Archiv der Kategorie: Informationen aus den Kirchengemeinden

Fulminantes Klavierspektakel

Insulaner Dirk Heutelbeck spielt am 29. Juli im HDI
Der Insulaner Dirk Heutelbeck präsentiert teils bekannte, teils unbekanntere Stücke zwischen Rock und Pop mittels Stimme und Klavierbegleitung im „Haus der Insel“. Lieder von Moop Mama, Foo Fighters, Eric Clapton, Joris, Olli Schulz und vielen weiteren Interpreten garantieren einen abwechslungsreichen Abend. Geplant ist auch wieder eine kurze Gitarreneinlage.
Voraussichtlich wird es für ein paar Stücke einen Gastauftritt von Vertretern der Band „JahJahFunk“ aus Hamburg geben.
 „Wenn mir Stücke gefallen, setze ich mich einfach ans Klavier und gucke, ob sich was draus machen lässt“, skizziert Dirk Heutelbeck seine Songauswahl. Der Grundstein für das Klavierspielen wurde auf Langeoog gelegt, und zwar  „durch Unterricht bei der Lehrerin Helene Rübesam, die früher für die musikalische Bildung der gesamten Inselkinder zuständig war“, verrät der Musiker.
Das Konzert am Freitag, 29. Juli im HDI beginnt um 20 Uhr, Karten im Vorverkauf bei der Tourist-Info im HDI oder online erhältlich zum Preis von 10,– Euro, Restkarten zzgl. 2,– Euro an der Abendkasse.   -ut-

Von Bach bis Joplin

Nordwestdeutsches Kammerensemble spielt am 31. Juli in der Inselkirche 
Die Vollblutmusiker des renommierten Nordwestdeutschen Kammerensembles konnten nach der begeisterten Resonanz der letzten Jahre erneut für ein buntes Programm der Extraklasse gewonnen werden. Mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Ludwig van Beethoven,         Gabriel Fauré, Astor Piazzolla, Pat Ballard, Eberhardt Schmidt, Scott Joplin, George Shearing, Leonard Bernstein, Heinz Crucius und Vesco D’Orio nehmen sie ihr Publikum auf eine kurzweilige musikalische Zeitreise mit – wie immer mit Spielfreude, Virtuosität und Charme dargeboten.
Das beliebte Ensemble besteht aus den Violinisten Hansdieter Meier (Violine), Gunilt Gehl (Viola), Felix Meier (Violoncello) und Andreas Groll (Klavier).
Wo immer sie auftreten, sei es in Toronto, Miami, auf Kreuzfahrtschiffen oder in europäischen Konzertsälen, die Musiker werden überall von Publikum und Presse gelobt und gefeiert. Auch TV- und Rundfunksendungen (ARD Nachtkonzert, Radio Telefis Eireann, Dublin, Rundfunk Buffalo, New York, Radio St. Petersburg, Indiana Broadcasting, Schweizer Rundfunk DRS,  Zürich, NDR, WDR etc.) sowie CDs belegen die Qualität des  Ensembles. Das locker-launig moderierte Konzert garantiert einen vergnüglichen musikalischen Hochgenuss für die ganze Familie und begeistert nicht nur Klassikfreunde.
Das Nordwestdeutsche Kammerensemble wird am Sonntag, 31. Juli um 20 Uhr in der Inselkirche zu hören sein. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ ist erbeten.   -ut-

