Neues aus dem Kur- und Wellness-Center

Sonnig und kühl kommt bislang das Frühjahr daher. Frühlingsgefühle wollen sich indes nur zögernd einstellen. Denn neben Corona liegt der Schatten des Krieges über dem Horizont. Darf man in diesen Zeiten überhaupt noch Entspannung suchen? Man muss es sogar. Körper und Seele benötigen mehr denn je Unterstützung und Aufmunterung. „Auf der Suche nach dem inneren Ausgleich ist das Kur- und Wellness-Center (KWC) mit seinen qualifizierten Anwendungen gern behilflich“, empfiehlt ­dessen therapeutischer Leiter Michael Thannberger die zertifizierte Thalasso-Einrichtung. Ein vielfältiges Wohlfühl-Angebot begleitet jeden Gast harmonisch durch den Frühling. In diesem Sinne wünscht das Kur- und Wellness-Team einen angenehmen Inselaufenthalt im Mai.
Den „Rosentraum“ genießen
Für den Mai empfiehlt das KWC-Team den „Rosentraum“ als Wellnessanwendung. Den Auftakt bildet ein sanftes Meerwasser-Rosenbad: Angenehm temperiertes Nordseewasser, angereichert mit ausgesuchten Rosenessenzen, betört die Sinne und entfaltet zugleich seine Thalasso-Wirkung. Seine Vertiefung erfährt das Wohlfühl-Erlebnis durch die nachfolgende ­Rosenöl-Ganzkörpermassage. Sie festigt das Gewebe und ­entspannt Körper und Seele. Ein Wellness-Getränk rundet den „Rosentraum“ ab, der bei einem duftigen Tee im Ruheraum ausklingt. „Unser ‚Rosentraum‘ bringt Ihnen mitten im Mai schon ein Stückchen Sommer“, rät Michael Thannberger zu ­diesem wohltuenden Verwöhnpaket.
Mit Aqua fit in den Mai 
Voller Elan geht’s in den Mai – mit der Kraft des Wassers, sprich: mit Aqua-Fitness, Aqua-Power und Aqua-Cycling. Die Muntermach-Programme des Kur- und Wellness-Centers bieten ­gymnastische Kraft- und Fitnessübungen im 32°C warmen Meerwasser des Therapiebades. „Auf gelenkschonende Weise werden Stoffwechsel und Fettverbrennung aktiviert und das Bindegewebe gestärkt“, erklärt Michael Thannberger. In Aqua-Power steckt zudem richtig Musik: Fetzige Rhythmen unter­malen das Training. Wer’s etwas ruhiger mag, schließt sich der Aqua-Fitness an. Ein „Renner“ ist Aqua-Cycling, das individuelle und schonende „Wasser-Radeln“ auf dem Aquarider, einem speziellen Unterwasser-Ergometer. Einen positiven Effekt hat übrigens schon das aufbereitete Nordseewasser im Therapiebecken: Es gilt als geprüftes Heilwasser mit wissenschaftlich erwiesener Wirkung – und macht so jeden Aqua-Kurs zur ­Thalasso-Anwendung.
Montags, mittwochs und freitags findet um 7.00 Uhr und um 10.00 Uhr die Aqua-Power statt, dazwischen die Aqua-Fitness um 9.00 Uhr. Ein zusätzlicher Aqua-Fitness-Kurs findet donnerstags um 10.30 Uhr statt. Das beliebte Aqua-Cycling läuft jeden Montag um 14.30 Uhr, Dienstag um 7.30 und 9.20 Uhr, Mittwoch um 14.30 Uhr, Donnerstag um 8.30 Uhr und 14.30 Uhr sowie Freitag um 14.30 Uhr (Termine vorbehaltlich Änderungen). Nähere Informationen zu den Aqua-Kursen und Buchung am Empfang.
Quietsche-Enten helfen „bliev hier“
Auch wenn es niemand wahrhaben mag: Ende Juni nimmt Michael Thannberger seinen Abschied vom Kur- und Wellness-Center. Nach fast 40 Jahren im Dienst der Inselgemeinde – und zahlloser Gäste – geht er in den Ruhestand. Wer sich zum Andenken noch „ein Stückchen Thanne“ sichern möchte, hat dazu Gelegenheit: Der therapeutische Leiter löst nämlich – für einen guten Zweck – seine umfangreiche Sammlung von Quietsche-Entchen auf. Als kleine Aufmerksamkeiten hatten KWC-Besucher seit 1998 die Entchen mitgebracht, die allesamt in der Halle des Therapiebeckens ausgestellt wurden. Rund 700 Exemplare zierten Beckenrand und Wände, inzwischen ist der Bestand schon geschrumpft.
