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Die Handwerkskammer für Ostfriesland informiert:

Handwerk ist gefragt wie nie
Aber: Fachkräftemangel in allen Berufen spürbar –

Positive Erwartungen für die kommenden Monate
„Das ostfriesische Handwerk läuft auf Hochtouren“, zu dieser Einschätzung kommt Hauptgeschäftsführer Peter-Ulrich Kromminga nach der Auswertung der aktuellen Konjunkturumfrage. An der Herbstumfrage 2017 beteiligten sich 94 Betriebe aus allen Handwerkssparten. 87 Prozent der befragten Handwerksbetriebe beurteilen ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend. Die zukünftigen Erwartungen werden ebenfalls mit 57 Punkten (Vorjahr 55) bewertet. Zwei Drittel der Unternehmen glaubt, dass die Geschäftslage in den kommenden drei Monaten so bleibt. Ein Viertel der Betriebe ist optimistisch gestimmt und erwartet positive geschäftliche Entwicklungen mit weiter steigenden Umsätzen und Auftragseingängen. „So positiv hat sich das Handwerk lange nicht mehr eingeschätzt“, sagte Kromminga.
Die beste Konjunktur verzeichneten die Gesundheitshandwerke: So legten die Augenoptiker, Zahntechniker, Hörgeräteakustiker, Orthopädieschuhmacher und -techniker gegenüber dem Vorjahr um 15 Punkte zu. Trotz des Fachkräftemangels konnten die Betriebe Personal einstellen, um den hohen Auftragsbestand abzuarbeiten. Drei Viertel der Befragten erwarten künftig mehr Aufträge und Umsatzsteigerungen.
Das Lebensmittelhandwerk folgte mit 71 Punkten (Vorjahr 63) und erreichte damit einen neuen Spitzenwert der Branche der letzten sechs Jahre. Dabei verzeichneten die Bäcker, Konditoren und Fleischer eine gute Umsatzentwicklung und die meisten Investitionen. Um der Auftragslage weiterhin gerecht zu werden, werden jedoch dringend Fachkräfte benötigt. Das Bauhaupt­gewerbe profitiert vom schwungvollen Wohnungsneubau. Neun von zehn Unternehmen beurteilen die Geschäftslage als gut oder befriedigend. Auch hier sind fehlende Fachkräfte ein Sorgenthema. Die Ausbauhandwerke melden durchweg positive Ergebnisse. Ein Ende der ausgesprochen guten Stimmung ist nicht in Sicht.
Der Optimismus des ostfriesischen Kfz-Handwerks ist getrübt. Erfreulich ist jedoch, dass jeder vierte Betrieb höhere Verkaufspreise durchsetzen konnte; vor allem wurden Benziner mehr nachgefragt – eine Folge der Dieselkrise. Von gedämpfter Konjunkturlage wird in den Dienstleistungshandwerken gesprochen. Das Friseurhandwerk ist unmittelbar vom Fachkräftemangel betroffen. „Der Fachkräftemangel ist ein Dauerthema in allen Handwerksberufen. Deshalb arbeitet die Handwerkskammer intensiv daran, junge Menschen für eine Karriere im Handwerk zu interessieren“, versicherte Kammerchef Kromminga.
Der Arbeitsmarkt entwickelt sich im Gesamthandwerk per Saldo 6,4 Prozent im Plus. Fast ein Fünftel der Betriebe stellte zusätzliches Personal ein; rund 12 Prozent haben ihr Team verkleinert. Über Umsatzsteigerungen und Auftragszuwächse mit einer Auftragsweite von rund sechs Wochen freut sich das Handwerk. Das Investitionsvolumen konnte branchenübergreifend im Vergleich zu den Vormonaten leicht um 8,5 Prozent angehoben werden. Jeder fünfte Betrieb hat Investitionen getätigt.
Mehr Informationen unter: www.hwk-aurich.de/uber-uns/zahlen-daten-fakten

