Alle Beiträge von de Utkieker

Die Orgel auf der Arche Noah

Kantorin Noémi Rohloff und Kurpastor Matthias Weiß gestalten musikalische Erzählung für Jung & Alt am 21. Oktober in der Inselkirche
Die Geschichte von der „Arche Noah“ (Genesis 6 – 8) ist für viele Kinder wahrscheinlich eine der bekanntesten alttestamentlichen Erzählungen. In „Die Orgel auf der Arche Noah“ wird die Geschichte frei erzählt und unterstützt durch musikalische Untermalungen von den bekanntesten Werken des größten barocken Meisters, Johann Sebastian Bach. Die Kinder werden die Erzählung durch passende musikalische Elemente neu erleben. Ihre Eltern können dabei schmunzelnd entdecken, wie seriöse Musik auch für Kindererzählungen geeignet sein kann. Es werden kleine, paartaktige Ausschnitte aus 24 verschiedenen Bachschen Werken erklingen, wie zum Beispiel das Brandenburgische Konzert, Kantaten- und Oratoriumfragmente sowie bekannte Klavier- und Orgelwerke. Inselkantorin Noémi Rohloff präsentiert diese auf der Orgel, während Kurpastor Matthias Weiß erzählerisch durch die Geschichte führt.
Diese Stunde in der Inselkirche wird für die ganze Familie ein Hörerlebnis und gleichzeitig eine gute Chance für die klassisch-musikalische Erziehung sein.
Das Konzert am Mittwoch, 21. Oktober beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ wird gebeten. Ab Montag, dem 19. Oktober werden die Konzert-Karten in der Kirche zum Abholen bereitliegen. Es wird empfohlen, sich möglichst rechtzeitig Karten zu sichern, denn die Besucherzahl ist auf 50 ZuhörerInnen begrenzt. Beachten Sie bitte außerdem die Zugangsregelungen.      -ut-

„Was macht man denn da?“

Gisela und Helmut Voskamp sind seit 2009 Freizeithelfer
Gisela Voskamp fühlte sich ein wenig überrumpelt, als die damalige Superintendentin für das Harlingerland Angela Grimm ihr vor zwölf Jahren vorschlug, als Freizeithelfer nach Langeoog zu kommen. „Was macht man denn da?“ haben mein Mann und ich uns gefragt. Doch als sie über die Tätigkeiten aufgeklärt wurden und auch noch die Aussicht auf viel Freizeit auf der Insel lockte, sagten die beiden Rentner aus Moormerland gerne zu. Seit 2009 unterstützen Gisela und Helmut Voskamp den Küster der evangelischen Inselgemeinde alljährlich. Im vorigen Jahr waren die beiden als Küstervertretung für Dominique Seifert auf Langeoog. Bislang haben die Voskamps Langeoog stets im Frühjahr besucht, „aber durch den Corona-Virus kommen wir diesmal erst im Herbst her“, so die Freizeithelferin.
„Es gibt immer etwas zu tun“, weiß Gisela Voskamp. „Morgens um 9 Uhr treffen wir uns mit dem Küster und sprechen die anliegenden Aufgaben durch. Wir sorgen dafür, dass es in und um die Kirche herum sauber ist, verteilen vor den Gottesdiensten die Gesangbücher oder Flyer bei Konzerten und wir sammeln die freiwilligen Spenden ein. Dann gilt es auch, die Gästezimmer für die Musiker herzurichten, die zu Konzerten auf der Insel sind. Und wir sind auf dem Kirchengelände präsent, um Fragen von Urlaubern zu beantworten.“ Dabei arbeiten die 72-Jährige und ihr 79-jähriger Ehemann Hand in Hand. „Wir sind ein gutes Team“, so Gisela Voskamp.
Ab Mittag können die Beiden dann ihre Freizeit genießen. „Wir besuchen die Teestube, gehen ins Café oder in die Eisdiele, machen Radtouren oder Spaziergänge. Die Luft hier tut uns sehr gut und es gibt immer etwas Neues zu entdecken“, hat die Freizeithelferin festgestellt. Nur beim Dünensingen waren die Voskamps noch nie dabei: „Das fand genau dann statt, wenn die Kurpastoren ihre Vorträge im ‚Beiboot‘ hielten, und dann sind wir ja im Gemeindezentrum gefragt.“
Gisela und Helmut Voskamp genießen ihre Zeit auf Langeoog: „Wir fühlen uns hier auf dem Kirchengelände mit dem Küster, mit Kantorin Noémi Rohloff und ihren Kindern und mit den Kurpastoren wie in einer großen Familie.“   -sbo-

