Archiv der Kategorie: Kirche

„Virtuose Fingerspiele an der Orgel“

Konzert mit Dr. Thomas Schnabel am 18. August 
um 20 Uhr in der kath. Kirche St. Nikolaus
Zu Gast in der St.-Nikolaus-Kirche ist Dr. Thomas Schnabel, der bekannte Waidhofner Dirigent, Korrepetitor, Kirchenchorleiter und Organist. Das Programm gestaltet er mit Orgelwerken von Georg Muffat, Dieterich Buxtehude, Domenico Zipoli, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Alexandre Guilmant und weiteren. Zeitlich ist damit ein Rahmen von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts abgesteckt. Einen Höhepunkt des stilistisch vielfältigen Programmes bilden die Ricercare zu den Festkreisen des Kirchenjahres aus „Ariadne Musica“ von Johann Kaspar Ferdinand Fischer. Das Ricercar ist eine Form der Instrumentalkomposition der Spätrenaissance und meist des Frühbarocks.
Weiterhin kommt neben Bachs Choralvorspiel „Vater unser im Himmelreich“ und seiner „Fantasie in c-Moll“ auch die Doppelfuge „Kyrie eleison“ aus Mozarts letzter Komposition, dem „Requiem in d-Moll“ (KV 626), zu Gehör. Obwohl es nur zu etwa zwei Dritteln tatsächlich von Mozart stammt, ist es eines seiner beliebtesten und am höchsten eingeschätzten Werke. Den Abschluss des Programmes bilden eine „Toccata C-Dur“ (1954) des Waidhofner Komponisten Heimo Freunthaller und die „Sortie f-Moll“ von Leon Boellmann.
Dr. Thomas Schnabel studierte neben seiner naturwissenschaftlichen Ausbildung (Biologie, Paläontologie) die Fächer Klavier, Gesang, Fagott und Musikpädagogik an der Musikhochschule Wien. Seit 1987 ist er Organist in der Pfarrkirche Zell/Ybbs, seit 1989 Leiter des dortigen Kirchenchores. 1994 wurde er Assis-tent und Korrepetitor beim Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, die ihm die Zusammenarbeit mit zahlreichen namhaften Dirigenten und führenden Sängern ermöglichte. 1996 zeichnete das Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst Dr. Schnabel für seine künstlerischen Leistungen mit einem Würdigungspreis aus.
Das Orgelkonzert am Mittwoch, 18. August in der katholischen Kirche St. Nikolaus beginnt um 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei – um eine Spende wird gebeten.       -ut-

„Von Barock bis Boogie“

Zwei Konzerte mit dem Nordwestdeutschen Kammer-
ensemble am Sonntag, 15. August in der Inselkirche
Nach der begeisterten Resonanz der letzten Jahre konnten die Vollblutmusiker des renommierten Nordwestdeutschen Kammer-ensembles erneut für ein buntes Programm und kurzweiliges der Extraklasse gewonnen werden. Von festlich Barockem, einem stimmungsvollen Brahms-Intermezzo und Piazzolla-Tangos bis zu Filmmusik von Morricone führt die musikalische Zeitreise. Aber auch lässiger Swing und ein fetziger Boogie von einer neuen CD wird zu Gehör gebracht. Pfiffig Arrangiertes wird wie immer von Hansdieter Meier (Violine), Gunilt Gehl (Viola), Felix Meier (Violoncello) und Andreas Groll (Klavier) mit Spielfreude, Virtuosität und Charme dargeboten. Das vom Geiger locker-launig und informativ moderierte Konzert garantiert einen vergnüg-lichen musikalischen Hochgenuss für die ganze Familie und   begeistert nicht nur Klassikfreunde.
Wo immer sie auftreten, in Toronto, Miami, auf Kreuzfahrtschiffen oder in europäischen Konzertsälen – überall werden die Musiker von Publikum und Presse gelobt und gefeiert. Auch TV- und Rundfunksendungen (ARD Nachtkonzert, Radio Telefis Eire- ann, Dublin, Rundfunk Buffalo, New York, Radio St. Petersburg,  Indiana Broadcasting, Schweizer Rundfunk DRS, Zürich, NDR, WDR etc.) sowie CDs belegen die Qualität des Ensembles.
Unter dem Titel „Von Barock bis Boogie“ gastiert das Nordwestdeutsche Kammerensemble am Sonntag, 15. August in der Inselkirche. Beginn des ersten Konzertes ist um 19.00 Uhr, das zweite Konzert startet um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten.       -ut-

