Textilien – ökologisch, fair, sozial

„Urlaubsmoden Buddelei“ erweitert das Segment der Bio-Textilien

716-4Fair gehandelte Lebensmittel sind längst in aller Munde. Doch wie sieht es diesbezüglich bei Textilien aus? „Wir haben ein ausgesuchtes Sortiment in unserem Programm, welches von den Kunden sehr gut angenommen wird“, äußert sich Olaf Hube, der das Geschäft „Buddelei Urlaubsmoden“ in der Barkhausenstraße führt. Bis vor wenigen Jahren waren Bio-Textilien nicht so sehr verbreitet, was auch am wenig ausgeprägten ökologischen Gedanken lag. Zudem kam ein Großteil der Kleidung nicht modisch genug daher. Beides hat sich grundlegend geändert. Zum einen sind die Menschen sensibler geworden, was die faire und ökologische Produktion betrifft. Andererseits bieten Firmen in diesem Segment Textilien an, die mittlerweile modisch, pfiffig und ideenreich sind.
716-2Auf dem Kleidungssektor gibt es verschiedene Zertifizierungen für fair und ökologisch produzierte Kleidung. Zwei dieser Labels sind das weit verbreitete „Fairtraide“ und das weniger bekannte „Global Organic Textile Standard“ (GOTS). Letzteres gilt weltweit als führend für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. „Es definiert umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und fordert gleichzeitig die Einhaltung von Sozialkriterien“, so Olaf Hube. Nur Textilprodukte, die mindestens aus 70% biologisch erzeugten Naturfasern bestehen, können auch GOTS-zertifiziert werden. Zudem müssen alle eingesetzten chemischen Zusätze und Hilfsmittel umweltrelevante Kriterien erfüllen. 716-3Auch für die Verwendung von Accessoires wie Patches (Aufnäher), Knöpfe, eingenähte Waschanleitungen oder Garne gelten entsprechende Anforderungen. Inspektionen und Zertifizierung von Verarbeitungsbetrieben, Herstellern und Händlern werden von unabhängigen Prüfinstituten vor Ort durchgeführt.
Olaf Hube verspricht, dass das GOTS-zertifizierte Sortiment an T-Shirts, Sweatshirts, Hemden und Hosen – allesamt für Damen und Herren – in der „Buddelei“ deutlich ausgebaut werden wird. Sehr viel teurer als die schnell und billig produzierten Textilien sind die hochwertigen Kleidungsstücke nach Worten des Textilfachmanns übrigens nicht. „Außerdem ist der Gast, der auf Langeoog bewusst das Weltnatur­erbe besucht und sich mit diesem Thema beschäftigt, auch für Kleidung und Ware zu begeis­tern, die fair und sozial produziert wird“, resümiert Olaf Hube.