Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Wohngenossenschaft „Uns Oog“

Konkret wird bezahlbarer Mietwohnraum auf Langeoog im Rahmen genossenschaftlichen Wohnens: Auf dem früheren Internatsgelände an der Kirchstraße sollen insgesamt mindestens 31 Wohneinheiten entstehen. Im Oktober 2017 hatte der Gemeinderat die TING-Projekte GmbH & Co. KG aus Schleswig-Holstein beauftragt, die Möglichkeiten für genossenschaftliches Wohnen, auch mit Wohnberechtigungsschein, auszuloten und eine Planung für das Areal vorzulegen. Im März 2018 gründete sich die „Wohngenossenschaft Uns Oog eG“ (der „Utkieker“ berichtete). Gut ein Jahr später, am 30. März 2019, wurde zunächst das Bauschild aufgestellt. „Die Mehrzahl der Wohnungen ist bereits vergeben“, teilt Bürgermeister Uwe Garrels mit.
Am 11. August fand eine erste Generalversammlung der Wohngenossenschaft statt. Der Jahresabschluss 2018 wurde ohne Gegenstimmen verabschiedet, der Vorstand entsprechend entlastet. Eine Erhöhung der Einlagen ist nicht erforderlich. Allgemeine Zustimmung fand, dass Langeoogs angehende Bürgermeisterin Heike Horn ebenfalls Mitglied der Genossenschaft wurde. Das Bauvorhaben soll noch 2019 angegangen werden: „Mit den Baufirmen finden derzeit intensive Gespräche mit dem Ziel eines baldigen Vertragsabschlusses statt“, so Uwe Garrels.
Zudem habe der Gemeinderat einen Ausbau im Bereich der Kirchstraße beschlossen. Mit einbezogen sei die Erschließung des Neubaugeländes. So soll auf dem Genossenschaftsgrundstück eine u-förmige Straße entstehen, welche die Häuser miteinander verbindet.

Erneuerung der Brückenanlagen steht bevor

Die Brückenanlagen an den Anlegern von Bensersiel und Langeoog werden erneuert. Betroffen von der Maßnahme, die bis ins Jahr 2020 hineinläuft, sind sowohl die Fußgängerbrücken als auch die Verladebrücken für Gepäck und Fracht. „Die alten Brücken von 1979 sind in die Jahre gekommen“, erklärt Eisenbahnbetriebsleiter Jens Lühring, in dessen Aufgabenbereich auch die technischen Anlagen fallen. Bauherrin ist die Insel­gemeinde Langeoog, das Investitionsvolumen liegt bei 5,1 Millionen Euro. Am 5. Juli 2019 wurde der Auftrag an die Heuvelman Ibis GmbH aus Leer vergeben. Die Vorarbeiten wie Materialbestellungen laufen bereits. Die einzelnen Brückenteile werden überwiegend im niederländischen Delfzijl vorgefertigt, dann per Ponton nach Bensersiel und Langeoog gebracht und vor Ort mit einem Kran eingebaut. Anstelle der bisher eingesetzten Windentechnik werden die neuen Brücken mittels Elektrohubzylindern gehoben und gesenkt. Der Vorteil: weniger Verschleißteile, verbunden mit einem geringeren Wartungsaufwand. Während der Bauarbeiten kann es beim Ein- und Ausstieg der Personenfähren vorübergehend zu Änderungen kommen. So wird auf Langeoog zeitweilig der zweite Anlegeplatz am Hafen zum Einsatz kommen. In Bensersiel erfolgen Fahrkartenverkauf und Gepäckabfertigung wie gewohnt im Fährhaus. Die Fähren werden dann an der Ostseite des Binnenhafens an- und ablegen, gleich hinter den Frachtern. „Ein barrierearmer Zugang zu den Schiffen ist auf jeden Fall gewährleistet“, betont Jens Lühring. Punktuell werde dort auch ein Unterstand geschaffen, angedacht sei eine Containerlösung. In dieser Zeit befördern Frachtschiffe das Gepäck. Im Zuge der Baumaßnahme wird in Bensersiel der Sockel für die Brücken um 30 Zentimeter erhöht: „Das bedeutet mehr Spielraum und Sicherheit bei Sturmfluten.“

Rauchverbot und weitere Regeln auf Inselbahn-Perrons

Vor zehn Jahren, im September 2009, hat sich der Rat der Inselgemeinde Langeoog für ein Rauchverbot auf den Perrons der Inselbahn ausgesprochen. Seit- her sind auch die offenen Plattformen an den Waggon-enden, die sogenannten Bühnen, raucherfreie Zonen. Die Fahrgäste müssen sich an diese Regelung halten. Zu ihrer eigenen Sicherheit dürfen sich Kinder auf den Bühnen nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten aufhalten. Ebenfalls nicht erlaubt ist das Hinauslehnen während der Fahrt. Das Holzbord auf dem Perron ist übrigens als Ablage für Taschen gedacht, nicht als Sitzbank. Auch hier bittet die Inselgemeinde um die Einhaltung der Regeln.

Auf dem Bahnsteig …

unbedingt zu beachten ist auch die weiße Linie: Sie markiert ­eine Sicherheitszone an der Bahnsteigkante, die bei der Ein- und Ausfahrt der Züge nicht übertreten werden darf. Ebenso ­wenig ist es erlaubt, nach dem Signalpfiff noch auf den anfahrenden Zug zu springen. Denn dieses Verhalten ist nicht nur ­gefährlich, es kann auch ein Strafverfahren nach sich ziehen. Die Inselgemeinde bittet, den Anweisungen des Bahnhofspersonals zu folgen, denn: Sicherheit hat oberste Priorität.

Treffen „Ostfriesische Inseln GmbH“

 „Wir sind erfolgreich“, lautete das Resümee der Gesellschafterversammlung der „Ostfriesische Inseln GmbH“ (OFI) am 18. September auf Borkum. Ende 2017 hatte sich die OFI mit dem Ziel gegründet, als Dachorganisation ein gemeinsames Marketing der Inseln voranzutreiben. Insbesondere sei es gelungen, den internationalen Bekanntheitsgrad der Inseln zu erhöhen, speziell in Österreich und der Schweiz, sowie neue Zielgruppen zu erschließen. OFI-Gesellschafter sind vor allem die Tourismusorganisationen der Inseln, mit dem Marketing betraut ist derzeit die Agentur greenbox design gbr aus Bremen.
Zugleich appellierte die Versammlung an das Land Niedersachsen, den Tourismus in der Region seiner Bedeutung gemäß zu stärken. Hierzu werde man das Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium suchen, etwa um Förderprogramme zu beantragen. Schließlich erklärte Langeoogs Bürgermeister Uwe Garrels, bislang stellvertretender Vorsitzender der Versammlung, seinen Rückzug aus dem Amt. Sein Nachfolger im Vorstand wurde Marcel Fangohr, Bürgermeister von Wangerooge. -köp/ut-