Kur(z) und bündig

„Körv in’t Dörp“ erstmals im Herbst
Ein Frühlingsgruß belebt die Herbstzeit: 756-1In diesem Frühjahr brachte die Aktion „Körv in’t Dörp“ zum zehnten Mal fröhliche Farbtupfer ins Ortsbild. Von März bis Mai lud eine bunte Reihe von Strandkörben im Dorf zum Verweilen ein. Was dem Frühling recht ist, darf dem Herbst billig sein, dachte sich die Kurverwaltung und wiederholte die Aktion kurzerhand im September. Einzelhändler, Hoteliers und Gastronomen machten gerne mit und so bringen die Körbe noch bis zum 9. November buntes Strandfeeling in den Ort zwischen Bahnhof, Wasserturm und Kurzentrum. Selbst am Anleger in Bensersiel stehen einige Exemplare, um Tagesgäste auf die „Insel fürs Leben“ zu locken. Im nächs­ten Frühling feiert die 2005 von der Langeooger Wirtschaftsrunde initiierte und seit 2007 von der Kurverwaltung organisierte Aktion „Körv in’t Dörp“ übrigens ihr 10-jähriges Bestehen.

Erlebnisbad beliebter als Nordsee?
Mit einer fortlaufenden Gästebefragung (Fragebögen gibt es etwa auf den Fähren) lotet die Kurverwaltung das Urlaubsverhalten der Besucher aus, um deren Inselaufenthalt noch angenehmer gestalten zu können. In diesem Sommer förderte die Auswertung ein interessantes Teilergebnis zutage: „50 Prozent der Gäs­te geben an, dass sie in unserem Meerwasser-Erlebnisbad schwimmen gehen, während 23 Prozent sagen, dass sie im Meer schwimmen“, berichtet Tourismusmanager Hinrik Dollmann. „Man sollte doch meinen, dass es umgekehrt wäre.“ Immerhin lasse das Ergebnis den Schluss zu, dass die Langeooger Gäste es verstehen, die jeweiligen Vorteile beider Angebote optimal zu nutzen. Der Strand bietet wesentlich mehr als nur Badevergnügen: Spiel, Sport, Spaziergänge, Naturerleben. Zudem zieht mancher Strandbesucher ein entspannendes Sonnenbad im Strandkorb dem Bad im Meer vor. Denn das Manko der Nordsee sind ihre mitunter frischen Gradzahlen. Hier punktet das Meerwasser-Erlebnisbad: mit angenehmen Temperaturen, regelmäßigem Wellengang und Extras wie Großrutsche,Traumgrotte und Saunalandschaft. Mit fortschreitendem Jahreslauf dürfte die Zahl der Nordseeschwimmer daher weiter sinken – zugunsten des Erlebnisbades.

Das Gastgeberverzeichnis . . .
für 2015 erscheint Anfang Oktober – und damit wesentlich früher als sonst. Ein neues Titelbild ziert das rund 100 Seiten starke Heft, dessen erprobter Magazincharakter beibehalten wurde. Auch der Vermieterteil mit den Ferienunterkünften bleibt in dem Prospekt integriert. Neue Fotos und frische Infos sorgen für eine aktuelle Optik. Der frühe Termin des in einer Auflage von 40.000 Exemplaren erscheinenden Verzeichnisses ermöglicht es Stammgäs­ten wie Inselneulingen, ihren Urlaub beizeiten zu planen.

LEGO®-Workshops im Oktober
756-3Seit sieben Jahren ist sie ein Dauerbrenner im HDI: Die Ausstellung „Mini-Langeoog – die Insel aus LEGO®-Steinen“ hat nichts von ihrer Faszination verloren. Mit ihrer liebevollen und detailgetreuen Nachbildung der Inselwelt haben die Herforder Kai und Andreas Böker einen zeitlosen Publikumsmagneten geschaffen. Wer in die Geheimnisse der Konstruktionskunst eindringen möchte, erfährt mehr auf den Workshops, die Kai Böker vom 5. bis 10. Oktober täglich anbietet. Kinder von 6 bis 12 Jahren bauen unter Anleitung kleine Modelle nach insularen Vorbildern: den Wasserturm etwa oder die bunte Inselbahn. Außerdem lassen die Kids beim Bau „frei nach Schnauze“ ihrer Kreativität freien Lauf. Dazu gehört auch ein 30-minütiger Besuch der Ausstellung, der keine Frage ungeklärt lässt. Der Workshop findet täglich von 10.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 14.30 Uhr statt. Eine rechtzeitige Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Karten sind während der Öffnungszeiten im Schiffahrtsmuseum erhältlich. Die Kosten betragen 6,– Euro pro Teilnehmer.