Fördersummen für junge Talente aufgestockt
Bewerber erhalten ab diesem Jahr die Chance auf eine Begabtenförderung in Höhe von 7.200,– Euro.
Wer sich beruflich weiterbilden will, muss je nach Gewerk viel Geld in die Hand nehmen. Umso positiver sind die Neuigkeiten, die es in diesem Jahr von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung, kurz sbb, gibt. Sie hat die Fördertöpfe für Berufs­einsteiger erhöht. Seit diesem Jahr erhalten Stipendiaten einen Zuschuss von bis zu 7.200,– Euro in maximal drei Jahren bei einem Eigenanteil der Kosten von 10 Prozent. Zuvor waren es 6.000,– Euro. Das Weiterbildungsstipendium unterstützt junge Menschen nach dem besonders erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung bei der weiteren beruflichen Qualifizierung.
Aus der Region können sich frischgebackene Handwerksgesellen bei der Handwerkskammer für Ostfriesland bewerben. Gefördert werden fachliche Lehrgänge, zum Beispiel die Fortbildung zum Techniker, zum Handwerksmeister oder zum Fachwirt, aber auch fachübergreifende Weiterbildungen wie EDV-Seminare oder Intensivsprachkurse. Unter bestimmten Bedingungen kann auch ein berufsbegleitendes Studium unterstützt werden. Vorausgesetzt: Der Bewerber muss jünger als 25 Jahre alt sein und hat seine Ausbildung mit mindestens 87 Punkten oder besser als die Note „gut“ bestanden.
Das Weiterbildungsstipendium kann darüber hinaus künftig nicht nur für Lehrgangskosten, sondern auch für Prüfungskosten verwendet werden. Zudem gibt es einen IT-Bonus: die Stipendiaten erhalten einen Zuschuss von 250,– Euro, wenn sie sich einen Computer anschaffen wollen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.
Ansprechpartnerin in der Handwerkskammer ist Anita Friedrichs, erreichbar unter Tel. 04941/1797-78 oder E-Mail a.friedrichs@ ­hwk-aurich.de. Nähere Infos auf www.sbb-stipendien.de.

„Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich“

Tischlerei Schwede: Sonderanfertigungen und mehr

„Langeoog scheint mich wohl anzuziehen“, schmunzelt Manfred Wochnik. Während seiner Ausbildung zum Möbeltischler in einem Esenser Unternehmen war er erstmals 1977 auf der Insel tätig. Damals baute der Handwerker Pantrys in ein Hotel am Kurviertel ein. Vierzig Jahre später arbeitet der heute 58-Jährige bei der Tischlerei Schwede. Seit Oktober dieses Jahres kümmert sich der Neuzugang vornehmlich um den Möbelbau. Oftmals werden von den Kunden Sonderanfertigungen für Ferienwohnungen oder -appartements verlangt. „Das sind beispielsweise Schränke unter Dachschrägen oder nach Maß gefertigte Küchen“, beschreibt Manfred Wochnik die Aufträge. Vor Kurzem war er damit beschäftigt, eine Küchenzeile rund einen Zentimeter höher zu setzen, damit das vom Eigentümer verlegte 814Laminat auch unter der Küche weiterlaufen kann. Eine kniffelige Angelegenheit, da hierzu die rückseitigen Aussparungen für Spülmaschinenanschluss und Spülenabfluss vergrößert werden muss­ten. Zudem war darauf zu achten, dass sich die Arbeitsplatte nicht durchbog oder gar brach. Doch am Ende meisterte Manfred Wochnik auch diese Herausforderung. „Im Vergleich zum Festland fallen auf der Insel mehr Reparaturen an“, hat der Möbeltischler festgestellt. „Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, denn jeden Tag gibt es andere Aufgaben auszuführen“. Werktäglich pendelt der Holtgaster von seinem Wohnort nach Langeoog. Während etliche seiner Handwerkskollegen dies eher nachteilig beurteilen, sieht es Manfred Wochnik positiv: „Der Anfahrtsweg ist gar nicht so lang. Im Sommer kann man während der Überfahrt die Seeluft genießen und im Winter hat man es auf den Straßen nicht mit Schnee und Eis zu tun.“
In den Wintermonaten gibt es für die Tischlerei Schwede und die anderen Ortshandwerksbetriebe am meisten zu tun. „Die Bautätigkeit ist dann in vollem Gange. Außerdem lassen Ferienwohnungsbesitzer während der Nebensaison einiges renovieren“, erläutert Tischlermeister Holger Schwede. Allerdings ist die Nachsaison im Vergleich zu früheren Jahren deutlich kürzer geworden, seit die Urlauber die Nordseeinseln als ganzjährige   Feriendestination für sich entdeckt haben.

