Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Öffnungszeiten Rathaus
Seit Montag, 21. März 2022 ist das Rathaus wieder für Publikumsbetrieb geöffnet, und zwar zu folgenden Zeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. Auch außerhalb dieser Öffnungszeiten können Termine jederzeit telefonisch vorab vereinbart werden: „Das hat sich sehr bewährt“, so die Inselgemeinde. Im Rathaus herrscht unverändert Maskenpflicht für alle Besucher: „Wir bitten um Ihr Verständnis.“

Bürgersprechstunde und Neubürgerbegrüßung
Bürgernähe zeigt die Inselgemeinde auch durch die Sprechstunden, zu denen Heike Horn regelmäßig einlädt. Langeoogerinnen und Langeooger können ihre Anliegen vertraulich mit der Bürgermeisterin besprechen. Die Sprechzeiten sind unterschiedlich gelegt, so dass sie sowohl vormittags als auch nachmittags vereinbart werden können. Die nächsten Termine: Donnerstag, 21. April von 15 bis 16 Uhr sowie am 26. Mai von 10 bis 11 Uhr und 16 bis 17 Uhr.
Dreimal im Jahr findet darüber hinaus eine Begrüßung neuer Bürger*innen statt. „In gemütlicher Runde bei einem Getränk erfahren die Teilnehmer alles Wissenswerte für ihr Leben auf Langeoog“, erklärt die Bürgermeisterin. „Außerdem haben sie die Möglichkeit, erste Kontakte untereinander zu knüpfen.“ Die nächste Begrüßung findet am Dienstag, 3. Mai von 11 bis 12.30 Uhr im Rathaus statt.
Alle Termine für die genannten Angebote für 2022 stehen auf gemeinde.langeoog.de/buergerservice, der Website der Inselgemeinde. Um vorherige Anmeldung wird gebeten (Tel. 04972/693-220, E-Mail: gemeinde@langeoog.de).

Brückenanlagen
Die neuen Brückenanlagen in den Häfen von Langeoog und Bensersiel sind noch immer nicht einsatzbereit. Messfehler mit ungeahnter Tragweite in der Planung verzögerten die für 2020 erhoffte Inbetriebnahme (der „Utkieker“ berichtete wiederholt). Problem ist aktuell die Materialbeschaffung: Die zur Ausbesserung benötigten Anlegedalben aus Spezialstahl fehlen. „Die ausführende Firma wartet auf die Dalben, doch es existiert noch kein Liefertermin“, bedauert Bürgermeisterin Heike Horn; die Inselgemeinde ist Bauherrin des Projektes. Passagiere müssen sich noch auf unbestimmte Zeit in Geduld üben: „Wir bitten um Nachsicht und danken allen Fahrgästen und unserem ­Personal für das bislang erwiesene Verständnis.“

Straßenbau: Erneuerung an der Hafenstraße
Voll im Zeitplan liegt der Straßenbau: Auf rund 300 Metern Länge erhält die Hafenstraße zwischen Süderdünenring und Um Süd eine Fahrbahnerneuerung. Die Arbeiten begannen Anfang Februar und sollen Anfang April vollendet sein. Während der Bauzeit ist eine Umleitung ausgeschildert. Neben einer fünf Meter breiten Fahrbahn bekommt die Straße einen Bürgersteig und neue Laternen. Die Straßendecke wird mit grauem, der Gehweg mit rotem Betonstein gepflastert; auf Bordsteinkanten wird aus Gründen der Barrierefreiheit verzichtet. Die Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro; gemäß der Straßenausbaubeitragssatzung tragen auch die Anlieger einen Anteil. – Terminlich gehalten werden laut Auskunft der Gemeinde auch die Arbeiten an der Kirchstraße zwischen Mittelstraße und Rathaus. -köp/ut-

Küstenschutzaufgaben werden erfüllt
Ministerpräsident Stephan Weil und Umweltminister Olaf Lies informierten sich auf Langeoog 
Hochrangiger Besuch aus Hannover schwebte am Mittwochmittag, 16. März mit dem Flugzeug auf Langeoog ein: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Umweltminister Olaf Lies wollten sich vor Ort über die im Winter 2021/22 entstandenen Sturmflutschäden informieren.
Begleitet wurden sie von Staatssekretärin Anke Pörksen, Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN (Nieder- sächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz), Nationalpark-Chef Peter Südbeck, Prof. Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden und Karsten Specht, Geschäftsführer des Wasserverbandes OOWV. Am Vormittag hatte sich die Delegation über die Situation auf der östlichsten Insel Wangerooge unterrichten lassen.
Bürgermeisterin Horn, Ratsvorsitzender Gerrit Agena und der Langeooger NLWKN-Betriebshofleiter Meik Julius begrüßten die Ankömmlinge auf dem Langeooger Flugplatz. Die E-Bikes für die Fahrt zum Strand, dessen Schäden begutachtet werden sollten, standen schon bereit.
An den Dünen vor dem Pirolatal erläuterte Frank Thorenz den Gästen das System von Maßnahmen, das sich, von Sandfangzaun bis Strandaufspülung, zum Erhalt der Insel bewährt hat. Für diesen Sommer sei eine Strandvorspülung bereits in Planung. Eine Dünenbepflanzung mit Strandhafer nahmen Stephan Weil und Olaf Lies nicht nur in Augenschein: Sie ließen sich die anstrengende Handarbeit erklären und pflanzten tatkräftig mit. Weiter ging es dann zum Großen Schloppsee und dessen Siel.
Zur Sprache kam auch das Thema Trinkwasser und der damit verbundene Schutz der Süßwasserlinse im Pirolatal. Hier arbeiten NLWKN, Nationalpark und Wasserverband OOWV zusammen, um gemeinsam mit der Inselgemeinde die Chancen langfristiger Trinkwasserversorgung auszuloten, etwa durch die Erschließung neuer Süßwasserlinsen. Zurück im Rathaus rundete ein Gespräch mit Ratsvertretern den Nachmittag ab, ehe die Gäste mit der Fähre abreisten.
Fazit für Langeoog: „Es war ein intensiver, erkenntnisreicher Tag“, berichtet Heike Horn. „Er brachte die Gewissheit, dass alle gemeinsam an dem Ziel arbeiten, eine langfristige Versorgung Langeoogs mit eigenem Trinkwasser zu gewährleisten.“ Stephan Weil und Olaf Lies hätten bekräftigt, an der Seite der Ostfriesischen Inseln zu stehen und diese nicht hängen zu lassen. So habe der Umweltminister gleich nach den Sturmfluten im Rathaus angerufen und sich nach dem Zustand der Insel erkundigt. Und dabei betont, dass man selbstverständlich die Aufgaben für den Küstenschutz erfüllen werde. – Ein ausführlicher Artikel zum Sturmflutwinter 2021/22 steht (ab Seite 38) in diesem Heft. -ut/köp-