Viele Zeichen der Verbundenheit

Ev.-luth. Inselkirche reagiert auf Corona-Virus
Um die Menschen zu schützen und die rasante Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, sind in der evangelisch-lutherischen Inselkirche alle Gottesdienste und Konzerte zunächst bis einschließlich Sonntag, 19. April abgesagt. Dies betrifft auch die Gottesdienste zu Ostern sowie alle Gruppen und Kreise, die sich im Gemeindehaus „Beiboot“ treffen. Ebenso bleibt der Eine-Welt-Laden geschlossen. Damit folgt die Kirchengemeinde den Empfehlungen der Landeskirche Hannover und des Kirchenkreises Harlingerland. Zu den Gottesdiensten an Sonn- und Festtagen werden die Glocken jedoch weiterhin um 10 Uhr läuten. „Damit wollen wir die Verbundenheit untereinander ausdrücken“, unterstreicht Inselpastor Christian Neumann.
Gottesdienste und Veranstaltungen ab 20. April finden derzeit nur unter Vorbehalt statt. Die ursprünglich für den 26. April geplante Konfirmation ist in Abstimmung mit den Eltern auf Sonntag, 27. September verschoben worden. Da der Konfirmandenunterricht analog zur Schule zurzeit nicht stattfindet, hält Pastor Neumann den Kontakt zu seinen Schützlingen per Videoschalte „Skype“ am Computer aufrecht. „Die Termine werden abgestimmt. Das läuft prima.“
Trauungen und Taufen sind vorerst nicht möglich. Allenfalls eine Haustaufe könne gefeiert werden, heißt es. Ebenso finden im genannten Zeitraum Geburtstags- oder Krankenbesuche nicht statt. Beerdigungen spricht der Inselpastor mit den Familien am Telefon ab. Pastor Neumann: „Von der Leichenhalle aus können wir weiterhin im engsten Familienkreis Abschied nehmen.“
Da vieles momentan per Telefon geregelt wird, wurden die Sprechzeiten ausgedehnt. Das Pfarrbüro ist Dienstag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr unter 04972-922449 erreichbar. E-Mails unter kg.langeoog@evlka.de.
Inselkirche ist präsent
Doch trotz aller Einschränkungen ist die Inselkirche für die Menschen nach wie vor präsent. Wie sehr die Angebote von den Gemeindegliedern genutzt werden, zeigt die enorme Resonanz auf die Aktion „Gottesdienst für Zuhause“. So haben 1.600 Menschen am Sonntag, 22. März die erste Gottesdienst-Aufzeichnung in der Inselkirche per Mouse-Klick zu Hause am Bildschirm verfolgt. „Das sind sogar 100 Klicks mehr als bei der Landeskirche“, betont Christian Neumann. Auch an den kommenden Sonntagen und zum Osterfest werden Übertragungen angeboten. „Das gab es in dieser Form noch nie“, freut sich der Inselpastor, auf neuen, digitalen Wegen so viele Menschen erreichen und zusammenführen zu können.
Die Predigten werden zudem schriftlich ausgelegt und auf der Homepage www.inselkark.de veröffentlicht. Auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden bringen sich aktiv mit ein. Sie haben einen Predigt-Bringdienst eingerichtet. Darüber hinaus organisiert die Kirchengemeinde ökumenisch eine Einkaufshilfe für Ältere und Kranke. Ansprechpartner ist das Pfarrbüro.
  -ut/reh-