Regionale Bioprodukte äußerst beliebt

Panorama-Restaurant „Seekrug“ bringt seinen Gästen die Region kulinarisch nahe

„Wir bieten unseren Gästen einzigartige, unverwechselbare Produkte mit dem Geschmack Ostfrieslands“, verspricht Michael Recktenwald. Gemäß seiner Leitworte „Original-Regional-Wertvoll“ bietet der Langeooger Gastronom in seinem in zweiter Generation geführten Panorama-Restaurant „Seekrug“ seit über 20 Jahren saisonale Produkte an, die möglichst in Bioqualität aus der näheren Umgebung bezogen werden. „Bio-Erdbeeren im Februar aus Kolumbien sind nicht das, was wir wollen“, macht der Küchenchef deutlich. Ebenso lehnt er es ab, dass regionale Tierzüchter gentechnisch verändertes Futter verabreichen.
142-1Im Laufe der Zeit probierte Michael Recktenwald einiges aus. „Ich befasste mich intensiv mit dem Begriff ,Bio‘, inzwischen ist es für mich ein fester Bestandteil meines Lebens und der meiner Familie“, erzählt der Langeooger. Etliche Zutaten für die Gerichte stammen von Langeoog. Wie etwa die Highland-Rinder, die Michael Recktenwald vom Züchter Heiko „Rumbi“ Arends bezieht. Von den jährlich rund zehn benötigten Tieren wird nahezu alles verwertet. Von Mai bis Januar gesellt sich auch Langeooger Reh hinzu, im Herbst und Winter werden außerdem Fasane und Hasen zu schmackhaften Gerichten verarbeitet. „Nahezu sämtliches Wild, das von der Langeooger Jagdgesellschaft erlegt wird, landet bei mir“. Abseits der Insel erstreckt sich der regionale Radius auf etwa 50 Kilometer. Sämtliche Betriebe kennt der Bio-Gastronom selbstverständlich persönlich, so dass er für die Güte der bezogenen Produkte seine Hand ins Feuer legen würde. „Ich kaufe nur die Qualität, von der ich hundertprozentig überzeugt bin“, so Recktenwald. Seine Gäste können auf der Speisekarte übrigens detailliert nachlesen, von welchen Betrieben der „Seekrug“ beliefert wird. Etliche machen auf der Heimfahrt sogar dort Halt, um für den eigenen Bedarf einzukaufen.
142-2Um stets eine optimale Qualität und Produktvielfalt anbieten zu können, wird die Tageskarte mit ihren sieben Hauptgerichten täglich neu geschrieben. Weniger Gerichte auf der Speisekarte bedeuten jedoch mitnichten weniger Arbeit. Schließlich ist der „Seekrug“ seit 2012 „ABCert“ zertifiziert und wird im Auftrag des Bundesamtes für Verbraucherschutz mehrmals jährlich auf seine Bioprodukte hin kontrolliert. Die für den Langeooger Betrieb vergebene Öko-Kontrollnummer DE-ÖKO 006 ist deutlich sichtbar auf der Speisekarte vermerkt und kann zudem im Internet recherchiert werden. Das von Michael Recktenwald betriebene Engagement lohnt sich: „Unsere Gäste lernen die kulinarische Vielfalt der Region kennen, die mehr zu bieten hat als Nordseefisch“. Mit Bio eng verzahnt ist zudem der Umweltschutz. Inmitten des Unesco Weltnaturerbes Wattenmeer gelegen hat sich der „Seekrug“ auch diesem verschrieben. Einer sauberen Umwelt zuliebe.