„Holz ist mein Element“

Salomon Heinert überzeugt mit seinem Gesellenstück,
einem Fernsehschrank aus massiver Esche

525-1In der Tischlerei fühlt sich Salomon Heinert am wohlsten: „Holz ist mein Element, das mir viele Möglichkeiten bietet, es zu bearbeiten“, schwärmt er. In der Langeooger Tischlerei von Holger Schwede hat der 19-Jährige jetzt seine Ausbildung zum Tisch­lergesellen erfolgreich absolviert. Auf den Lehrbetrieb aufmerksam geworden war der gebürtige Leeraner durch die Kreishandwerkerschaft Leer/Wittmund, die ihn 2015 auf die Insel vermittelt hat. „Schon als Kind war ich vom Holz und seiner Maserung fasziniert“, erinnert sich Salomon Heinert, der mittlerweile in Esens lebt und täglich zu seinem Arbeitsplatz pendelt. In seinem Berufsgrundbildungsjahr hatte er schließlich den Tischlerberuf kennen und lieben gelernt. Das Handwerk sei für ihn nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung, meint der frisch gebackene Geselle. Die vergangenen drei Ausbildungsjahre seien für ihn eine „tolle und vielseitige Zeit“ gewesen. „Auf Langeoog machen wir praktisch alles – von Fenstern, Türen, Möbeln bis hin zur Ausstattung von Neubauten und Sanierungen“, zeigt sich Heinert begeistert. Damit habe er die Möglichkeit bekommen, den Beruf von der Pike auf zu lernen. Als sehr angenehm bezeichnet er zudem das gute Betriebsklima in der Schwede GmbH. Besonders viel Aufmerksamkeit widmete der Azubi in jüngster Zeit seinem Gesellenstück, bei dem er viele eigene Ideen verwirklichen konnte. So entstand in zirka 80 Stunden ein moderner Fernsehschrank aus massiver Esche mit zwei Türen und Einlegeböden. Lag zunächst ein vier Meter langes und 25 Zentimeter breites Brett vor ihm, musste dieses in Streifen zugeschnitten und mehrfach aneinandergeleimt werden. Die Holzoberfläche wurde mit farbigem Hartwachsöl behandelt. Die Ecken wurden mit Schwalben-schwanzzinkung ausgearbeitet, die Schrankseiten und Einlegeböden gegratet. „Nichts wurde geklebt oder geschraubt“, erläutert Heinert. Eine handwerkliche Herausforderung an seinem Gesellenstück ist die abschließbare Schublade. Nach seiner Freisprechung am 6. August bleibt der junge Tischler weiterhin auf der Insel. Ich bin übernommen worden und möchte nun Berufserfahrung sammeln. „Mal sehen, wo es mich später einmal hin verschlägt,“ überlegt Salomon Heinert. Er sei froh, eine handwerkliche Ausbildung zu haben, mit der er überall mit eigenen Händen etwas Nützliches schaffen könne. -reh