Activities der Langeooger Serviceclubs

Inner Wheel Club – Lions Club – LC Gräfin Anna – Rotary Club
Tschernobyl-Kinder wieder zu Gast auf Langeoog

Zum Freizeit-Programm der weißrussischen Kinder und Jugendlichen, die auf Einladung des Vereins „Kinder von Tschernobyl – Dornum und Umgebung“ alljährlich zu ihrem vierwöchigen Erholungsaufenthalt im Sommer nach Ostfriesland kommen, gehört seit bald 20 Jahren ein Besuch auf Langeoog. Ermöglicht wird der erlebnisreiche Inseltag vom örtlichen Rotary Club, der die Kosten für Verpflegung und Überfahrt übernimmt.
Jugenddienstleiter Hans-Jörg „Atze“ Numrich und Präsident Onnen Schreiber begrüßten die 41-köpfige Gruppe um den Vorsitzenden Wilhelm Broeksmid sowie die Betreuer, Gasteltern und Dolmetscher.
Die Rotarier hatten für den Ausflug alles wieder bestens organisiert. So ging es vom Inselbahnhof vorbei am Wasserturm und den „Bunten Buden“ direkt zum Hauptstrand. Abwechslung brachten am Strand Frisbees, Schaufeln, Eimer und Bälle, die „Atze“ – selbst Mitglied im Tschernobyl-Verein – wieder an die Kinder verteilte.
Im Restaurant „Windlicht“ wartete mit Pommes und Schnitzeln,  Äpfeln und Joghurts ein leckeres Mittagessen auf die jungen Gäste. Ein Eis auf die Hand durfte auf dem Weg zurück zum Bahnhof nicht fehlen. Darüber hinaus freuten sich die Kinder über kleine Geschenke verschiedener Sponsoren der Insel.
„Den Inseltag möchten wir noch viele Jahre fortführen“, ist Numrich immer wieder von der großen Dankbarkeit der Jungen und Mädchen zwischen sieben und 17 Jahren gerührt, die den Langeooger Rotarier mit kleinen Geschenken aus Weißrussland überraschten. Mit von der Partie auf Langeoog war zum zweiten Mal Elvira Bernauer-Freier: Als Koordinatorin der privaten Stiftung „Findelkind“ mit Sitz in München unterstützt sie seit letztem Jahr die Aktionen des Tschernobyl-Vereins großzügig mit Geldbeträgen für Sachspenden. -reh-

Inner Wheel Club: Adventskalender

Er findet reißenden Absatz: der 14. Adventskalender des Inner-Wheel-Clubs (IWC). Das faszinierende Titelfoto von Michael Wrana zeigt den abendlich schimmernden Wasserturm unter ­einem funkelnden Sternenzelt. „Der Verkauf der Kalender läuft nach wie vor sehr gut – ein Ende ist absehbar“, berichtet IWC-Präsidentin Kirstin Müsch erfreut. „Wir danken allen Sponsoren, von der Insel und dem Festland, für die insgesamt 47 Preise.“ Hinter den Türchen verbergen sich Preise im Wert von mindes­tens je 50,– Euro, die man mit etwas Losglück gewinnen kann. Der Erlös kommt vor allem dem „Elternverein für krebskranke Kinder Wilhelmshaven-Friesland-Harlingerland e.V.“ zugute.
Noch ist der Adventskalender in folgenden Verkaufsstellen auf Langeoog erhältlich: Buchhandlung Krebs, Inselapotheke, Fokko Gerdes, Inselcenter Voß, Weinperle, Goldmarie, Abolengo de Alpaka und Langeooger Getränkeshop Schmidt. Online-Bestellungen sind über info@langeooger-reiterhof.de möglich. Im ­November findet die Losziehung für den Adventskalender in Verbindung mit der Scheckübergabe an den Elternverein für krebskranke Kinder statt. Und vom 1. Dezember bis Heiligabend können sich die Kalenderbesitzer wieder – Türchen für Türchen – auf die Gewinne freuen.

