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Bewegend Gutes tun

„Musik bewegt“ vom 1. bis 31. Mai: Anmeldung ab sofort im Internet
„Raus in den Frühling“ – damit kann man in diesem Jahr gleich doppelt Gutes tun: für die eigene Gesundheit und für die Musik und damit die Kultur im Harlingerland. Der ev.-luth. Kirchenkreis Harlingerland ruft mit der Aktion „Musik bewegt“ dazu auf, aktiv den Frühling zu erleben und gemeinsam etwas für die von der Corona-Krise schwer getroffene Musik der eigenen Kirchen­gemeinde zu tun. Von Asel über Esens und Ochtersum bis Wittmund nehmen gut 20 Kirchengemeinden teil. Darunter auch Langeoog, wo der Aktionserlös der Stiftung „Musik auf Langeoog“ zufließen soll.
Verbunden ist das Projekt mit einem kleinen Wettbewerb: Welche Kirchengemeinde kann wie viele Aktive mobilisieren? Gemeinsam gibt es zudem das Ziel, möglichst viele Kilometer zu sammeln. Superintendentin Eva Hadem ermuntert: „Melden Sie sich einfach unter nachfolgendem Link an; wählen Sie die Kirchengemeinde aus, die Sie unterstützen wollen; drucken Sie, wenn gewünscht, Ihre Startnummer aus und radeln, laufen, walken oder gehen Sie los. Anschließend tragen Sie die Distanz und die Zeit der Aktivität ein und laden gerne auch ein Selfie für die ‚Wall of Fame‘ hoch. Hier kommen alle, die die Musik unterstützen, digital zusammen.“ Darüber hinaus besteht Gelegenheit, sich nach Wunsch eine Urkunde auszudrucken.
Die zurückgelegte Distanz kann von fünf Metern bis zu vielen ­Kilometern reichen. Gerne kann man sich auch mehrfach zu ­Aktivitäten anmelden. Die Teilnahme kostet 8,– Euro pro Person, gerne kann jede*r aber auch mehrfach im Mai für die Musik aktiv sein.
Eingeladen sind selbstverständlich auch Menschen weit über das Harlingerland hinaus: „Alle können die Kirchengemeinde auswählen, die sie unterstützen wollen.“ Somit sind sämtliche Langeoog-Fans aus nah und fern gefordert, „ihrer“ Insel laufend oder radelnd den Rücken zu stärken. Zu Monatsbeginn (Stand: 3. Mai) hatten sich insgesamt rund 60 Teilnehmer*innen angemeldet. Was noch viel Luft nach oben bedeutet. Also: Laufschuhe schnüren (oder Fahrrad satteln) und ab die Post. Moment, erst Infos checken und anmelden – hier sind die Links: -ut-

Vorfreude auf Fisch und Krabbenbrötchen

Kurpastor Wolfgang Riedl ist erstmals im Norden
Für Wolfgang Riedl war Langeoog bislang nur ein weißer Fleck auf der Landkarte. Das soll sich nun ändern: Vom 10. bis 23. Mai ist der katholische Geistliche aus Deggendorf als Kurpastor auf der Insel. Auf die Idee brachte ihn ein befreundeter evangelischer Dekan aus Neu-Ulm, der im Juli in der Inselkirche seinen Dienst tun wird. „Er meinte, es wäre doch schön, wenn wir gleichzeitig nach Langeoog kämen. Das hat leider nicht geklappt, aber ich freue mich dennoch sehr auf meinen Inselaufenthalt“, so der 73-Jährige. „Ich war noch nie im Norden.“
Ein wenig hat sich Wolfgang Riedl schon auf seinen Einsatzort vorbereitet: „Ich habe mir Filme in der Mediathek angesehen“, verrät er. In seiner Freizeit will er Langeoog buchstäblich „erfahren“, denn „Radfahren ist mein Hobby“. Auch eine Wattwanderung steht auf dem Programm.
Als Kurpastor wird er durch die täglichen Gottesdienste führen. Besonders freut sich Wolfgang Riedl auf die Feiern an Christi Himmelfahrt und Pfingstsonntag. Gern steht er auch für seelsorgerische Gespräche zur Verfügung.
Bevor er sich vor drei Jahren in den Ruhestand verabschiedete, war Wolfgang Riedl 24 Jahre lang Gemeindepfarrer in der größten Pfarrei der Diözese Regensburg, in St. Martin in Deggendorf. „Mit dreißig Angestellten und zwei Kindergärten war das schon ein umfangreiches Aufgabengebiet. Beim Eintritt in den Ruhestand konnte ich dann erstmals selbst entscheiden, was ich tue. Und so habe ich meine beiden Leidenschaften – den Glauben und das Reisen – miteinander verbunden.“ So leitet Riedl Pilgerfahrten und Einkehrtage. „Und ich bin eingesprungen, wo ich gebraucht wurde – wie jetzt auf Langeoog.“
Dass Wolfgang Riedl einmal Pfarrer werden würde, war seiner Auskunft nach bereits vorgezeichnet. „In meiner Familie hatten Viele geistliche Berufe. Einige Onkel waren Pfarrer und einige Tanten lebten im Kloster. Ich habe auch einmal gezweifelt, ob das der richtige Beruf für mich ist, aber nie so sehr, als dass ich vom Weg abgewichen wäre“, erinnert sich der katholische Geistliche. „Und außerdem wollte ich raus aus unserem Dorf“, fügt er schmunzelnd hinzu.
1977 wurde er zum Priester geweiht und durchlief in den ersten neun Jahren drei Kaplanstellen für die Diözese Regensburg, bevor er dann zehn Jahre lang als Domvikar tätig war. „Ich war im Landesbeirat in Bayern zuständig für den katholischen Frauenbund, habe in dieser Funktion viele Reisen unternommen, Vorträge gehalten und versucht, Probleme zu lösen“, so Riedl.
Heute lebt Wolfgang Riedl in einem Benediktinerkloster in Metten. Die geplanten Pilgerreisen mussten wegen der Pandemie abgesagt werden. „Ich habe aus Verzweiflung angefangen zu kochen“, lacht er, „und ich musste feststellen, dass das viel Arbeit ist.“ Deshalb gönnt er seiner Haushälterin Cäcilia Eßberger freie Tage auf Langeoog. „Sie wird mich begleiten. Und dann gibt’s Fisch und Krabbenbrötchen.“    -sbo-