Posaune und Orgel

Samstag, 8. August Inselkirche: Konzert mit Martin und Hermann Wilhelmi
In Corona-Zeiten sind gerade auch Orchester sehr eingeschränkt. Wie praktisch, dass man an der Orgel ein ganzes „Orchester“ an Orgelregistern bzw. Orgelklängen vor sich hat. Wie gut, dass es eine Fülle von „orchestraler“ Orgelliteratur gibt. Bach transkribierte genial das Vivaldi-Concerto a-moll, eine ganze Reihe von Orchesterwerken klingen richtig gut in Bearbeitung, auch Filmmusik z.B. von „Star Wars… Manche Orgelkompositionen tragen auch den Titel „Orgelsymphonie“ oder „Concerto“ und weisen so auf die Nähe zum Orchesterklang hin. Und Posaunenkonzerte werden ohnehin mit Orchester begleitet, in Langeoog allerdings auf der Orgel…
Mit diesem Konzept präsentieren Martin Wilhelmi (Posaune) und Hermann Wilhelmi (Orgel) ein schwungvolles, vielseitiges Programm mit Werken u.a. von Bach, Händel, Beethoven, Ferdinand David, Widor, Laundy Gröndahl, Johannes Matthias Michel, Herfried Mencke, John Williams u.a.
Martin Wilhelmi studiert Posaune an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Werner Schrietter und Prof. Brandt Attema. Er wurde jahrelang von Kurt Förster (Gießen, Bayreuth) unterrichtet und tritt in Auswahlensembles und solistisch auf.
Hermann Wilhelmi studierte an der Hochschule der Künste in Berlin, ist Oberstudienrat an der Liebigschule Gießen (Mittelhessen), Chorleiter und Chorleitungsdozent beim Hessischen Sängerbund, korrepetierte u.a. bei den Bad Hersfelder Festspielen und für verschiedene Gesangsklassen, tritt auch solistisch am Flügel und an der Orgel auf und war mehrfach Kurkantor auf Nordseeinseln, so auch auf Langeoog. Im September 2014 gewann er den ersten Preis beim Orgelwettbewerb der EKHN in Laubach.
Das erste Konzert am Sonntag, 8. August beginnt um 19.00 Uhr, das zweite um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. -ut-

Blockflöte und Improvisation

Solokonzerte mit Andreas Böhlen am Sonntag, 1. August in der Inselkirche
Gleich zwei Solokonzerte wird der Blockflötist Andreas Böhlen (Basel) auf Langeoog spielen. Alte Musik und Improvisationen erwartet die Zuhörer in der Inselkirche. Der Musiker wird spontan Variationen über Choräle und Lieder des 17. Jahrhunderts improvisieren, eine barocke Suite aus dem Stehgreif erfinden sowie Werke von Johann Sebastian Bach und Jacques-Martin Hotteterre zu Gehör bringen. Andreas Böhlen wird durch das Programm führen und somit einen spannenden Einblick in den Entstehungsprozess von Barockmusik geben. Auch für Kinder und Jugendliche ist dieses Konzert gut geeignet.
Andreas Böhlen, Jahrgang 1983, studierte am „Conservatorium van Amsterdam“ und schloss sein Bachelor­examen mit Auszeichnung ab. Es folgte ein Studium der Musikwissenschaften in Bologna. In Basel studierte er zudem historische Improvisationspraxis. Neben seiner Tätigkeit als ausführender Musiker nimmt Böhlen zunehmend Tätigkeiten als Forscher, Pädagoge und Kurator wahr. So hält er Vorträge zu aufführungspraktischen Themen und Improvisation und lehrt Blockflöte an der Kunstuniversität Graz und an der Zürcher Hochschule der Künste. Im September 2021 wird er als Professor eine Blockflötenklasse an der Schola Cantorum Basiliensis übernehmen.
Das erste Konzert am Sonntag, 1. August beginnt um 19.00 Uhr, das zweite um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. -ut-