„Bleibe in Verbindung“

Solokonzert mit Liedermacher Clemens Bittlinger am 10. Juli in der Inselkirche
„Bleibe in Verbindung!“, das muss man den meisten Leuten nicht zweimal sagen, denn wir sind scheinbar ständig damit beschäftig, „in Verbindung“ zu bleiben. Es war ja auch noch nie so einfach, denn jede neue Generation von Smartphones bietet dazu via Text, Bild und Ton noch schnellere und qualitativ hochwertigere Möglichkeiten. „Pausenlos“ und hier kommt die Kehrseite dieser schönen, neuen, bunten Welt: Ständig vibriert das Handy, immer und überall, so scheint es, wird etwas fotografiert, gepostet und „geliked“. Wir verschleudern unsere kostbare Zeit mit Nichtigkeiten.
„Du musst nicht perfekt sein, aber bleibe in Verbindung“ (Richard Rohr). Dieses Leben wird gelingen, wenn wir mit den Menschen, die wir lieben und mit denen wir zusammenleben und -arbeiten, so in Verbindung bleiben, dass wir verstehen und fühlen, wie es wirklich um sie steht. Der oberflächliche Drang via sozialer Netzwerke mit möglichst vielen in Verbindung zu sein, bewirkt dabei das genaue Gegenteil.
Mit den 14 Songs seiner neuesten CD kommt der Liedermacher und Pfarrer Clemens Bittlinger den kostbaren Momenten des Lebens auf die Spur. Eines seiner altbewährten Rezepte lautet dabei: „Wer singt, vor allem wer viel singt, ist glücklicher und lebt länger!“ Wenn Menschen miteinander singen und musizieren entsteht eine Verbindung: Wir hören aufeinander, bilden einen gemeinsamen Klangkörper. Singen verbindet. Warum auch diese Erkenntnis ein Schlüssel zum Glück sein kann, das verrät der Liedermacher und Buchautor in seinem neuen Konzertprogramm. Lieder wie „Bleibe in Verbindung“ oder „endlich“ ermutigen, die glücklichen Momente im Alltag zu entdecken und zu pflegen. Mit seinen poetischen Songs wie „Kleider machen Leute“ oder „Könnte ich sein“ nimmt uns der Liedermacher mit auf die Reise zu fernen Ländern wie Jordanien, Indien oder Brasilien die er u. a. auch als musikalischer Botschafter der CBM bereist hat. Mehr über Clemens Bittlinger lesen Sie auf Seite 132.
Das Konzert am Sonntag, 10. Juli in der Inselkirche beginnt um 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten. -ut-

„Jetzt geht´s los“

Kinder- und Familienkonzert mit Liedermacher Clemens Bittlinger am 14. Juli in der Inselkirche
„Jetzt geht’s los“ – mit diesem Lied beginnt das Kinder- und   Familienkonzert von Clemens Bittlinger traditionell. Und im Nu hat der Liedermacher einen heißen Draht zu Groß und Klein. Es wird geklatscht, geschunkelt und mitgesungen. „Wie schön, dass wir zusammen sind“ heißt nicht nur eines der Mitsinglieder, sondern es beschreibt auch die besondere Atmosphäre dieser Familienkonzerte.
„Wer von Euch spielt ein Instrument?“ fragt der Sänger aus dem Odenwald und viele Finger schnellen nach oben – erstaunlich, wie viele unterschiedliche Instrumente da vertreten sind. „Doch jeder Mensch hat und spielt ein Instrument“ so plaudert der Liedermacher munter weiter: „unsere Stimme, unsere Hände und Füße, das alles sind Instrumente, mit denen wir Musik machen können“. Und das beweist gleich das nächste Lied „Ja, wir spielen alle in einer Band“. Und so geht es munter weiter: Über das Geburtstags- und Kartoffellied landet man schließlich in der Tierwelt und der lustigen Sprechmottete „Ich bin ein Frosch, quak, quak!“. Eine knappe Stunde verfliegt wie im Nu und alle versammeln sich unter dem Regenbogen und dem Segenslied: „Sei behütet auf deinen Wegen“.
Inspiriert durch die eigenen Kinder hat der Liedermacher und Pfarrer schon vor vielen Jahren auch Kinderlieder veröffentlicht. Manche davon sind sogar auf der Insel Langeoog entstanden, wie z. B. der mittlerweile bundesweit beliebte Song „Danke, du hast auch an mich gedacht!“
Das Konzert mit Clemens Bittlinger am Donnerstag, 14. Juli in der Inselkirche findet im Rahmen seines Kurpastorats auf Langeoog statt. Beginn ist um 15.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ gebeten. -ut-

