Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog

Fahrplanwechsel
Achtung: Noch bis Sonntagabend, 3. September gilt der aktuelle Sommerfahrplan. Am Montag, 4. September tritt der Zwischenfahrplan in Kraft. Dann startet die Abfahrt ab Bahnhof Langeoog täglich um 8.20, 14.30, 16.00 und 17.30 Uhr. Weitere Fahrten um 9.30 und 11.30 Uhr freitags bis sonntags (auch an Feiertagen) sowie um 10.30 Uhr (Montag bis Donnerstag, nicht an Feier­tagen). Ab Bensersiel geht die Fähre täglich um 9.30, 11.30, 13.30, 16.00 und 17.30 Uhr.
Hinzu kommen folgende Fahrten: Montag bis Samstag (außer feiertags) um 7.10 Uhr ab Langeoog und 6.45 ab Bensersiel, außerdem Freitag (außer feiertags) um 20 Uhr ab Langeoog und 19.30 Uhr ab Bensersiel (Änderungen vorbehalten). Der Zwischenfahrplan bleibt bis einschließlich 5. November 2017 gültig. Eine aktuelle Fahrplanübersicht steht auch hinten im Utkieker.

Luftkissenfahrzeug
645-1Es ist inzwischen bestellt: ein Luftkissenboot als Rettungsfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr auf Langeoog. Eingesetzt werden soll das Hovercraft etwa, um von der Flut überraschte Spaziergänger von der Sandbank oder den weitläufigen Flächen im Inselosten zu bergen (der „Utkieker“ berichtete). Da die Kos­ten von rund 57.000,– Euro den Gemeindeetat übersteigen, haben sich viele Firmen, Vereine und Privatpersonen bereit erklärt, den Fehl­betrag von etwa 35.000 Euro,– durch Spenden zu sammeln. Zweckgebundene Zuwendungen sind an die Inselgemeinde möglich: Ansprechpartner sind die Kämmerei, der Bürgermeister und der Gemeindebrandmeister. Bislang kamen rund 28.000,– Euro zusammen, aber einige Spendenaktionen stehen noch aus, wie Bürgermeister Uwe Garrels mitteilt. Das Luftkissenfahrzeug dürfte also noch dieses Jahr kommen.

Ausbau der Hauptstraße
Zum Herbst öffnet eine Baustelle im Herzen des Ortes: Im zweiten Bauabschnitt wird die Hauptstraße vom Rathaus zur Straße „Am Wasserturm“ ausgebaut. Auf einer Länge von etwa 200 Metern erhält die Straßendecke eine neue Pflasterung, auch wird ein Teil der Kanalisation erneuert. Los geht es Anfang Oktober mit vorbereitenden Arbeiten wie der Neuverlegung von Gas- und Wasserleitungen. Hier werden der Wasserversorger OOWV und der Energieversorger EWE tätig. Ab dem 2. November sollen dann die eigentlichen Tiefbauarbeiten beginnen.
645-2Eine Besonderheit: „Wir beginnen an beiden Enden gleichzeitig: Eine Kolonne startet am Rathaus, die andere Am Wasserturm. Beide arbeiten dann aufeinander zu“, berichtet Marc Sjuts. Der Fachbereichsleiter der Inselgemeinde ist unter anderem auch für die Straßenbaumaßnahme zuständig. Der Grund für den beidseitig laufenden Ausbau liege im engen Zeitfenster: „Bis Ende Mai 2018 soll alles möglichst fertig sein.“ In Teilbereichen der Straße sei dann mit Vollsperrungen zu rechnen, Umleitungen werden ausgeschildert.
Ausführendes Unternehmen im Auftrag der Inselgemeinde ist die G. Herfeld GmbH aus Rechtsupweg, die schon den ersten Bauabschnitt zwischen Bahnhof und Rathaus versorgt hatte. Die veranschlagten Baukosten von rund einer Million Euro brutto werden im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms aus EU-Fördermitteln bezuschusst.

Klärschlammtrocknungsanlage
Nicht nur im Straßenbau, auch bei der Entsorgung setzt die Inselgemeinde auf Erneuerung: Nach Ratsbeschluss vom 3. August soll eine Klärschlammtrocknungsanlage (KSTA) gebaut werden. Die bisherige Methode, den vererdeten Klärschlamm ans Festland zur landwirtschaftlichen Verwertung zu bringen, wird immer unrentabler: „Im Sommer fallen bis zu 250 Kubikmeter Klärschlamm täglich an, die großenteils aus Wasser bestehen“, berichtet Bürgermeister Garrels. „Die Transportkosten sind erheblich.“ Der Bau einer KSTA nach dem Prinzip der solaren Hallentrocknung würde die Schlammmenge um etwa 80 Prozent reduzieren und so erheblich Kosten und Geruchsbelastungen senken.