Innere Balance in Zeiten der Ungewissheit

Kurseelsorgerin Heidemarie Langer will Impulse geben
Als evangelische Kurseelsorgerin gehört Heidemarie Langer seit vielen Jahren zum festen Unterstützer-Team von Christian Neumann. Wie in den Vorjahren will sie dem Inselpastor auch diesmal über die Pfingsttage zur Seite stehen. Vom 18. Mai bis 1. Juni ist ihr Aufenthalt auf Langeoog geplant. „Wie alles in dem vergangenen Jahr unter Vorbehalt“, weist Christian Neumann auf die sich immer wieder ändernden Pandemie-Bestimmungen hin. Heidemarie Langer ist verhalten optimistisch: „Ich hoffe sehr, dass ich mein Amt auf Langeoog antreten kann. Denn schließlich steht neben dem Pfingstgottesdienst diesmal auch eine Taufe auf meinem umfangreichen Einsatzplan.“
Der ständige Wechsel zwischen den Corona-bedingten Öffnungen und Schließungen hat die freiberufliche Theologin und Kommunikationsberaterin zu einem Vortragsthema inspiriert, das sie im Rahmen der ökumenischen Vortragsreihe im „Beiboot“ vorstellen will: „Ich will Impulse geben, wie wir als Sicherheit Suchende mit dem Ungewissen umgehen und wie wir unsere innere Balance halten können“, verrät die Autorin und Therapeutin aus Hamburg. „Worauf können wir vertrauen, worauf können wir uns verlassen, was trägt uns?“, stellt Heidemarie Langer die Fragen an sich und ihre Zuhörer, denen sie auch für seelsorgerische Einzelgespräche zur Verfügung steht.
Das Thema sei gerade zu Pfingsten aktuell: „Pfingsten ist ein Gemeinschaftsfest. Wir Menschen als soziale Wesen erleben darin Segen und Freiheit in Gemeinschaft und finden unser Vertrauen“, erklärt sie.
Wer sich bereits vorab mit der Fragestellung vertraut machen will, kann sich den jüngsten Beitrag von Heidemarie Langer vom 11. April in der Radiosendung „Glaubenssachen“ anhören. Er steht unter dem Titel „Chaos: Erfahrung und Entwicklung – Wege durch die Krise“ und ist in der NDR Kultur-Mediathek abrufbar.    -sbo-

