Mit Volldampf in die Katastrophe?

Karikaturen-Ausstellung aus Ost- und Westeuropa zu Umweltkrise und Klimawandel vom 5. bis 18. Mai

Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind wesentliche Bereiche ökumenischen Handelns. Mit spitzer Feder haben Künstlerinnen und Künstler aus Osteuropa und aus Westeuropa anschaulich zu Papier gebracht, wo Gottes guter Erde durch Menschen Gewalt angetan wird. In der Ausstellung „Mit Volldampf in die Katastrophe?“ zeigt beispielhaft der Blick auf hohen Schadstoffausstoß der Kohlekraftwerke im bulgarischen Ostmariza, auf illegale Abholzung in der Ukraine oder Rumänien und auf wilde Müllkippen in Albanien, welcher gravierenden Schädigung die Umwelt allenthalben ausgesetzt ist. Die Bilder der ost- und westeuropäischen Karikaturisten belegen, wie unterschiedlich die wirtschaftlichen Realitäten und gesellschaftlichen Prägungen sind und wie verschieden ihre Wahrnehmungen und Ausdrucksformen. Dennoch eint alle die Sorge um das „gemeinsame Haus“, wie Papst Franziskus unsere Erde in seiner Enzyklika „Laudato sí“ nennt. So trägt diese Ausstellung dazu bei, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Aufgrund der großen Anzahl der Bilder wird die Ausstellung je zur Hälfte in der evangelischen Inselkirche und in der katholischen Kirche St. Nikolaus zu den täglichen Öffnungszeiten gezeigt. Die Karikaturen-Ausstellung ist vom 5. zum 18. Mai in St. Nikolaus und in der Inselkirche zu sehen. Die Vernissage findet am Donnerstag, 5. Mai um 16 Uhr in St. Nikolaus und anschließend in der Inselkirche statt. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten beider Kirchen zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.

Ausstellungskatalog
Zur Ausstellung gibt es auch einen Katalog, der alle Zeichnungen enthält sowie kurze Beschreibungen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Einige, Thomas Plaßmann etwa oder Vladimir Kazanevsky aus der Ukraine, stellen sich jeweils 7 Fragen zu ihrem Engagement für die Ausstellung, ihrem persönlichen Umweltverhalten oder ihren Zukunftsgedanken. Der Katalog ist in der Ausstellung zu erhalten.