50 Jahre „Inselgoldschmiede“ (2)

Goldschmiedin Eva Recker eröffnete im Juli 1971 ihren
Betrieb in der Barkhausenstraße
Ein Jubiläum in Gold: Vor 50 Jahren eröffnete Eva Recker im Juli 1971 ihre „Inselgoldschmiede“ auf Langeoog. Das Geschäft lag damals in der Barkhausenstraße. Heute befindet es sich, gemeinsam mit der „Schmuggelkiste“, unterhalb vom Wasserturm. Dass die junge Goldschmiedin nur wenige Tage nach der Eröffnung 1971 auch ihr privates Glück fand – das war ein glücklicher Zufall.
Denn während seiner Semes­terferien arbeitete der Insulaner Heiko Recker in einem örtlichen Getränkehandel, wo er die Ware mittels Pferdekutsche auslieferte. Nicht nur die Stute „Isabella“ machte mit ihrem schicken Strohhut auf sich aufmerksam – auch der Kutscher mit seinem markanten Bart wusste (unbewusst) zu gefallen. Derweil Heiko das Gespann mit den auszuliefernden Getränken gekonnt durch die Barkhausenstraße lenkte, riskierte Eva – während sie ihre Schaufenster mit apartem Schmuck ­dekorierte – einen Blick. Ein kurzer Augen-Blick nur, den der schmucke Fuhrmann erwiderte, und der beider Leben eine gemeinsame Wendung geben sollte …
So folgte schließlich nach Heikos erfolgreichem Abschluss des Diploms als Maschinenbauingenieur an der Universität Hannover 1976 die Hochzeit. Danach baute das Paar in der Straße Um Süd sein Haus „bi hüm un hör“, mit der Vermietung von Ferienwohnungen an Gäste.
Das Angebot der „Inselgoldschmiede“ hatte sich im Laufe der Jahre ausgeweitet. Neben klassischen Kreationen aus Silber oder Gold mit Diamanten, Perlen oder Edelsteinen bot Eva Recker auch verschiedene Kollektionen mit Bernstein an. 1977 entschieden sich Eva und Heiko Recker, ein weiteres Ladenlokal anzumieten. In der Barkhausenstraße entstand die „Schmuggelkiste“ mit maritimen Geschenken – als erstes Fachgeschäft an der Nordseeküste mit solch einem umfangreichen Sortiment. 1984 folgte der Umzug der „Schmuggelkiste“ an den Wasserturm, sechs Jahre darauf folgte die „Inselgoldschmiede“ ebenfalls dorthin.
Bereits 1980 kam Tochter Jördis zur Welt. In jungen Jahren begleitete sie ihre Mutter aufmerksam am Werktisch bei der Arbeit. Ob Jördis nun ebenfalls den Beruf der Goldschmiedin erlernte? Davon berichten wir im nächsten „Utkieker“. -köp/ut-