„Uke“ bei „Cata“ mit von der Partie

Tilli und Wiebke Matzies absolvierten Gürtel-Prüfungen im Judo –

„Man kann nur den Hut ziehen vor soviel Engagement“, sagt Matthias Buß. Gemeint ist Heini Matzies, der seit Jahren mit großem Enthusiasmus die Judo-Sparte des TSV Langeoog leitet. Etwa dreimal im Jahr besuchen Matthias Buß und Adolf Freese vom Judoarbeitskreis Wittmund die Langeooger Judoka, um ihnen als Gasttrainer unterstützend zur Seite zu stehen.
722Auch am 9. September war Matthias Buß, der zudem Spartenleiter und aktiver Trainer beim TuS Holtriem ist, auf der Insel. An jenem Samstag trainierte er Tilli und Wiebke Matzies, die am nächsten Tag ihre jeweils nächsthöheren Gürtelprüfungen ablegen wollten. „Beide Prüflinge waren von Heini Matzies hervorragend vorbereitet worden, so dass es nur wenig zu korrigieren gab“, meinte Matthias Buß, der am 10. September die Prüfungen abnahm. Mutter und Tochter mussten Fallübungen und Anwendungsaufgaben wie Würfe aus der Bewegung zeigen. Hinzu kamen verschiedene Bodenarbeiten. Da Tilli Matzies den 3. Kyu (Grüngurt) erlangen wollte, musste sie unter Beweis stellen, dass sie eine vorgegebene Abfolge von Schritt- und Wurffolgen, auch Cata genannt, beherrscht. Mit von der Partie war Mareikje Matzies, die als „Uke“ fungierte. Das ist diejenige Person, die auf die Matte fällt. Am Ende gab es nur strahlende Gesichter. Sowohl Wiebke (5. Kyu, Orangegurt) als auch Tilli Matzies absolvierten die Prüfung mit Bravour. „Das haben beide sehr gut gemacht“ lobte Prüfer Matthias Buß die Sportlerinnen.
Wenn es die Zeit erlaubt, nehmen die Langeooger Judoka an Wettkämpfen auf dem Festland teil. Aufgrund der Insellage sind solche Aktionen allerdings eher selten. Ende November ist nun ein Besuch des Arbeitskreises Wittmund auf Langeoog geplant. Rund 20 Kinder im Alter von 7 bis 17 Jahren und etwa zehn Erwachsene werden zu einem freien Training in der Sporthalle am Abke-Jansen-Weg erwartet. Mit den anreisenden Teilnehmern sollen auch Judomatten auf die Insel gebracht werden. „Wir sind daher noch in der Planung, wie wir das realisieren“, so Matthias Buß.