Handwerk geht Zukunftsaufgaben an

Vollversammlung verabschiedet Positionspapier zu den Landtagswahlen 2022
Die Vollversammlung der Handwerkskammer für Ostfriesland hat ihren Blick auf zukünftige politische Entwicklungen auf Landesebene gerichtet. Mit seinem Treffen Mitte November in Aurich sprach sich das Gremium einstimmig für ein gemeinsames Positionspapier des Niedersächsischen Handwerkstages (NHT) zur Landtagswahl 2022 aus. Es dient als Grundlage für die handwerkspolitische Arbeit auf Landesebene für die kommende Legislaturperiode. Zu den Forderungen gehören unter anderem die Stärkung der beruflichen Bildung, der unmittelbare Abbau von landesspezifischer Förderbürokratie sowie das Vorantreiben der Digitalisierung.
In seinem Grußwort erklärte Kammerpräsident Albert Lienemann, dass sich die Stimmung im Handwerk nach den wirtschaftlichen Beschränkungen durch die Pandemie wieder verbessere. Trotz Lieferproblemen, Preissteigerungen und Materialengpässen blickten die Betriebsinhaberinnen und -inhaber weitestgehend optimistisch in die Zukunft. „Die mit dem Ende des letzten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2021 begonnene Konjunkturerholung hält auch weiter an“, sagte er.
Zwar sei der Fachkräftebedarf immer noch hoch, die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe aber nach wie vor ungebrochen. Das zeigten laut Lienemann die aktuellen Zahlen der Lehrlingsrolle: 1.043 neue Ausbildungsverhältnisse konnten Ende Oktober registriert werden. Das bedeute ein Plus von fast 100 Verträgen im Vergleich zum Vorjahr (945). „Das hiesige Handwerk ist in der Nachwuchsförderung hoch engagiert“, machte der Präsident deutlich. -ut-