Kurpastoren unterstützen Kirchengemeinden auf Langeoog

Monsignore Wolfgang Riedl und Pfarrer Clemens 
Bittlinger sind im Juli für Insulaner und Gäste da 
Urlaub – Zeit „die Seele baumeln“ zu lassen. Das mag ein Grund sein, warum Menschen ausgerechnet in den Ferien seelsorgerische Betreuung suchen: Weil sie wieder bei sich sind, weil sie ihr Innerstes frei vom Alltagsstress wieder spüren. Auf Langeoog werden die Evangelisch-lutherische Inselkirche und die  katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus von Kurpastoren unterstützt.
Aufgaben von Kurpastoren 
Kurpastoren teilen sich den Dienst mit dem Ortsgeistlichen für jeweils zwei bis vier Wochen, manchmal übernehmen sie auch seine Vertretung. Zum Dienst der Kurpastoren gehört die Gestaltung von Gottesdiensten, Vorträgen und Seelsorgegespräche. In der katholischen Gemeinde gehören auch Taufen und Trauungen dazu; bei den evangelischen Kurpastoren geschieht dies in Ausnahmefällen.
Welche Aufgaben, Erwartungen und Wünsche die Kurpastoren Wolfgang Riedl und Clemens Bittlinger mit ihrem Inselaufenthalt verknüpfen, haben sie der Utkieker-Redaktion verraten.
Kurpastor Wolfgang Riedl 
Vom 4. bis 25. Juli kümmert sich Kurpastor Wolfgang Riedl um die katholische Kirchengemeinde auf Langeoog und um Gäste, die Beistand und Gespräche suchen. Über seinen Werdegang sagt er: „Ich komme aus Bayern, genauer aus der Diözese Regensburg. Mit 70 Jahren bin ich in den Ruhestand gegangen und wohne seitdem in Metten an der Donau, zwischen Regensburg und Passau gelegen. Hier in Metten ist ein Benediktinerkloster und wenn ich keine Aushilfe zu machen habe, dann kann ich mit den Patres des Klosters konzelebrieren.
Mit „Aushilfe“ ist meine Tätigkeit seit fünf Jahren umschrieben. Ich übernehme Gottesdienste und Predigten, Taufen und Hochzeiten, helfe Kollegen bei Krankheit und mache Ferienaushilfe. Dieses Jahr im Juli drei Wochen auf Langeoog und im August vier Wochen in den beiden Deggendorfer Stadtpfarreien.
In der Stadtpfarrei St. Martin war ich vorher 24 Jahre lang Stadtpfarrer, von 1993 bis 2017. Außerdem begleite ich für das Bayerische Pilgerbüro Wallfahrer ins Hl. Land, nach Fatima und Lourdes, nach Rom und Santiago. Mein Kalender ist gut gefüllt und solange mir Gott die Kraft und die Gesundheit schenkt, werde ich gerne weiterhin „aushelfen“.
1. Was hat Sie motiviert, Kurpastor auf Langeoog zu werden?
Letztes Jahr – 2021 – war ich zwei Wochen im Mai auf Langeoog als Kurpastor tätig und in dieser Zeit war die Insel durch die Quarantäne relativ abgeschnitten vom Festland. Deshalb habe ich mich für dieses Jahr nochmals beworben und die   Pastoralreferentin, Frau Susanne Wübker, hat mich eingeteilt. So freue ich mich, den „Normalbetrieb“ auf der Insel und in der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus kennen zu lernen.
2. Worin unterscheidet sich die Insel-Gemeinde von anderen Gemeinden? 
Die Inselgemeinde ist in der Ferienzeit zweigeteilt. Einmal die Menschen, die ständig hier wohnen und dann die Feriengäste auf der Insel. Insofern unterscheidet sich die Inselgemeinde von einer Pfarrei auf dem Festland. Dort ist die Gemeinde relativ gleichbleibend, hier auf der Insel wechseln die Gottesdienstbesucher häufiger.
3. Welche Gründe veranlassen die Menschen, sich in ihren Ferien an einen Seelsorger zu wenden? 
Menschen in Ferien haben mehr Zeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Dann tauchen oft Fragen und Probleme auf, die sie mit einem Seelsorger besprechen wollen. Dafür will ich gerne ein Ohr haben.
4. Welche Themen möchten Sie in Ihren Gottesdiensten ansprechen und warum? 
In den Gottesdiensten werde ich die Themen ansprechen, die von der Liturgie der Kirche vorgegeben sind. Bei jeder Messe ist eine Lesung und ein Evangelium vorgeschrieben und natürlich werde ich mich an diese Leseordnung halten und am Sonntag darüber predigen. Außerdem biete ich einen Vortrag an zum Thema: „Die Juden – unsere älteren Brüder.“
