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Die Liebe zum Besonderen

Seit fünf Jahren bietet das „Glücks-Lädchen“ Artikel aus nachhaltiger Produktion
Beim Betreten des „Glücks-Lädchens“ in der Kirchstraße bekommen Besucher strahlende Augen. An den mit viel Liebe zum Besonderen ausgesuchten Artikeln kann man sich kaum sattsehen: zauberhafte Handpuppen aus der Welt der Fantasie, filigrane   Figuren, die man aus hauchdünnen Holzkarten herauslösen und zusammenbauen kann, Dekorationen und Pop-up-Karten mit Motiven von Langeoog, kunterbunte Barfuß-Schuhe, federleichte Schals, Pullover, Jacken und Mützen aus kuschelweicher  Merinowolle und Hanf, dänische Stickereien und farbenfrohe Stränge handgefärbter Merinowolle – in den drei Räumen des „Glücks-Lädchens“ gibt es immer wieder Neues zu entdecken.
Inhaberin Britta Freist hat ein Faible für ausgefallene Dinge. Eines aber haben alle gemeinsam: Sie sind fair gehandelt und stammen aus nachhaltiger Produktion. „Ich kenne alle meine Lieferanten persönlich. Die Waren kommen aus kleinen Familienbetrieben, Behindertenwerkstätten, aus Projekten und von unseren Insulanern.“ Die Dinge, die Britta Freist für ihre Kunden einkauft, finden nach ihren Worten von selbst zu ihr: „Ich lasse mich von ihnen entdecken“, verrät sie mit einem verschmitzten Lächeln.
So auch die Schokolade aus Ur-Kakao: „Ich habe von einem Projekt zweier Tropenbiologen erfahren, bei dem peruanische Bauern in einer Kooperative biozertifizierten Chuncho-Kakao anbauen. Dabei achten sie darauf, dass der Lebensraum der Tiere auf 900 Quadratmetern Regenwald erhalten bleibt. So betreiben sie aktiven Biodiversitäts-, Wasser- und Klimaschutz. Für mich war gleich klar: Diese Schokolade möchte ich hier anbieten“, erinnert sich Britta Freist. Und so kann man nun im „Glücks-Lädchen“ unter drei Sorten wählen und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
In ihrem Seminarraum hat Britta Freist einen Haspler und einen Wollwickler aufgebaut. „Gegen eine kleine Spende wickele ich dort die handgefärbten Merino-Stränge aus meinem Geschäft für meine Kunden zu Wollknäueln. Den Erlös möchte ich am Ende der Saison den hiesigen Seenot-rettern zur Verfügung stellen“, hat sie sich als Projekt zum fünfjährigen Bestehen des „Glücks-Lädchens“ vorgenom- men. „Und sobald ich wieder darf, biete ich im Seminarraum wieder kreative Kurse an“, hofft Britta Freist auf ein baldiges Ende der Corona-Einschränkungen. -sbo-
Aktuelle Info: Ab sofort sind Kurse möglich! Termine stehen hier im „Utkieker“-Veranstaltungskalender.

