Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog

„Die Strandaufschüttung am Hauptbad . . .
ist gut gelaufen“, berichtet Bürgermeister Uwe Garrels erfreut. „Hier entstand eine höher gelegene, trockene Fläche, die genügend Platz für Strandkörbe bietet.“ Im Mai wurden dort auf gut 700 Metern Länge rund 20.000 Kubikmeter Sand aufgeschüttet. Entnommen wurde er der vorgelagerten Sandbank, und zwar im Nassstrandbereich, den die Gezeiten in kurzer Zeit wieder auffüllen. Per LKW wurde der Sand zum Hauptbad gefahren und dort profiliert. Das neue Strandniveau liegt etwa einen Meter über dem alten. „Es war die richtige Entscheidung“, blickt der Bürgermeister auf den Beschluss der Maßnahme zurück, die netto rund 80.000,– Euro kostete. Auftraggeber war der Tourismus-Service Langeoog.
Derzeit erleben Strandspaziergänger vor dem Pirolatal eine weitere Sandbaustelle: Um die dortigen Dünen zu sichern, lässt der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) rund 600.000 Kubikmeter Sand aufspülen (siehe separaten Artikel im „Utkieker“). NLWKN und ­Inselgemeinde bitten darum, die Baustelle zu meiden. „Der ­NLWKN wird seine Maßnahme auch an unsere Aufschüttung führen“, teilt Uwe Garrels mit. „Die Strandaufspülung reicht im ersten Schritt von der Spülfeldmitte aus westlich bis Gerk-sin-Spoor, im zweiten Schritt nach Osten bis zum Ende des Pirolatals.“

Neues Feuerwehrgebäude
Für die Freiwillige Feuerwehr Langeoog soll am Süderdünenring ein neues Gebäude errichtet werden (der „Utkieker“ berichtete). Die alte Liegenschaft am Rettungsspoor wurde bereits verkauft, der Erlös von 1,111 Millionen Euro fließt in die Finanzierung der neuen Wache ein. Die Planung für den Neubau läuft bereits. Ein erstes Verfahren hat der Gemeinderat indes kurzfristig gestoppt, da die veranschlagten Kosten zu hoch waren. Nun sind die Anbieter gefordert, neue Vorschläge einzureichen. Welche Ein­sparungen sich durch verschlankte Konzepte erzielen ließen, muss jetzt intensiv verhandelt werden. Dennoch soll der Bau des neuen Feuerwehrgebäudes zeitnah beginnen.

Hunde bitte an die Leine
Aus gegebenem Anlass weist die Inselgemeinde darauf hin, dass in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober eines jeden Jahres im Ortsbereich eine generelle Anleinpflicht für Hunde besteht. Die Vierbeiner sind danach auf allen öffentlich zugänglichen Straßen, Wegen und Plätzen, in Kuranlagen sowie auf sonstigen Freiflächen des Kurgebietes stets an der Leine zu führen. Außerhalb des Ortsbereichs (Nationalpark, Schutzdünenbereich, Jagdgebiet) besteht ganzjährig Leinenzwang. Dies gilt auch für die beiden freigegebenen Strandbereiche: die als Hundestrände ausgewiesenen Abschnitte HU westlich (Übergang Hunpad/kath. Kirche) und östlich (Übergang ehem. Seenotbeobachtungsstation) des Badestrandes. Die Gemeinde appelliert an alle Hundehalter, die Anlein- und Aufsichtspflicht zu beachten; die Vermieter sind gefordert, ihre Gäste entsprechend zu informieren. Näheres steht auch unter www.wattenmeer-nationalpark.de im Internet. – Für die „Hinterlassenschaften“ der Tiere wird gebeten, die kostenlosen „Huko“ (Hundekot-Entsorgungsbeutel) zu verwenden; die dazugehörigen Spenderboxen sind im ganzen Ort aufgestellt.

Personal gesucht
Der Inselgemeinde Langeoog geht es wie vielen Kommunen im ländlichen Raum: Ihr fehlt es an Fachkräften. Tourismusbedingt hält das 1.800-Seelen-Dorf eine 12.000-Einwohner-Infrastruktur vor. Die will – auch personell – bewirtschaftet sein. „Unter anderem suchen wir erfahrenes Personal fürs Ordnungsamt“, teilt Bürgermeister Uwe Garrels mit. Gefragt sind zudem einsatzfreudige Kräfte für den Baubetriebshof: Sie sollten eine handwerkliche Qualifikation, etwa im Straßen- oder Gartenbau, mitbringen. Da auch Müllwagen und weitere Fahrzeuge bewegt werden müssen, wäre ein entsprechender Führerschein wünschenswert. Interessierte wenden sich ans Rathaus.