„Wi sünd Piraten“

Anneus Buisman liest seine plattdeutschen Geschichten am 29. April im „Beiboot“
Plattdeutsche Geschichten in der Muttersprache Ostfrieslands erwartet die Besucher der Lesung von Anneus Buisman im „Beiboot“ der ev.-lutherischen Kirche. Ein Abend für Plattversteher –  aber auch für alle, die sich in den besonderen Klang der heimischen Sprache hineinhören möchten.
Lesen wird er zum Beispiel seine Vertellsels „Störmfloot“, „Is dat een Leven?“, „Korona is nich glieks Corona“, „Wi sünd Piraten“, „Krieg tüschen Süderwall un Jücherstraat“, „So olt as de Free“ und „Een Steek, de Leven redden kann“, die alle von seiner Heimat Ostfriesland erzählen.
So weckt „Krieg tüschen Süderwall un Jücherstraat“ eine Esenser Kindheitserinnerung mit aktuellem Nachhall und schildert „Wi sind Piraten“ feucht-fröhliche Segelabenteuer zwischen Bensersiel und Langeoog, während das zeitnahe „Korona is nich glieks Corona“ auf Missverständnisse durch sprachliche Feinheiten eingeht. Lebendig vorgetragen – hörenswert!
Anneus Buisman, gebürtig aus Esens, war 37 Jahre Pastor in zwei ostfriesischen Gemeinden. Im Ruhestand in Esens hat er zahlreiche eigene plattdeutsche Geschichten im Harlingerländer Platt geschrieben, veröffentlicht und auf Lesungen vorgestellt. Er ist zudem Mitglied im Arbeitskreis „Plattsnackers“. Die Gruppe hat sich zur Aufgabe gemacht, das niederdeutsche oder besser das plattdeutsche Sprachtum zu fördern und zu erhalten. Denn Plattdeutsch ist eine Sprache und kein Dialekt.
Die Lesung am Freitag, 29. April im „Beiboot“ beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei – eine Spende ist willkommen. -ut-