Um das Handwerk verdient gem

Hans-Jörg Numrich ist seit 50 Jahren Handwerksmeister

Gerade hatte Hans-Jörg Numrich seine Ausbildung zum Flie-sen-, Platten- und Mosaikleger absolviert, da zog es ihn in die Ferne. Weg von Berlin-Lichterfelde, wo er aufwuchs, nach Wilhelmshaven. Dort hatte man ihm eine Arbeitsstelle zugesagt. Doch als der junge Handwerker bei der Firma ankam, konnte man sich an nichts erinnern. Kurzerhand hielt sich „Atze“, wie er von Bekannten und Freunden genannt wird, als Aushilfsfahrer über Wasser. Als schließlich das Angebot eines Fliesenlegerbetriebes aus Norden kam, griff er zu und war für das Unternehmen auch auf den nahen ostfriesischen Inseln tätig. Zwischenzeitlich besuchte Hans-Jörg Numrich die Meisterschule in Oldenburg und konnte am 14. November 1967 den begehrten Meisterbrief in Empfang nehmen. Ein Jahr später machte er sich auf Langeoog mit eigenem Fachbetrieb selbstständig.
804-1Anlässlich seines 50-jährigen Meisterjubiläums hatte der Jubilar zu einem kleinen Umtrunk mit Imbiss in die Hafenstraße 8 eingeladen. Zu den Gästen zählte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft LeerWittmund, der eigens zu diesem Anlass vom Festland auf die Insel gereist war. „Du hast viel für das Ortshandwerk getan und bist das Gesicht des Langeooger Handwerks“, so Detlef Greek, der wie Numrich ebenfalls aus Berlin stammt. Leider musste Kreishandwerksmeister Jan Denkena berufsbedingt passen, ließ jedoch seine Glückwünsche ausrichten. Von der Ortshandwerkerschaft waren Numrichs Stellvertreter Holger Schwede, Helge Bents sowie Ehrenmitglied Heinz Schwede anwesend. Freudestrahlend nahm Hans-Jörg Numrich aus den Händen von Detlef Greek einen Ehrenmeisterbrief der Handwerkskammer für 804-2Ostfriesland und eine Ehrenurkunde der Kreishandwerkerschaft LeerWittmund entgegen. Außerdem überreichte der Geschäftsführer noch einen Metallwürfel. „Als Knobelclub-Mitglied passt das hervorragend“, freute sich Numrich und verblüffte Greek mit dieser Aussage, der von dieser Passion nichts wusste. Die Metallskulptur sitzt auf einem mit einer Plakette versehenen Holzsockel und wurde von Teilnehmern der „Akademie der Innnungen“, einem Ausbildungs- und Qualifizierungsbetrieb der Kreishandwerkerschaft LeerWittmund, angefertigt.
Hans-Jörg Numrich steht der Ortshandwerkerschaft Langeoog seit der Gründung im Jahr 1983 ununterbrochen vor. Seinen Betrieb gab der Ortshandwerksmeister nach vierzig Jahren auf. Während dieser Zeit wurden bis zu 19 Mitarbeiter beschäftigt und insgesamt 19 Nachwuchskräfte ausgebildet.

Spatenstich für Rettungswache

Neubau am Süderdünenring hat begonnen

Mit einem symbolischen Spatenstich begann am Mittwoch, dem 18. Oktober der Rettungswachen-Neubau. Wittmunds Landrat Holger Heymann, Langeoogs Bürgermeister Uwe Garrels sowie Markus Müller als Geschäftsführer des Marburger Krankenpflegeteams Gemeinnützige Rettungsdienst GmbH (MKT) griffen gemeinsam zum obligatorischen Arbeitsgerät. Anwesend waren zudem der örtliche Bereichsleiter Michael Agena, der vor kurzem sein 25-jähriges Dienstjubiläum feierte, Mitarbeiter des DRK sowie Vertreter aus Rat und Verwaltung.
807-1„Ich freue mich, heute bei diesem Anlass dabei sein zu dürfen“, so Holger Heymann. Uwe Garrels ergänzte, dass dieses Projekt durch das große Engagement aller Beteiligten zustande gekommen und für Langeoog außerordentlich wichtig sei. Zudem funktioniere die Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Langeoog und dem Rettungsdienst hervorragend. Auch Markus Müller lobte das gute Miteinander. Nicht zuletzt deshalb sei der in Mittelhessen beheimatete Rettungsdienst bereits seit 1992 auf Langeoog ansässig.
807-2Vor drei Jahren bekam die Wittmunder Kreisverwaltung von der Kreispolitik den Auftrag, die Planungen für den Neubau aufzunehmen. Nach Prüfung mehrerer Möglichkeiten wurde gemeinsam mit der Gemeinde und dem MKT ein geeignetes Gelände am Süderdünenring gefunden. Der Landkreis Wittmund kaufte die Fläche vom Land Niedersachsen und schloss mit dem MKT einen Erbbaurechtsvertrag. Im Frühjahr begannen schließlich die ersten Erdarbeiten. Die neue Wache wird auf zwei Etagen über eine Gesamtnutzfläche von 859 m2 für Fahrzeughalle und Personalunterkünfte verfügen. In unmittelbarer Nachbarschaft wird auch die Freiwillige Feuerwehr einen Neubau erhalten. „Die Neubauten wurden notwendig, da die bisherigen Gebäude dem erforderlichen Standard nicht mehr genügen“, macht Uwe Garrels deutlich. Realisiert wird die neue Rettungswache von Christmann + Pfeifer aus Breidenbach. Das Unternehmen errichtete für den DRK Rettungsdienst Mittelhessen schon etliche Wachen. Auf Langeoog übernimmt das örtliche Bauunternehmen Schreiber Bau GmbH die Bauhauptarbeiten. Die Einweihung des Neubaus ist für Oktober 2018 geplant.