Kräftige Farben strahlen Lebensfreude aus

Aktuelle Trends in der „Buddelei“: Auch der Friesennerz ist wieder gefragt
Klare und kräftige Farben bestimmen den Trend der diesjährigen Damenmode. Ob unifarben in Gelb, Blau, Rot oder Grün, ob in einem modernen Farbmix oder mit fantasievollem Design – die Freizeitmode strahlt pure Lebensfreude aus und zeigt den Spaß am Leben. Dieses Lebensgefühl vermittelt auch die aktuelle Kollektion in der „Buddelei“.
Im Fachgeschäft für Urlaubsmoden dreht sich in diesem Jahr alles um die bunte Welt der Oberbekleidung. Allem voran steht dabei das Sweatshirt als Zeichen für Lebensfreude. Das lässige Kleidungsstück kann mittlerweile auch im Büro getragen werden, ob als Hoodie, Sweatjacke oder Crewneck-/Rundhals-Pullover. Sweats sind vielseitig zu tragen. Dabei gibt es das trendige Bekleidungsstück vom lässigen Schnitt bis hin zu körpernahen Formen. Und nicht zuletzt sind Sweats mittlerweile für jede Jahreszeit zu haben – ob dünn im Sommer, etwas dicker für die Übergangszeit oder innen aufgeraut für den Winter.
Neben Sweatshirts sind auch T-Shirts in diesem Jahr wieder sehr gefragt: „Sie vermitteln Lässigkeit“, nennt Olaf Hube, Inhaber und Geschäftsführer der „Buddelei“, einen Grund. „Es sind viele kreative Ideen auf dem Markt, ob mit flotten Sprüchen oder fantasievollen Designs.“ Etliche Kunden nutzen die trendigen Shirts auch, um ein Statement zu setzen oder zu zeigen, was in einem steckt. „Immer kreativ, sehr individuell und liebevoll“, sagt Olaf Hube.
Die Wünsche der Kunden haben sich in den letzten Jahren gewandelt, das merkt auch das Fachgeschäft in der Barkhausenstraße 14. So ist ein klarer Trend weg von der „Fast Fashion“ hin zu nachhaltig produzierter Mode zu spüren: robuster und lang-lebiger soll die Mode sein. „Stabilere Materialien, bessere Stoffe – die Kunden wünschen sich mehr Qualität“, weiß Olaf Hube, der den Familienbetrieb in zweiter Generation führt. Zu seiner Freude können immer mehr Hersteller diese Nachhaltigkeit leben und werden zertifiziert. Sollte dieses Zertifikat noch fehlen, überzeugt sich Olaf Hube auch selbst bei den Produzenten und schafft so die Basis einer vertrauensvollen und lang anhaltenden Partnerschaft.
Bekenntnis zur See
In der „Buddelei“ ist neben der aktuellen Kollektion an Ober­bekleidung auch ein Klassiker zu haben: der Friesennerz. Der traditionell gelbe Regenmantel war vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren sehr beliebt, wurde ursprünglich insbesondere von Berufsfischern und im Segelsport getragen. Durch sein leuchtendes Gelb war er weithin sichtbar und sorgte dank seines wasserdichten Trägermaterials für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf der rauen See.
Heute ist der Friesennerz wieder ein gefragtes Kleidungsstück, nicht nur für Nordseeliebhaber. „Die Küstenurlauber zeigen damit ein klares Bekenntnis zum Leben im maritimen Lebensraum“, stellt Olaf Hube fest. „Es ist fast eine Lebenseinstellung, so eine unbestechlich klar positionierte Jacke zu tragen.“ Denn gleich, wo die Jacke getragen wird: Sie weckt Kindheitserinnerungen und zeigt die Verbundenheit des Besitzers zur See, verbunden mit Liebe zur Weite, Sand, Wind und Meer. Und trotz aller Tradition – den Friesennerz gibt es heute natürlich auch in weiteren Farben, auch wenn Gelb mit Abstand die wichtigste Farbe ist und bleibt.
Besonderer Trend
Mit Taschen aus gebrauchtem Segeltuch gibt es ein weiteres Highlight in der „Buddelei“. Dieses unglaublich robuste Material wird in Deutschland zu schmucken Umhängetaschen verarbeitet und mit maritimen Motiven versehen. Damit wird jede Tasche zu einem Unikat und persönlichen Schmuckstück. „Man sieht den Taschen den vorherigen Gebrauch als Segel an, das macht sie so individuell“, erklärt Olaf Hube diesen besonderen Trend.
Neben der aktuellen Auswahl an Segeltuchtaschen wird die „Buddelei“ schon in Kürze eine ganz besondere Kollektion im Angebot haben. Ab Mitte des Monats sind dann individuell und exklusiv für die „Buddelei“ designte Taschen erhältlich, die etwa ein Motiv der Insel Langeoog, eine Kompassrose oder den Austernfischer tragen. „Wir freuen uns auf ‚Made in Germany‘ und exklusives Design in der Buddelei“, sagt Olaf Hube. -ut-