5. Was möchten Sie gerne in Ihrer Freizeit auf der Insel erleben? 
In der Freizeit möchte ich die gute Meerluft genießen bei Wanderungen und Radfahrten. Und ich freue mich auf das Baden in der Nordsee, denn letztes Jahr im Mai war es dazu doch zu kalt. Weil ich gerne Fisch esse, freue ich mich auf frischen Fisch und Meeresfrüchte. Ganz bestimmt werde ich keine Langeweile haben, weil Langeoog viel zu bieten hat.
Kurpastor Clemens Bittlinger 
Vom 7. bis 24. Juli kümmert sich Kurpastor Clemens Bittlinger um die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde auf Langeoog und um Gäste, die Beistand und Gespräche suchen. Clemens Bittlinger, Pfarrer und Buchautor, ist vor allem eines: Liedermacher. Über 4.000 Konzerte in den vergangenen vier Jahrzehnten, 38 veröffentlichte CDs mit einer Gesamtauflage von rund 400.000 verkauften Exemplaren machen den preisgekrönten Singer-Song-writer zu einem der erfolgreichsten    Interpreten seines Genres. Längst haben einige seiner Lieder in zum Teil millionenfacher Auflage den Weg ins allgemeine Liedgut der Kirchengemeinden gefunden. Clemens Bittlinger ist außerdem Pfarrer für Mission & Ökumene im Dekanat Darmstadt, ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt im Odenwald.
1. Was hat Sie motiviert, Kurpastor auf Langeoog zu werden? 
Seit über zehn Jahren bin ich jeden Sommer als Kurpastor auf der Insel Langeoog. Ich mag einfach diese Insel und die Leute, die hier leben und die hier Urlaub machen. Das Fairtrade Konzept der Gemeinde und die Zusammenarbeit mit den Ehren- und Hauptamtlichen ist entspannt und freundschaftlich. So manches Lied ist hier entstanden (z. B. das Kinderlied „Danke du hast auch an mich gedacht!“:
2. Worin unterscheidet sich die Insel-Gemeinde von anderen Gemeinden? 
Naja, die Kerngemeinde, also die Insulaner, machen ja in der Urlaubszeit nur einen kleinen Teil der Gottesdienstbesuchenden aus. Ich bin immer ganz erfreut, wenn ich einer/m waschechten Insulaner*in begegnen darf. Ansonsten kommt man als Kurpastor mit Menschen aus aller Welt in Kontakt, die in der Regel sehr entspannt und aufnahmebereit sind.
3. Welche Gründe veranlassen die Menschen, sich in ihren Ferien an einen Seelsorger zu wenden? 
Wenn jemand im Urlaub plötzlich Zeit hat, das eigene Leben zu überdenken, dann tut es mitunter gut, sich eine/n erfahrenen, vertrauenswürdigen Gesprächspartner oder -partnerin zu suchen. Ich lebe ja nicht an deren Ort, sondern bin dann wieder weg. Wir begegnen uns danach (wahrscheinlich) ja nicht mehr. Es tut aber vor allem auch gut, in die singende und betende Gemeinschaft anderer Christinnen und Christen gewissermaßen einzutauchen.
4. Welche Themen möchten Sie in Ihren Gottesdiensten ansprechen und warum? 
Es geht immer um das Thema „Beziehungen“. Von dem amerikanischen Franziskanerpater Richard Rohr stammt der Satz: „You don’t need to be perfect, but be connectet!“ – „Du musst nicht perfekt sein, aber sei verbunden mit den Menschen, mit denen du zu tun hast und mit denen du zusammenlebst und sei dabei auch verbunden mit Gott!“ Außerdem gestalte ich immer sehr gerne einen Gottesdienst über das Lied „Lili Marleen“ und die Sängerin Lale Andersen. Und Musik spielt bei    unseren Gottesdiensten und Konzerten immer eine ganz wichtige Rolle, wir singen viel miteinander und diesmal ist sogar mein Pianist David Plüss aus der Schweiz mit im Boot“. Das wird besonders schön!
5. Was möchten Sie gerne in Ihrer Freizeit auf der Insel erleben? 
Ich möchte mich viel bewegen: Walken, Rad fahren, schwimmen und Golf spielen. Mit Freunden werden wir gut essen und trinken und wenn es die Zeit zulässt, auch miteinander spielen.