„Uke“ bei „Cata“ mit von der Partie

Tilli und Wiebke Matzies absolvierten Gürtel-Prüfungen im Judo –

„Man kann nur den Hut ziehen vor soviel Engagement“, sagt Matthias Buß. Gemeint ist Heini Matzies, der seit Jahren mit großem Enthusiasmus die Judo-Sparte des TSV Langeoog leitet. Etwa dreimal im Jahr besuchen Matthias Buß und Adolf Freese vom Judoarbeitskreis Wittmund die Langeooger Judoka, um ihnen als Gasttrainer unterstützend zur Seite zu stehen.
722Auch am 9. September war Matthias Buß, der zudem Spartenleiter und aktiver Trainer beim TuS Holtriem ist, auf der Insel. An jenem Samstag trainierte er Tilli und Wiebke Matzies, die am nächsten Tag ihre jeweils nächsthöheren Gürtelprüfungen ablegen wollten. „Beide Prüflinge waren von Heini Matzies hervorragend vorbereitet worden, so dass es nur wenig zu korrigieren gab“, meinte Matthias Buß, der am 10. September die Prüfungen abnahm. Mutter und Tochter mussten Fallübungen und Anwendungsaufgaben wie Würfe aus der Bewegung zeigen. Hinzu kamen verschiedene Bodenarbeiten. Da Tilli Matzies den 3. Kyu (Grüngurt) erlangen wollte, musste sie unter Beweis stellen, dass sie eine vorgegebene Abfolge von Schritt- und Wurffolgen, auch Cata genannt, beherrscht. Mit von der Partie war Mareikje Matzies, die als „Uke“ fungierte. Das ist diejenige Person, die auf die Matte fällt. Am Ende gab es nur strahlende Gesichter. Sowohl Wiebke (5. Kyu, Orangegurt) als auch Tilli Matzies absolvierten die Prüfung mit Bravour. „Das haben beide sehr gut gemacht“ lobte Prüfer Matthias Buß die Sportlerinnen.
Wenn es die Zeit erlaubt, nehmen die Langeooger Judoka an Wettkämpfen auf dem Festland teil. Aufgrund der Insellage sind solche Aktionen allerdings eher selten. Ende November ist nun ein Besuch des Arbeitskreises Wittmund auf Langeoog geplant. Rund 20 Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren und etwa zehn Erwachsene werden zu einem freien Training in der Sporthalle am Abke-Jansen-Weg erwartet. Mit den anreisenden Teilnehmern sollen auch Judomatten auf die Insel gebracht werden. „Wir sind daher noch in der Planung, wie wir das realisieren“, so Matthias Buß.

Sport-Notizen aus den verschiedenen Sparten des TSV Langeoog

Fußball-Camps im Oktober
Wichtige Info für Nachwuchskicker: Die Fußballschule Langeoog hat in den Herbstferien noch Plätze frei. Das erste Camp auf dem TSV-Sportplatz findet vom 3. bis 6. Oktober statt, das zweite vom 24. bis 27. Oktober. Mitmachen können ballbegeisterte Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren. Trainiert wird täglich von 10 bis 13 Uhr: Ballannahme, Pass-Spiel und Torschuss, Dribbling und Geschicklichkeit stehen auf dem Plan. Gefördert wird zudem der Teamgeist. Anbieter ist die Agentur Iventos, die auch den Langeooger Strandsport organisiert. Das Vier-Tage-Paket kostet 90,– Euro inklusive qualifiziertem Training, gesundem Obstfrühstück mit Getränken, Teilnahmeurkunde und Langeoog-Shirt. Nähere Infos und Buchungen auf www.fussballschule-langeoog.de im Internet, Kurzentschlossene können sich auch vor Ort anmelden. Weiter geht es im WM-Jahr 2018: Ab Ostern sind mehrere Fußball-Feriencamps geplant.

