilzieher“ sind, die im Winter zahlenmäßig weniger auftreten als zur Brutsaison. Die Gemeinde Langeoog weist daher eindringlich darauf hin, Müllsäcke erst am frühen Morgen des Abfuhrtages herauszustellen und mit einer Decke abzudecken. Hierdurch wird die Gefahr aufgerissener Säcke minimiert.
Des Weiteren bittet die Inselgemeinde darum, in den öffentlichen Abfallkörben, die sie vermehrt aufgestellt hat, keinen privaten Hausmüll zu entsorgen. Darüber hinaus solle – Stichwort „Coffee to go“ – bereits bei der Müllvermeidung angesetzt werden, damit erst gar kein Abfall entstehe. Hier sei die Eigenverantwortung jedes Einzelnen gefordert.
Machbarkeitsstudie: Elektroantrieb für Inselbahn?
Sie bilden Anfang und Ende jeder Inselbahn: die roten Dieselloks. 277 PS stark, befördern die 26 Tonnen schweren Fahrzeuge in ihren bunten Waggons zahllose Passagiere und deren Gepäck. Als die fünf Loks Ende 1994 und Anfang 1995 in Betrieb genommen wurden, besaß ihr Treibstoff noch einen guten Ruf. Das hat sich grundlegend geändert. Im Zuge des Klimaschutzgedankens sucht die Inselgemeinde eine nachhaltige Alternative und gab daher bei der TU Dresden, eine Machbarkeitsstudie zum Ersatz von Dieseltriebwagen in Auftrag.
„Ziel ist es, eine Vorzugslösung unter Berücksichtigung der inselspezifischen und betrieblichen Parameter zu finden“, berichtet Bürgermeisterin Heike Horn. Das Institut für Bahnfahrzeuge und Bahntechnik der Fakultät Verkehrswissenschaften nahm sich in Dresden der Aufgabe an und untersuchte als Kriterien den laufen Betrieb, die Technik, Infrastruktur, Wirtschaftlichkeit und Ökologie. „Von den Experten, einem Team um Institutsdirektor Prof. Dr.-Ing. Arnd Stephan, werden akkubetriebene Elektro-Lokomotiven als geeignetste Technologie gesehen“, nannte die Bürgermeisterin ein erstes Ergebnis. Zu prüfen sei aber noch vieles – unter anderem, ob eine Umrüstung möglich oder ein Neubau erforderlich sei, die Ladekapazität und der Einsatz umweltfreundlicher und fair produzierter Akkumulatoren oder die Aufladung außerhalb der Betriebszeiten.
In diesem Sinne ist die Machbarkeitsstudie das Startsignal zu einer längeren Fahrt. Die roten Dieselloks werden noch eine Weile rollen.
Mietwohnungsbau auf Langeoog
Personalmangel und fehlender Wohnraum gehen oft Hand in Hand, speziell auf Langeoog. Der Mietwohnungsbau der Inselgemeinde ist daher ein Projekt, das sich in kontinuierlicher ­Bearbeitung befindet. Wichtig ist dabei, das Machbare sorgsam auszuloten. Als Baugrund zur Disposition steht das ehemalige Internatsgelände an der Kirchstraße, gegenüber der Inselschule.
In einem ersten Schritt verschafft sich die Inselgemeinde nun Klarheit über die zu erwartende Darlehensaufnahme: „Wir müssen wissen, welche Mittel zur Verfügung bereitstehen können, um eine Vorstellung zu bekommen, was und wie viel an Wohnraum gebaut werden kann“, erklärt Bürgermeisterin Horn. Mietwohnungsbau seitens der Gemeinde sei eine zeitnah umzusetzende Maßnahme, da akuter Bedarf bestehe. „Der Handlungsdruck ist immens: Viele Arbeitgeber, auch die Kommune, können ihre freien Stellen zum Teil nicht mehr besetzen.“ Rat und Verwaltung arbeiteten stringent an einer Realisation, die juristisch und planerisch von Experten eng begleitet werde.
Zukunftskonzept Langeoog 
Der Begriff „Zukunftskonzept“ klingt hochgegriffen, es geht aber auch um nichts Geringeres als die touristische Zukunft von Langeoog. „Wichtig ist es, das Profil der Urlaubsdestination zu schärfen und ein touristisches Gesamtkonzept zu entwi­ckeln“, erklären Bürgermeisterin Heike Horn und Nils Jenssen, Leitung Tourismusmanagement. Begleitet wird die Entwicklung des Zukunftskonzepts durch das Hamburger Beratungsunternehmen Project M GmbH.
Bislang ruhte Langeoogs Tourismuskonzept auf fünf touristischen Säulen: Familien-, Sport-, Gesundheits-, Natur- und Kultur-Tourismus. Das impliziert eine gewisse Beliebigkeit, die dem Gast nicht verrät, was das Besondere an einem Urlaub auf Langeoog ist. Nun gehe es darum, sich zukunftsorientiert aufzustellen, Stärken freizulegen und zu entwickeln. „Dabei muss die Insel auch für ihre Bewohner lebenswert bleiben“, betonen Heike Horn und Nils Jenssen. Daher soll die Bevölkerung in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden. Am 22. Juni fanden, vormittags und abends, zwei Zukunfts-Workshops statt. In beiden Veranstaltungen konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger sich mit ihren Ideen einbringen.
Die Ergebnisse aus der Gruppenarbeit sammelte Project M ein, um sie auszuwerten. Zudem hatte die Inselgemeinde weitere Unterlagen zur Verfügung gestellt. Das Material wird einer Stärken-Schwächen-Analyse unterzogen, um Chancen und Risiken für den Standort Langeoog zu benennen. „Wir sind gespannt auf das Ergebnis“, erklären Bürgermeisterin und Tourismus-Chef. Auf der Basis der Ergebnisse soll es dann weitere Veranstaltungen geben. Ein ausführlicher Artikel zum Thema „Zukunftskonzept“ folgt im nächsten Utkieker. -köp/ut-