„Was macht man denn da?“

Gisela und Helmut Voskamp sind seit 2009 Freizeithelfer
Gisela Voskamp fühlte sich ein wenig überrumpelt, als die damalige Superintendentin für das Harlingerland Angela Grimm ihr vor zwölf Jahren vorschlug, als Freizeithelfer nach Langeoog zu kommen. „Was macht man denn da?“ haben mein Mann und ich uns gefragt. Doch als sie über die Tätigkeiten aufgeklärt wurden und auch noch die Aussicht auf viel Freizeit auf der Insel lockte, sagten die beiden Rentner aus Moormerland gerne zu. Seit 2009 unterstützen Gisela und Helmut Voskamp den Küster der evangelischen Inselgemeinde alljährlich. Im vorigen Jahr waren die beiden als Küstervertretung für Dominique Seifert auf Langeoog. Bislang haben die Voskamps Langeoog stets im Frühjahr besucht, „aber durch den Corona-Virus kommen wir diesmal erst im Herbst her“, so die Freizeithelferin.
„Es gibt immer etwas zu tun“, weiß Gisela Voskamp. „Morgens um 9 Uhr treffen wir uns mit dem Küster und sprechen die anliegenden Aufgaben durch. Wir sorgen dafür, dass es in und um die Kirche herum sauber ist, verteilen vor den Gottesdiensten die Gesangbücher oder Flyer bei Konzerten und wir sammeln die freiwilligen Spenden ein. Dann gilt es auch, die Gästezimmer für die Musiker herzurichten, die zu Konzerten auf der Insel sind. Und wir sind auf dem Kirchengelände präsent, um Fragen von Urlaubern zu beantworten.“ Dabei arbeiten die 72-Jährige und ihr 79-jähriger Ehemann Hand in Hand. „Wir sind ein gutes Team“, so Gisela Voskamp.
Ab Mittag können die Beiden dann ihre Freizeit genießen. „Wir besuchen die Teestube, gehen ins Café oder in die Eisdiele, machen Radtouren oder Spaziergänge. Die Luft hier tut uns sehr gut und es gibt immer etwas Neues zu entdecken“, hat die Freizeithelferin festgestellt. Nur beim Dünensingen waren die Voskamps noch nie dabei: „Das fand genau dann statt, wenn die Kurpastoren ihre Vorträge im ‚Beiboot‘ hielten, und dann sind wir ja im Gemeindezentrum gefragt.“
Gisela und Helmut Voskamp genießen ihre Zeit auf Langeoog: „Wir fühlen uns hier auf dem Kirchengelände mit dem Küster, mit Kantorin Noémi Rohloff und ihren Kindern und mit den Kurpastoren wie in einer großen Familie.“   -sbo-