17. Insel-Cup auf Langeoog
Borkum gewinnt, Gastgeber wird Vize – Uwe Garrels:
„Weltweit einmaliger Cup der guten Hoffnung“
Selbst der immer stärker werdende Nieselregen konnte der Fußball­leidenschaft keinen Einhalt gebieten: Der 17. „Fußballcup der sieben Ostfriesischen Inseln“, der am Samstag, 16. September auf Langeoog stattfand, war rundum gelungen. 742-1Seit 2001 läuft das Insel-Altherrenturnier einmal jährlich reihum auf einem der Nordsee-Eilande. Originelle Siegestrophäe ist ein gut drei Meter langes Holzruder, liebevoll „Wanderpaddel“ genannt. Der TSV Langeoog war nach 2002 und 2008 zum dritten Mal der Ausrichter des insularen Wettkampfes.
Das Turnier im Jonny-Vestering-Stadion begann gegen 13 Uhr mit der Begrüßung durch Heiko „Paddy“ Recker. Der 1. TSV-Vorsitzende warf einen kurzen Blick auf die Cup-Geschichte und stellte fest, dass sein Verein in den Jahren 2008, 2013 und zuletzt 2016 den Sieger gestellt hatte und nun als Titelverteidiger gefordert sei. Sein Dank galt den freiwilligen Helfern und Sponsoren, die das Turnier unterstützten. Als „weltweit einmalig“ lobte Bürgermeister Uwe Garrels in seinem Grußwort den Insel-Cup, der zumindest für den Gewinner zugleich der „Cup der guten Hoffnung“ sei. Die Langeooger Künstlerin Eva Recker überreichte jeder Mannschaft als Erinnerungspräsent ein von ihr geschaffenes Bild; der Kunstdruck zeigt symbolisch die „sieben Fußball-Inseln“.
742-2Der erste Anpfiff ertönte um 13.30 Uhr. Gespielt wurde parallel auf zwei Kleinplätzen im Modus „Jeder gegen jeden“, was insgesamt 21 Partien bedeutete. Jedes Spiel dauerte zwei mal sieben Minuten mit Seitenwechsel, fünf Feldspieler und ein Torwart bildeten ein Team. Taktisch überlegt agierten die Borkumer, die nur zu siebt gekommen waren und daher geringe Auswechselmöglichkeiten hatten. Sie drehten kampfstark auf und entschieden fast jedes Spiel für sich. Langeoog begann verhalten mit einem 1:1 gegen Spiekeroog, steigerte sich dann (2:0 gegen Baltrum, 0:0 Juist, 3:0 Norderney) und bot als einzige Mannschaft den Borkumern die Stirn (0:0). In ihrem letzten Spiel gegen Wangerooge, als der zweite Platz schon sicher war, ließen es die Gastgeber an Konzentration fehlen und gingen mit 3:4 vom Platz. Die 21. und letzte Partie (Juist:Baltrum) geriet in einen heftigen Platzregen, wurde aber wacker durchgespielt. Ergebnis des Turniers: Borkum gewann vor Langeoog (2) und Spiekeroog (3). Auf den Plätzen 4 bis 7 folgen Norderney, Baltrum, Wangerooge und Juist.
742-4Während bei zwei Spielfeldern jeweils drei Teams abwechselnd pausieren konnten, hatten die Schiedsrichterinnen einen Vollzeit-Job: Hier leisteten Tasha Meyer und Britta Ostermann ganze Arbeit und ließen nichts durchgehen. Souverän leiteten die beiden Juisterinnen ein insgesamt faires Turnier. Organisatorisch hatte die aus Katja Heimes, Marleen Heine, Julia Neumann und Dorothe Wollner bestehende TSV-Turnierleitung alles im Griff. Sie rief die Mannschaften auf die Spielfelder, wertete die Ergebnisse aus und gab Zwischenstände bekannt. Der vorgegebene Zeitrahmen des Turniers wurde nicht nur eingehalten, sondern sogar um eine Viertelstunde unterschritten. Für ein nahrhaftes Beiprogramm sorgten Kaffee und hausgemachte ­Kuchen vom „Jugendhaus am Meer“ im TSV-Heim sowie Grillgut und Getränke draußen am Sportplatz.
742-6Abends in der „Strandhalle“ wurden um 19.30 Uhr zunächst die Sieger gekürt: Das Team vom TuS Borkum stemmte nicht nur erfreut das Wanderpaddel in die Höhe, zugleich wurde ihr Spieler Alin Lazar mit sieben Treffern zum Torschützenkönig ernannt. Als bester Keeper wurde Spiekeroogs Torhüter Sascha Zahn ausgezeichnet. Zudem erhielt jedes Team einen Teilnahme­pokal. Nach der offiziellen Ehrung begann gegen 22.00 Uhr die „Players Night“ für alle: Die fröhliche Party mit Langeoogs DJane Vanessa dauerte bis weit nach Mitternacht. Ihr Quartier hatten die Mannschaften, die teils schon am Freitag angereist waren, im „Haus Lemgo“. Dort saß man am Sonntagmorgen noch beim gemeinsamen Frühstück vor der Rückfahrt zusammen.
„Wir sind mit dem Ablauf und mit dem zweiten Platz zufrieden“, bilanziert TSV-Fußball-Obmann Thomas Pree. „Die Schiedsrichterinnen waren sehr gut, und die Teams sehr fair, sodass weder rote noch gelbe Karten zum Einsatz kamen.“ Auch habe es zum Glück keine gravierenden Verletzungen gegeben. Lob kam von den Teams der anderen sechs Inseln, die mit insgesamt rund 70 Teilnehmern angereist waren: „Vielen Dank, dass wir bei euch spielen konnten, das hat wieder hervorragend geklappt.“ Der nächste ­Inselcup findet 2018 auf Wangerooge statt. Thomas Pree: „Da werden wir natürlich versuchen, das Wanderpaddel zurückzuholen.“