Activities der Langeooger Serviceclubs

Inner Wheel Club – Lions Club – LC Gräfin Anna – Rotary Club
„Pille und Fritz …“: Bilderbuch für guten Zweck
Dass ein quadratisches Buch einmal zu einer runden Sache werden würde, und zwar zu ihrer runden Sache: Das hätten die Frauen des Inner Wheel Clubs Langeoog (IWC) bis vor Kurzem wohl selbst nicht gedacht. Doch nun setzt ihr brandneues Bilderbuch „Pille und Fritz bekommen Besuch“ zum Steilflug auf die Leseherzen an. Herausgeber ist der IWC, den Text verfasste Mitglied Antje Julius. Das Bilderbuch zum Vor- und Selberlesen spricht Drei- bis Neunjährige an, aber auch jung gebliebene ­Erwachsene. Was nicht zuletzt an Stephanie Entrichs witzigen Illus­trationen liegt, deren Liebe zum Detail ein genaues Betrachten lohnt.
„Die Idee, ein kleines Buch herauszubringen, entstand vor längerer Zeit auf einem Clubmeeting“, berichtet Antje Julius, die sich nach besagtem Treffen noch am selben Abend hinsetzte und die Geschichte zu Papier brachte. Worum es geht? Austernfischer „Pille“ und Möwe „Fritz“ erwarten Besuch von Brieftaube „Friedrich“. Als ihr Freund eintrifft, ziehen sie mit ihm auf Entdeckertour: Wasserturm, Hafen, Vogelwärterhaus und andere Langeooger Sehenswürdigkeiten werden erobert. Begeistert fliegt Friedrich wieder heim, während Pille und Fritz ihm noch lange hinterherwinken. Den Austernfischer benannte die Verfasserin übrigens nach dessen durchdringendem Ruf: „Der klingt wie Pillepillepillepille.“
Zunächst wanderte das Manuskript in die Schublade. Doch Anfang 2021, unter der Ägide der amtierenden Präsidentin Susanne Meeßen, nahm die Idee rasch Gestalt an. Vermittelt durch IWC-Mitglied Martina Gerdes, fand der Club in Stephanie Entrich eine kongeniale Illustratorin. Humoristisches Federvieh hat es der 1969 geborenen Grafikerin aus Köln besonders angetan. Inspiriert von Antje Julius’ Geschichte, entwarf sie flugs die drei Protagonisten, und war sofort engagiert. Da sie die Insel noch nicht kannte, kam sie im Februar für einige Tage nach Langeoog – ein Arbeitsaufenthalt, um vor Ort recherchieren und skizzieren zu können.
Gemeinsam rundeten Autorin und Zeichnerin die Geschichte ab. „Ursprünglich sollte Friedrich aus Berlin kommen. Wir beschlossen dann, den Platz freizulassen, damit jedes Kind seinen eigenen Ort eintragen kann – ein kleiner Mitmach-Effekt“, berichtet Antje Julius. Im Frühjahr nahm das Buch seine endgültige Gestalt an – auch äußerlich, als Quadrat. Hinzu kam auf der Rückseite ein kleines „Plattdüütsk-Lexikon“, das Einblicke in die Landessprache erlaubt; übersetzt wurde es von Imke Schöneboom, Plattdeutsch-Beraterin an ostfriesischen Schulen. Mit dem Familienbetrieb Druckerei & Verlag Enno Söker in Esens bot sich vor Ort ein kompetentes Unternehmen für die Herstellung an. Und so konnten am 5. Mai stolze 5.000 Exemplare von „Pille und Fritz bekommen Besuch“ auf Langeoog beim Inner Wheel Club angeliefert werden.
„Das ist schon ein tolles Gefühl“, freut sich Antje Julius über ihr Erstlingswerk. Und schließt nicht aus, dass weitere Abenteuer von Pille und Fritz folgen könnten. Seit 2011 lebt die gebürtige Großheiderin mit Mann und zwei Kindern auf der Insel. Zuvor hatte sie als hauswirtschaftliche Betriebsleitung in einem Hotel an der Küste gearbeitet. Auf Langeoog ist sie außer im IWC auch beim TSV aktiv – im Festausschuss und beim Kindersport. In jungen Jahren, erzählt Antje Julius, habe sie, außer fantasievollen Schulaufsätzen, keine Neigung für die Schriftstellerei verspürt. Zum Schreiben fand die 37-jährige Jung-Autorin erst jetzt. Und zwar – fast buchstäblich – über Nacht.
„Pille und Fritz bekommen Besuch“ ist für 9,95 Euro auf Langeoog unter anderem erhältlich bei Fokko Gerdes und der Buchhandlung Krebs sowie an Ständen im Straßenverkauf. Zudem kann man es per Mail über iwc-langeoog-kalender@t-online.de  bestellen (zuzüglich Versandkosten). Vom Verkaufserlös unterstützt der Inner Wheel Club Langeoog kleinere und größere Sozialprojekte sowie Aktionen für eine nachhaltige Umwelt. -köp-
In diesem Jahr war alles anders: 16. Tombola des Lions Clubs „Gräfin Anna“
Zunächst lief alles eigentlich wie sonst auch. Die Lose der mittlerweile 16. Tombola des Lions Clubs Langeoog „Gräfin Anna“ wurden ab Herbst 2020 wieder angeboten und recht gut angenommen. Aber dann ereilte alle der Lockdown mit fehlenden Gäs-ten ab November. Auch Weihnachten und Silvester – eigentlich Hauptsaison – durften keine Gäste anreisen. Trotzdem war dem Club klar: Die Tombola wird durchgeführt!
Nach reiflicher Überlegung wurde sie auf Ostern 2021 verschoben, verbunden mit der Annahme, dann werde der Tourismus wieder geöffnet sein. Aber falsch gedacht! Der Lockdown wurde bis in den Mai verlängert. Deike Neumann, Präsidentin des Clubs, regte an, den Beschluss dennoch aufrechtzuerhalten. Und so wurde es gemacht.
Die Sorge der Damen, dass die Lose wegen fehlender Gäste nicht verkauft werden könnten, bewahrheitete sich keinesfalls. Viele Insulaner unterstützten die Aktion durch reichliche Loskäufe. Und sogar die Gäste dachten aus der Ferne an den Club: Sie meldeten sich direkt oder kauften über ihre Vermieter viele Lose. Alle waren sich einig, dass es einem guten Zweck dient.
Der Erlös geht zum Teil an das Schutzengelhuus-Projekt (www.schutzengel-huus.de) und an ein WaSH-Projekt (Water Sanitation Hygiene) in Indien. Über diese insgesamt große ­Anteilnahme freute sich der Club sehr: Ein ganz herzlicher Dank gilt allen Beteiligten!
Verlost wurden wieder ausgesprochen attraktive Preise, die liebevoll von Mitglied Christa Franz verpackt wurden, zum Beispiel Tablets, Taschen und viele Gutscheine. Der Hauptgewinn war – wie sonst auch – ein Fahrrad!