SOS-Meldesystem erweitert 

Im Sommer hat der Rotary Club Langeoog das von ihm auf der Insel eingerichtete SOS Meldesystem erweitert. Bereits bekannt sind die runden Rotary-Schilder im Außenbereich der Insel, vom Flinthörnpfad bis zum Osterhook. Nun kamen zwei weitere ­Tafeln im Bereich der Jugendherberge hinzu. Außerdem erhielt der Strand (außerhalb der Burgen- und Badestrände) zwölf Stationen mit dreieckigen Schildern, die zwischen Flinthörn und Ostspitze positioniert sind. Die an „Vorfahrt gewähren“-Schilder erinnernden Tafeln fallen schon von Weitem ins Auge. Zur weiteren Unterscheidung sind sie mit Buchstaben (von A bis L) statt Zahlen gekennzeichnet.
Den Aufbau erledigten die Rotarier Anfang August selbst: Nachdem im ersten Gang die Pfähle aus verzinktem Stahlrohr eingespült waren, wurden am zweiten Tag die Schilder angebracht. Die Finanzierung erfolgte durch die regelmäßige Altkleidersammlung der Rotarier. Außerdem unterstützte die Sparkasse Langeoog die Aktion mit einer Spende. Insgesamt sind 47 SOS-Schilder weitmaschig über die Insel verteilt. Sie leisteten wiederholt gute Dienste.
So einfach funktioniert das System: Wer Hilfe benötigt und sich in der Nähe eines Rettungsschildes befindet, wählt den Notruf 112 und nennt die auf dem Schild angegebene Nummer (oder den Buchstaben) des SOS-Punktes. Die Leitstelle in Wittmund kennt die jeweiligen Koordinaten und schickt sofort Hilfe dorthin. Initiiert hatte der Rotary Club das SOS-System im Juli 2017. Damals wurden 34 durchnummerierte und mit Notrufnummern versehene runde Tafeln aufgestellt (der „Utkieker“ berichtete). Die Planung hatten die Rotarier zusammen mit dem für Langeoog zuständigen Rettungsdienst MKT (Marburger Krankenpflegeteam) und der Freiwilligen Feuerwehr gestaltet. Nach erfolgreicher Installation übergab der RC das SOS-System an die Inselgemeinde. Für Instandsetzungen und Erweiterungen bleibt der Serviceclub aber weiterhin zuständig.

Wasserturmsanierung 

Die Spendenfreudigkeit buchstäblich angekurbelt hat der Münzprägeautomat, den der Rotary Club Langeoog (RC) im März 2018 am Treppenaufgang zum Wasserturm aufgestellt hat. Die Handhabung ist sehr einfach. Mit der Kurbel wird erst das Motiv (Wasserturm, Inselbahn oder Fähre) gewählt, dann wirft man zwei Münzen ein: ein 5-Cent-Stück zur Prägung und einen Euro für den guten Zweck. Durch erneutes Drehen der Kurbel entsteht die fertige Prägemünze. Der Erlös aus den Einnahmen kommt zu 100 Prozent karitativen Zwecken zugute: 50 Prozent setzt der RC für soziale Projekte auf Langeoog ein, die andere Hälfte dient dem Erhalt des Wasserturms.
Bei letzterem nahmen die Rotarier eine erste Maßnahme in Angriff: Dank der zahlreichen „Spenden im Handumdrehen“ konnte im August – bei bes-tem Wetter – die untere Fassade des Wasserturms renoviert werden. Einen neuen Anstrich erhielten der Sockel, die Tür und die Felder zwischen den Klinkerrahmen. Die Malerarbeiten übernahm die Firma Rieken. Der Malerfachbetrieb aus Esens ist seit 40 Jahren als Spezialist für Farbgestaltung auf Langeoog tätig. Das Projekt Wasserturm leitete Malermeisterin Insa de Buhr, unterstützt durch Fachgesellin Melina Weerts. Die dreiwöchige Renovierung erfolgte in Abstimmung mit der ­Inselgemeinde/Bauverwaltung, da diese Arbeiten aufgrund der exponierten Lage des Langeooger Wahrzeichens nur im Sommer möglich sind. Im nächsten Schritt plant der Serviceclub, das Treppen-geländer zum Wasserturm zu sanieren.
Einen zweiten Münzprägeautomaten – mit völlig anderen Motiven! – hat der RC zu Pfingsten 2019 am Vogelwärterhäuschen aufgestellt. Auch hier kurbeln die Besucher für den guten Zweck: Die eine Hälfte des Erlöses ist für insulare Umweltprojekte, die andere für soziale Aktionen auf Langeoog gedacht.

Golfturnier für Funkgeräte

Lions-Spende für die DLRG: 1.000,– Euro haben Lions-Club-Präsident Heiko „Paddy“ Recker sowie Präsident Bernhard ­Sieger und Geschäftsführer Michael Wrana vom Langeooger Golfclub bereits im Juli 2019 auf dem Grün der Bahn 9 an den DLRG-Ortsgruppen-Vorsitzenden Hans-Gerd Wagner und Sonja Streubel übergeben. Bei der Summe handelte es sich um den Erlös des Lions Club-Charity-Golfturniers vom Juni. Der Service-club hatte die Rettungsschwimmer der Insel als Empfänger    ausgewählt, um deren großes Engagement für die Sicherheit der Insulaner zu würdigen. Einen wichtigen Beitrag dazu stellt die Schwimmausbildung der Langeooger Kinder dar. Von der Spende hat die DLRG-Gruppe inzwischen für Rettungseinsätze notwendige Funkgeräte angeschafft.