Wohnaccessoires, Bücher & mehr

Umfangreiches Sortiment im „BilderBuch“

Wer das „BilderBuch“ auf der Höhenpromenade aufsucht, sollte sich Zeit nehmen. Neben Kunst & Dekorativem bietet Tina Fourmont in ihrem Geschäft auch eine Auswahl ausgesuchter Bücher an. „Die Literatur wurde von mir dem übrigen Sortiment angepasst, das aus Wohnaccessoires und Dingen besteht, die den Alltag schöner machen“, erklärt die Buchhändlerin. Neben stylischen Deko-Artikeln finden sich Ratgeber über Wohnraumgestaltung ebenso wie maritime Mitbringsel, die durch entsprechende Belletristik oder Bildbände ergänzt werden. Alles ist stimmig und wird darüber hinaus liebevoll arrangiert. Immer findet das Auge etwas anderes und erfreut sich an der Vielfalt.
719Neben Lebensgefährte Anselm Prester jr. wirken noch die Mitarbeiterinnen Saskia Kugelberg, Christel Sommer und Katrin Sandmann im „BilderBuch“ mit. Seit der Geschäftseröffnung im Frühjahr 2011 ist Katrin Sandmann zudem die erste Auszubildende im „BilderBuch“. 2015 war die 28-Jährige, die auf Langeoog zunächst eine Ausbildung zur Hotelfachfrau absolvierte, als Saisonkraft bei Tina Fourmont beschäftigt. Ab Februar dieses Jahres gehört sie fest zum Team. „Irgendwann unterhielten wir uns über eine Ausbildung und waren uns recht schnell einig“, erzählt Katrin Sandmann, die mittlerweile auf dem Festland lebt. Im August begann die Mutter dreier Kinder eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in Teilzeit. „Die Teilzeitausbildung ist Eltern vorbehalten, die sich um den Nachwuchs kümmern müssen“, erläutert Tina Fourmont. 719-2„Damit kann ich Familie und Beruf hervorragend miteinander kombinieren. Zumal ich mit Tina eine Arbeit­geberin gefunden habe, die sehr flexibel ist“, freut sich Katrin Sandmann, die dreimal wöchentlich zur Insel und wieder zurück pendelt. Dekorieren, beraten, verkaufen, Kunstdrucke einrahmen und etliches mehr gehört zu den Aufgaben der Auszubildenden. Außerdem betreut sie die Artikel der Teemanufaktur von mariAdam, die zu Jahresbeginn ins Sortiment genommen wurde. Obendrein übertrug Tina Fourmont Katrin Sandmann die Organisation und Dekoration des Weihnachtsbasars, der am Sonntag, 3. Dezember im „BilderBuch“ stattfindet und stets großen Anklang findet.
Im Ladenlokal, das direkt ans Atelier von Inselmaler Anselm angrenzt, werden selbstverständlich auch dessen Werke als Kunstdrucke, Postkarten und dergleichen mehr angeboten. Außerdem gibt es dort diverse Maluntensilien und DVDs, auf denen der Künstler seine maltechnische Vorgehensweise detailliert zeigt und erläutert. Unter http://bilderbuch-langeoog.de kann man sich über das vielfältige Sortiment im Geschäft informieren und im Online-Shop bequem von Zuhause aus einkaufen.

