„Ich freue mich auf Langeoog“

Christian Kühne-Neumann zum Inselpastor ernannt

Vom Harz ans Meer: Neuer Pastor der ev.-luth. Kirchengemeinde Langeoog wird Christian Kühne-Neumann aus Zellerfeld im Oberharz. Zehn Jahre wirkte der 40-jährige Geistliche dort in der St.-Salvatoris-Kirchengemeinde, zudem war er als stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Harzer Land tätig. Mitte Mai ernannte der Bischofsrat der Landeskirche Hannovers den gebürtigen Ostfriesen auf dessen Bewerbung hin zum Inselpas­tor. Christian Kühne-Neumann folgt auf Torsten Both, der im Mai nach zwölf Jahren die Insel verließ, um eine Pfarrstelle in Osna­brück anzutreten (der „Utkieker“ berichtete). 344Am Sonntag, 20. Juli hält Christian Kühne-Neumann in der Inselkirche seine erste Predigt, die Aufstellungspredigt. Sie ist gleichsam der krönende Abschluss seiner Bewerbung. Dann bleibt der Gemeinde eine einwöchige Einspruchsfrist. Gibt es keine gravierenden Einwände, wird er zum 15. September sein Amt als Inselpastor antreten. Am 21. September folgt um 15 Uhr der Einführungsgottesdienst mit Superintendentin Angela Grimm.
Aufgewachsen ist Christian Kühne-Neumann in Weener: „Mein Elternhaus steht auf der ostfriesischen Seite der Ems, gegen­über der Papenburger Meyer-Werft.“ Als Ostfriese waren ihm die sieben Inseln vertraut – bis auf Langeoog. Vor seiner Bewerbung sah er sich daher mit seiner Frau Deike Neumann und dem knapp zweijährigen Sohn Paul ausgiebig auf der Insel um: „Wir haben uns gleich in Langeoog verliebt.“ Auf die Insel kommt die junge Familie zu viert: Im Sommer wird weiterer Nachwuchs erwartet.
„Mich treibt es nicht fort aus Zellerfeld und ich habe sehr gern mit den Menschen dort das Gemeindeleben gestaltet. Doch so sehr ich den Oberharz auch lieben gelernt habe, meine Familie und mich zieht es nun doch wieder an die Küste,“ begründet der Seelsorger seinen Entschluss. Er freue sich auf die neue vielseitige Aufgabe in der 1.000-Seelen-Gemeinde, die stark vom Tourismus geprägt sei. „Ich sehe mich dabei als Pastor in besonderer Rolle, aber nicht als Solist. Gemeinde hat etwas mit Gemeinschaft zu tun.“