Internationale Lions Convention in Mailand

Aktiv in Erscheinung treten die Serviceclubs jeweils in ihren Orten, doch organisiert sind sie weltweit. Deutlich wird das bei den Lions-Clubs etwa auf den jährlichen Treffen, den internationalen Lions Conventions. Die diesjährige fand vom 5. bis 9. Juli in Mailand statt. Mehr als 20.000 Lions-Mitglieder aus über 200 Ländern hatten sich in der norditalienischen Metropole zum Erfahrungsaustausch eingefunden. Mit dabei war Ines Mühlinghaus, damals noch 2. Vize-Governor des Distrikts 111 Niedersachsen/West (NW). „Wir waren rund 50 Teilnehmer aus unserem Distrikt, und über 600 aus Deutschland.“ Dreh- und Angelpunkt war das MiCo Kongresszentrum: „Auf 56.000 Quadratmetern mit 70 Tagungsräumen war hier alles möglich – vom kleinen Workshop bis zur Plenarsitzung mit allen Teilnehmern“, berichtet Ines Mühlinghaus. Die Sitzungen seien durchaus prominent besetzt: Zu den Rednern zählte unter anderen der frühere britische Premier Tony Blair. Ein weiterer Höhepunkt war die große Lions Parade durch Mailand, an der 120 Nationen teilnahmen. Und abseits der Veranstaltungen blieb Zeit, das Kulturprogramm von Konzert bis Museum zu genießen.
„Rückblickend war die Convention ein bedeutsames Ereignis mit höchst emotionalen Momenten“, schwärmt die Langeoogerin. „Etwa als Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege mit dem ­Humanitär-preis von Lions die höchste Auszeichnung der Organisation erhielt.“ Eindrucksvoll sei es auch, das Lions-Netzwerk zu erleben, das seit über 100 Jahren im Sinne von Völkerverständigung und Gemeinschaft arbeite. So habe sie Gelegenheit ­gehabt, mit der Kanadierin Dr. Patti Hill, 3. Vizepräsidentin von Lions International, zu sprechen.
„Lions hat mich schon immer interessiert“, erklärt Ines Mühlinghaus. Das Gründungsmitglied des LC „Gräfin Anna“ war von 2017 bis 2019 als „Zone-Chairperson“ in der „Region I“ im Distrikt 111 aktiv. Zur Zone gehören die Clubs von Langeoog, Esens, Norden und Norderney. Als Zonensprecherin hielt Ines Mühlinghaus engen Kontakt zu den Clubs der weiteren Region. Das Amt blieb auf der Insel: Nachfolger wurde zum 1. Juli 2019 Bernhard Sieger vom LC Langeoog.

District Governor 2020 aus Langeoog

Alles braucht seine Zeit, doch manchmal geht es schneller. Dies erfuhr Ines Mühlinghaus auf ihrem angestrebten Weg ins Amt des District Governor im Distrikt „111 NW“. Der Distrikt umfasst den nordwestlichen Teil von Niedersachsen. Im Distriktgebiet von Wilhelmshaven bis Osnabrück sind rund 2.500 Lions-Mitglieder in 75 Clubs aktiv am Werk.
Erst im Herbst 2018 zum 2. Vize Governor bestimmt, wurde Ines Mühlinghaus, da ihr Vorgänger im Amt aus Gesundheitsgründen zurücktrat, jetzt schon zum 1. Vize gewählt.
Dies geschah am 14. September auf der Lions Distriktversammlung in Rastede. Damit wird sie das Amt des District Governors bereits im Lions-Jahr 2020/2021 bekleiden. Die Vorbereitung darauf ist wegen der Kürze entsprechend intensiv: „Seminare in der deutschen Zentrale in Wiesbaden gehören ebenso dazu wie eine Ausbildung in Chicago/USA“, berichtet   Ines Mühlinghaus, deren Amtseinweisung auf der nächsten internationalen Convention Ende Juni 2020 in Singapur erfolgen wird.
Bis dahin steht auch das etwa 50-köpfige Kabinett des Distrikts 111 fest. Für ihre Amtszeit plant die künftige Governor eine Distriktversammlung auf Langeoog, die etwa im Frühjahr 2021 stattfinden könnte. Doch mit der Arbeit in der Region ist es nicht getan: „Die 19 Governor der 19 Distrikte in Deutschland bilden den Governor-Rat. Der kümmert sich um die nationalen Lions-Belange“, klärt Ines Mühlinghaus auf. Es wird eine spannende Zeit – für sie und für Langeoog. -köp/ut-