Feier für den guten Zweck

717-neuGeburtstag und Jubiläum: Restaurant „Sturmeck“ sammelte für Langeooger „Jugendhaus am Meer“ Fünfzig Jahre wird man nur einmal im Leben. Und wenn man dann noch den fünften „Geburtstag“ des eigenen Restaurants begeht, ist das mehr als ein Grund zum Feiern. So hielt es auch Klaus Mehnert vom „Sturmeck“, der seinen runden ­Geburtstag und das kleine Betriebsjubiläum zu einem Fest ­verband. Der „Feier-Tag“ fiel auf Dienstag, den 14. August: ­Eigentlich der Ruhetag des Hauses, ging es ab 11.00 Uhr hoch her im „Sturmeck“. Doch wollte dessen Inhaber nicht einfach nur ­feiern, sondern zugleich etwas für die Jugendlichen auf der Insel tun: „Der Erlös der Feier kommt dem ‚Jugendhaus am Meer‘ zugute“, ­verkündete der gebürtige Hannoveraner, der (mit kurzer Unterbrechung) seit 1989 auf Langeoog gas­tronomisch aktiv ist. Knapp 200 Besucher zählte das Geburtstagskind: Bei Bratwurst, Nackensteaks, hausgemachtem Kartoffelsalat und passenden Getränken zu moderaten Preisen ließ man es sich bis in den späten Abend gutgehen. Was den gelernten Koch besonders freute: „Mein ‚Sturmeck’-Team hat an diesem Tag, seinem freien Tag wohlgemerkt, ­unentgeltlich mitgearbeitet. Das fand ich richtig toll!“ Kollegiale Hilfe717-1 leistete zudem „Düne13“-Chef Ron Piekarski, der am Nachmittag den Zapfhahn bediente und so Klaus Mehnert den Rücken freihielt, damit der sich seinen Gästen widmen konnte. Alles in allem eine erfolgreiche Feier, die auch zum Erfolg für das „Jugendhaus am Meer“ wurde – denn unterm Strich kamen stolze 1.000,– Euro zusammen. Am 10. September überreichte Klaus Mehnert den Betrag an Jugendhaus-Leiterin Tina Seppelt. Diese freute sich über die unverhoffte Spende, und ein Verwendungszweck war schnell gefunden: „Das Geld nutzen wir für Kulturfahrten, wie Theater- oder Museumsbesuche.“ Außerhalb der Geburtstagsfeier zaubert Klaus Mehnert wesentlich mehr als Kartoffelsalat und Würstchen: Das „Sturmeck“ steht für rustikal-bürgerliche Küche mit Fleisch- und Fischgerichten. Spezialität ist das hausgemachte Labskaus, frisch zubereitet mit gepökelter Rinderbrust: „So wie sich das gehört. Corned Beef hat darin nix verloren.“ Wer das Rezept möchte, kann es in „Ostfriesland und seine Inseln – eine kulinarische Entdeckungsreise“ nachschlagen. Der 2018 im Umschau-Verlag erschienene Bildband stellt unter anderem auch das „Sturmeck“ vor. Das Restaurant an der Hauptstraße besitzt durchaus seine eigene Geschichte. Das Gebäude selbst ist gut 65 Jahre alt. Zuvor stand auf 717-3dem Grundstück, das früher der Familie Voß gehörte, ein kleines Haus. Das ging, durch deren Erbengemeinschaft, über eine Cousine an Johanne Eilers (geb. Goldenstein) über, die Mitte der 1950er-Jahre das jetzige Gebäude errichten ließ. Zunächst beherbergte das Haus zwei Betriebe: ein Einzelhandelsgeschäft und das Restaurant. Erster „Sturmeck“-Pächter war die Familie Laporte. Von 1972 bis 1995 waren Rolf und Gisela Laue als Wirte aktiv: Gleich zu Beginn verband das Ehepaar die benachbarten Geschäftsräume mit der Gaststätte, so dass diese über einen Saal verfügte, wie man es bis heute kennt. 1995 folgten Karin und Willi Dirks, die das Restaurant bis 2011 führten. Übergangsweise übernahm Marion Voß den Betrieb, seit dem 1. März 2013 ist Klaus Mehnert nun Herr über Pott, Pann und Zapfhahn im „Sturmeck“. -ut-