Handwerk macht glücklich!

Neue Studie im Forschungsprojekt „Handwerksstolz“ 
belegt die Zufriedenheit von Handwerkern
Was bedeutet Handwerkerinnen und Handwerkern ihr Beruf? Macht ein Handwerksberuf glücklich? Wie wichtig ist die Arbeit für unsere Lebenszufriedenheit? Macht Arbeiten im Handwerk glücklicher als in anderen Berufen? Und: Wie sehen Handwerker sich selbst? Diesen und weiteren Fragen sind Dr. Ann-Kathrin Blankenberg und Dr. Dorothee Hemmen in ihrem Forschungsprojekt „Handwerksstolz“ des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen systematisch nachgegangen. Sie haben die Ergebnisse kürzlich in der Broschüre „Warum ein Handwerksberuf glücklich macht“ ,veröffentlicht (www.handwerksstolz.de).
Die Studie war Teil des Projektes „Handwerksstolz“ und darauf angelegt, einen Einblick in das berufliche Selbstbild und die Arbeitszufriedenheit der im deutschen Handwerk Beschäftigten zu erhalten. Im Zeitraum von Dezember 2017 bis März 2018 war die Befragung über die Website frei zugänglich. Insgesamt haben sich knapp 2.000 im Handwerk Beschäftigte daran beteiligt. Mehr als 80 Prozent der Befragten sind demnach stolz auf ihren Beruf.
Das Fazit: Für alle befragten Handwerkerinnen und Handwerker ist klar umrissen, warum sie ihr Handwerk ausüben. Sie tun es, weil sie es gerne tun. Weil sie Spaß daran haben und weil daraus Zufriedenheit erwächst. Und sie nennen drei wesentliche Gründe, warum Handwerk glücklich macht. Zum einen ist das Handwerk ein Feld lebenslangen Lernens. Mit dem Wachsen der eigenen Fähigkeiten wächst auch die Zufriedenheit.
Zudem ist das, was mit Handwerkskönnen hergestellt wird, nützlich. Man sieht am Ende des Tages, was man geschafft hat. Sinnvolle Arbeit zu verrichten und täglich Erfolgserlebnisse zu sehen, macht zufrieden. Handwerker schätzen ebenso das hohe Maß an Eigeninitiative, das sie in ihrem Beruf ausleben können. Und drittens ist Handwerk ein Tätigkeitsfeld, bei dem man in    direktem, spürbaren Austausch steht – zu Kollegen, Kunden und dem Material. Der direkte Widerhall, den die handwerkliche Arbeit in der Welt produziert, macht zufrieden.
Die höchste Zufriedenheit besitzen übrigens Handwerksmeister und Selbstständige, gefolgt von Altgesellen und Azubis, hat die Studie ergeben.
Bei der Frage nach dem beruflichen Selbstbild im Handwerk überwiegen in der Studie klar Stolz und Leidenschaft. So wird der Beruf bei 79 Prozent der Befragten als Teil der eigenen Persönlichkeit wahrgenommen. „Mein Beruf ist meine Leidenschaft“ gaben 66 Prozent der Umfrageteilnehmer an und knapp 65 Prozent nehmen ihren Beruf auch als ihre Berufung wahr.
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt und zu seinen Ergebnissen unter www.handwerksstolz.de. -ut/hwk-