Strahlende Gesichter konnte man schon bei der Ausgabe der Preise am Donnerstag, 8. April sehen. Inselpastor Christian Neumann hatte dem Club freundlicherweise die Räumlichkeiten des „Beiboot“ zur Verfügung gestellt, dafür vielen Dank! Die Gewinne waren im Raum aufgestellt, coronagemäß wurden sie am Fenster ausgegeben.
Trotz der Coronazeit, in der die Einnahmen bei allen doch sehr eingeschränkt waren, wurde der Club von vielen Sponsoren mit ausgesprochen hochwertigen Preisen unterstützt. Ohne diese Unterstützung durch die Langeooger Betriebe und auch einigen vom Festland könnte eine derartige Tombola nicht stattfinden. Dafür sagen die Lions-Damen mit ihrer Präsidentin Deike Neumann ein herzliches Dankeschön! Und versprechen: Die nächs­te Tombola kommt bestimmt … -ut/dn-
Folgende Sponsoren haben die Tombola unterstützt:
Adenauer Shop, Apotheke Deppermann Esens, Auftritt, BilderBuch, Blumen Peters, Bootsbau Bents, Buchhandlung Krebs, Buddelei, Café Leiss, Adde Cassens Esens, Dwarslooper, Elektro Richter, Eckhardt Fuhr- und Abbruchunternehmen, Eine-Welt-Laden, Fahrradverleih Agena, Fahrradverleih Baumhöfner, Fahrradverleih Moselage, Fisch Klette, Fokko Gerdes, Frisör Wilken, Franz GmbH, Getränke J. Schmidt, Getränke R. Schmidt, Glücks-Lädchen, Gold-Marie, Hofgoldschmiede, Inselapotheke, Inselcenter, Inselgemeinde, Inselgoldschmiede/Schmuggelkiste, Insellädchen, Jan-Martin Janssen Fuhrgeschäft, Kino Wind-licht, Kramps Lütje Laden, Langeoog News, Lüttje Lü, Lütt Studio, Mode Vitrine, OLB, Restaurant Alte Post, Restaurant Ebbe und Flut, Restaurant In’t Dörp, Restaurant Kajüte am Hafen, Restaurant Luciano, Restaurant Steuerbord, Restaurant Sturmeck, Schreiber Bau GmbH, Seehüssi, Sparkasse, Steuerkanzlei Arndt/Bartsch & Partner, Südwester, Süße Brise, Tee & Tradition, Teerose, Tina’s Fashion, Tischlerei Schwede, Weinperle.
Vom „Gräfin Anna“-Fotowettbewerb …
zum ersten „Langeoog Kalender 2022“ des Clubs ist es nur noch ein kleiner Schritt: „Wir erwarten die Anlieferung für Mitte Mai“, berichtet Präsidentin Deike Neumann. Mehr als 150 Fotos wurden insgesamt eingereicht. Nicht leicht fiel daher die Auswahl für die letztlich 13 Bilder, deren Motive das Deckblatt und die zwölf Monatsblätter zieren werden. Nun hoffen die Lions-Damen, dass der Kalender „möglichst viele Wände von Langeoog-Fans zieren wird.“ Der Kalender im DIN-A4-Format wird dann für 10,– Euro an folgenden Stellen auf Langeoog erhältlich sein: Fokko Gerdes, Tinas Fashion&More, Ristorante Luciano und Hotel Mare. Außerdem kann er per E-Mail über    info@lions-langeoog.de bestellt werden.
Ines Mühlinghaus: Lions Distrikt Governor
Sie geht mit ihrem Ehrenamt in die Zielgerade: Noch bis Ende Juni ist Ines Mühlinghaus als Governorin des Lions-Distrikt 111 Niedersachsen-West (NW) aktiv – und damit eine von 19 Distrikt-Governor im Multidistrikt (MD) 111 Deutschland (der      „Utkieker“ berichtete). Während ihre Vorgänger*innen persönliche Kontakte auf gemeinsamen Treffen – regional wie international – pflegten, verbringt die Langeoogerin viel Zeit vor dem Computerbildschirm. Denn aufgrund Corona finden alle Sitzungen und Kongresse – regional bis international – derzeit virtuell im Internet statt. Und somit in Ines Mühlinghaus’ Arbeitszimmer. Ein solcher Digital-Marathon lief am 16. und 17. April 2021: Auf die Online-Kabinettssitzung am Freitag folgte Samstag eine virtuelle Distriktversammlung, die ursprünglich „live“ auf Langeoog hätte stattfinden sollen. Vier Video-Konferenzen waren es allein am Freitag: „Erst tagte der Findungsausschuss, dann das Distrikt-Kabinett, und nach einem größeren Online-Get-Together bildete die Sitzung des Kernkabinetts den Abschluss“, zählt Ines Mühlinghaus auf. – Am Samstag eröffnete Ines Mühlinghaus um 9 Uhr die Distriktversammlung mit 130 Teilnehmern. Als Gastgeberin war sie selbst schon ab 8.30 Uhr online, um jeden einzeln zu begrüßen. Vorträge, Grußadressen und Abstimmungen wechselten sich ab, ehe die Governorin gegen 13.30 Uhr das Schluss­wort sprach: „Lassen Sie uns gemeinsam Gutes tun – und auch darüber reden.“
Aktivitäten im Distrikt
Nun plaudert man bei solchen Treffen nicht übers Wetter. Vielmehr geht es darum, neue Aktivitäten vorzustellen, über Projekte zu entscheiden und Wahlen abzuhalten. Neue internationale Activity des Distrikts 111 etwa ist die Unterstützung eines WaSH-Projektes (Water Sanitation Hygiene) in Indien, mit der DAHW (Deutsche Lepra- und Tuberkulose-Hilfe) als Partnerorganisation. Hier gilt es für die 19 deutschen Distrikte, bis Ende 2023 mindestens 140.000 Euro zu sammeln; dann gibt das Bundesentwicklungsministerium weitere 410.000 Euro hinzu. „Wir hoffen, die Lions-Mittel noch in diesem Governor-Jahr bereitstellen zu können“, sagt Ines Mühlinghaus.
Als nationales Projekt besondere Beachtung fand die Distrikt-Activity für das „Schutzengel-Huus“ der Diakonie Hesel-Jümme-Uplengen (der „Utkieker“ berichtete). Hier konnte Mühlinghaus mitteilen, dass die Aktion des LC Langeoog, das „Langeooger Lebkuchenhuus“, den ersten Preis im Lions-Activity-Wettbewerb gemacht habe. Die LC-Herren um ihren Präsidenten Jannes Remmers hatten ein Lebkuchen-Fertighaus ersonnen, das als Bausatz erhältlich war. Insgesamt fanden über 100 süße Häuser reißenden Absatz. Der Erlös von 3.000 Euro wurde durch 8.000 Euro von anderen Clubs aufgestockt. Hinzu kam ein Zuschuss des Lions Distriktverfügungsfonds, so dass die Gesamtsumme bei knapp 15.000 Euro lag. Nun kommen noch weitere 600 Euro Preisgeld obendrauf. – Aktiv zeigten sich die Insulaner auch bei den digital abgehaltenen Distrikt-Wahlen: Dieter Gerjets vom LC Langeoog wurde auf zwei Jahre zum stellvertretenden Rechnungsprüfer gewählt. -köp/ut-

