Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog

Den Namen „Ulla“ …
247-1erhielt das neue Luftkissenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Langeoog im Rahmen einer Feier am 16. September. Taufpatin und Namensgeberin war die von dieser Aktion überraschte Ulla Sommer; die Ehefrau von Gemeindebrandmeister Olaf Sommer ist selbst aktive Feuerwehrfrau. Bürgermeister Uwe Garrels dankte den Feuerwehrleuten für ihr Engagement und zeigte sich erfreut, dass das Fahrzeug großenteils aus Spenden finanziert werden konnte. Bereits im Januar wurde das feuerwehrrote Luftkissenboot vom Hersteller, der Elbe Bootscenter GmbH in Köthen, auf Langeoog ausgeliefert (der „Utkieker“ berichtete). Das 4,60 Meter lange und 2 Meter breite Amphibienfahrzeug vom Typ „Scout Hovercraft S460 TC-WL“ wurde speziell für die Wasserrettung entwickelt und kann auf dem Wasser bis zu 70 Stundenkilometer erreichen. Fünf Langeooger Feuerwehrmänner absolvierten eine Spezialausbildung, um als Piloten das Luftkissenboot bedienen zu können. Das musste vor der offiziellen ­Inbetriebnahme noch an die Gegebenheiten der Nordseeinsel angepasst werden. Seinen ersten offiziellen Einsatz hatte das noch ungetaufte Fahrzeug dann Ende Juli am Tag der Seenotretter bei einer Schauübung. Was darf man Hovercraft „Ulla“ nun wünschen? Immer eine Handbreit Luft unterm Kiel. l

„Fremd-Azubi“ im Rathaus
247-2Auszubildende im Rathaus sind keine Seltenheit. „Fremd-Azubis“ hingegen schon. Martin Winter ist ein solcher Fremdauszubildender. Der 22-Jährige aus Hessisch Oldendorf nahe Hameln absolviert derzeit ein duales Studium zum Stadtinspektor-­Anwärter. „Es ist ein dreijähriges Studium, aufgeteilt in neun Trimester, davon drei Praxisphasen. Die Theoriephasen werden beim Niedersächsischen Studieninstitut in Hannover absolviert. Zwei Praxisphasen laufen bei meinem eigentlichen Dienstherrn, der Stadt Ronnenberg, die dritte findet in einer anderen Kommune statt“, erklärt Martin Winter. In seinem dritten Studienjahr führte ihn besagte Praxisphase auf die Insel. Seit 14 Jahren Langeoo­g­urlauber, fragte er spontan im Rathaus an – und ­erhielt eine Zusage. Der Schwerpunkt der Langeooger Praxiszeit lag, nach einem Einblick in die Abteilungen, im Hauptamt und Ordnungsamt: „In konkreten Aufgaben ging es um rechtliche Fragestellungen und das Verfassen von Bescheiden. Dabei war eigenständiges Arbeiten gefordert“, berichtet Martin Winter. „Das Rathaus ist durch die Eigenbetriebe Schiffahrt und Tourismus-Service Langeoog anders gegliedert“, hat er erkannt und lobt das Arbeitsklima: „Das Team hier ist immer hilfsbereit.“ Vom 23. Juli bis 15. September dauerte das insulare Praktikum, inzwischen arbeitet Martin Winter wieder im Rathaus von Ronnenberg bei Hannover. Bis Ende November, dann beginnt die abschließende Theoriephase mit der Bachelorarbeit. Zum nächsten Sommer hofft er auf einen Einstieg als Stadtinspektor. Auf Langeoog könnte dann wieder ein „Fremd-Azubi“ im Rathaus arbeiten. Bewerbungen für 2019 liegen vor.

Sanierung Vormann-Otten-Weg
Ab dem 1. Oktober wird der Vormann-Otten-Weg neu gemacht, und zwar von der Höhe Rathaus bis zum Anschluss Am Wall. Erneuert werden die Straßendecke sowie Regen- und Schmutzwasserkanal. Die Arbeiten übernimmt das Unternehmen Kultur- und Tiefbau Jeschke GmbH aus Blomberg. Bis zur Fertigstellung des ersten Teilstücks wird eine Umleitung eingerichtet. Sie verläuft über Fährhusweg, Wiesenweg und Am Wall. Wind und Wetter vorbehalten, soll die Gesamtmaßnahme bis Ende Mai 2019 abgeschlossen sein.

IBV für HDI und KWC
Um wirtschaftlich arbeiten zu können, ist die Inselgemeinde bestrebt, sich von unrentablen Liegenschaften zu trennen. Für „Kur- und Wellness-Center“ (KWC) und „Haus der Insel“ (HDI) wurde daher Ende 2017 ein gemeinsames Interessenbekundungsverfahren (IBV) gestartet (der „Utkieker“ berichtete). Mehrere Bewerber reichten ihre Unterlagen ein, nach einem Auswahlverfahren durch ein Bewertungsgremium blieben zum Schluss vier übrig. In einer öffentlichen Ratssitzung am 26. Juli im HDI sollte eine Entscheidung über die Aufnahme von Verhandlungen mit dem favorisierten Bewerber fallen. Aufgrund von Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Nutzungsform wurde die Beschlussfassung auf den 12. September vertagt. Doch auch auf dieser Sitzung konnte keine Einigung erzielt werden. Nach lebhafter Diskussion wurde daher erneut eine Vertagung der Angelegenheit beschlossen. Ein neuer Ratstermin stand bei ­Redaktionsschluss noch nicht fest. -köp/ut-