Das A und O ist die Frische

Vielfältiger Frische-Spezialist: „Kramps Lütje Laden“ 
in der Barkhausenstraße
Wer nach Stauden, Pflanzen oder frischem Obst und Gemüse sucht, wird in der Barkhausenstraße 20 in „Kramps Lütje Laden“ fündig. Montags bis samstags von 7.00 bis 18.30 Uhr und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr öffnen Britta und Mario Kramp hier die Türen ihres Geschäfts – nach Corona und in der Saison täglich von 7.00 bis 20.00 Uhr. Dabei legt das Ehepaar besonders viel Wert auf regionale Produkte, Qualität und natürlich auf die Frische.
Erst im vorigen Jahr wurde aus „Kramps Koopladen“ der „Lütje Laden“. Die hellen und modernen Geschäftsräume bieten ausreichend Platz für ein vielfältiges Warenangebot. Gleichzeitig mit dem Umzug von der Hauptstraße ins neue Domizil wurde auch ein neues intelligentes Warenwirtschaftssystem eingeführt, auf das die Eheleute besonders stolz sind. Denn mit diesem bestellt sich die Ware automatisch nach. „Wir können dank der neuen Software unseren Verkauf auswerten. Gleichzeitig löst das Sys­tem neue Bestellungen aus, sodass wir bis zu fünf Mal pro Woche mit frischer Ware beliefert werden können“, erzählt Mario Kramp.
Dank dieser Innovation verfügt „Kramps Lütje Laden“ damit als erster der Insel über die Möglichkeit, täglich das Sortiment an Obst und Gemüse, aber auch an Blumen, Gartenpflanzen und gekühlter Ware aufzufüllen. „Wir bieten unseren Kunden eine Frische-Garantie“, ergänzt Britta Kramp.
Dabei legen die Kaufleute so weit wie möglich Wert auf Produkte regionaler Erzeuger. Als einziger Lebensmittelhändler auf Langeoog hat der „Lütje Laden“ beispielsweise die „Auricher Eier aus Freilandhaltung“ im Angebot. Außerdem gibt es Milchprodukte aus dem Ammerland oder frische Äpfel und Beeren vom Obsthof Poppinga in Dornum. Auch haltbare Leckereien von Heiko Blume aus Friedeburg oder ein köstlicher Tropfen von Wein Wolff sind im reichhaltigen Angebot zu finden. Zukünftig wollen Britta und Mario Kramp ihr Angebot noch um hiesige Kartoffeln erweitern.
Zu dem „sehr guten Sortiment auf relativ kleiner Fläche“ gehöre auch ein breit gefächertes Angebot an Bio-Produkten, erklärt Britta Kramp. Insbesondere sind hier Artikel von Alnatura, Demeter oder der Eigenmarke Edeka Bio zu finden. Dabei wird auch der zunehmende Bedarf an vegetarischen und veganen Produkten berücksichtigt. Die Nachfrage von Insulanern und Besuchern steige dabei gleichermaßen an: „Unsere Gäste probieren im Urlaub gern mal etwas Neues aus oder kaufen schon aus Prinzip bewusster ein“, sagt Mario Kramp, der im letzten Jahr zum festen Bestandteil des Einzelhandelsgeschäfts wurde und die Zeit davor seine Frau Britta bereits tatkräftig unterstützte.
Bio-Produkte sind aber nicht nur im Lebensmittelbereich zu finden. So gibt es in „Kramps Lütje Laden“ auch frische Schnittblumen, Pflanzen oder Setzlinge für Salat, Kohlrabi oder Erdbeeren in Bio-Qualität. Und selbstverständlich auch Stauden und Topfpflanzen für den Balkon oder eigenen Garten, beispielsweise Petunien oder Sonnenblumen. Wer etwas für die Insekten tun möchte, findet außerdem den großblättrigen Efeu: Dessen Blüten werden stark von Bienen, Hummeln und Schwebfliegen angeflogen. – Weitere Infos rund um den „Lütje Laden“ sind auch im Internet auf www.kramps-langeoog.de zu finden. -ut-