Wanderausstellung wird sesshaft
756-4Anfang Juli kam sie ins „Haus der Insel“, Anfang November sollte sie ursprünglich weiterziehen. Doch nun bleibt die Wanderausstellung „Müll im Meer geht uns alle an“ dauerhaft auf Langeoog. Konzipiert hat die Schau die Meeresschutzorganisation Project Blue Sea e.V. aus Herne. Sie zeigt die Auswirkungen des Wohlstandsmülls auf das Ökosystem Ozean. Anhand von großformatigen Ausstellungstafeln, verschiedenen Müllfundstücken, Video- und Bilddokumentationen und zahlreichen weiteren Exponaten erfährt der Besucher, wo die Quellen für die Vermüllung liegen, woraus sich der Meeresmüll zusammensetzt und was jeder Einzelne tun kann, um der Müllflut entgegenzuwirken. Neben einem besonderen Augenmerk auf die Situation an den heimischen Nordsee- und Ostseeküsten wird auch die weltweite Situation aufgezeigt, denn es gibt keine Meeresbereiche, die nicht von der Problematik betroffen sind. Die Idee zur Dauerausstellung entstand Mitte September am Rande eines Langeoog-Besuchs des Blue Sea Project-Teams um den Vorsitzenden Sascha Regmann. Die ehrenamtlichen Aktivisten des Vereins verbanden die Visite mit einer Strandreinigungsaktion. Unterstützt durch Jan Heinbockel und Stefan Freimuth vom Strandteam, befreiten sie entlegene Strandabschnitte im Osten und Westen der Insel von Müll. „Inmitten des Weltnaturerbes sind wir uns der Verantwortung für unsere Umwelt sehr bewusst“, erklärt Langeoogs Tourismusmanager Hinrik Dollmann. „Das zeigen wir mithilfe der neuen Dauerausstellung, aber auch durch unsere eigenen Strandreinigungsaktionen.“

„Im Sand am Strand“ . . .
heißt eine neue Ausstellung des Schiffahrtsmuseums im HDI. Gezeigt werden Langeooger Strandfunde vergangener Jahrzehnte. Das Schädelfragment eines Pottwals gehört ebenso dazu wie gestrandete Kohlenstücke, von Treibholz inspirierte Aquarelle oder eine alte Muschelsammlung. „Die Ausstellung ist gerade im Entstehen und wird je nach ‚Fundlage‘ laufend erweitert“, lädt Museumsleiter Herbert Grohmann zum Betrachten ein.

„10. Allerheiligen-Schwimmen“
756-6Am Samstag, 1. November, startet um 14.00 Uhr das „10. Allerheilgen-Schwimmen“. Vom Treffpunkt an der Lale-Andersen-Statue geht es nach der Begrüßung durch Bürgermeister Uwe Garrels gemeinsam zum Hauptbad. Dort stürzen sich die oft originell kostümierten Teilnehmer in die kühlen Wogen – angefeuert von großem Publikum. Im Startgeld von 10,– Euro sind Urkunde und Sticker, Bratwurst und Heißgetränk enthalten, Anmeldung bei Getränke Schmidt in der Barkhausenstraße. Traditionell folgt der Benefiz-Abend, diesmal im Restaurant „meerbar“. Einlass ab 18 Uhr, für die Hungrigen bietet das Gastro-Team um Michael und Anke Collesser deftigen Grünkohl, wahlweise mit Fisch oder Fleisch. Für Stimmung sorgen die Musiker Kurt Kokus, Andre Borell, Lothar Voigt und weitere Überraschungskünstler. Zudem winkt eine Tombola mit attraktiven Preisen. Der Erlös des Allerheiligen-Schwimmens ist einem guten Zweck auf Langeoog zugedacht. Ausrichter des Aktionstages ist der „Verein Langeooger Allerheiligen-Schwimmer e.V.“ mit Unterstützung der Kurverwaltung. Derzeit zählt der gemeinnützige Verein 258 Mitglieder. Verstärkung ist herzlich willkommen, der Jahresbeitrag beträgt 20,– Euro. Interessierte können einen Aufnahmeantrag einfach per Mail über allerheiligenschwimmer­@ googlemail.com anfordern.

Mehr Informationen in der Print-Ausgabe Oktober 2014