„Unsere Erde“ – Teil 1

Naturdokumentarfilm am 4. Juli im „Haus der Insel“
Von der Arktis bis zur Antarktis zeigt der Teil 1 den Lebenskreislauf eines ganzen Jahres auf dem Planeten. Wir begeben uns auf eine Reise um den Erdball. Dabei begegnen wir drei Muttertieren, die um das Überleben ihrer Jungen kämpfen. Mit den ersten Strahlen der Frühlingssonne erwacht in der Arktis eine Eisbärenfamilie: Wird es ihr gelingen, noch Nahrung zu finden, bevor   das so lebensnotwendige Eis schmelzen wird? Am anderen Ende der Welt, im Herzen der Kalahari-Wüste, versuchen eine Elefantenkuh und ihr Junges nach einer gefahrvollen Wanderung das lebensrettende Wasserloch zu errei- chen. Auf unserem letzten Reiseabschnitt folgen wir einer Buckelwalmutter. Sie muss es schaffen, ihr Jungtier sicher vom Äquator bis zur Arktis zu bringen – eine Distanz von mindestens 6000 Kilometern.
Keinem Film ist es zuvor gelungen, dieses Naturschauspiel in seiner ganzen epischen Vielfalt einzufangen und dabei das Leben der Hauptdarsteller – Eisbären, Elefanten und Buckelwale – so ergreifend zu erzählen.
Beginn des 90-minütigen Dokumentarfilms am  Montag, 4. Juli im „Haus der Insel“ ist um 17 Uhr. Karten (8,– Euro/5,– Euro) erhalten Sie in der Tourist-Info im HDI oder online.
Am 7. Juli folgt „Unsere Erde, Teil 2“. Die Fortsetzung zeigt den Ablauf eines einzigen Tages im Leben des Planeten. Das vergünstigte Kombiticket für Teil 1 und 2 ist nur in der Tourist-Info erhältlich. -ut-