Das Inselcenter bietet für jeden etwas

Eine Fülle an Artikeln, die den Urlaub zu etwas Besonderem machen

207-2Gummistiefel erleben seit einiger Zeit eine Art Renaissance. Gab es sie früher nur als eher konservative Ausführung – unifarben mit Stulpe zum Schnüren, so hat sich die Vielfalt seitdem enorm vergrößert. Das Inselcenter an der Barkhausenstraße 1, Eingang Hauptstraße hält eine große Auswahl bereit, die vom stylishen Auftritt bei „Schietwetter“ bis hin zur handfesten Wattwanderung reicht. Oftmals sieht man dem regendichten Schuhwerk, das in verschiedenen Schafthöhen erhältlich ist, seine Herkunft gar nicht mehr an. 207-1Gummistiefel sind sozusagen salonfähig geworden und als   Accessoire ein modischer Hingucker, der in fröhlichen Farben daherkommt und dem tristen Regenwetter trotzt.
Das Inselcenter hat allerdings viel mehr zu bieten und hält für seine Kunden ein umfangreiches Sortiment bereit. Wer für die Radtour einen Rucksack benötigt oder eine Tasche für den Spaziergang, wird hier sicher fündig. Zudem findet man hochwertige Portemonnaies aus Leder, an denen man lange Freude hat. Eher in Richtung Mitbringsel aus dem Urlaub orientieren sich maritime Accessoires wie der Miniatur-Wasserturm, Holzkutter oder Fische zum Dekorieren. Für 207-4jeden Geschmack ist hier etwas dabei. Nicht fehlen dürfen natürlich Postkarten, von denen es eine umfangreiche Auswahl mit ansprechenden Motiven gibt. Ebenfalls gerne mitgenommen werden die handgesiedeten Naturseifen der Manufaktur „Moosmed“ aus Bad Oeynhausen. Für Langeoog wurden eigens die Duftnoten „Hecken­rose“, „Sanddorn“ und „Meeresalge“ aufgelegt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Duftnoten. Im Urlaub lernt man häufig Gesellschaftsspiele wieder zu schätzen und erlebt, wie viel Freude sie mit der Familie oder Freunden machen. Neben dem Klassiker „Monopoly“ oder „Mensch ärgere Dich nicht“ sind weitere kurzweilige Spiele im Angebot. Eine tolle Alternative zu Apps via Smartphone oder Tablet. Das Inselcenter ist jedenfalls einen Besuch wert.

Alpaka-Wolle bietet etliche Vorzüge

Abolengo de Alpaca auf Langeoog kommt gut an

216-1Nicht nur Urlaubsgäste wissen Langeoog zu schätzen – auch eine kleine Herde Alpakas genießt seit 2016 für einige Wochen im Jahr ihre Sommerfrische auf der Nordseeinsel. Ursprünglich stand dahinter ein ungewöhnlicher Versuch: Die Züchterfamilie Näsemann aus dem westfälischen Lüdinghausen wollte wissen, ob sich die klimatischen Bedingungen Langeoogs positiv auf die Alpaka-Hengste auswirken. Sowohl Seeluft als auch das Weidegras taten den putzigen Tieren scheinbar so gut, dass seitdem im Sommer die Zuchthengste auf der Insel kuren.
216-2Ihren Anfang nahm die Zucht 2004, als die ersten Alpakas in Lüdinghausen auf dem „Gut Aldenhövel“ eintrafen. Inzwischen befinden sich ständig rund 80 Tiere auf dem Anwesen. Das Alpaka (Vicugna pacos) ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierte Kamelform, die vorwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet wird. Die Tiere können dank ihres besonders aufgebauten Fells Temperaturschwankungen von – 25 bis +18 Grad Celsius problemlos ausgleichen. Das außergewöhnliche Vlies der Alpakas verarbeitet Familie Näsemann hauptsächlich für Steppdecken. Bereits in vierter Generation werden im familiengeführten Unternehmen mit verschiedenen Filialen Bettwaren und Matratzen unter der Marke DORMA VITA® produziert. Durch langjährige Erfahrung der Alpaka-Zucht entstanden unzählige weltweite Freundschaften sowie ein Netz aus Busi­ness-Partnern. Zudem werden etliche soziale Projekte in Peru unterstützt.
216-4Neben dem Hofladen und Online-Shop gibt es seit zwei Jahren auf Langeoog den Laden „Abolengo de Alpaca“ am Schniederdamm beim Ponyhof „To’n Peerstall“. Dort werden hochwertige Artikel wie Schals, Capes, Jacken, Mützen, Socken, Matratzen, Bettdecken und vieles mehr angeboten. Ein Griff allein verrät schon die hervorragende Qualität dieses einzigartigen Naturproduktes. „Es ist einfach wunderbar flauschig und darüber hinaus allergikergeeignet“, berichtet Claudia Frech. Die Langeoogerin, vielen Kunden auch zusammen mit ihrem Mann Bernd Frech als Betreiber der „Weinperle“ in der Barkhausenstraße 7 bekannt, führt den Langeooger Alpaca-Laden von April bis Oktober montags bis samstags von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Um ihre Kunden, darunter bereits etliche Stammkunden, optimal beraten zu können, besuchte die Schwäbin im März das „Gut Aldenhövel“, um sich dort intensiv zu informieren. Im Frühjahr werden die Tiere übrigens geschoren. Rund acht Minuten benötigt ein professioneller Alpaka-Scherer für ein ausgewachsenes Tier, das bis zu 3 kg Wolle auf seinem Körper trägt. Anfang Juni werden die Sommerfrischler mit südamerikanischen Wurzeln übrigens wieder für ein paar Wochen ostfriesische Nordseeluft auf Langeoog genießen.