Das A und O ist die Frische

Vielfältiger Frische-Spezialist: „Kramps Lütje Laden“ 
in der Barkhausenstraße
Wer nach Stauden, Pflanzen oder frischem Obst und Gemüse sucht, wird in der Barkhausenstraße 20 in „Kramps Lütje Laden“ fündig. Montags bis samstags von 7.00 bis 18.30 Uhr und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr öffnen Britta und Mario Kramp hier die Türen ihres Geschäfts – nach Corona und in der Saison täglich von 7.00 bis 20.00 Uhr. Dabei legt das Ehepaar besonders viel Wert auf regionale Produkte, Qualität und natürlich auf die Frische.
Erst im vorigen Jahr wurde aus „Kramps Koopladen“ der „Lütje Laden“. Die hellen und modernen Geschäftsräume bieten ausreichend Platz für ein vielfältiges Warenangebot. Gleichzeitig mit dem Umzug von der Hauptstraße ins neue Domizil wurde auch ein neues intelligentes Warenwirtschaftssystem eingeführt, auf das die Eheleute besonders stolz sind. Denn mit diesem bestellt sich die Ware automatisch nach. „Wir können dank der neuen Software unseren Verkauf auswerten. Gleichzeitig löst das Sys­tem neue Bestellungen aus, sodass wir bis zu fünf Mal pro Woche mit frischer Ware beliefert werden können“, erzählt Mario Kramp.
Dank dieser Innovation verfügt „Kramps Lütje Laden“ damit als erster der Insel über die Möglichkeit, täglich das Sortiment an Obst und Gemüse, aber auch an Blumen, Gartenpflanzen und gekühlter Ware aufzufüllen. „Wir bieten unseren Kunden eine Frische-Garantie“, ergänzt Britta Kramp.
Dabei legen die Kaufleute so weit wie möglich Wert auf Produkte regionaler Erzeuger. Als einziger Lebensmittelhändler auf Langeoog hat der „Lütje Laden“ beispielsweise die „Auricher Eier aus Freilandhaltung“ im Angebot. Außerdem gibt es Milchprodukte aus dem Ammerland oder frische Äpfel und Beeren vom Obsthof Poppinga in Dornum. Auch haltbare Leckereien von Heiko Blume aus Friedeburg oder ein köstlicher Tropfen von Wein Wolff sind im reichhaltigen Angebot zu finden. Zukünftig wollen Britta und Mario Kramp ihr Angebot noch um hiesige Kartoffeln erweitern.
Zu dem „sehr guten Sortiment auf relativ kleiner Fläche“ gehöre auch ein breit gefächertes Angebot an Bio-Produkten, erklärt Britta Kramp. Insbesondere sind hier Artikel von Alnatura, Demeter oder der Eigenmarke Edeka Bio zu finden. Dabei wird auch der zunehmende Bedarf an vegetarischen und veganen Produkten berücksichtigt. Die Nachfrage von Insulanern und Besuchern steige dabei gleichermaßen an: „Unsere Gäste probieren im Urlaub gern mal etwas Neues aus oder kaufen schon aus Prinzip bewusster ein“, sagt Mario Kramp, der im letzten Jahr zum festen Bestandteil des Einzelhandelsgeschäfts wurde und die Zeit davor seine Frau Britta bereits tatkräftig unterstützte.
Bio-Produkte sind aber nicht nur im Lebensmittelbereich zu finden. So gibt es in „Kramps Lütje Laden“ auch frische Schnittblumen, Pflanzen oder Setzlinge für Salat, Kohlrabi oder Erdbeeren in Bio-Qualität. Und selbstverständlich auch Stauden und Topfpflanzen für den Balkon oder eigenen Garten, beispielsweise Petunien oder Sonnenblumen. Wer etwas für die Insekten tun möchte, findet außerdem den großblättrigen Efeu: Dessen Blüten werden stark von Bienen, Hummeln und Schwebfliegen angeflogen. – Weitere Infos rund um den „Lütje Laden“ sind auch im Internet auf www.kramps-langeoog.de zu finden. -ut-