Wohnraumgestaltung durch Fliesen

Fliesenfachbetrieb von Tim Winston informiert

Das Angebot an Accessoires der Wohnraumgestaltung scheint unbegrenzt. Alles soll sorgsam aufeinander abgestimmt sein und miteinander harmonieren. Das beginnt schon bei der Wahl der Boden- und Wandfliesen in den verschiedenen Räumen. „Die Auswahl ist hier schier unbegrenzt“, sagt Tim Winston. 710-1Der Fliesenleger mit seinem Betrieb am Langeooger Melkerpad 10 war erst kürzlich auf einer Fachmesse des Herstellers Linnenbecker in Rheda-Wiedenbrück, um sich über Neuigkeiten zu informieren. „Für Langeoog eignen sich nach wie vor die kleineren Fliesenformate hervorragend, da sie Räume optisch größer erscheinen lassen“, so der Handwerksmeister. Zudem eröffnen sie Freiräume, Muster an Wänden und in Böden nach eigenen Vorstellungen zu kreieren. Nach wie vor liegen Fliesen in Natur- und Grautönen im Trend. Farbige Mosaikfliesen oder Bordüren sorgen darüber hinaus für tolle Akzente. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, um die Wohnräume so individuell wie möglich zu gestalten. Ein Hingucker in Badezimmern sind Fliesenboards für Kosmetika oder Duschutensilien. „Die Boards werden entweder in Ecken oder an der Wand fest verschraubt. Wenn alles fertig ist, sieht man nicht, wie die Abstellmöglichkeiten angebracht wurden“ betont Tim Winston.
710-3Parallel zum Ausstellungsraum im Inneren des Betriebes können sich Kunden ab sofort auch im Außenbereich in der neu geschaffenen Ausstellung umschauen. Diese ist rund um die Uhr zugängig. Mit dem Baustopp-Ende am 30. September hat für Tim Winston wieder die Handwerks-Saison begonnen. Selbstverständlich ist der Langeooger auch voher nicht untätig gewesen. Etliche Umbau- oder Sanierungsarbeiten sind geplant und mit den Auftraggebern besprochen worden. „Die Komplett­leistungen beinhalten Planung, Bauleitung und Ausführung durch meinen Betrieb“, so Tim Winston. Derzeit werden Schäden abgearbeitet, die durch den Starkregen am Dörpfest-Wochenende verursacht worden sind. „Viele vollgelaufene Keller wurden beschädigt und müssen renoviert werden“, sagt Tim Winston. Darüber hinaus stehen weitere Arbeiten an wie Verfliesungen von Terrassen, die aufgrund ihres Alters abgängig sind und einfach nicht mehr gut aussehen. Neben Fliesen verlegt der Langeooger auch hochwertige Vinylböden. Allerdings wird hierfür kein sogenanntes Click-Laminat verwendet, sondern der Belag wird fest mit dem Untergrund verklebt. Das hat den Vorteil, dass keine Feuchtigkeit unter den Boden gelangen kann und diesen beschädigt.

Langeoog –„messerscharf“

Neu in der „Inselgoldschmiede & Schmuggelkiste“:
Taschenmesser und Küchenmesser mit Inselmotiven

