Ehrliche „Momentaufnahmen“

Autorenlesung mit Mayk D. Opiolla am 27. Dezember Poetisch. Melancholisch. Ehrlich. 826Einen sehr persönlichen Abend gestaltet der Langeooger Autor Mayk D. Opiolla, wenn er am Donnerstag, 27. Dezember aus seinen neuen „Momentaufnahmen“ liest. Beginn ist um 20 Uhr im Katholischen Pfarrheim St. Nikolaus. Der Eintritt ist frei, ein Büchertisch vor Ort – mit Möglichkeit zum Signieren und zum Gespräch. In seiner Reihe „Moment-aufnahmen“ liefert Mayk D. Opiolla kleine Prosahäppchen, die viel Raum für eigene Reflexionen lassen. Das Themenspektrum berührt die Dramen des Alltags ebenso wie historische oder weltpolitische Ereignisse. Just im Oktober hat der Autor den nunmehr fünften Band der Reihe veröffentlicht. Die 27 neuen Erzählungen behandeln ein gewohnt breites Themenspektrum. „Von Langeoog, Gott und der Welt“ lautet der Untertitel des Buches. Kein Zufall, wie der Verfasser verrät: „Von Liebe und Loslassen ist die Rede, von Trauer und Trost, von Klosterleben und Großstadttreiben.“ In sinnlichen, bildgewaltigen Beschreibungen der Natur werde dabei die Leidenschaft des Erzählers für die Schönheit der Schöpfung lebendig. Was sich auch in der Lesung zeige: „Das Ringen um die eigene Gottesbeziehung und das Finden von Halt im Glauben soll einen Schwerpunkt an diesem Abend setzen.“ Nicht unerwähnt lassen möchte der Autor, dass die Reihe „Momentaufnahmen“ keine klassische „Langeoog-Feelgood“-Literatur für den Strandkorb darstelle: „Namedropping oder Dorfklatsch wird man bei mir nicht finden, und man kommt auch um ernste Themen nicht herum. Mir ist es wichtig, dass Themen wie Depression, Armut, Trennungen oder Tod nicht stigmatisiert werden – und diese machen vor schönen Urlaubsinseln nicht Halt.“ Inspiration findet der 42-jährige Diplom-Regionalwissenschaftler auf seinen Streifzügen durch die Natur, an deren Schönheit er sich auch nach einem halben Jahrzehnt auf Langeoog nicht sattsehen kann. „Das Spannende ist, dass sich die Insel stetig verändert. Der Himmel, das Meer: Kein Tag gleicht dem anderen. Sogar die Form der Insel ändert sich. Menschen ändern sich, ihre Beziehungen zueinander ändern sich. Dieser Wandel bringt mir immer neue Themen. „Hier“, so zeigt sich der Autor entschlossen, „geht mir das Material niemals aus.“ -ut-