Sport-Notizen aus den verschiedenen Sparten des TSV Langeoog

Jahreshauptversammlung auf 2022 verschoben
Am 9. April gab der TSV-Vorstand die folgende Pressemitteilung heraus:
Liebe Mitglieder des TSV Langeoog, 
aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und den für uns noch nicht einschätzbaren weiteren Verlauf, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Jahreshauptversammlung für dieses Jahr abzusagen und ins nächste Jahr zu verschieben. Diese Entscheidung ist uns schwer gefallen. Aber die Gesundheit und der Schutz unserer Mitglieder ist wichtiger. 
Wir danken Euch für Euer Verständnis und vor allem unseren Übungsleitern für ihr Engagement in dieser schwierigen Zeit. 
Bis zur nächsten TSV-Jahreshauptversammlung, die zunächst für Samstag, 22. Januar 2022 anberaumt ist, bleibt der gegenwärtige Vorstand deshalb unverändert im Amt. Er besteht aus Heiko Recker (1. Vorsitzender), Ralf Heimes (2. Vorsitzender), Julia Neumann (Kassenwartin), Marleen Heine-Agena (Schriftführerin) und Dorothe Wollner (Frauenwartin).
Kein TSV-Pfingstfest
Ausfallen muss auch, wie bereits im Vorjahr, das traditionelle TSV-Spielfest am Pfingstsonntag. „Eine angemessene Veranstaltung ist unter Corona-Bedingungen leider nicht durchführbar“, bedauert der Festausschuss um Antje Julius und Marleen Heine-Agena. Nadelöhr wäre etwa der Eingangsbereich mit dem TSV-Heim. Außerdem würde eine strenge Limitierung dem fröhlichen Charakter des Festes widersprechen. „Schön wäre es, das TSV-Pfingstfest 2022 wieder in vollem Umfang ausrichten zu können“, hofft das Festkomitee.
Fußball-Jubiläum?
Grund zum Feiern hat in diesem Jahr die TSV-Fußballsparte, und zwar ihren 75. Geburtstag. „Im Zuge der Fußballkreisreform Nordwest wurde 1946 die Neugründung der Sparte beschlossen“, hält Fußball-Obmann Thomas Pree die Erinnerung wach. Eigentlich soll das Ereignis würdig gefeiert werden. Angedacht war etwa ein sommerliches Fußballturnier als Jubiläumsaktion. Im Raum steht zudem noch das traditionsreiche Benefizspiel der TSV-Altherren gegen die Kurgäste; angepeilter Termin ist der 28. Juli um 19 Uhr im Jonny-Vestering-Stadion. Die geplanten Veranstaltungen hängen jedoch von der weiteren Entwicklung des Corona-Geschehens ab. -köp/ut-

„Ausbildung macht Spaß“

Langeooger Leon Bitter absolviert Tischlerlehre bei Holger Schwede
Von Akkuschrauber bis Wasserwaage – seit einem Dreivierteljahr hantiert Leon-Dieter Bitter mit vielfältigem Handwerksgerät. Am 1. August 2020 begann der nun 18-jährige Langeooger ­seine Ausbildung zum Tischler. „Es ist lange her, dass wir einen Insulaner in der Ausbildung hatten“, sagt Tischlermeister Holger Schwede, Inhaber des gleichnamigen Betriebs am Schniederdamm, und Lehrherr von Leon Bitter.
Die Arbeit mit dem Werkstoff Holz macht dem jungen Azubi, der zuvor bereits ein Praktikum bei Schwede absolviert hatte und dabei auf den Geschmack gekommen war, offenkundig Spaß. Dass er auch vor- und nachbereitende Routineaufgaben wie den Abbau alter Küchen oder die fachgerechte Entsorgung von Verpackungsmaterial übernimmt, stört Leon Bitter nicht: „Das gehört eben dazu.“ Und: „Die Ausbildung macht Spaß, die Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit.“ Das theoretische Rüstzeug stellt der Unterricht in der Berufsschule Wittmund bereit, soweit er coronabedingt stattfinden kann.
Sonst aber gibt es für Leon Bitter auf Langeoog viel zu tun: „Wir sind ein flexibler Betrieb mit vielseitigen Anforderungen“, berichtet Holger Schwede. Und so erhält sein Azubi eine Allround-Ausbildung: Egal, ob es darum geht, Rollläden zu reparieren, Türen anzufertigen, Küchen auf- oder Fenster einzubauen, der junge Langeooger ist – als Assistent – stets dabei, in der Werkstatt wie bei Kundenbesuchen. In diesem Frühjahr rückte der Einbau von Fenstern in den Fokus. Ob bei der Wohngenossenschaft „Uns Oog“, dem „Inselhotel Langeoog“ oder der „AWO Kajüte“: Hier und in anderen Gebäuden wurden und werden hochwertige Fenster mit Mehrfachverglasung eingebaut.
Als Spezialisten rund um das Thema Holz verfügen die Mitarbeiter über die handwerkliche Kompetenz und notwendige Technologie, um Kundenwünsche bis ins kleinste Detail umzusetzen. So werden selbst Sonderaufträge passgenau ausgeführt. Quali­tät, Pünktlichkeit und Termintreue sind stets das oberste Gebot für Holger Schwede und sein zehnköpfiges Team – zu dem auch Leon Bitter gehört. -köp/ut-

