„Das Mehr an Qualität wird gewürdigt“

Im „Buddelinchen“ wird Oberbekleidung verkauft, die umwelt- und sozialverträglich hergestellt wurde

Fünf Jahre ist es her, dass Langeoog zur ersten deutschen Fair­trade-Insel ernannt wurde. Fairtrade-Towns fördern ganz gezielt den fairen Handel. „Als Urlaubsdestination, die zudem im Weltnaturerbe Wattenmeer liegt, haben wir eine besondere Verantwortung zur Umwelt“, sagt Olaf Hube. 312-1Der Langeooger führt an der Barkhausenstraße die Textilgeschäfte „Buddelei“ und „Buddelinchen“. Vor einiger Zeit erweiterte der Kaufmann in seinem Hauptgeschäft das Sortiment um Textilien, die biologisch und sozialverträglich hergestellt werden. Die Resonanz unter den Kunden war so positiv, dass das Angebot nun deutlich ausgebaut wurde und ins „Buddelinchen“ umzog.
Dort präsentieren Janja Martinovic, Wiebke Sommer und Sara Rynkiewicz hochwertige Oberbekleidung der Hauptmarken Armed Angels, Recolution sowie Ragwear. Allen gemein ist, dass 312-2sie sich nach den weltweit anerkannten Vereinbarungen des Global Organic Textile Standards (GOTS) richten. Diese gewährleisten eine nachhaltige Herstellung von Textilien. Angefangen von biologisch erzeugten Rohstoffen über eine umwelt- und sozialverträgliche Fertigung bis hin zur transparenten Kennzeichnung. „Firmen, die GOTS-zertifiziert sind, unterliegen strengsten Kontrollen. Schon minimale Unregelmäßigkeiten hätten den Verlust der Zertifizierung zur Folge, was sich unweigerlich auf den Fortbestand der Labels auswirken würde“, macht Olaf Hube deutlich.
312-3Überdies bieten nach GOTS hergestellte Textilien eine deutlich höhere Qualität „die man fühlt, riecht und auch sieht“. Zudem kann man Bio-Qualitäten nach dem Kauf sofort bedenkenlos tragen, ohne sie vorher waschen zu müssen. Noch vor einigen Jahren waren Bio-Textilien mit dem Stigma behaftet, wenig modisch zu sein. Das gehört endgültig der Vergangenheit an. Hochwertige Prints oder Applikationen machen sie heute zu einem must have. Auch wenn man auf den ersten Blick nicht sieht, dass die Kleidung nachhaltig produziert und verarbeitet wurde – dem Träger gibt sie ein gutes Gefühl nicht nur etwas für die Umwelt getan zu haben, sondern auch soziale Verantwortung mitzutragen. „Das Mehr an Qualität wird von den Kunden zunehmend gewürdigt“, sieht Olaf Hube. Und dies zu einem Preis, der nur ein wenig höher ist als Ware, die nicht nach GOTS-Richtlinien produziert wird. Man sieht also, umdenken lohnt sich.