Die knuffigen Badegenossen sind im KWC gegen Spende erhältlich. Der Erlös kommt komplett dem Langeooger Seniorenhus „bliev hier“ zugute: Er soll dort der Anschaffung eines sogenannten Snoezelen-Wagens dienen (Snoezelen ist ein multifunktionales therapeutisches Konzept aus den Niederlanden). Michael Thannberger hofft daher, dass möglichst viele Gäste und Insulaner seinen Entchen ein neues Zuhause geben und gleichzeitig etwas Gutes fürs „bliev hier“ tun.
Entschleunigung statt High-Speed
Rennfahrer Ende März zum Training auf Langeoog
Aus einer „Testfahrt“ im Jahr 2016 wurde fast schon eine „feste Route“: Bereits zum sechsten Mal trainierten vom 24. bis 27. März 2022 junge Rennfahrer auf dem autofreien Eiland. Nach dem ersten Camp 2016 und je zwei weiteren 2017 und 2018 hatte es, auch coronabedingt, eine längere Pause gegeben. Mit den Niederländern Colin Caresani und Maxime Oosten, dem ­Belgier Jarno D’Hauw, dem Ungarn Róbert Hefler und Aaron Wenisch aus Deutschland bilden die fünf Fahrer eine ­inter-national ausgerichtete Gruppe. Obwohl zwischen 17 und 21 Jahre alt, sind die ambitionierten Youngster schon erfahrene Rennfahrer.
„In Zusammenarbeit mit dem Tourismus-Service Langeoog und dem KWC-Team um Michael Thannberger absolvierten wir ein intensives Training über dreieinhalb Tage, um die Fahrer in physischer und mentaler Hinsicht optimal auf die Saison ­vorzubereiten“, berichtet Axel Funke, Team Principal von Project 1-Motorsport und Leiter der Project 1 Speed Academy, der das Trainingscamp verantwortlich ­organisiert hat. Dem Camp vorangegangen war eine Leistungsdiagnostik durch Prof. Dr. Klaus Baum von der Deutschen Sporthochschule Köln: „Wir kooperieren seit zehn Jahren zusammen und können daher schon langfristige Daten auswerten.“ Untergebracht war die Gruppe im Hotel Bethanien, hier wurde Wert auf ausgewogene Ernährung gelegt.
Als Trainer betreuten die beiden Sportwissenschaftler Lukas Bastian (Headcoach) und Markus Soffner (Athletic-Trainer) die Gruppe. Trainiert wurden Ausdauer, Kraft und Koordination. Laufeinheiten, Zirkeltraining und Ballsport gehörten zum ­Programm, das morgens um 6.30 Uhr begann und bis in den ­späten Nachmittag dauern konnte. Vom Aqua-Cycling im ­Therapiebecken bis zum Yoga am Strand beteiligte sich das KWC mit den Therapeuten Michael Thannberger und Eva Funke an diesem Programm.
„Beim Training geht es einmal um die Standortbestimmung der Sportler: Wo liegen ihre Stärken und Schwächen, wie sind ihre Trainingspläne individuell anzupassen? Dann aber auch um Effizienz: So ist zum Beispiel das Training im Wasser, sprich: Aqua-Cycling, effektiver als vergleichbares Training an Land“, erklärt Axel Funke. Die Abgeschiedenheit Langeoogs tue ein Übriges: „Weit weg von Motorenlärm und Abgasen, ohne ­Ablenkung, ist die autofreie Insel mit ihren kurzen Wegen ein idealer Trainingsort.“
„Wir sind superglücklich darüber, unser Trainingscamp … auf Langeoog durchgeführt zu haben“, dankte das Trainerteam dem KWC später per Mail für die gute Unterstützung. Ein Highlight seien die Aquakurse gewesen, die „die Gruppe und uns selbst an ihr Limit brachten.“ Besonderen Dank erhielt Eva Funke, die „mit ihren Yoga-Einheiten das ganzheitliche Programm abrundete.“ Man freue sich schon aufs nächste Jahr.
Erst aber steigt die Rennsaison 2022. Bis auf Colin Caresani, der die DTM Trophy fährt, sind alle im BMW M2-Cup aktiv. „Dieser Cup ist der optimale Einstieg in den professionellen Motorsport; er steht für Transparenz und Chancengleichheit“, erläutert Axel Funke. Den Auftakt macht das Rennen am Lausitzring (20. bis 22. Mai). Namhafte Traditionsstrecken im In- und Ausland folgen, etwa der Nürburgring Ende August oder Spa-­Francorchamps (Belgien) und Red Bull Ring (Österreich) im September: „Wir haben ein gutes Fahrerfeld und hoffen auf spannende Zweikämpfe bis zum Schluss.“ Aktuelle Infos auf www.bmwm2cup.com im Internet. -köp-