„Keine Radtour ist wie diese“

Schokofahrt 2021: Klimaneutrale Schokolade für Langeoog 
Seit Herbst 2020 ist klimaneutral produzierte und transportierte Schokolade auf Langeoog erhältlich (siehe Bericht im „Utkieker“ 6/2020). Möglich wurde dies durch viel Engagement zwischen Nordsee und Karibik, verbunden mit einem ausgeklügelten Herstellungs- und Beförderungssystem. Nähere Infos zum Thema stehen auf www.schokofahrt.de und www.chocolatemakers.nl im Internet. Diesen April kam eine neue Lieferung nach Langeoog. Deike Neumann, Leiterin des Eine-Welt-Ladens, hat den letzten Teil der „Schokotour“ begleitet. Hier ist ihr Bericht:
Wenn ich heute nach dem Mittagessen mein, wie ich finde, wohlverdientes Stück Schokolade zum Nachtisch genieße, so tue ich es anders als sonst. Denn ich habe sie selbst geradelt, gegen hartnäckigen Wind aus Nord-Nordost, bei Nieselregen und Kälte. Würde ich es wieder machen? Auf jeden Fall! Schließlich bin ich jetzt Schokofahrerin.
Eine Idee, die auf den ersten Blick vollkommen absurd erscheint: eine emissionsfrei transportierte Schokolade essen. Der Kakao wächst jenseits des Atlantiks, der Transport über das Meer, die Herstellung und am Ende der Weg in den Laden und zur Endkundin: Das kann doch nicht klimafreundlich gehen. Doch, die Schokofahrt zeigt, dass es geht! Denn es geht um den bewuss­ten Genuss von Luxusprodukten und nachhaltiges Handeln.
Klimaneutrale Wege
Und das fängt schon bei den Kakaobauern an: Der Rohstoff für die Schokolade wird in der Dominikanischen Republik von einer Kooperative unter ökologischen Bedingungen angebaut und fair gehandelt. Dann übernimmt der Frachtsegler „Tres Hombres“ die wertvolle Fracht und bringt sie ausschließlich mit Windkraft über den Atlantik nach Europa. Zielhafen ist Amsterdam. Dort gelangt der Kakao zu der kleinen Manufaktur der „Chocolatemakers“. Übrigens erfolgt die   Löschung der Ladung vom Schiff sowie der Transport zur Fabrik ebenfalls komplett ohne motorisierte Hilfsmittel, sondern mit viel kollektiver WoMen-Power.
Wenn jetzt der Rohstoff schon über 3.000 Kilometer auf See ohne fossile Energie zurückgelegt hat, muss der restliche Weg zur europäischen Endkundschaft doch auch ohne gehen! Deshalb macht sich inzwischen zwei Mal im Jahr ein großes Netzwerk von Menschen mit dem Fahrrad auf den Weg nach Amsterdam, um dort die Schokolade abzuholen und in zahlreiche Städte in ganz Deutschland zu bringen.
Von Oldenburg über Berlin bis München, sogar in die Schweiz und nach Österreich: Überall schwingen sich Menschen in den Sattel, um diese besondere Schokolade mit Pedalkraft in die einzelnen Geschäfte zu bringen.
Schon im vorigen Jahr hat die Corona-Pandemie die Schokofahrer vor neue Herausforderungen gestellt. Die Niederlande waren plötzlich Hochrisikogebiet. Ein Aufenthalt dort ist mit Quarantäne nach der Rückkehr verbunden. Aber es geht bei der Schokofahrt auch darum, neue Wege zu gehen, pragmatisch zu sein und Dinge anders zu machen – gerade in Krisenzeiten. So wurden zwei Übergabepunkte im Emsland kurz hinter der niederländischen Grenze vereinbart, zu der die Schokolade mittels eines Elektrolastwagens transportiert wurde.
Herausforderung Lastenrad
Die Fahrt fand am Wochenende nach Ostern statt. Ich konnte mich der Schokofahrtgruppe aus Aurich anschließen, die unter anderem von „Biomarkt Baier“ in Aurich und dem Verein „Auriculum“ unterstützt wird. Das Las- tenrad war für mich, die ich eigentlich auf dem Rennrad zu Hause bin, schon eine kleine Herausforderung. Die Federung ähnlich rennradhart, der Antrieb deutlich geschmeidiger, die Lenkung ganz anders und das Gewicht … da fang’ ich lieber nicht von an.
Aber: Nach kurzer Zeit hatte ich mich an das neue Fahrgefühl gewöhnt und los ging es Richtung Haren/Ems. Durch Hinter­höfe, über Wald- und Feldwege, auf gut (oder auch weniger gut) ausgebauten Radwegen an der Straße und gelegentlich über eine Schotterpiste. Der Ostfrieslandradweg und die Fehnroute sowie Strecken entlang der Ems zeigten die Schönheit der Region. Die vielfältige Natur ließ mich gelegentlich die Einschränkungen der vergangenen Monate vergessen. Bittersüß die Erkenntnis, wie schön solch eine Tour ohne Coronabeschränkungen wäre …
Im Emsland übernachteten wir in Hotels. Die Unterbringung in Einzelzimmern (Dienstreise), Ausgangsbeschränkungen im Emsland und Maskenpflicht in Innenstädten waren kein Hindernis, diese Fahrt coronakonform durchzuführen.
Die Schoko-Übergabe …
erfolgte am Sonntagmorgen, 11. April: Insgesamt rund 120 Kilo Schokolade, davon etwa ein Viertel für Langeoog, wurden auf die Lastenräder verteilt. Vier waren E-Bikes; ein fünfter „hartgesottener“ Fahrer ohne E-Antrieb, Helmut Beckmann, war nachts um zwei losgefahren, packte flink sein Kontingent ein und fuhr sofort zurück – 234 Kilometer nonstop. Hut ab! Für uns andere war die Rückfahrt nach Aurich – mit 113 Kilometern die längste Etappe – bei starkem Gegenwind trotz elektrischer Unterstützung anstrengend. Nach insgesamt 290 Kilometern im Sattel war ich am Montag wieder heil zurück auf der Insel. Mein Fazit: Radtouren gibt es viele, aber keine ist wie diese.
Die Schokolade parkte noch für eine Woche in Aurich. Sie wurde dann am Sonntag, 18. April von Holger Wessels und seinen Seekajakfreunden vom Emjak Aurich übers Wattenmeer nach Langeoog gepaddelt. Für die Spitzfindigen, die fragen, wie denn die Schoki von Aurich nach Bensersiel gekommen ist: Holgers Lastenrad hat einen Anhänger für sein Boot. Er startete bereits im Morgengrauen in Richtung Bensersiel – samt Schokolade, Kajak und Ausrüstung für die Überfahrt.
Die Schokolade ist auf Langeoog im Eine-Welt-Laden (neben der Inselkirche), in der „Teerose“ (Kirchstraße) und im „Haus ­Dünenlust“ (Mittelstraße) erhältlich. Fair, bio und klimaneutral. Aber vor allem: lecker! -Deike Neumann-