„Musik ist Poesie“

Gitarrenkonzert mit Paolo Patané am Samstag, 7. August
um 20.30 Uhr in der kath. Kirche St. Nikolaus
Es ist ein Gedicht, wenn Paolo Patané zu seiner spanischen Gitarre greift und seine Eigenkompositionen zu Gehör bringt. Für ihn ist Musik Poesie, in die viel Autobiographisches und auch Philosophisches eingebunden ist. Was immer sich zwischen Himmel und Erde abspielt – der Esenser Künstler verleiht dem Geschehen Töne; mal heiter, mal melancholisch, angesiedelt in der Musikkultur unterschiedlichster Weltgegenden, virtuos ins Hier und Jetzt geholt. Kurze, geistliche Einschübe runden das Programm ab.
Paolo Patané wurde auf Sizilien geboren, lebt aber seit seiner Kindheit in Ostfriesland. Seine Liebe zur Musik entdeckte er schon früh, begann mit Cello-Unterricht, wechselte aber schon bald zur Gitarre, die ihn seitdem nicht mehr losgelassen hat. Der Weg führte von Rock und Pop hin zur Eigenkomposition. Im Zuge zahlreicher Konzerte in Ostfriesland und auf den ostfriesischen Inseln hat der Gitarrist und Interpret sich mittlerweile einen großen Bekanntheitsgrad erworben und eine treue Fangemeinde aufgebaut. Das Konzert am Samstag, 7. August in der kath. Kirche St. Nikolaus beginnt um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei – um eine Spende wird gebeten.       -ut-

„Von guten Mächten“

Geistlicher Liederabend mit Stefanie Golisch 
am Samstag, 14. August in der St.-Nikolaus-Kirche
Dietrich Bonhoeffers Wirken und seine Werke strahlen immer noch in die Gegenwart und sind aktueller denn je. In diesem Programm erzählt Stefanie Golisch Bonhoeffers Leben, zitiert seine Worte und bringt die Musik zu Gehör, die er liebte und aus der er seine Kraft zog. Geprägt und gestärkt vom Musizieren hat Bonhoeffer, tief im Glauben verwurzelt, immer für Frieden und Gerechtigkeit gekämpft. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges beteiligte er sich aktiv am Widerstand und an den Vorbereitungen zum Hitlerattentat 1944. Von 1943 bis zu seiner Hinrichtung im April 1945 saß er in Haft. Die Qualen dieser letzten Monate konnte er nur aus seinem Glauben heraus ertragen, aus seiner Liebe zur Musik und durch die Unterstützung seiner Familie und Freunde. Dieser Abend will dazu beitragen, an den vielleicht größten Theologen des 20. Jahrhunderts zu erinnern.
Schon in früher Kindheit erhielt Stefanie Golisch ihre musikalische Grundausbildung in den Fächern Gesang, Klavier und Querflöte. Nach ihrem abgeschlossenen Schulmusik- und Germanistikstudium an der Musikhochschule und Universität Heidelberg/Mannheim wechselte sie zum Gesangsstudium an die Hochschule für Musik Dresden. Neben einer sehr regen Konzerttätigkeit war und ist Stefanie Golisch immer wieder in verschiedenen Opern- und Musicalproduktionen zu hören. So übernahm sie u. a. in Dresden die Partie des Hänsels in „Hänsel und Gretel“, in Italien sang sie den Sextus in Mozarts „La clemenza di Tito“. Am Staatstheater Braunschweig und an der Hamburger Kammeroper spielte die Künstlerin Golisch über 40 Mal die Rolle der Cenerentola in Rossinis gleichnamiger Oper. Auf Langeoog ist die Bremer Mezzosopranistin vor allem durch den biografischen Liederabend „Lili Marleen – Das Leben der Lale Andersen in Musik und Texten“ bekannt geworden.
Die Veranstaltung am Samstag, 14. August in der St.-Nikolaus-Kirche beginnt um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei – um eine Spende wird gebeten.       -ut-