Bei Sturm an den Strand

Dr. Siegfried Kleymann liebt die raue See
„Ich mag das Raue der Nordsee und liebe es, im Sturm am Strand zu laufen“, verrät Dr. Siegfried Kleymann. Deshalb muss-te er nicht lange überlegen, als Pastoralreferentin Susanne Wübker ihn einlud, im Spät-herbst als Kurpastor nach Langeoog zu kommen. Vom 3. bis 15. November wird er sie erneut im liturgischen Dienst unterstützen. „Neben den täglichen Gottesdiensten steht auch eine Taufe an“, weiß der gebürtige Westfale bereits. „Ich stehe auch gerne für Gespräche zur Verfügung“, so der katholische Priester.
Münster ist zu seinem Lebensmittelpunkt geworden: Dort war er als Kaplan, Pfarrer und Jugendseelsorger tätig. Seit dem Sommer ist Dr. Siegfried Kleymann Gemeindepfarrer der Heilig-Kreuz-Kirche in Münster. Zuvor war er zehn Jahre lang mit der Hochschulseelsorge betraut. „Als ich mit Studentengruppen auf Langeoog war, habe ich die Insel und die Weite der Nordsee schätzen gelernt. Ich freue mich, dass mich nun in der zweiten Woche meiner Kurpastor-Tätigkeit eine Gruppe Ehemaliger besuchen wird, um Besinnungstage zu erleben.“ -sbo-

Stiftung fehlt Geld

Kantorin Noémi Rohloff ist verzweifelt: „Der Stiftung ‚Musik auf Langeoog‘ fehlen Einnahmen in Höhe von 30.000 Euro.“ Diese sollten eigentlich dazu dienen, die Kantorinnenstelle langfristig zu finanzieren. Schuld an der Misere sind die Veranstaltungsausfälle aufgrund der Corona-Krise.
„Sieben Konzerte des Gospelchores konnten nicht stattfinden. In den Vorjahren wurden allein dabei immer weit mehr als 20.000 Euro an freiwilligen Spenden eingenommen“, so die Kantorin. Auch die Orgelkonzerte, bei denen wöchentlich zwischen 200 und 300 Euro von bis zu 50 Zuhörern gespendet wurden, gab es in dieser Form nicht.
„Und ein Neujahrskonzert, wie in den Vorjahren, wird es 2021 auch nicht geben. Der Chor konnte in diesem Jahr nur eingeschränkt in der katholischen Kirche proben und wenn wir dort die Sicherheitsabstände einhalten wollen, ist kein Platz mehr für das Publikum.“
Noémi Rohloff will aber probieren, dass zumindest ein Konzert in „abgespeckter“ Form durchgeführt werden kann. „Ich versuche, einen Saxophonisten vom Festland dafür zu gewinnen, mit mir ein paar Stücke vor Publikum zu spielen“, hofft die Kantorin, „und vielleicht helfen ja auch ein paar freiwillige Spender aus dem finanziellen Tief – wie zuletzt Urlauberin Christine Lohrscheid, die anlässlich ihres 70. Geburtstags 800 Euro für die Stiftung zusammentrug.“                                  -sbo-