„Auftritt auf Langeoog“

Neues Schuhgeschäft auf der Insel hat eröffnet

143-2„Seit einigen Jahren gab es auf Langeoog kein Schuhgeschäft mehr“, erzählt Bettina Wilken. Vor Kurzem wurde diese Versorgungslücke nun geschlossen. Mit „Auftritt auf Langeoog“ eröffnete die Familie Wilken am 3. März den Footwear-Store „Auftritt auf Langeoog“. Mit dem Laden haben die Inhaber eine zündende Idee gehabt, die von den Einheimischen und Inselgästen gleichermaßen gut angenommen wird. „Unser Sortiment richtet sich an Kinder und Erwachsene und besitzt eine sportlich bis sportlich-elegante Ausrichtung“, so Geschäftsführerin 143-3Dijana Duvnjak, Partnerin von Kevin Wilken. Von Schuhgröße 25 bis 47 finden Kunden eine gut sortierte Auswahl an „alteingesessenen“ Marken wie Lloyd, Camel, Birkenstock oder Ecco. Weiterhin ist im Komfort­bereich „Hassia“ ein Begriff. Darüber hinaus sind auch weniger bekannte Labels wie P448 oder D.A.T.E. mit hochwertigen und angesagten Sneakern vertreten. Von Giorgio 1958 stammen hingegen ausdrucksstarke Schuhe in moderner Eleganz. „Made in Green“ sind zudem die 143-4Kinderschuhe von „natural world“ aus Baumwolle und Kaut­schuk, die nicht nur   umweltschonend hergestellt werden, sondern auch ökologisch unbedenklich sind. Selbstverständlich wird das gesamte Schuhangebot noch erweitert und aktualisiert.
Der „Auftritt auf Langeoog“ an der Barkhausenstraße 9a ist geöffnet montags bis freitags von 10.00 bis 12.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr, samstags von 10.00 bis 12.30 Uhr (nachmittags geschlossen) und sonntags von 10.30 bis 12.30 Uhr.

Kramps Koopladen mit noch größerem Sortiment

„Too good to go“, Bio-Eier aus Bruderküken-Initiative sowie veganes Sortiment kommen gut an

