Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog
Fahrräder: Rettungswege freihalten

Wenn die Sonne scheint, möchte jeder möglichst schnell und dicht an den Strand. Also radeln immer wieder Badegäste an den Fahrradparkplätzen vorbei und stellen die gepflasterten Plätze auf der Promenade zu. Hier aber haben Fahrräder nichts zu suchen. Denn die Flächen sind, darauf weist die Beschilderung hin, ausschließ- lich den Rettungsfahrzeugen vorbehalten. Das gilt auch für die Strandübergänge. Auf ihnen fahren die Einsatzwagen im Notfall zum Strand, um Leben zu retten.
Doch immer wieder müssen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst feststellen, dass Feuerwehrzufahrten oder Rettungswege blockiert werden. Wertvolle Minuten gehen verloren, wenn schweres Rettungsgerät weit getragen werden muss. Diese Zeit kann unter Umständen Menschenleben kosten!
Die Inselgemeinde appelliert daher an alle Radler, die Rettungswege zum Strand freizuhalten – schon im Interesse ihrer eigenen Sicherheit: „Auch Sie können in einen Notfall geraten und sind dann auf schnelle Hilfe angewiesen.“ Drahtesel, die im Wege stehen, können im Bedarfsfall abtransportiert werden. Parken kann man Fahrräder an den ausgewiesenen strandnahen Plätzen, etwa an Sporthus und Hauptbad, den Spielhäusern oder im Kurzentrum.

Unterschiedliches Straßenpflaster …

auf dem Vormann-Otten-Weg: Auf der Höhe Möwenweg stoßen alte und neue Pflasterung aneinander. Der Grund ist die im vorigen Herbst begonnene Sanierung: Zu erneuern waren die Straßendecke, die Gasleitung und der Schmutzwasserkanal, in Teilen auch der Regenwasserkanal und das Telekommunikationsnetz für den Breitbandausbau (der „Utkieker“ berichtete). Die Straßendecke besteht aus grauem Betonsteinpflaster; abgeteilt davon ist auf gleichem Niveau ein roter Fußweg. Wegen widriger Witterung konnte die Sanierung nicht bis zum Ende des jährlichen Baustopps abgeschlossen werden, doch wurde die Nutzung der Straße für den Sommer sichergestellt.
Wenn im Spätherbst die Restarbeiten zwischen Möwenweg und Rathaus beginnen, wird auch der westlich ans Rathaus grenzende Park wieder als Materiallager genutzt. Vor Juni wurde die Fläche eingeebnet und – aus optischen Gründen – Rasen eingesät, zudem ein Streifen an der Hauptstraße als provisorischer Fahrradparkplatz abgetrennt. Nach Abschluss der Bauarbeiten im kommenden Frühjahr soll der kleine Rathauspark wieder hergestellt und mit einem Fahrradparkplatz versehen werden.

Fahrrad schieben in der Fußgängerzone

In der Hochsaison herrscht Hochbetrieb – auch auf Langeoogs Straßen. Rücksichtnahme ist hier das Gebot der Stunde. Daher gilt in der Fußgängerzone täglich von 10 bis 20 Uhr ein Fahrradfahrverbot. Dies umfasst die Bereiche Hauptstraße westlich der Einmündung des Vormann-Otten-Weges und östlich der Einmündung des Rudolf-Eucken-Weges und Am Wasserturm sowie der Barkhausenstraße vom Beginn Hauptstraße bis südlich der Einmündung der Gartenstraße. In der übrigen Zeit (20 bis 10 Uhr) haben Radler weiterhin Schritttempo zu fahren und Fußgängern absoluten Vortritt zu lassen. Auch außerhalb des bis zum Ende der Herbstferien geltenden Fahrradfahrverbotes gilt: Fußgänger haben in der Fußgängerzone immer Vorrang vor anderen Verkehrsteilnehmern.
Zudem geht Sicherheit vor Schnelligkeit – besonders in Bereichen, in denen sich Kinder aufhalten: „Kinder schätzen die Verkehrslage noch nicht richtig ein und haben noch keinen Überblick über die Gefahren im Straßenverkehr“, erklärt die Gemeinde. Und bittet alle Verkehrsteilnehmer um gegenseitige Rücksichtnahme: „Verhalten Sie sich bitte immer so, wie Sie es auch von anderen erwarten.“

Pedelec ja, E-Bike nein

Aufgrund des Kraftfahrzeugverkehrsverbots für Langeoog sind auf der Insel lediglich herkömmliche Fahrräder und die sogenannten Pedelecs erlaubt, die Muskelkraft (per Treten) und maschinellen Antrieb kombinieren. Nur dieses „einfache“ Pedelec bis 25 Stundenkilometer ist dem herkömmlichen Fahrrad rechtlich gleichgestellt und darf auf Langeoog gefahren werden.
E-Bikes, also Fahrräder, die ohne Muskelkraft gefahren werden können, sowie Pedelecs mit einer Geschwindigkeit von mehr als 25 Stundenkilometern, sind im öffentlichen Straßenraum auf Langeoog nicht erlaubt.

E-Roller und Co. nicht erlaubt

Das Ordnungsamt der Inselgemeinde Langeoog weist darauf hin, dass E-Roller, Hoverboards, Monowheels, Segways und vergleichbare Fahrzeuge ebenfalls unter das Allgemeine Kraftfahrzeugverkehrsverbot fallen. Sie dürfen daher auf der Insel nicht gefahren werden. Ausnahmegenehmigungen für das Allgemeine Kraftfahrzeug-verkehrsverbot müssen kostenpflichtig beim Landkreis Wittmund beantragt werden. -ut/köp-