„So sorry, I have stolen“

Crossover-Organist Joachim Thoms ist am 18. Oktober mit zwei Konzerten zu Gast in der Inselkirche 
Freunde der Orgelmusik können sich am Sonntag, 18. Oktober, in der Inselkirche wieder auf ein ebenso ausgefallenes wie abwechslungsreiches Konzert mit Crossover-Organist Joachim Thoms aus Berlin freuen. Schon der spannende Titel „So sorry,  I have stolen“ („Tut mir so leid, ich hab gestohlen“) macht dabei neugierig.
„Mein stilistisches musikalisches Spektrum reicht von improvisierter barocker und klassischer Orgelmusik über sinfonische Filmmusik, Jazz, Impressionismus bis hin zum Rock-Klassiker“, verrät Thoms vorab. Doch „gestohlen“ sind die Themen anderer Komponisten und Musiker, die der Organist, Sänger und Entertainer improvisiert, weniger. Eher sind sie geliehen. Zu Gehör kommen unter anderem Vivaldis berühmter „Frühling“, Bachs „Ich hatte viel Bekümmernis“ bis hin zu Adaptionen über Jazzstandards oder den Tango „La cum Parsita“. Seine geistvollen Klangwelten können die Zuhörer nicht nur hören, sondern mittels Direktübertragung auf eine Leinwand tatsächlich auch sehen. Alle Stücke werden von Thoms ohne Notenvorlage gesungen, gespielt und mit kleinen musikalischen Geschichten   anmoderiert.
Joachim Thoms ist in Premnitz im Havelland aufgewachsen.Von 1982 bis 1987 studierte er Kirchenmusik in Görlitz. Seine Improvisationstechnik perfektionierte er am Kirchenmusikalischen Ins-titut der Universität Greifswald. Er war Privatschüler des Kon-zertorganisten Erich Piasetzki und des Komponisten Hans Peter Jannoch. Nach einer Phase als Konzertorganist und Cembalist ist er nun neben seiner halben Kirchenmusikerstelle hauptsächlich als Orgelimprovisationskünstler zu hören.
Das Konzert „So sorry, I have stolen“ findet jeweils um 19 Uhr und um 20.30 Uhr in der Inselkirche statt. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird eine Spende für die Stiftung „Musik auf Langeoog“ erbeten.   -ut/reh-

Vom Urlauber zum Kurpastor

Matthias Weiß ist im Oktober als Seelsorger tätig
Wenn man jahrelang stets an denselben Urlaubsort fährt und dann auch noch im Ruhestand zum Arbeiten dorthin zurückkehrt, dann muss das „Liebe“ sein. Im Fall von Matthias Weiß ist Langeoog dieser Sehnsuchtsort, von dem seine Frau während einer Mutter-Kind-Kur vor zehn Jahren so begeistert war, dass die Familie seither ihre Urlaube hier verbringt. „Die Landschaft, die kühle Meeresluft und die Ruhe auf der autofreien Insel genieße ich ebenso wie die freundlichen Menschen und die musikalischen Angebote – wie etwa die Auftritte des großartigen Gospelchores, verrät der evangelische Theologe. Mit viel Freude nahm der pensionierte Gemeindepastor aus dem fränkischen Neuendettelsau dann unter anderem an den Proben des Spontanchores von Kantorin Noémi Rohloff teil.
Sie war es, die ihn darauf aufmerksam machte, dass immer wieder Kurpastoren auf der Insel gesucht werden. „Ich hatte nach meiner Pensionierung vor sechs Jahren bereits im bayerischen Bad Wörishofen Erfahrungen als Kurseelsorger gesammelt“, so Weiß. Und so nahm er Kontakt zu Inselpastor Christian Neumann auf, um auf seiner Lieblingsinsel das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden zu können. Im vergangenen Herbst übernahm er dann erstmals das Amt des Kurpastors auf Langeoog.
Nach seinem diesjährigen obligatorischen Insel-Urlaub im August kehrt der evangelische Theologe am 19. Oktober für drei Wochen in dieses Amt zurück. „Ich predige gern und Seelsorge ist mir sehr wichtig“, erklärt Matthias Weiß. 18 Jahre lang war er Pastor in zwei Nürnberger Gemeinden, wurde dann Studentenseelsorger und war schließlich zwölf Jahre lang als Seelsorger für Menschen mit geistigen Behinderungen im Diakoniewerk in Neuendettelsau tätig.
Auch auf Langeoog will er mit den Menschen ins Gespräch kommen: „Es besteht ein hoher Gesprächsbedarf. Ich möchte gemeinsam mit Christian Neumann niederschwellige Angebote unterbreiten“, plant Weiß. Natürlich gehören auch Gottesdienste zu seinem Aufgabenbereich. „Die sind auf Langeoog immer irgendwie besonders und ein Höhepunkt für mich. Der Kirchenraum hat eine ganz spezielle Ausstrahlung“, schwärmt der Kurpastor.
An der ökumenischen Vortragsreihe wird sich Matthias Weiß zweimal beteiligen: Unter dem Titel „Die Kirche hat geschwiegen, wo sie hätte schreien müssen“ informiert er über das Leben und Wirken von Dietrich Bonhoeffer, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 75. Mal jährte. Der zweite Vortrag beschäftigt sich mit dem Schicksal von Komiker Karl Valentin im Dritten Reich und trägt den Titel „Wenn ich einmal der Herrgott wär‘ – Das Leiden des Karl Valentin. „Darin kommen die vielen Facetten des Künstlers zum Tragen. Und natürlich werde ich einige Hörstücke vorführen.“    -sbo-

Lebt aufwärts!