Mehr als ein Drittel aller Lebensmittel landen im Müll. Um dieser sinnlosen Verschwendung zu begegnen, haben findige Tüftler die App „Too good to go“ entwickelt, über die überproduzierte Lebensmittel oder solche, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum bald abgelaufen ist, zu günstigeren Preisen verkauft werden. Mittlerweile wird das Konzept seit seinem Start vor drei Jahren in sieben europäischen Ländern angeboten. Aktuell beteiligen sich über 5.000 gastronomische Betriebe und Einzelhandelsgeschäfte sowie mehr als drei Millionen Nutzer an diesem Projekt. Seit Jahresbeginn ist auch „Kramps Koopladen“ auf Langeoog Mitglied der Community. 111-2„Wir packen Überraschungs­tüten mit einem ausgewogenen Warenangebot von mindestens 9,– Euro und verkaufen diese für die Hälfte“, erläutert Britta Kramp. Die Papiertüten samt Inhalt werden über die App zuvor von den Kunden bestellt und können täglich in der Zeit von 13 bis 14 Uhr im Laden an der Hauptstraße abgeholt werden. Man muss lediglich die entsprechende App auf sein Smartphone herunterladen, sich registrieren lassen und kann sofort profitieren. „Wir sind positiv überrascht von der Nachfrage und sehen, dass sich viele Menschen Gedanken machen über eine intakte Umwelt und wie das Nahrungsangebot noch sinnvoller genutzt werden kann“, so die stellvertretende Marktleiterin Katja Zimmermann. Nahrungsmitteln wird somit wieder mehr Wertschätzung zuteil, aber vor allem landet es nicht so rasch in der Mülltonne, obwohl es noch verwendbar ist.
111-1Ebenfalls neu im Sortiment des Supermarktes sind Eier der Produktions- und Handels GmbH „Alnatura“ mit Sitz in Bickenbach. Artgerechte Tierhaltung ist einer der wichtigsten Gründe, warum sich Kunden für Bioprodukte entscheiden. Gerade beim Ei, einem Lieblingsprodukt der Bio-Kunden, sind die Erwartungen an Haltungsbedingungen und Tierwohl besonders hoch. Neben diesen Kriterien steht bei „Alnatura“ das Huhn selbst im Mittelpunkt. Rund 18 Milliarden Eier werden jährlich in Deutschland benötigt. Sei es für den Frühstückstisch oder zur Zubereitung von Speisen. Diese Masse kann nur von Legehennen erbracht werden, die allerdings als Fleischlieferanten nicht geeignet sind. Weil überdies die männlichen Nachkommen der Legehennen keine Eier liefern und nur langsam Fleisch ansetzen, sind sie schlicht unwirtschaftlich und werden als Eintagsküken getötet. 111-3„Alnatura“ hingegen lehnt diese Praxis ab und hat daher gemeinsam mit Bio-Bauern die Bruderküken-Initiative ins Leben gerufen. Seit 2016 werden männliche Geschwisterküken weiter aufgezogen, wofür die Betriebe Platz, Futter und Betreuung aufwenden müssen. Diesen Mehraufand zahlen Endverbraucher mit wenigen Cent mehr pro Ei.
Eine andere Einstellung bezüglich Lebensmittel ist die vegane Ernährung. Veganer meiden entweder zumindest alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder aber die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten insgesamt. „Die Kunden verlangen vermehrt nach veganen Produkten“, weiß Katja Zimmermann. Daher baute „Kramps Koopladen“ sein Sortiment zu Ostern weiter aus. Neben Molkereiprodukten werden nun auch Schnitzel, Soja, Tofu sowie eine ganze Reihe an Brotaufstrichen angeboten.

