Bund schnürt Maßnahmenpaket

Finanzielle Unterstützung für Firmen und Betriebe
Die Bundesregierung tritt entschlossen und mit aller Kraft den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus entgegen. Ein weitreichendes Maßnahmenbündel soll Arbeitsplätze sichern und Unternehmen unterstützen. Firmen und Betriebe werden mit ausreichend Liquidität ausgestattet, damit sie gut durch die Krise kommen. „Wir haben die finanzielle Kraft, die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie zu bewältigen“, betont Bundesfinanz-    minister Olaf Scholz.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.
Darüber hinaus gelten folgende weitere Maßnahmen:
Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind. Fragen dazu beantwortet die zuständige Agentur für Arbeit.
Die Liquidität von Unternehmen wird durch steuerliche Maßnahmen verbessert. Zu diesem Zweck wird die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet. Beratend zur Seite stehen Finanzämter oder Steuerberater.
Die Liquidität von Unternehmen wird durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen geschützt. Dazu werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die KfW- und ERP-Kredite. In diesem Falle ist die jeweilige Hausbank erster Ansprechpartner.
Das Land Niedersachsen wird zusätzlich Förderprogramme sowie Zuschüsse auf den Weg bringen. Bei der NBank wird daher gegenwärtig ein Kredit-Programm für kleine und mittlere Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe vorbereitet. Die Hilfen sollen über die landeseigene Förderbank NBank abgewickelt werden, wie das Wirtschaftsministerium am 12. März in Hannover mit-teilte.
„Der Wirtschaft muss schnell und unkompliziert geholfen       werden“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann. Er begrüßte die am selben Tag von der Bundesregierung zugesagten unbegrenzten Kreditprogramme zur Unterstützung von Unternehmen während der Coronakrise (siehe www.kfw.de). -ut-
Hotlines für Unternehmen:
Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus (Quarantänemaßnahmen, Umgang mit Verdachtsfällen, etc.):
Telefon: 0 30 / 3 46 46 51 00
Montag bis Donnerstag (8 bis 18 Uhr), Freitag (8 bis 16 Uhr);
Bürgertelefon des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes
Telefonnummer: 05 11 / 4 50 55 55
Montag bis Donnerstag (8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr),
Freitag (8 bis 12 Uhr).
Hotline für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:
Telefon: 0 30 / 1 86 15 15 15
Montag bis  Freitag (9 bis 17 Uhr);
Hotline zu Fördermaßnahmen:
Förderhotline: 0 30 / 1 86 15 80 00
Montag bis Donnerstag (9 Uhr bis 16 Uhr);
Beantragung von Kurzarbeitergeld:
Zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur.
Unternehmerhotline der Bundesagentur:
Telefon: 08 00 / 4 55 55 20
Hotline für Fragen zu Ausnahmegenehmigungen:
BAFA-Hotline: 0 6196 / 9 08 14 44
E-Mail: schutzausruestung@bafa.bund.de
Infotelefon des Bundeswirtschaftsministeriums zum Coronavirus (nur wirtschaftsbezogene Fragen):
Telefon: 0 30 / 18 61 50