Neues aus dem Kur- und Wellness-Center

Egal, wie das Wetter wird: Dieser Frühling lässt die Herzen nur bedingt lächeln. Vieles, auf das man sich gefreut hat, muss ausfallen. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie hat nur eines Priorität: unser aller Gesundheit. Dies gilt in besonderem Maße für das Kur- und Wellness-Center (KWC), dessen Aufgabe es ist, das Wohlbefinden seiner Gäste zu aktivieren und zu steigern. Dazu haben der therapeutische Leiter Michael Thannberger und sein qualifiziertes Team ein umfassendes Thalasso-Programm entwickelt.
Kenntnisstand bei Redaktionsschluss war, dass alle Veranstaltungen zunächst bis einschließlich Samstag, 18. April ausfallen müssen. Aktuelle Infos erfolgen über die Aushänge des Tourismus-Service und die Langeoog-App. Auch in schwieriger Zeit wünscht das KWC-Team allen „Utkieker“-Leserinnen und Lesern ein frohes – und vor allem gesundes – Osterfest 2020.
Therapiebecken: Boden neu verfliest
Von Mitte Januar bis Mitte Februar 2020 blieb das Therapiebecken im Kur- und Wellness-Center geschlossen. Grund waren zunächst die üblichen Wartungsarbeiten. In deren Verlauf stellte sich heraus, dass der Beckenboden erneuert werden musste: „Zunächst sah es so aus, als wären nur ein paar Fliesen auszutauschen. Doch schnell sahen wir, dass das nicht ausreicht“, berichtet Michael Thannberger. Flugs wurden die Kacheln komplett entfernt und der Boden neu verfliest – in Hellblau statt Weiß. Seit dem 18. Februar ist das Therapiebecken wieder betriebs­bereit für die beliebten Aqua-Kurse im 32 °C warmen Meerwasser. Wann Aqua-Fitness, Aqua Power und Aqua-Cycling wieder angeboten werden, hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Hier bitte die Hinweise des Tourismus-Service beachten.
Thalasso-Fortbildung auf Norderney
Das Thema Thalasso ist an der Küste von zentraler Bedeutung. Immer mehr Menschen gönnen sich eine Thalasso-Auszeit (griech. thálassa: Meer), sprich: Sie nutzen die Heilkraft der Nordsee. Das Kur- und Wellness-Center hat Thalasso-Angebote schon seit Jahren fest in sein Programm integriert. 2014 folgte die Zertifizierung zur „geprüften Thalasso-Einrichtung“, zugleich wurde Langeoog gemeinsam mit Norderney als Thalasso-Nordseeheilbad klassifiziert. Die Inseln waren die ersten Orte in Deutschland, die mit dem Gütesiegel ausgezeichnet wurden.
Doch weil sich auch Gutes noch verbessern lässt, nimmt Langeoog regelmäßig an Fortbildungen zum Thema teil. Wichtig sind die Thalasso-Fachseminare, die die Staatsbad Norderney GmbH seit einigen Jahren für Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen und Gesundheitstourismus abhält. Unter reger Beteiligung fand vom 28. Februar bis 1. März 2020 das 13. Seminar statt. „Mit rund 45 Teilnehmern von den Ostfriesischen Inseln und der Küste zählte das diesjährige Seminar zu den größten seiner Art“, berichtet Michael Thannberger, der die Kurse seit Anbeginn besucht. Mit dabei waren Gisela Albrecht und Chiara Lengdobler vom KWC-Team.
Die wissenschaftliche Leitung hatte der Norderneyer Privat­dozent Dr. Friedhart Raschke. Weitere Referenten aus Norderney waren Chefarzt Florian Knöpfel und M.A. Anja Raschke (beide Seeklinik), Heiko Wenzig (Leiter Badehaus) und Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Karin Rass. Aus Westerstede kam Dr. med. Wibke Oswald, Oberärztin der Ammerland-Klinik. In 16 Unterrichtseinheiten brachten sie den Teilnehmer/innen die „Thalassotherapie in Theorie und Praxis“ nahe. Das Themenfeld reichte von der „Physiologie der Entschleunigung“ über „Auswirkungen maritimer Ernährung auf das Mikrobiom des Darms“ bis zur „Bewegungstherapie im Meer und am Strand“.
„Es ist uns wichtig, unser Team immer auf dem neuesten Stand zu halten“, erläutert Michael Thannberger die Bedeutung dieser Fortbildung. Wertvoll sei auch der Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern. „Außerdem können wir aus den aktuellen wissenschaftlichen Fakten neue Ideen und Angebote schöpfen.“ Man darf gespannt sein. -köp-