Gemeinde-Rat und Tat

Neues von der Inselgemeinde Langeoog

Neue Fahrradständer am Rathaus
444-1Aufmerksamen Betrachtern fallen zwei Veränderungen am Rathausvorplatz auf: Linksseitig wurde wieder ein Fahrradparkplatz eingerichtet. Dafür stellte das Langeooger Unternehmen Tim Winston neue Fahrradständer auf. Der alte Parkplatz rechts vor der Hecke war im Zuge der barrierefreien Gestaltung des Vorplatzes (der „Utkieker“ berichtete) rückgebaut worden. Hier laden jetzt Strandkörbe zum Verweilen ein.
Zum anderen hält nun ein markanter Stützpfeiler das Vordach. „Der Dachüberstand wurde abgedichtet und saniert“, erklärt Bürgermeister Garrels. Bis zu einer grundlegenden Erneuerung, die zeitnah erfolgen soll, bleibt das Provisorium erhalten.

Feuerwehr
Die Langeooger Floriansjünger brauchen eine neue Feuerwache – und werden sie am Süderdünenring bekommen (der „Utkieker“ berichtete). Ein wichtiger Schritt geschah unlängst: die Entscheidung über den Verkauf der alten Liegenschaft am Rettungs­spoor. Der Erlös von 1,111 Millionen Euro fließt in die Finanzierung der neuen Wache ein. In einer Bewertungsmatrix wurden die Vergabekriterien festgelegt. Mit 75 Prozent wurde der Kaufpreis bewertet, mit 5 Prozent die Barrierefreiheit sowie mit 20 Prozent die städtebauliche Verträglichkeit: „Dabei soll der Bau einen Wiedererkennungswert haben durch Erhalt oder Nachempfinden der alten Bausubstanz“, erläutert Bürgermeister Uwe Garrels.
Drei Bewerber gab es, die dem Rat am 18. Mai ihre Konzepte vorstellten: die Johann Bohlen GmbH aus Moormerland, Angelis und Partner (Oldenburg) und die Langeooger Gert Kämper Immobilien GmbH in Zusammenarbeit mit dem Esenser Architekturbüro Ubben-Ihnken-Ufken. In seiner Sitzung vom 1. Juni entschied der Rat, den Zuschlag dem letztgenannten Bewerber zu erteilen: „Das Konzept überzeugte in der Gesamtschau.“ Geplant ist ein Neubau mit acht Wohneinheiten, der sich optisch an die alte Feuerwache anlehnt; die Hälfte der Wohnungen wird barrierefrei sein. – Der Bau des neuen Feuerwehrgebäudes soll zeitnah beginnen; die Planung läuft bereits.

Spenden für Luftkissenfahrzeug
444-2Ein Luftkissenboot als Rettungsfahrzeug auf Langeoog? Die freiwillige Feuerwehr arbeitet daran und hat einen entsprechenden Antrag bei der Inselgemeinde eingebracht. Eingesetzt werden soll das Hovercraft, um von der Flut überraschte Spaziergänger von der Sandbank zu bergen. Das Fahrzeug soll möglichst noch dieses Jahr angeschafft werden.
Die Kosten liegen voraussichtlich bei 60.000,– Euro, eine Summe, die den Gemeindeetat übersteigt. Ziel ist es daher, den Fehl­betrag durch Spenden zu sammeln. Mehrere Bürger und Betriebe wollen sich an den Anschaffungskosten beteiligen, so hat der Langeooger Karl Winkler bereits 10.000,– Euro gestiftet. Spenden für das Luftkissenboot sind an die Inselgemeinde möglich. Ansprechpartner sind die Kämmerei, der Bürgermeister und der Gemeindebrandmeister.

Erneuerung Hauptstraße
Nachdem in den Vorjahren die Straßendecke und Kanalisation der Hauptstraße zwischen Bahnhof und Rathaus erneuert wurden (der „Utkieker“ berichtete), soll nun das Reststück bis zur Inselapotheke ebenfalls neu gemacht werden. Dabei geht es nur um die Pflasterung; Kanalarbeiten sind nicht erforderlich. Mit der Planung wurde nun die HI Nord Planungsgesellschaft mbH aus Osnabrück beauftragt. „Der Weiterbau der Hauptstraße ist Teil des Dorferneuerungsprogramms“, berichtet Uwe Garrels. Dabei gehe es auch um eine einheitliche Pflasterung für den gesamten Bereich und barrierefreie Eingänge zu den Häusern. „Derzeit werden Anliegergespräche geführt, da auch Privatflächen betroffen sind.“

Erlebnisbad
Die im Vorjahr begonnene Modernisierung des Freizeit- und Erlebnisbades (der „Utkieker“ berichtete) schreitet voran. Unlängst wurden Ingenieurleistungen für die weitere Planung an das Büro john becker Ingenieure aus Worpswede vergeben. Dies betrifft die Erneuerung etwa der Lüftungsanlagen, Trinkwasseraufbereitung und Elektroinstallationen. Auch soll das Kur- und Wellness-Center in die jetzige Eingangshalle des Bades verlegt werden; hierfür werden derzeit Vorbereitungen getroffen. „Voraussetzung hierfür ist, dass ein gemeinsames Interessenbekundungsverfahren für die Liegenschaften KWC und HDI auf den Weg gebracht wird“, teilt Bürgermeister Uwe Garrels mit.

Gleisbauarbeiten der Inselbahn
444-3Im Juni beschloss der Gemeinderat eine sogenannte Oberbauertüchtigung für den Gleiskörper der Inselbahn. Dabei werden in den Bereichen Bahnhof und Anleger mehrere Weichen und Gleise getauscht und zum Teil zurückgebaut. Zudem werden auf der Strecke zwischen Inselbahnhof und Hafen die Schienenstöße (=die aneinanderstoßenden Schienenenden) erneuert. Die Ausschreibungen liefen im Frühjahr, den Zuschlag erhielt nun die Stefen GmbH & Co.KG aus Oldenburg in Bietergemeinschaft mit der Wittmunder Martin Steinbrecher GmbH. Die Kosten der Maßnahme, die durch das Land Niedersachsen bezuschusst wird, liegen im sechsstelligen Bereich. Zum Herbst sollen die Arbeiten beginnen.