Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Bürgerversammlungen zur Zukunft von HDI und KWC
Das vom Rat der Inselgemeinde Langeoog aufgehobene Interessenbekundungsverfahren für den Verkauf des KWC und des HDI (im Jahr 2018) hat dazu geführt, dass der Verkaufsprozess gestoppt wurde. Rat und Verwaltung der Gemeinde Langeoog haben in vielen Sitzungen um die Fortsetzung des Verkaufsprozesses gerungen.
Im Zuge des Wahlversprechens an die Bürger/innen der Insel lädt Bürgermeisterin Heike Horn im Oktober zu mehreren Bürgerversammlungen ein, um die angedachten Varianten der Bevölkerung vorzustellen: „Termine sind sowohl vormittags, nachmittags als auch abends vorgesehen.“
Ende November findet dann eine anonyme Bürgerbefragung statt, in deren Rahmen alle wahlberechtigten Insulaner ihren Favoriten benennen können. Ziel ist, eine Meinungshoheit zu bilden. „Inwieweit die angedachten Varianten realisierbar sind, kann an dieser Stelle weder von Rat noch Verwaltung beurteilt werden“, so Heike Horn. Erst die Vorstellung der Modelle werde eine tatsächliche Beurteilung möglich machen. „Die Meinung der ­Insulaner aber soll zwingend Berücksichtigung finden und richtungsweisend sein.“
Sein i-Tüpfelchen …
in Form von Infotafeln erhält demnächst der „Utkiek am Schniederdamm“, der Aussichtspunkt mit überdachtem Info-Kreuz auf der einstigen Langeooger Deponie. Die acht im Alu-Dibond-­Verfahren bedruckten Infotafeln mit Hinweisen zum Nationalpark und den Sehenswürdigkeiten der Umgebung werden durch Sponsoring finanziert.
Der „Utkiek‘“, ein sieben Meter großes Achteck mit einem Geländer aus Lärchenholz, kann seit dem Sommer 2016 barrierefrei betreten werden. Die Beschilderung steht seither aus, ebenso die offizielle Einweihung des Aussichtspunktes. Von dem elf Meter hohen Hügel lässt sich ein Panoramablick über die Insel und das Wattenmeer bis zum Festland genießen.
Langeoog und Corona
Auch wenn man am liebsten alles hinter sich lassen möchte: ­Urlaub von Corona gibt es nicht, das Virus läuft im Hintergrund immer mit. Kein Anlass für Sorglosigkeit also, auch wenn die   aktuellen Fallzahlen an der Küste dies glauben machen könnten. Langeoog indes sieht sich gerüstet.
Eine Handlungskette ist vorbereitet, wie Bürgermeisterin Heike Horn mitteilt: „Es wird sich nicht ausschließen lassen, dass entweder Verdachtsfälle auf Infektionen mit dem Covid-19-Virus oder auch bestätigte Infektionen auf Langeoog registriert werden.“ Nach wie vor gilt auch auf der Insel Langeoog, dass sich Personen mit Verdachtssymptomen bei den Inselärzten melden. „Diese setzen sich gegebenenfalls mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Wittmund in Verbindung.“ Das Gesundheitsamt entscheidet jeweils im Einzelfall über die weitere Vorgehensweise. „Eine Beförderung an Land wird gewährleistet sein. Bei akuten, schweren Krankheitsverläufen steht ein spezieller Infektionshubschrauber zur Verfügung.“ ­
Wie gesagt, die aktuellen Fallzahlen stimmen zwar zuversichtlich. Doch Vorsicht ist allemal besser, als später das Nachsehen zu haben.
Die Strandaufspülung …
vor dem Pirolatal geht ihrer Vollendung entgegen. Seit Einrichtung der Baustelle im Juni wurden 700.000 Kubikmeter Sand aufgespült, um die Piroladünen vor Sturmfluten zu schützen (der „Utkieker“ berichtete wiederholt). Zum Abschluss erfolgt die zusätzliche Einspülung eines Sanddamms, Beginn ist voraussichtlich am 20. September. Die gesamte Aufspülmaßnahme soll bis Anfang Oktober abgeschlossen sein, wie Bettina Dörr von der NLWKN-Pressestelle in Hannover mitteilte. Die Begehbarkeit des Strandes an dieser Stelle ist wieder gegeben, Spaziergänger sollten sich aber dennoch umsichtig verhalten. -ut/köp-