Wohnaccessoires, Bücher & mehr

Umfangreiches Sortiment im „BilderBuch“

Wer das „BilderBuch“ auf der Höhenpromenade aufsucht, sollte sich Zeit nehmen. Neben Kunst & Dekorativem bietet Tina Fourmont in ihrem Geschäft auch eine Auswahl ausgesuchter Bücher an. „Die Literatur wurde von mir dem übrigen Sortiment angepasst, das aus Wohnaccessoires und Dingen besteht, die den Alltag schöner machen“, erklärt die Buchhändlerin. Neben stylischen Deko-Artikeln finden sich Ratgeber über Wohnraumgestaltung ebenso wie maritime Mitbringsel, die durch entsprechende Belletristik oder Bildbände ergänzt werden. Alles ist stimmig und wird darüber hinaus liebevoll arrangiert. Immer findet das Auge etwas anderes und erfreut sich an der Vielfalt.
719Neben Lebensgefährte Anselm Prester jr. wirken noch die Mitarbeiterinnen Saskia Kugelberg, Christel Sommer und Katrin Sandmann im „BilderBuch“ mit. Seit der Geschäftseröffnung im Frühjahr 2011 ist Katrin Sandmann zudem die erste Auszubildende im „BilderBuch“. 2015 war die 28-Jährige, die auf Langeoog zunächst eine Ausbildung zur Hotelfachfrau absolvierte, als Saisonkraft bei Tina Fourmont beschäftigt. Ab Februar dieses Jahres gehört sie fest zum Team. „Irgendwann unterhielten wir uns über eine Ausbildung und waren uns recht schnell einig“, erzählt Katrin Sandmann, die mittlerweile auf dem Festland lebt. Im August begann die Mutter dreier Kinder eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in Teilzeit. „Die Teilzeitausbildung ist Eltern vorbehalten, die sich um den Nachwuchs kümmern müssen“, erläutert Tina Fourmont. 719-2„Damit kann ich Familie und Beruf hervorragend miteinander kombinieren. Zumal ich mit Tina eine Arbeit­geberin gefunden habe, die sehr flexibel ist“, freut sich Katrin Sandmann, die dreimal wöchentlich zur Insel und wieder zurück pendelt. Dekorieren, beraten, verkaufen, Kunstdrucke einrahmen und etliches mehr gehört zu den Aufgaben der Auszubildenden. Außerdem betreut sie die Artikel der Teemanufaktur von mariAdam, die zu Jahresbeginn ins Sortiment genommen wurde. Obendrein übertrug Tina Fourmont Katrin Sandmann die Organisation und Dekoration des Weihnachtsbasars, der am Sonntag, 3. Dezember im „BilderBuch“ stattfindet und stets großen Anklang findet.
Im Ladenlokal, das direkt ans Atelier von Inselmaler Anselm angrenzt, werden selbstverständlich auch dessen Werke als Kunstdrucke, Postkarten und dergleichen mehr angeboten. Außerdem gibt es dort diverse Maluntensilien und DVDs, auf denen der Künstler seine maltechnische Vorgehensweise detailliert zeigt und erläutert. Unter http://bilderbuch-langeoog.de kann man sich über das vielfältige Sortiment im Geschäft informieren und im Online-Shop bequem von Zuhause aus einkaufen.

Mitbringsel und viel mehr

„Glücks-Lädchen“ mit breitem Sortiment

Vor fast anderthalb Jahren eröffnete Britta Freist an der Kirchstraße 16 ihr „Glücks-Lädchen“. Der Name ist treffend gewählt. Zum einen, weil Kunden hier Mitbringsel finden, die ihnen Glück bringen sollen. Andererseits fand die gebürtige Hessin mit dem Geschäft ihr persönliches Glück auf Langeoog.
625-4„Mittlerweile habe ich etliche Stammkunden, die regelmäßig zum Stöbern vorbeischauen“, freut sich Britta Freist. Zu entdecken gibt es immer etwas. Neu im Sortiment und mittlerweile sehr begehrt sind Postkarten aus Zedernholzfurnier, die man natürlich auch beschreiben kann. Der Clou dabei: dieKarten besitzen Motive, die mit einem Laserschneider sehr präzise in die Postkarten geschnitten und herauszulösen sind. Neben Hochzeitsmotiven wie dem „Balanceakt des Lebens“ gibt es zudem Advents- und Weihnachtskarten. Exclusiv für das „Glücks-Lädchen werden auch Holzkarten mit zweiteiligem Wasserturm-Motiv angefertigt. Dies kann man herauslösen, zusammenstecken und hinstellen. 625-1Ebenfalls ausschließlich für Britta Freist werden besondere Puzzles angefertigt. Ein vorhandener Umriss der Insel Langeoog muss mit etwa 40 Holzteilchen ausgefüllt werden. „Das klingt zunächst einfach, ist aber schon eine kleine Herausforderung“, verspricht Britta Freist. Neben Langeoog-Motiven gibt es auch ein Doppelherz oder einen Baum mit großen und kleinen Teilchen. Sehr beliebt ist zudem ein Tresor, der ohne Klebstoff lediglich zusammengesteckt wird und eine Tür mit einem einstellbaren Code besitzt. 625-3Entworfen wurde dieses besondere Werk von ukrainischen Ingenieuren.
Das „Glücks-Lädchen“ führt auch eine hochwertige Auswahl an Textilien aus Merino-Woll-Fleece oder Bergschaf-Schurwolle, die allesamt frei von Schadstoffen sind. Sie sind nicht nur besonders leicht, sondern an kühlen Tagen auch kuschelig warm. Zudem zeichnen sie sich durch Wind- und Wetterfestigkeit aus. Ein Merkmal, dass man sonst nur bei Kleidungsstücken findet, die aus synthetischen Materialien hergestellt sind. Weiterhin findet man in dem Laden Shirts aus Hanffasern, die sich ebenfalls durch Tragekomfort und Nachhaltigkeit auszeichnen.
Im Sortiment des „Glücks-Lädchens“ findet sich außerdem Naturkosmetika auf 100% naturreiner pflanzlicher Basis. Weiterhin führt Britta Freist aromatherapeutische Öle mit wohlriechenden Aromen. Ein Besuch im „Glücks-Lädchen“ lohnt allemal. Übrigens kennt Britta Freist die meisten ihrer Anbieter persönlich. „Zumeist handelt es sich um kleine Manufakturen, die ich alle ausnahmslos aufgesucht habe und oftmals schon sehr lange kenne“, sagt die Neu-Langeoogerin, die sich auf „ihrer“ Insel sehr wohl fühlt.

