„Omi Anni’s Roggenbrot“

Bäckerei Seekrug mit vielfältigem Sortiment

Brot ist nicht nur Lebensmittel, sondern ein Teil der deutschen Kultur. Nirgendwo anders gibt es mehr bekannte Brotsorten als hierzulande. Daher wurde die Deutsche Brotkultur durch die nationale UNESCO-Kommission vor drei Jahren mit 3.200 Sorten in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Noch heute arbeiten viele Bäckereien auf traditionelle Weise. Überlieferte Rezepte werden lediglich leicht überarbeitet und der modernen Produktion angepasst. Auch Hubert Recktenwald hat sich dieser Vorgehensweise verschrieben. „Es ist zwar wesentlich mehr Arbeit, aber der Geschmack des Endproduktes macht alle Mühen wieder wett“, so der 622-1Konditormeister von der Bäckerei Seekrug. Regelmäßig aktualisiert der Langeoger sein Angebot, um eine breite Sortimentsvielfalt zu gewären. Natürlich kann er seinen Kunden nicht alles gleichzeitig anbieten, dafür ist die Vielfalt einfach zu reichhaltig. Sehr gerne nachgefragt wird „Omi Anni’s Roggenbrot“ nach einer Rezeptur seiner Großmutter Anni Stachelscheidt. Diese führte bis in die 1950er Jahre mit ihrem Mann, dem Bäcker- und Konditormeister Hubert Stachelscheidt, in Viersen eine Bäckerei. Für das nach der Großmutter benannte Brot verwendet Hubert Reckenwald einen Sauerteig mit 70% Rogggenanteil und 30% Dinkelmehl. Seit Ostern kann man bei der Bäckere Seekrug mit Geschäften in der Gartenstraße und Barkhausenstraße außerdem das „Lieblingsbrot“ kaufen. 622-2„Ich befragte alle Mitarbeiter der Bäckerei und des Restaurants Seekrug nach deren Lieblingsbrot und notierte mir die Antworten“, erklärt Hubert Recktenwald. Anschließend suche ich mir etwa alle zwei Wochen ein Brot aus dieser Liste aus, um es zu backen. Im September wird mit dem „Dinkel-Quark-Stuten“, das Lieblingsbrot der zehnjährigen Tochter Reka angeboten. Den Stuten gibt es in zwei Versionen mit und ohne Rosinen.
Rechtzeitig zur Pflaumenzeit wird es im September verschiedene Variationen an Pflaumenkuchen geben. Außerdem beginnt noch vor Oktober die Produktion an Küstenstollen mit Ostfriesentee, Sanddornstollen und Sherry-Apfelstollen. „Äpfel und in Sherry eingelegte Rosinen sorgen für einen besonders feinen Geschmack“, verspricht der Konditormeister, der stets neue Rezepturen ausprobiert. Die Bäckerei Seekrug wurde zu Jahresbeginn übrigens in die Sonderbeilage des monatlich erscheinenden Magazins „Der Feinschmecker“ aufgenommen. Im Taschenbuch „Die besten Bäcker in Deutschland – 500 Adressen für Genießer“ findet man einen kurzen Bericht über den Langeooger Handwerksbetrieb.