Variationen über ein schottisches Volkslied

Gitarrenkonzert mit Roger Tristão Adão am 17. Juli
in der Kath. Kirche St. Nikolaus
Variationen über ein schottisches Volkslied – unter diesem Titel präsentiert Roger Tristão Adão seine Variationen für Gitarre. Am Samstag, 17. Juli, gastiert der Konzertgitarrist in der Kath. Kirche St. Nikolaus. – Die Variation einer bekannten Melodie hat einen großen Vorteil: Der Hörer bekommt ein neues Stück geboten, das aber auf einer beliebten Melodie basiert – eine Kombination von Bekanntem und Neuem. Vielleicht war die Kompositionsform auch deshalb in der Zeit der Klassik sehr beliebt. Fer-nando Sor hat gleich mehrere Melodien bearbeitet. So zum Beispiel Variationen über ein Thema von Mozart (als Thema wählte er ein Lied des Papageno aus der Zauberflöte), Variationen über ein schottisches Volkslied, Variationen über Folia d’Espagne und andere. Folia d’Espagne ist ein spanisch-portugiesischer Tanz aus dem 16. Jahrhundert (zeitweise wegen seiner Wildheit sogar verboten), der von etlichen Komponisten als Variationsthema verwendet wurde. Diese Variationen werden im Konzert von Roger Tristão Adão zu hören sein, daneben noch andere spanische Kompositionen, die ebenfalls volkstümlich, aber in gleichem Maße anspruchsvoll und virtuos sind.
Roger Tristão Adão studierte in Berlin und Düsseldorf klassische Gitarre und lebt und arbeitet seit seinem Abschluss als freischaffender Gitarrist. Von 1997 bis 2003 hatte er einen Lehrauftrag an der Leipziger Musikhochschule inne, widmete sich im Anschluss aber verstärkt dem Konzertieren. So führten ihn Kon­zert­reisen nach Indien, Chile, Peru, Bolivien und Brasilien. Seit 1999 organisiert er in seinem Wohnort, dem Künstlerdorf Friedrichsrode (Nordwestthüringen), alljährlich im August ein mittlerweile international renommiertes Gitarrenfestival. – Das Konzert auf Langeoog beginnt um 20.30 Uhr, Eintritt 12,– Euro, Karten an der Abendkasse. -ut-

Variationen über ein schottisches Volkslied

Gitarrenkonzert mit Roger Tristão Adão am 17. Juli in der Kath. Kirche St. Nikolaus
Variationen über ein schottisches Volkslied – unter diesem Titel präsentiert Roger Tristão Adão seine Variationen für Gitarre. Am Samstag, 17. Juli, gastiert der Konzertgitarrist in der Kath. Kirche St. Nikolaus. – Die Variation einer bekannten Melodie hat einen großen Vorteil: Der Hörer bekommt ein neues Stück geboten, das aber auf einer beliebten Melodie basiert – eine Kombination von Bekanntem und Neuem. Vielleicht war die Kompositionsform auch deshalb in der Zeit der Klassik sehr beliebt. Fernando Sor hat gleich mehrere Melodien bearbeitet. So zum Beispiel Variationen über ein Thema von Mozart (als Thema wählte er ein Lied des Papageno aus der Zauberflöte), Variationen über ein schottisches Volkslied, Variationen über Folia d’Espagne und andere. Folia d’Espagne ist ein spanisch-portugiesischer Tanz aus dem 16. Jahrhundert (zeitweise wegen seiner Wildheit sogar verboten), der von etlicheKom- ponisten als Variationsthema verwendet wurde. Diese Variationen werden im Konzert von Roger Tristão Adão zu hören sein, daneben noch andere spanische Kompositionen, die ebenfalls volkstümlich, aber in gleichem Maße anspruchsvoll und virtuos sind.
Roger Tristão Adão studierte in Berlin und Düsseldorf klassische Gitarre und lebt und arbeitet seit seinem Abschluss als freischaffender Gitarrist. Von 1997 bis 2003 hatte er einen Lehrauftrag an der Leipziger Musikhochschule inne, widmete sich im Anschluss aber verstärkt dem Konzertieren. So führten ihn Kon­zert­reisen nach Indien, Chile, Peru, Bolivien und Brasilien. Seit 1999 organisiert er in seinem Wohnort, dem Künstlerdorf Friedrichsrode (Nordwestthüringen), alljährlich im August ein mittlerweile international renommiertes Gitarrenfestival. – Das Konzert auf Langeoog beginnt um 20.30 Uhr, Eintritt 12,– Euro, Karten an der Abendkasse. -ut-