Frischer Wind aus unterschiedlichen Richtungen

Konzert mit dem Duo Manfred Fränkel & Gert Lueken am 12. Juni in der Inselkirche
Manfred Fränkel (Akkordeon) und Gert Lueken (Klarinette, Saxophon) waren viele Jahre Kollegen an der Kreismusikschule Rotenburg und haben immer wieder bei verschiedenen Gelegenheiten zusammen Musik gemacht. Nun haben sie daraus ein abendfüllendes Programm zusammenge-stellt.
Der Großteil des Repertoires gilt ihrer gemeinsamen Liebe für die traditionelle jüdische Klezmermusik, die oftmals schwankt zwischen überschäumender Lebensfreude und sehnsüchtiger Melancholie. In den letzten 40 Jahren hat die Klezmermusik, vor allem durch den argentinisch-israelischen Klarinettisten Giora Feidman, große Popularität erlangt.
Darüber hinaus gibt es einige wunderschöne Tango-Kompositionen, folkloristische Balkan-Tänze sowie ein bisschen französische Musette. Manfred Fränkel hat die Stücke in vielfältiger Weise für diese Besetzung arrangiert. Der Bogen ist weit gespannt und gibt Raum für Improvisationen und vielerlei Emotionen.
Gert Lueken studierte Klarinette und Klavier und Musikpädagogik an der Hochschule für Musik in Bremen und ist Schulleiter der Kreismusikschule Rotenburg. Seit vielen Jahren ist er als Kammermusiker mit Klarinette und als Saxophonist mit Orgel musikalisch unterwegs.
Manfred Fränkel erhielt seine Akkordeon-Ausbildung in Süddeutschland unter starkem Einfluss der dortigen traditionellen Musik. Er spielt und spielte in den unterschiedlichsten Besetzungen, auch mit klassischem Repertoire, Tango, Jazz bis hin zur freien Improvisation.
Beginn des Konzertes am Sonntag, 12. Juni ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zugunsten der Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. -ut-

„Das große Tor von Kiew“

Orgelimprovisationskonzert mit Joachim Thoms am 26. Juni in der Inselkirche 
Konzertorganist Joachim Thoms hat sein neues Programm  unter dem Eindruck der erschütternden Ereignisse in der Ukraine entwickelt. „Namentlich der der völkerrechtswidrigen Invasion russischer Truppen in die Ukraine vom 24. Februar, die bis heute andauert. Dieser Krieg hat uns und die ganze freie Welt in eine Ohnmacht gestürzt, die sie hilflos zusehen lässt, wie ein Land vernichtet wird und unsagbares Leid, Tod und Schmerz über dessen Bewohner gebracht wird. Ein Trauma das wir so leicht nicht wieder los werden. Dennoch. Wir dürfen wir uns nicht dazu hinreißen lassen, nun alles Russische abzulehnen. Das Programm macht es sich zur Aufgabe, russische Komponisten gemeinsam mit Komponisten anderer Nationen für den Frieden musizieren zu lassen”, so Joachim Thoms.
Als Eröffnung erklingt ein sinfonischer Satz, der das Thema                                                                                 des „Großen Tor‘s von Kiew“ von Modest Mussorgsky mit der ukrainischen Nationalhymne verbindet. Im weiteren Verlauf   erklingt eine Fantasie über das Thema des „ Klavierkonzerts  Nr. 3” von Sergej Rachmaninow mit dem langsamen Satz aus Mozarts Klarinettenkonzert. Auch ein Rondo alla „Säbeltanz“ wird in einem Atemzug mit der „Höhle des Bergkönigs“ und „ Peter und der Wolf“ verwoben – Musik verbindet oft Gegensätzliches zu einem großen Ganzen. Das Konzert wird von Joachim Thoms an der Orgel improvisiert und moderiert. Der im Havelland aufgewachsene Organist absolvierte ein Kirchenmusikstudium in Görlitz und ein Orgelimprovisationsstudium in Greifswald.
„Das große Tor von Kiew“ wird am Sonntag, 26. Juni um 20 Uhr in der Inselkirche zu hören sein. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ ist erbeten.   -ut-

„Zwischen Folk, Klassik und Filmmusik”