Auf die Schnelle – hoffentlich negativ

Corona-Schnelltests in „Beiboot“ und „Haus der Insel“

Im Kampf gegen Corona setzt die Bundesregierung auch auf ­eine umfassende Teststrategie. Mindestens einmal pro Woche darf sich jeder Bundesbürger kostenlos testen lassen. Auf Langeoog stehen hierfür zwei Testzentren bereit: im Gemeindehaus „Beiboot“ und im „Haus der Insel“ im Kurzentrum. Ein Überblick:

Testzentrum im „Beiboot“

Keine fünf Minuten dauert die Prozedur, dann ist bereits alles wieder vorbei. Seit dem 6. April bietet die Insel-Apotheke im „Beiboot“ der ev.-luth. Inselkirche (Hauptstraße 15) kostenfreie Corona-Schnelltests an. Montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr und samstags von 13 bis 15 Uhr kann sich jeder Interessierte auf eine Infektion mit dem SarS-CoV-2-Virus testen lassen. Zum Einsatz kommt dabei der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassene Antigentest von Roche.
Voraussetzung für einen Test ist die vorherige Terminvereinbarung über die Internetseite der Apotheke (der Link steht auf Seite 33). Hierbei müssen die persönlichen Daten angegeben werden, die im Fall eines positiven Testergebnisses zur Weitergabe an das zuständige Gesundheitsamt dienen. Zum Abgleich der Daten muss am vereinbarten Termin ein Ausweisdokument vorgelegt werden. Nach 20 bis 30 Minuten wird das Testergebnis an die getestete Person per E-Mail verschickt. Wichtig: Getestet werden nur symptomfreie Menschen. Außerdem ist das Ergebnis nur eine Momentaufnahme. Bei einem positiven Testergebnis muss der Verdacht durch einen nachfolgenden PCR-Test erst noch bestätigt werden.
Für Inselapothekerin Katrin Dörr ist das Testzentrum dennoch ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Pandemie. „Vor Ort wird zu zweit gearbeitet. Bei Bedarf stocken wir die Teams aber auch auf“, sagt Katrin Dörr. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden im Vorfeld alle besonders geschult, um zur Abnahme ­eines Antigen-Schnelltests berechtigt zu sein. „Wer möchte, darf sich auch jeden Tag testen lassen“, so Katrin Dörr.

Testzentrum im „Haus der Insel“ 

Einmal in der Woche, und zwar jeden Donnerstag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr, wird das HDI zum Corona-Testzentrum. Das gilt übrigens auch für den Himmelfahrtsdonnerstag, 13. Mai, wie ein Blick in den Online-Terminkalender (Link siehe Seite 33) belegt. Durchgeführt werden die Schnelltests in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Wittmund. Tester vor Ort sind die Langeooger Stefan Fiswick, Markus Solbach und Tom Kempkes-Solbach. Falls erforderlich, erhalten sie weitere Unterstützung von Kräften des DRK Wittmund. Bei erhöhtem Bedarf nach touristischer Öffnung der Insel können die Test­kapazitäten auf zusätzliche Tage ausgedehnt werden. „Mehrere Langeooger haben sich schon bereit erklärt, dann mitzuhelfen“, berichtet Tom Kempkes-Solbach.

Die nach Terminvergabe durchgeführten Schnelltests (man kann sich aber auch spontan ohne Termin testen lassen) richten sich ausschließlich an Menschen ohne Symptome. Zum Test ist ein Personalausweis mitzubringen. Die Abstrichnahme dauert rund fünf Minuten. Etwa eine Viertelstunde später liegt bereits das Ergebnis vor, über das eine Bescheinigung ausgestellt wird. Ein positives Ergebnis meldet das Team an das zuständige Gesundheitsamt weiter.

Finanziert werden die beiden Langeooger Testzentren, wie auch die anderen in Deutschland, durch den Gesundheitsfonds des Bundes. Termine können jederzeit online vereinbart werden, hier folgen die Links zur Anmeldung:

Testzentrum „Beiboot“ / Insel-Apotheke:
https://insel-apotheke.de/covid-19-schnelltest-jetzt-testen-lassen/
Testzentrum „Haus der Insel“ / DRK Wittmund:

Wie gesagt: Die Prozedur für ein (hoffentlich) negatives Ergebnis dauert keine fünf Minuten. Auf Langeoog haben mehrere Hundert Menschen, zumeist Insulaner und Arbeiter, von dem kostenfreien Angebot bereits Gebrauch gemacht. Sollte das von den Ostfriesischen Inseln vorgestellte Konzept für einen sicheren Neustart des Tourismus (siehe separaten Artikel in diesem Heft) tatsächlich umgesetzt werden, dürften deutlich mehr Menschen das Angebot wahrnehmen. -ut-