Stricken macht Freude

Strickfachgeschäft „Gombelstuuv“ – Mittwochs Stricktreff für Anfänger und Fortgeschrittene

Vor zwei Jahren machte sich Andrea Gebhardt mit ihrer „Gombelstuuv“ an der Kirchstraße 16 selbstständig. „Mit Gombeln bezeichnete meine Nachbarin aus Kindertagen, Oma Galts, immer das Handarbeiten“, erklärt die Langeoogerin den Namen ihres Fachgeschäftes für Strickartikel. Woll­mischungen verschiedenster Art mit Alpaca, Seide, Kaschmir, Mohair oder Babykamelhaar findet man dort genauso wie Schur- und Baumwollen sowie spezielle Sockengarne. Hauptfirmen sind Lana Grossa und Lang Yarns, auf deren Qualität Andrea Gebhardt, die als ­Jugendliche das Stricken für sich entdeckte, schwört. Gestrickt werden nicht nur Socken, Pullover oder Schals, auch wenn diese sicherlich am häufigsten gewählt werden. Up to date sind auch schicke Mützen oder Wolljacken. In der „Gombelstuuv“ findet man außerdem ein Sortiment an Kurzwaren wie Nähnadeln, Reißverschlüsse, Knöpfe und natürlich Stricknadeln. Letztere in verschiedenen Stärken und Materialien, darunter Bambus und Carbon. „Carbon ist wunderbar leicht und sehr glatt, weshalb die Wolle hervorragend darüber gleiten kann“, so Andrea Gebhardt, die stundenweise von Jutta Uhlenkamp unterstützt wird. Ein weiterer Vorteil ist die Langlebigkeit des Materials, das sehr biegsam ist und auch nach jahrelangem Gebrauch seine Form behält.
Etliche von Andrea Gebhardts Kunden sind Urlauber, die während ihrer Sommerfrische das Stricken für sich entdeckt haben. Einige hatten eine mehrjährige Pause gemacht, andere das Hobby gänzlich neu für sich entdeckt. So wie Christiane van Wolven. Die Duisburgerin fing vor zwei Jahren spontan mit dem Stricken an und holte sich erste Tipps bei Andrea Gebhardt. Schon im Folgejahr präsentierte die Rheinländerin während ihres Langeoog-Urlaubes ihre selbstgestrickte Jacke und Socken. „Alte Hasen“ werden sicher anerkennend nicken, gehören Socken doch zur Paradedisziplin des Strickens.
Andrea Gebhardt verkauft nicht nur, sie gibt auch wertvolle Tipps. Überdies etablierte sich im Herbst 2015 spontan ein freier Stricktreff, der sich seitdem mittwochs von 15.00 bis 17.30 Uhr in der „Gombelstuuv“ zum Stricken und Klönen trifft. „In fröhlicher Runde tauschen sich Anfänger und Fortgeschrittene, Langeooger und Gäste, miteinander aus“, freut sich Andrea Gebhardt.