Cello und Piano mit dem Hübner-Schönfelder-Duo am 19. Juni in der Inselkirche
Komponist und Pianist Falk Schönfelder und Cellist Matthias Hübner verbinden ihren jeweiligen musikalischen Background zu einem klangintensiven Dialog, der zwischen freudiger Leichtigkeit und verträumtem Tiefsinn hin- und herpendelt. Das Duo nutzt Cello und Klavier auf moderne und vielfältige Weise. Trotz ihrer klassischen Ausbildung sind beide Musiker absolute Grenzgänger auf ihrem jeweiligen Instrument. So wandert ihr aus Eigenkompositionen bestehendes Programm von großen Klangsphären zu transzendentalen Momenten und bleibt dabei rhythmisch mitreißend, verspielt und sehr experimentierfreudig.
Beide Musiker sind seit vielen Jahren in verschiedenen Formationen und Stilrichtungen unterwegs, veröffentlichten CDs und sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe.
Falk Schönfelder machte sich als Filmmusikkomponist diverser Dokumentationsfilme (z.B. „Weit“) und als Musikproduzent verschiedener Theaterstücke und Filmmusiken einen Namen. Als Pianist ist er seit Jahren zwischen größeren Rockbands und kleinen kammermusikalischen Besetzungen aktiv.
Matthias Hübner ist mehrfacher Gewinner internationaler Songwriting-Contests und spielt bis zu 100 Konzerte im Jahr. Der Künstler erschuf über die Jahre intensiver Konzerttätigkeit eine eigene Klangsprache. Das Spezielle seiner Musik ist der besondere Einsatz des Cellos, das mit seinem fesselnden Sound an die menschliche Stimme erinnert.
Das Konzert am Sonntag, 19. Juni in der Inselkirche beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“  gebeten. -ut

Mit Volldampf in die Katastrophe?

Karikaturen-Ausstellung aus Ost- und Westeuropa zu Umweltkrise und Klimawandel vom 5. bis 18. Mai

Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind wesentliche Bereiche ökumenischen Handelns. Mit spitzer Feder haben Künstlerinnen und Künstler aus Osteuropa und aus Westeuropa anschaulich zu Papier gebracht, wo Gottes guter Erde durch Menschen Gewalt angetan wird. In der Ausstellung „Mit Volldampf in die Katastrophe?“ zeigt beispielhaft der Blick auf hohen Schadstoffausstoß der Kohlekraftwerke im bulgarischen Ostmariza, auf illegale Abholzung in der Ukraine oder Rumänien und auf wilde Müllkippen in Albanien, welcher gravierenden Schädigung die Umwelt allenthalben ausgesetzt ist. Die Bilder der ost- und westeuropäischen Karikaturisten belegen, wie unterschiedlich die wirtschaftlichen Realitäten und gesellschaftlichen Prägungen sind und wie verschieden ihre Wahrnehmungen und Ausdrucksformen. Dennoch eint alle die Sorge um das „gemeinsame Haus“, wie Papst Franziskus unsere Erde in seiner Enzyklika „Laudato sí“ nennt. So trägt diese Ausstellung dazu bei, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Aufgrund der großen Anzahl der Bilder wird die Ausstellung je zur Hälfte in der evangelischen Inselkirche und in der katholischen Kirche St. Nikolaus zu den täglichen Öffnungszeiten gezeigt. Die Karikaturen-Ausstellung ist vom 5. zum 18. Mai in St. Nikolaus und in der Inselkirche zu sehen. Die Vernissage findet am Donnerstag, 5. Mai um 16 Uhr in St. Nikolaus und anschließend in der Inselkirche statt. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten beider Kirchen zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.

Ausstellungskatalog
Zur Ausstellung gibt es auch einen Katalog, der alle Zeichnungen enthält sowie kurze Beschreibungen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Einige, Thomas Plaßmann etwa oder Vladimir Kazanevsky aus der Ukraine, stellen sich jeweils 7 Fragen zu ihrem Engagement für die Ausstellung, ihrem persönlichen Umweltverhalten oder ihren Zukunftsgedanken. Der Katalog ist in der Ausstellung zu erhalten.