„Es ist ein mystischer Ort“

Pater Hermann Breulmann ist wieder als Kurpastor in St. Nikolaus
Für Pater Hermann Breulmann SJ ist der Name „Langeoog“ mit vielen schönen Erinnerungen verbunden. Während seiner Zeiten als katholischer Kurpastor hat er in den vergangenen vier Jahren viele Kontakte geknüpft, interessante Begegnungen gehabt und eine Vielzahl von Eindrücken gewonnen. „Ob die Großeltern, die ihre Familie nach Langeoog eingeladen haben, um dort gemeinsam ihre Goldene Hochzeit zu feiern, ein Berliner Paar, mit dem ich mich über die Geschehnisse in der Bundeshauptstadt austauschen kann, in der ich als Rektor des Canisius Kollegs lebte, oder einer der Menschen, mit denen ich seelsorgerische oder erquickende Gespräche am Strand geführt habe – ich hoffe, einige meiner Inselbekanntschaften wiederzusehen“, so der 73-Jährige.
Mit einem bekannten Gesicht kann er in jedem Fall rechnen: Sein Stockholmer Mitbruder Pater Dominik Terstriep wird ihn während seiner Amtszeit vom 14. bis 27. Juni wieder unterstützen. „Wir wechseln uns bei der Leitung der Gottesdienste ab“, so der Jesuitenpater. So bleibt ihm Gelegenheit, die Insel in der freien Zeit zu genießen. „Ich freue mich auf die Entlastung von Plänen. Ich kann mich durch den Tag treiben und stille Momente wirken lassen, am Strand laufen oder lesen.“ Langeoog sei dafür ideal – nicht nur der entspannend wirkenden Landschaft wegen: „Das ist eine Insel ohne Chi-Chi, ein solider Ort mit geerdeten Menschen“, hat Pater Breulmann die Erfahrung gemacht.
Besonders schätzt er die Offenheit und Spontaneität der Langeoog-Besucher: „Da bringen Gottesdienstbesucher ihre Instrumente mit und bieten an, den musikalischen Rahmen eines Gottesdienstes zu übernehmen.“ Auch die unerwartet hohe Anzahl von Zuhörern, die seine Vorträge besuchten, haben den  katholischen Theologen verwundert. „Die Leute haben Zeit und sind ein dankbares Publikum“, erklärt er sich das große Interesse. Ob er während seiner aktuellen Amtszeit wieder einen Vortrag halten wird, ist noch nicht entschieden. Das möchte Pater Hermann Breulmann vor Ort mit Pastoralreferentin Susanne Wübker klären.
Besonders hat es dem Jesuitenpater die katholische Kirche St. Nikolaus angetan: „Wenn man sieht, wie viele Menschen dort auch außerhalb der Gottesdienste ein- und ausgehen, Kerzen anzünden und so ein Lichtermeer schaffen, das durch diese schweigenden Gesten verbindet, dann ist das sehr eindrücklich. Es ist ein mystischer Ort.“ -sbo-

Monatliche Orgel-Andachten

Nächste „Orgel 21“ am 21. Juni um 21 Uhr in St. Nikolaus – noch MusikerInnen gesucht

Immer am 21. Tag eines Monats um 21 Uhr ertönt in der St.-Nikolaus-Kirche Musik aus der Orgel – dem Instrument des Jahres 2021. „Deshalb haben wir die Veranstaltung ‚Orgel 21‘ genannt“, erklärt Pastoralreferentin Susanne Wübker. Ob Kantorin Noémi Rohloff, Kurkantoren oder Kurpastoren, Einheimische, Zweitwohnungsbesitzer oder Gäste – es finden sich (fast) immer Organisten, die drei bis vier Stücke zu Gehör bringen. Die Musik steht im Mittelpunkt und in Verbindung mit einem kirchlichen Thema – etwa einem Psalm. Aus der „Konserve“ musste die Orgelmusik bisher nicht eingespielt werden. „Ich lasse mir immer etwas einfallen“, so die Pas­toralreferentin. Für August und Oktober stehen die Organisten bereits fest, für die übrigen Monate können sich noch Musikerinnen und Musiker, die in St. Nikolaus buchstäblich alle Regis­ter ziehen möchten, bei Susanne Wübker für das „andächtige musikalische Vergnügen“ unter 04972 / 430 melden.