Sechs Jugendliche in der Inselkirche konfirmiert –
Segen und Urkunde für Engelkonfirmandin Alice Happek
In der Inselkirche Langeoog haben sechs junge Menschen am Sonntag, 27. September im Rahmen ihrer Konfirmation „Ja“ zum christlichen Glauben gesagt. Pastor Christian Neumann sprach ihnen Gottes Segen zu und freute sich, dass die selbst ausgewählten Konfirmationssprüche wahre Mutmacher fürs Leben seien.
Als Folge der Corona-Pandemie musste das ursprünglich für April geplante „Fest des Glaubens“ in den frühen Herbst verschoben werden. Statt mitgesungen wurde mitgesummt. Ebenso musste auf das Abendmahl verzichtet werden. Die feierliche Stimmung konnte dennoch durch nichts getrübt werden. Damit ging für Imke Beitelmann, Finja Bents, Geske Bents, Kai Wettstein, Joost Koschewa und Colin Wegener ein ungewöhnliches Konfirmandenjahr zu Ende, das damit sogar fünf Monate länger dauerte, als ursprünglich geplant. Christian Neumann zog ein durchweg positives Fazit dieser besonderen Konfirmandenzeit.
Engelkonfirmation
Bevor sich der Inselpastor jedoch den KonfirmandInnen voll und ganz zuwandte, stand mit Alice Happek, geborene Stolle, zunächst eine Engelkonfirmandin im Mittelpunkt des Gottes-dienstes. Die Insulanerin wurde vor 85 Jahren, am 14. April 1935, in der Inselkirche vom damaligen Inselpastor Otto Harms konfirmiert. Im August feierte sie zudem ihren 100. Geburtstag (der Utkieker berichtete). „Zu zweit haben wir den 14. April in der eigentlich geschlossenen Kirche begangen. Das war ihr wichtig: Die Bibel in der Hand, die sie zur Konfirmation bekommen hat, mit der Widmung von ,Deiner Dich innigst liebenden Groß-mutter’, erzählte Pastor Neumann. Segen und Urkunde wurden Allce Happek nun    im feierlichen Rahmen der Konfirmation zuteil. Mit den Worten: „Eine solche Urkunde habe ich noch nie ausgestellt“, unterstrich der Geistliche noch einmal die Einzigartigkeit dieses Festes. Und an die jungen Konfirmanden gerichtet, rechnete er: „Dieses Fest würdet ihr im Jahr 2105 feiern.“
Ein jegliches hat seine Zeit
In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte Pastor Neumann diesmal die Zeit, die doch viel zu schnell zu vergehen scheint. Und dennoch habe „ein jegliches seine Zeit“. So heißt es schon in der Bibel bei Prediger Salomo 3,1 – 11. Als das Symbol für Leben und Lebenszeit stehe die Sanduhr, in der die Zeit sprichwörtlich nur so durchriesele. „Gegenwartsschrumpfung nennt es der Philosoph Hermann Lübbe“, führte Christian Neumann weiter aus. Doch den jungen Konfirmanden rief er aufmunternd zu: „Lebt aufwärts! Denn Christen leben mit Blick auf die Ewigkeit aufwärts.“ Als Geschenk der Gemeinde erhielten die Konfirmanden jeweils eine Sanduhr, in welcher der Sand sinnbildlich aufwärts rinnt.
Hatten die Konfirmanden eine Woche zuvor als Thema für ihren Vorstellungsgottesdienst „Extremismus und Rassismus“ gewählt, war dementsprechend die Kollekte für die Flüchtlingsarbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ bestimmt.
Musikalisch begleitet wurde der Festgottesdienst von Inselkantorin Noémi Rohloff, Sängerin Katja Agena und dem Kirchenvorstand. Passend zum Gottesdienstthema kamen Lieder wie „Schenk uns Zeit“, „Anker in der Zeit“ oder das Orgelnachspiel „Happy Hour“ zu Gehör. -reh-