Eine buchstäblich messerscharfe Edition hält die „Inselgoldschmiede & Schmuggelkiste“ seit Neuestem bereit: Taschenmesser und Küchenmesser mit exklusiven Langeoog-Motiven. „Wir haben beide Messer ausgiebig getestet und sind von der Qualität überzeugt“, erklärt Familie Recker / Sieger, die das Geschäft am Wasserturm seit vielen Jahren führt.
708-1Das Taschenmesser ist ein Produkt der Schweizer Firma Victorinox; das Familienunternehmen ist seit Generationen berühmt für seine Schweizer Offiziersmesser. Gerade neun Zentimeter lang, ist das schwarze Taschenmesser reichhaltig ausgestattet: zwei Klingen, Schraubendreher, Drahtabisolierer, Dosenöffner, Korkenzieher, Pinzette, Flaschenöffner, Nähahle und weitere Extras machen es zu einem vielseitigen Werkzeug für unterwegs. Unverwechselbar wird das Multi-Messer durch den Silberdruck auf seinem Griff: Der Schriftzug „Insel Langeoog“ und zehn inseltypische Abbildungen, von Wasserturm über Möwe und Inselbahn bis zum Lale-Andersen-Denkmal, verraten den Herkunftsort. „Das voll funktionsfähige Taschenmesser ist gewissermaßen ein ‚Schmuck‘ für den Mann“, meint Jördis Recker schmunzelnd.
Praktisch für die ganze Familie ist das ebenfalls von Victorinox gefertigte Küchenmesser. Es besitzt einen ergonomisch geformten, rutschfesten Griff und ist spülmaschinengeeignet. Die elf Zentimeter lange Klinge mit scharfem Wellenschliff besteht aus rostfreiem Edelstahl. Außerdem trägt sie die insularen Schmuckbilder: „Der haltbare Aufdruck auf der Klinge entsteht in einem speziellen Ätzverfahren“, erklärt Bernhard Sieger.
708-2Wem übrigens die Motive auf den Messern bekannt vorkommen, der irrt sich nicht: Sie entstammen einer Schmuckreihe, gestaltet von der Langeooger Goldschmiedin und Künstlerin Eva Recker. Der ansprechende Miniatur-Bilderbogen ziert sowohl einen massiven Silberring als auch den dazu passenden Kettenanhänger in „Tube“-Form. Beide Schmuckstücke – und viele weitere in langeoogtypischem Design – gibt es in der „Inselgoldschmiede & Schmuggelkiste“. Zudem gehören Taschenmesser verschiedener Anbieter seit vielen Jahren zum Programm. Schnitzmesser, Zierdolche und -schwerter runden das Sortiment ab.

Allrounder in Sachen Holz

Tischlerei Schwede Spezialist für Sonderanfertigungen

Nur noch ein wenig nachjustieren, dann schließt das Fenster perfekt. Tischlergeselle Florian Uphoff ist zufrieden mit dem Ergebnis. Zusammen mit Kollegen der Tischlerei Schwede wechselte er in einem Reihenhaus mehrere abgängige Holzfenster aus und ersetzte sie durch schicke Kunststoff-Fenster. Auf den ers­ten Blick wirken sie durch eine aufgebrachte Dekorfolie wie aus Holz gefertigt. Dabei handelt es sich um moderne Kunststoffprofile namens Synego, die vom Hersteller Rehau gefertigt werden. „Im Vergleich zu aktuellen Standardfenstern überzeugen die neuen durch eine bis zu 50% höhere Wärmedämmung“, so Tischlermeister Holger Schwede. Damit einhergehend ist eine Heizkostenersparnis und ein neues Wohngefühl, da durch verbesserten Schallschutz weniger Störgeräusche ins Innere gelangen. 726-1Durch mehr als 220 Farben und individuell herstellbare Formen sind die Synego-Profile nahezu überall einsetzbar. Eine einzigartige High-Definition-Finishing-Formel ergibt deutlich glattere Oberflächen der Kunststoffprofile, die wesentlich einfacher zu reinigen sind. Zudem wird schon bei der Herstellung ein ressourcenschonender Beitrag für die Umwelt geleistet.
Die Langeooger Tischlerei mit Sitz am Schniederdamm ist ein leistungsfähiger Allrounder in Sachen Holz. Der Handwerksbetrieb erledigt einfache Reparaturarbeiten genauso wie aufwändige Aufträge. Derzeit wirken die Mitarbeiter an einem Haus „Am Teich“, wo es einige Umbauten auszuführen gilt. „Die Wände der Kellerräume wurden mit Holzwolle gedämmt und mit einer Unterkonstruktion versehen“, erläuterte Jens Eden, Möbeltischler für Schiffsinnenausbau. 726-2Zudem erweiterte man den Flurbereich und schuf einen zusätzlichen Kellerzugang. Außerdem soll später eine vorhandene Terrassentür zum zweiten Wohnungseingang werden. Mit einbezogen ist auch der Außenbereich des Wohnhauses. Auf die Terrasse wird eine Unterkonstruktion für ein Gerätehaus aus Metall aufgebracht. Weiterhin ist geplant, den ums Grundstück verlaufenden Zaun zu ersetzen. Als Holzart wird Kiefernholz eingesetzt, das durch ein technisches Verfahren witterungsbeständig gemacht wurde und unter dem Begriff Dauerholz bekannt ist.