„Ein Praktikum ist Gold wert“

711-113 Inselschüler schnuppern Betriebsluft in Langeooger, Esenser und Wittmunder Unternehmen Für drei Wochen haben die Acht- und Neuntklässler der Inselschule ihre vertrauten Klassenräume verlassen und die Gelegenheit genutzt, in die Arbeitswelt handwerklicher und kommunaler Betriebe hineinzuschnuppern. Dabei geht es nicht etwa um „richtiges Schuften“. Vielmehr konnten die Jungen und Mädchen den Kollegen über die Schulter schauen, um einen ersten Eindruck von den Arbeitsabläufen und vielseitigen Tätigkeiten des jeweiligen Berufes zu bekommen. Jedoch durften sie durchaus auch selbstständig Aufgaben erledigen. Die Schülerinnen und Schüler waren in klassischen Ausbildungsbetrieben auf Langeoog, in Esens und Wittmund eingesetzt. Das Berufspraktikum ist wichtige Orientierungshilfe bei der Berufswahl. Laut Uwe Fiebig, der als Lehrer für Berufsbildung, Wirtschaft und Deutsch die Schülerpraktikanten betreut, kann das Praktikum sogar zum Türöffner für Berufsstarter werden. „Laut Statistik beginnen über 40 Prozent der Inselschüler ihre Ausbildung dort, wo sie zuvor ihr Praktikum absolvierten. Praktika sind somit Gold wert“, ergänzt Fiebig. Aber auch die Unternehmen selbst können zahlreiche Vorteile aus einer Praktikantenbeschäftigung ziehen. Unter anderem lernen sie frühzeitig geeignete Nachwuchskräfte kennen, denn Auszubildende 711-2werden in jeder Branche gesucht. Im Bereich der Hauptschule sind ab Klasse acht vier Berufspraktika vorgesehen. Realschüler absolvieren ab Klasse neun jeweils zwei Praktika. Im Rahmen einer schulinternen Präsentation stellten die Jugendlichen ihre Betriebe und Tätigkeiten in Wort und Bild vor. Zudem schilderten sie ihre persönlichen Eindrücke. Wertvolle Tipps für die berufliche Laufbahn kamen dabei auch vom Berufsberater Werner Helbig von der Arbeitsagentur in Norden. Folgende Schüler absolvierten ihr Praktikum: Annelie Barenthin entschied sich für das Berufsbild „Goldschmiedin“ in der Hofgoldschmiede am Meer. Lea Dokoupil schnupperte zunächst als „IT-Fachangestellte“ beim „Taktischen Luftgeschwader 71“ und wechselte anschließend in die Apotheke „Am Markt“ in Wittmund. Hauke Gabler interessierte sich für das Berufsbild „Land- und Baumaschinenmechatroniker“ bei der Firma Johann Classen-Landtechnik in Wittmund-Funnix, wäh­rend Finn Janßen und Wiebke Matzies sich als Koch beziehungsweise Köchin im Langeooger „Seekrug“ probierten. Der Beruf „Kauffrau für Tourismus und Freizeit“ bei 711-3der Inselgemeinde sprach Mareikje Matzies an, während es Emilia Schadel in die Bärenapotheke nach Esens zog. Den Beruf der Erzieherin schaute sich Lea Freimuth im Kindergarten „Wichtelnüst“ genauer an. Im Bereich Handwerk bewies Lilli Sowe im Langeooger Blumenhaus Peters ein Händchen im Binden von Sträußen und dem Dekorieren von Gestecken. Vielseitige Einblicke in die Arbeit eines Tischlers bekam Jan Hoffmann in der Langeooger Tischlerei Schwe­- de. Paula Möller lernte das breite Spektrum des Malerberufes in der Nordseemalerei Edith Ehmen kennen. Im BZN Baustoffzentrum und Hagebaumarkt Hedlefs in Esens erfuhr Kai Peters viel über den Kaufmann im Einzelhandel. Maxima Rohr absolvierte ihr Praktikum auf Langeoog in der Inselapotheke am Wasserturm. -reh-