Ein Stück ostfriesischer Geschichte wird lebendig

Musikalische Lesung mit Autorin Herta Bleeker und Anna Frost am 20. November im HDI
Nicht nur, wer den ersten Band „Daje oder die Träume hinterm Deich“ gelesen hat, wird von Herta Bleekers neuem Roman gefesselt sein. In „Daje – oder Wege in die Welt“ erzählt sie vom weiteren Schicksal der Ostfriesin Daje und ihrer Kinder.
Das vergangene Ostfriesland von 1911 bis 1915 steht im Fokus der Geschichte: Die Witwe Daje Fischer ist Wäscherin in der Küs- tenstadt Norden. Zusammen mit ihrer Tochter Marleen betreibt sie dort eine Näh- und Waschstube. Bis auf die jüngsten ihrer neun Kinder sind alle auf dem Weg in die Welt. Eine Welt, die von der ostfriesischen Küste bis nach Heidelberg und New York reicht.
Das Buch erzählt von mutigen Frauen, die eine schwierige Zeit meistern müssen. Frei von nostalgischer Verklärung wird hier ein altes Stück Ostfriesland lebendig. Wichtige Inspirationsquelle
für Herta Bleeker war auch in ihrem neuen Roman die eigene Familie. Musikalisch begleitet wird die Lesung durch Anna Frost mit Liedern zur Gitarre. Die Esenserin ist durch ihre einfühlsamen Texte auf Hoch- und Plattdeutsch bekannt.
Herta Bleeker, geboren 1955 und Mutter erwachsener Kinder, lebt in Hage/Ostfriesland. Mit 45 Jahren schrieb die gebürtige Ostfriesin ihren ersten Roman. „Daje – oder Wege in die Welt“ ist ihr fünftes Buch und das dritte, das im Verlag ESE (Enno Söker, Esens) erschienen ist.
Beginn der musikalischen Lesung am Freitag, 20. November im „Haus der Insel“ ist um 20 Uhr. Karten erhalten Sie für 10,– Euro in der Tourist-Info im HDI oder online, Restkarten zzgl. 2,– Euro an der Abendkasse.                   -ut-

Die Nordsee unser Meer

Spektakulärer Kinofilm am 29. Oktober im HDI
Die Nordsee und ihre vielgestaltige Küstenlandschaft mit Steilküste, Sanddünen und Fjorden erstreckt sich von den Halligen über Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland bis nach Schottland und Norwegen. Sie bietet zahlreichen Tierarten über und unter Wasser Lebensraum und überrascht durch ihre Artenvielfalt und die bemerkenswerten Naturschönheiten.
Die Filmemacher beobachten an über 2.000 Drehtagen u.a.    Kegelrobben in Helgoland, gigantische Riesenhaie an der Kreideküste von Dover oder große Tintenfische im holländischen Oosterschelde, ebenso spaßige Papageientaucher oder fliegende Basstölpel. Über Helikopter- und Unterwasserkameras fangen sie Flora und Fauna aus allen möglichen Perspektiven ein. Sie lassen den Zuschauer das Meer regelrecht erspüren und erschaffen durch eine spannende Montage der unterschiedlichen Perspektiven einen stimmigen Rhythmus. Die Robben scheinen die Nähe des Menschen zu suchen, während die Buckelwale am Ende der Nordsee majestätisch von einem Meer ins andere gleiten. Das Verhältnis des Menschen zu „seiner“ See bleibt nicht außen vor, ist aber keinesfalls zentrales Thema des Films. Viel mehr geht es um die Natur selbst und um deren Bewohner, die, wie beispielsweise der Moschusochse und der Walhai, jeglicher Zeit entrückt scheinen. Der trockene Humor des Nordens spiegelt sich im Kommentar von Axel Prahl wider und weckt so auch im jüngeren Publikum das Interesse und die Faszination für die atemberaubende Schönheit dieses Weltnaturerbes. Die bildgewaltige Dokumentation aus der Schmiede von Doclights, NDR Naturfilm und polyband Medien will und kann nicht alles zeigen. Doch mit seiner gelungenen Auswahl macht der Film neugierig auf eine Begegnung mit einem Naturwunder, welches sich zu entdecken lohnt. Beginn ist um 15.30 Uhr. Karten (7,– Euro / 5,– Euro) bei der Tourist-Info im „Haus der Insel“ oder online. Bitte tragen Sie Ihren Mund-Nase-Schutz und achten Sie auf den Mindestabstand.       -ut-